{"id":628019,"date":"2025-12-06T17:18:14","date_gmt":"2025-12-06T17:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/628019\/"},"modified":"2025-12-06T17:18:14","modified_gmt":"2025-12-06T17:18:14","slug":"die-forscher-basteln-an-einem-computermodell-der-synapsen-im-gehirn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/628019\/","title":{"rendered":"Die Forscher basteln an einem Computermodell der Synapsen im Gehirn"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/lokales\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_lokales\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lokales<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/lokales\/goettingen\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_goettingen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">G\u00f6ttingen<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/lokales\/goettingen\/goettingen-ort28741\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"4_goettingen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">G\u00f6ttingen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 06.12.2025, 16:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.hna.de\/autor\/thomas-kopietz-jg7m16oav.html\" title=\"Zur Autorenseite von Thomas Kopietz\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" kopietz=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Thomas Kopietz<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/40602256-deutsche-forschungsgemeinschaft-dfg-foerdert-sonderforschungsbereich-sfb-1286-zur-erforschu.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) f&#xF6;rdert Sonderforschungsbereich (SFB) 1286 zur Erforschung von Synapsen und Entwicklung einer computergestu?tzten Synapsen-Simulation an der Universit&#xE4;tsmedizin G&#xF6;ttingen (UMG) f&#xFC;r weitere 3,5 Jahre. Die beantragte F&#xF6;rdersumme liegt bei insgesamt mehr als elf Millionen Euro. Hier: Synapsen (rot und gr&#xFC;n) in Aktion im Gehirn (wei&#xDF;e Strukturen). \"\/>Geheimnisvolle Welt der Nerven: Synapsen (rot und gr\u00fcn) in Aktion im Gehirn (wei\u00dfe Strukturen). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) f\u00f6rdert den Sonderforschungsbereich (SFB) 1286 zur Erforschung von Synapsen und Entwicklung einer computergest\u00fctzten Synapsen-Simulation an der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen (UMG) f\u00fcr weitere 3,5 Jahre. Die F\u00f6rdersumme liegt bei insgesamt mehr als elf Millionen Euro.  \u00a9\u00a0Foto: UMG\/Antonios Ntolkeras<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Die G\u00f6ttinger Synapsen-Forscher erhalten elf Millionen Euro. Ihr Computermodell soll Nervenkrankheiten besser verstehen helfen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">G\u00f6ttingen \u2013 Forscher aus <a href=\"https:\/\/www.hna.de\/lokales\/goettingen\/\" target=\"_blank\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;G&#xF6;ttingen&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.hna.de\/lokales\/goettingen\/&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:8,&quot;storyElementCount&quot;:28}}\" rel=\"nofollow noopener\">G\u00f6ttingen<\/a> wollen Kontaktstellen zwischen Nervenstellen am Computer \u201enachbauen\u201c \u2013 das soll sp\u00e4ter auch helfen, die Entstehung von Nervenkrankheiten wie Parkinson und Alzheimer zu erkennen. Daf\u00fcr gibt es nun erneut F\u00f6rdergeld in Millionenh\u00f6he.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In der Schule lernen Sch\u00fcler seit Jahrzehnten, wozu Synapsen gut sind, was sie leisten. Kurzum: Sie leiten die so wichtigen Informationen in dem Gehirn und in den Nervenzellen weiter. Aber: Sie sind ebenfalls beteiligt an der Weiterleitung von falschen Informationen, Fehlern, die auch Krankheiten ausl\u00f6sen und f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Die G\u00f6ttinger Forscher aber wissen nach jahrelanger Arbeit viel mehr \u00fcber die Synapsen, Aufbau und Funktion \u2013 als die Schulb\u00fccher und Lehrer vermitteln.<\/p>\n<p>Synapsen am Computer nachbilden<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Denn die Wissenschaftler arbeiten seit 2017 intensiv daran, die auf neuronaler Ebene im menschlichen K\u00f6rper so wichtigen Synapsen per Computer nachzubilden. Der Aufwand ist riesig und vielf\u00e4ltig, sie arbeiten in 33 Einzelprojekten und \u2013 was bedeutend ist \u2013 eng vernetzt miteinander in einem Sonderforschungsbereich, dem SFB 1286 \u201eQuantitative Synaptologie\u201c, der an der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen (UMG) koordiniert wird. Die Forscher kommen aus den Bereichen Neurowissenschaften, Zellbiologie, Physik, Chemie und Medizinische Statistik sowie aus verschiedenen Forschungseinrichtungen am G\u00f6ttingen Campus. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In acht Jahren seit dem Projektstart sind sie bereits weit gekommen, auch in der Entwicklung der Synapsen-Simulation am PC und generell der Erforschung der Schaltstellen. So weit, dass der Sonderforschungsbereich ab 2026 dreieinhalb weitere Jahre gef\u00f6rdert wird \u2013 mit insgesamt elf Millionen Euro.<\/p>\n<p>Schub f\u00fcr die Forschung<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Konkret geht es darum, die Synapsen in Aufbau und Funktion exakt zu charakterisieren, um diese schlie\u00dflich als Computer-Simulation nachzubilden. Das w\u00fcrde einen Schub f\u00fcr die Forschung und das Ziel bedeuten, denn damit k\u00f6nnten verschiedene Situationen und Szenarien am Computer durchgespielt werden, die Reaktion der Synapsen auf diese Ver\u00e4nderungen hin untersucht werden. Was abstrakt klingt, hat ein klares Ziel: Die Erkenntnisse aus diesen Studien k\u00f6nnten dazu beitragen, die Entstehung von Erkrankungen des Nervensystems besser zu verstehen und neue Ansatzpunkte f\u00fcr Therapien zu finden, wie der Sprecher des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1286, Prof. Silvio O. Rizzoli, sagt. