{"id":629422,"date":"2025-12-07T08:20:20","date_gmt":"2025-12-07T08:20:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/629422\/"},"modified":"2025-12-07T08:20:20","modified_gmt":"2025-12-07T08:20:20","slug":"das-museum-fuer-kommunikation-zeigt-die-geschichte-der-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/629422\/","title":{"rendered":"Das Museum f\u00fcr Kommunikation zeigt die Geschichte der Nachrichten"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.giessener-anzeiger.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.giessener-anzeiger.de\/kultur\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_kultur\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 07.12.2025, 09:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: Bj\u00f6rn Gauges<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/40721091-news-M7a.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"News\"\/>In der Ausstellung \u201eNews\u201c l\u00e4sst sich interaktiv einiges \u00fcber die eigenen Vorlieben in Sachen Nachrichten herausfinden.  \u00a9\u00a0Gauges<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Die Schau richtet sich an Jugendliche ab zw\u00f6lf Jahren. Doch auch Erwachsene k\u00f6nnen hier noch etwas \u00fcber Fake-News und KI lernen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nachrichten haben es in unserer polarisierten \u00d6ffentlichkeit immer schwerer durchzudringen. Der Nachwuchs informiert sich h\u00e4ufig nur noch \u00fcber seine vom Algorithmus gesteuerten digitalen Kan\u00e4le, aber auch zahlreiche Erwachsene sind von klassischen Medien kaum mehr zu erreichen. Umso empfehlenswerter ist die Ausstellung \u201eNachrichten \u2013 News\u201c im Frankfurter Museum f\u00fcr Kommunikation. Sie richtet sich vornehmlich an jugendliche Besucher (ab 12 Jahren), h\u00e4lt aber auch f\u00fcr ein \u00e4lteres Publikum lohnende \u00dcberraschungen bereit. <\/p>\n<p>Service<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Die Ausstellung \u201eNachrichten \u2013 News\u201c ist bis zum 6. September 2026 im Museum f\u00fcr Kommunikation Frankfurt, jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr (mittwochs von 10 bis 20 Uhr) zu sehen. Sie richtet sich an Besucher ab zw\u00f6lf Jahren und bietet auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. F\u00fchrungen gibt es jeweils sonntags um 16 Uhr. Infos dazu unter www.mfk-frankfurt.de\/nachrichten-news. <\/p>\n<p>Eigenes Wissen testen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Ausstellungsmacher gehen dabei so geschickt wie unterhaltsam vor. Sie verbinden die chronologisch nacherz\u00e4hlte Geschichte der Nachricht mit verschiedenen interaktiven Stationen, an denen das eigene Wissen getestet werden kann. Los geht es im gro\u00dfen Ausstellungsraum dabei mit der Aufforderung ans Publikum, Vorlieben zu benennen. Lokales oder Sport, Wirtschaft oder Politik? Je nach Alter darf man dann eine farblich unterschiedliche B\u00fcroklammer an die eines Vorg\u00e4ngers h\u00e4ngen, so dass an dieser Station lange bunte Ketten entstehen. Erste Erkenntnis: \u00c4ltere bevorzugen das Lokale, w\u00e4hrend der Sport und das Verbrechen bei den Teenagern ganz oben in der Priorit\u00e4tenliste stehen. Aber auch die zunehmende Nachrichtenverdrossenheit, die Themen Werbung, Propaganda und Fake-News werden auf dem weiteren Rundgang zum multimedial behandelten Thema.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet, wie k\u00f6nnte es bei diesem Ausstellungstitel anders sein, die Arbeit der auch vom Anzeiger genutzten dpa. Unterschiedliche Agentur-Mitarbeiter geben \u00fcber ein Videoscreen Auskunft \u00fcber ihre T\u00e4tigkeiten, vom Redakteur \u00fcber den Fotograf bis zum Korrespondenten. Karten zeigen ihre Arbeitsgebiete, Erkl\u00e4rtexte verdeutlichen den Unterschied zwischen Meldung und Meinung. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Und dann d\u00fcrfen die Besucher auch immer wieder selber ran. An einer Bildschirmstation gilt es etwa zu beantworten, ob es sich bei den folgenden zehn Textst\u00fccken um eine Nachricht, einen Kommentar, um Werbung oder Fake-News handelt. Gar nicht so einfach, wenn es darum geht, den Unterschied zu erkennen zwischen einem Podcast, in dem der Ex-FDP-Chef Christian Lindner mit einem Gegen\u00fcber spricht, und einem Podcast, den der Spiegel mit dem Ex-FDP-Vorsitzenden Lindner f\u00fchrt. Am Ende dieser Fragerunde l\u00e4sst sich anhand der erzielten Punktzahl erkennen, wie sattelfest man in Sachen Nachrichten erkennen ist. