{"id":628312,"date":"2025-12-06T20:19:18","date_gmt":"2025-12-06T20:19:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/628312\/"},"modified":"2025-12-06T20:19:18","modified_gmt":"2025-12-06T20:19:18","slug":"chronisch-kranke-mit-insomnie-profitieren-von-kognitiver-verhaltenstherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/628312\/","title":{"rendered":"Chronisch Kranke mit Insomnie profitieren von kognitiver Verhaltenstherapie"},"content":{"rendered":"<p>Chronische Krankheiten versch\u00e4rfen Schlafprobleme \u2013 eine neue Meta-Analyse zeigt: Kognitive Verhaltenstherapie verbessert nicht nur den Schlaf, sondern wird auch von Betroffenen gut angenommen.<\/p>\n<p>Unter <strong>Schlafst\u00f6rungen<\/strong> leiden 10\u201315 % aller Erwachsenen. Deutlich h\u00f6her ist die Rate, wenn eine chronische Erkrankung vorliegt. So klagen 60 % der Krebskranken und 70 % der Menschen mit chronischen <strong>Schmerzen<\/strong> \u00fcber Insomnie, berichten Dr. Amelia Scott, Universit\u00e4t Sydney, und ihr Team. Bei diesen Patientinnen und Patienten ist eine effektive <strong>Therapie<\/strong> besonders wichtig, weil gest\u00f6rter Schlaf die Grunderkrankung verschlimmern kann.<\/p>\n<p>Eine kognitive <strong>Verhaltenstherapie<\/strong> der Insomnie umfasst Elemente wie Stimuluskontrolle, Schlafentzug und kognitive Umstrukturierung. Dass diese Methode auch bei psychiatrischen und k\u00f6rperlichen <strong>Komorbidit\u00e4ten<\/strong> effektiv ist, konnte bereits belegt werden. Das Forscherteam wollte zum einen die bisherigen Erkenntnisse auf eine breitere Datenbasis stellen. Zum anderen sollte ihr systematisches Review Aufschluss dar\u00fcber geben, ob Personen mit Schmerzen, Fatigue und kognitiven <strong>Einschr\u00e4nkungen<\/strong> auch in der Lage sind, diese Strategie anzuwenden. Die Forschenden fanden 67 randomisierte klinische Studien mit \u00fcber 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Als prim\u00e4re <strong>Endpunkte<\/strong> wurden der Schweregrad der Insomnie, die Schlafeffizienz, d. h. der Anteil der tats\u00e4chlichen Schlafdauer an der Zeit im Bett, sowie die Schlaflatenz definiert.<\/p>\n<p>Es zeigte sich, dass kognitive <strong>Verhaltenstherapie<\/strong> den Insomnieschweregrad signifikant verbessern konnte. Moderate Effekte lie\u00dfen sich bei den anderen beiden Kriterien erzielen, wobei die Ergebnisse bei l\u00e4ngerer <strong>Behandlungsdauer<\/strong> besser ausfielen. Die Kranken nahmen die Behandlung gut an, was sich in einer niedrigen Abbruchrate (13,3 %) zeigte. Nebenwirkungen waren selten.<\/p>\n<p>Die <strong>Ergebnisse<\/strong> rechtfertigen einen breiteren Einsatz von kognitiver <strong>Verhaltenstherapie<\/strong> bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen. Ihnen sollte ein besserer Zugang zu dieser Therapieform erm\u00f6glicht werden, meinen die Autorinnen und Autoren. Au\u00dferdem sollten die <strong>Auswirkungen<\/strong> der Methode nicht nur auf den Schlaf, sondern auch auf die chronische Krankheit erforscht werden.<\/p>\n<p class=\"small\">Scott AJ et al. JAMA Intern Med 2025;<a href=\"https:\/\/jamanetwork.com\/journals\/jamainternalmedicine\/article-abstract\/2839294\" target=\"_blank\" title=\"Cognitive Behavioral Therapy for Insomnia in People With Chronic Disease\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"> doi: 10.1001\/jamainternmed.2025.4610<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Chronische Krankheiten versch\u00e4rfen Schlafprobleme \u2013 eine neue Meta-Analyse zeigt: Kognitive Verhaltenstherapie verbessert nicht nur den Schlaf, sondern wird&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":628313,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-628312","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115674478411810687","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/628312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=628312"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/628312\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/628313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=628312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=628312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=628312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}