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/40602250-prof-silvio-rizzoli-direktor-des-instituts-fuer-neuro-und-sinnesphysiologie-der-universitae.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"Prof. Silvio O. Rizzoli, Direktor des Instituts f&#xFC;r Neuro- und Sinnesphysiologie der Universit&#xE4;tsmedizin G&#xF6;ttingen (UMG), Sprecher des SFB 1286, Sprecher des Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der UMG sowie Mitglied des Exzellenzclusters &#x201E;Multiscale Bioimaging: Von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen&#x201C; (MBExC).\"\/>Top-Forscher: Prof. Silvio O. Rizzoli, Direktor des Instituts f\u00fcr Neuro- und Sinnesphysiologie der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen (UMG), Sprecher des SFB 1286, Sprecher des Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der UMG sowie Mitglied des Exzellenzclusters \u201eMultiscale Bioimaging: Von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen\u201c. Foto: UMG\/Swen Pf\u00f6rtner \u00a9\u00a0Foto: Swen Pf\u00f6rtner<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Bislang haben die Forscherinnen und Forscher massenweise wichtige Daten f\u00fcr den \u201eNachbau\u201c der Synapsen gesammelt. Sie untersuchten die molekulare Zusammensetzung der Synapsen w\u00e4hrend der Ruhe- und Aktivit\u00e4tsphasen. Sie blickten tief in die Synapsenstrukturen und Proteine sowie deren genauen Positionen, die an der Informationsweiterleitung beteiligt sind. Auch wei\u00df man nun mehr \u00fcber die Zahl der Synapsen an den Enden der Nervenzellen, die st\u00e4ndigen Proteinver\u00e4nderungen zur Aufrechterhaltung der Synapsenfunktion sowie die Zusammenarbeit der Strukturen zur Signalweiterleitung.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dann verfeinerten die Wissenschaftler diese Daten durch weitere Labor-Experimente. Gleichzeitig erg\u00e4nzten neue Projekte im Bereich Computer-Neurowissenschaften (Computational Neuroscience) den SFB, um die synaptischen Funktionen und Molek\u00fclbewegungen durch mathematische Analysen und Computersimulationen noch detaillierter und realistischer nachzubilden. <\/p>\n<p>Offene Fragen sollen gekl\u00e4rt werden<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nun geht es also in F\u00f6rderphase 3. \u201eWir werden jetzt auf diesen Vorarbeiten aufbauen, unser Computermodell weiter optimieren und soweit fertigstellen\u201c, sagt Rizzoli. Ziel sei es, \u201eoffene Fragen zur synaptischen Funktion und zu fehlerhaften Abl\u00e4ufen in diesem Bereich zu kl\u00e4ren\u201c. Silvio Rizzoli erkl\u00e4rt auch den Ablauf der Forschungsarbeiten: Die grundlagenwissenschaftlichen Erkenntnisse habe man mit denen aus Analysen von Krankheitsursachen kombiniert. Im Fokus standen die Ver\u00e4nderungen im Gehirn bei Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Im Blick hatten und haben die Forscher auch die Alterung. Sie wollen wissen, ob und wie sich j\u00fcngere und \u00e4ltere Synapsen unterscheiden \u2013 ob sie anders arbeiten, funktionieren. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Und welches Ergebnis erwartet Rizzoli? \u201eUnser Modell wird dazu beitragen, die Funktion der Synapsen besser zu verstehen sowie Einblicke in die Abl\u00e4ufe unseres Nervensystems und deren Zusammenh\u00e4nge geben.\u201c <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das Verstehen dieser Abl\u00e4ufe k\u00f6nnte letztlich dazu beitragen, fortschreitenden Nervenerkrankungen \u2013 wie Parkinson und Alzheimer \u2013 wirksamer zu behandeln, sprich, diesen den Schrecken ein wenig zu nehmen \u2013 und den Patienten zu helfen. <\/p>\n<p>Stichwort: Synapse<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Synapsen\u00a0sind\u00a0Verbindungsstellen\u00a0zwischen zwei Zellen, die\u00a0Informationen\u00a0(Reize\/Erregungen) weiterleiten. Das k\u00f6nnen\u00a0Nervenzellen (Neuronen), oder auch anderen Zellen, wie\u00a0Muskel-,\u00a0Sinnes\u2013 oder\u00a0Dr\u00fcsenzellen\u00a0sein. Dabei erm\u00f6glichen die Synapsen die\u00a0Kommunikation, die jedoch meistens nur in\u00a0eine Richtung\u00a0stattfindet: Eine Nervenzelle sendet, die benachbarte empf\u00e4ngt.\u00a0Innerhalb\u00a0jeder Nervenzelle werden die Reize dann als\u00a0elektrische Signale\u00a0weitergeleitet.\u00a0Zwischen\u00a0zwei\u00a0Nervenzellen k\u00f6nne die Signale auf zwei\u00a0Arten\u00a0weitergegeben werden: elektrisch\u00a0und chemisch, dabei passiert eine Umwandlung des Signals in Botenstoffe, die in der n\u00e4chsten Zelle wieder in ein elektrisches Signal gewandelt werden. Ein Neuron kann so mit einer oder bis zu 100.000 weiteren Zellen kommunizieren und Synapsen ausbilden. (tko)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Lokales G\u00f6ttingen G\u00f6ttingen Stand: 06.12.2025, 16:59 Uhr Von: Thomas Kopietz DruckenTeilen Geheimnisvolle Welt der Nerven: Synapsen (rot&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":628020,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-628019","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115673767985209514","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/628019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=628019"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/628019\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/628020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=628019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=628019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=628019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}