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Auch spannend ist die im Schnelldurchgang anhand vieler Beispiele erz\u00e4hlte Entwicklung der Handelsware Nachricht. Auf mittelalterlichen Marktpl\u00e4tzen verbreiteten sich Geschehnisse noch von Angesicht zu Angesicht. Es folgte die Erfindung der Post, der Telegraph, der Siegeszug der auf Brieftauben setzenden Agentur Reuters und schlie\u00dflich die Zeitungen, die vom Agenturmaterial lebten, w\u00e4hrend sie ihr Geld zunehmend mit Anzeigen verdienten. An einer H\u00f6rstation erz\u00e4hlt dazu ein Mitarbeiter von Wolffs Telepraphischem Bureau zu Beginn des 20. Jahrhunderts von seiner Arbeit im pulsierenden Berlin. <\/p>\n<p>Digitale Revolution<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Hinzu kommen schlie\u00dflich das Radio, die Magazine und das Fernsehen, um in immer k\u00fcrzerem Takt News zu verbreiten. So k\u00f6nnen die Besucher etwa eine Ausgabe der \u201eTagesschau\u201c aus den 1950ern mit der einer damaligen \u201eAktuellen Kamera\u201c, das Gegenst\u00fcck der DDR, vergleichen und bewerten. Schon dieser groteske Ausschnitt des Propagandakanals zeigt: Nachrichten wurde schon immer auch dazu genutzt, vorgefertigte Meinungen zu verbreiten. Auch die erste Folge der RTL-Nachrichten ist zu sehen, als \u201e7 vor 7\u201c am Starttag des privaten Senders im Jahr 1984 ausgestrahlt. Da geht es aber weniger um Meinungen als vielmehr um Action, wenn etwa im Vorspann ein Helikopter startet und ein Kameramann wie ein Polizeidetektiv ins Auto springt. F\u00fcr heutige Betrachter hat das allerdings eine eher bizarre Wirkung. Zugleich zeigt sich dabei: Die wichtigste W\u00e4hrung der Nachricht war und bleibt die Schnelligkeit. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Deutlich wird auch, wie sehr sich die Nachrichtenproduktion mit der digitalen Revolution ver\u00e4ndert hat. Ein Schaubild zeigt, dass die meisten deutschen Zeitungstitel tats\u00e4chlich im Jahr 1934 existierten. Nach einem Nachkriegs-Zwischenhoch macht die aktuelle Tendenz deutlich, dass Jahr f\u00fcr Jahr weniger Zeitungen im Lande existieren. Daf\u00fcr gibt es unz\u00e4hlige andere Formate, \u00fcber die sich gerade die Jugend informiert. Eine riesige Tafel bietet mit Zetteln die M\u00f6glichkeit, die eigenen Lieblingsmedien zu notieren. Da ist alles vertreten: von der Online-Tagesschau \u00fcber den satirischen \u201ePostillon\u201c bis hin zum Influencer-Podcast. Und das Ende dieser Entwicklung ist l\u00e4ngst nicht absehbar. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Im abschlie\u00dfenden Kapitel nimmt sich die Ausstellung daher der K\u00fcnstlichen Intelligenz an, die bekanntlich Chance und Risiko zugleich ist. Auf einem Bildschirm zeigt ein Journalist, dass er in Tonfall und Mimik exakt so sprechen kann wie Ex-US-Pr\u00e4sident Barack Obama. Auf weiteren Infotafeln wird erkl\u00e4rt, wie der Datenjournalismus neue Arbeitsmethoden erm\u00f6glicht. Wie sich Quellen f\u00fcr Journalisten besser \u00fcberpr\u00fcfen lassen. Und wie die Nachricht \u00fcber verschiedene Ausspielkan\u00e4le ihre unterschiedliche Leserschaft findet. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Kultur Stand: 07.12.2025, 09:00 Uhr Von: Bj\u00f6rn Gauges DruckenTeilen In der Ausstellung \u201eNews\u201c l\u00e4sst sich interaktiv einiges&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":629423,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-629422","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115677313468643701","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/629422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=629422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/629422\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/629423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=629422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=629422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=629422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}