{"id":631018,"date":"2025-12-08T00:06:14","date_gmt":"2025-12-08T00:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631018\/"},"modified":"2025-12-08T00:06:14","modified_gmt":"2025-12-08T00:06:14","slug":"queerer-sonntags-clubs-in-berlin-so-etwas-gibt-es-sonst-nirgends-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631018\/","title":{"rendered":"Queerer Sonntags-Clubs in Berlin: \u201eSo etwas gibt es sonst nirgends in Berlin\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">\n        <strong>taz: Frau Lu, im Vorgespr\u00e4ch haben wir festgestellt, dass wir beide aus Mecklenburg stammen. Ich komme aus der N\u00e4he von Schwerin. Wo kommen Sie her?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\"><strong>Helene Morgenstern Lu:<\/strong> Ich bin in Rostock geboren, wohne aber schon lange in Berlin und berufsbedingt auch in Finsterwalde. Ich wurde in Berlin eingeschult und bin dort zur Grundschule gegangen, zwischendurch haben wir mal auf dem Land gelebt, in der Uckermark und der Altmark. 2004 sind wir wieder zur\u00fcck nach Berlin gezogen, und das ist mein Lebensmittelpunkt, weil hier Freunde und Familie leben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">\n        <strong>taz: Und was ist mit Finsterwalde?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\"><strong>Lu:<\/strong> Seit 2017 arbeite ich als Tier\u00e4rztin im S\u00fcden von Brandenburg. T\u00e4glich pendeln geht nicht, und so habe ich meinen Zweitwohnsitz in Finsterwalde.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">\n        <strong>taz: Dann m\u00fcssen Sie Zweitwohnsitzsteuer zahlen?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\"><strong>Lu:<\/strong> (lacht) Nein, Finsterwalde erhebt keine Zweitwohnsitzsteuer. In Berlin gibt es so eine Steuer, ich wei\u00df aber nicht, wie hoch die w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">\n        <strong>taz: Sie arbeiten als Ehrenamtlerin im Berliner Sonntags-Club. Wie lange machen Sie das schon?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"8\"><strong>Lu:<\/strong> Ich bin seit Anfang 2018 dabei und arbeite am Tresen und bin unter anderem f\u00fcr die Getr\u00e4nke zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"9\">\n        <strong>taz: Ich stell mir das anstrengend vor, st\u00e4ndig Milch zu sch\u00e4umen. Wie viel Cappuccini machen Sie in so einer Schicht?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"10\"><strong>Lu:<\/strong> (lacht) Tats\u00e4chlich macht das Sch\u00e4umen die Maschine automatisch und damit nicht viel Arbeit, wir haben einen Vollautomaten. Ich habe aber schon in der Gastronomie mit Siebtr\u00e4germaschinen gearbeitet, das ist etwas anderes. Hier besch\u00e4ftige ich mich eher mit Bierschaum.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"11\">\n        <strong>taz: Was ist da die Herausforderung?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"12\"><strong>Lu:<\/strong> Den gut hinzukriegen. Manchmal sch\u00e4umt das Bier zu viel, wenn es aus dem Fass kommt, und manchmal zu wenig.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"13\">\n        <strong>taz: Den Sonntags-Club im Osten Berlins gibt es seit den 1980er-Jahren. Wann kamen Sie zum ersten Mal her?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"14\"><strong>Lu:<\/strong> Den Sonntags-Club habe ich 2017 kennengelernt. Eine Freundin ist in eine der Selbsthilfegruppen gegangen, von denen es hier viele gibt. Es war eine Gruppe f\u00fcr Handwerkerinnen, die am Frau\u00aden*\u00adFrei\u00adtag stattfindet. Ich bin da mit ihr hin, obwohl das nicht meiner Profession entspricht. Doch zeitgleich fand eine Gruppe f\u00fcr Frauen in Gesundheitsberufen statt \u2013 das war passend f\u00fcr mich.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"15\">\n        <strong>taz: F\u00fcr alle, die den Sonntags-Club nicht kennen: Wie sieht so ein Frau\u00aden\u00adLes\u00adben*\u00adFrei\u00adtag aus?<\/strong>\n      <\/p>\n<p>Im Interview:\u00a0Helene Morgenstern Lu\n<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph\">\n              <strong>Der Mensch<\/strong>\n            <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph\">Helene Morgenstern Lu (38) wurde in Rostock geboren, lebt in Berlin-Wedding und Finsterwalde, hat Veterin\u00e4rmedizin in Berlin studiert und arbeitet als Tier\u00e4rztin in einer brandenburgischen Kleinstadt. Im Sonntags-Club arbeitet Lu ehrenamtlich seit 2018.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph\">\n              <strong>Der Club<\/strong>\n            <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph\">Der <a href=\"https:\/\/www.sonntags-club.de\/\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Sonntags-Club<\/a> in der Greifenhagener Stra\u00dfe in Berlin-Prenzlauer Berg ist eine der \u00e4ltesten queeren Institutionen der Hauptstadt (mit DDR-Vergangenheit) und eins der wichtigsten Zentren f\u00fcr Veranstaltungen, Informationen und Beratungen f\u00fcr queere Menschen. Hier haben \u00fcber 30 Selbsthilfegruppen ihr Domizil. Im Entwurf des Haushaltsplans f\u00fcr 2026\/27 fehlt die F\u00f6rdersumme f\u00fcr eine Stelle im Sonntags-Club, die seit \u00fcber 10 Jahren regelm\u00e4\u00dfig gef\u00f6rdert wurde. Der Berliner Haushalt wird im Dezember beschlossen. Bleibt es bei der K\u00fcrzung, ist der Frauen*Freitag in Gefahr und damit s\u00e4mtliche Angebote, die sich explizit an lesbische und bisexuelle Frauen und Flinta* richten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph\">\n              <strong>Das Ehrenamt<\/strong>\n            <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last\">Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Tag_des_Ehrenamtes\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Internationale Tag des Ehrenamtes<\/a> wird seit 1986 j\u00e4hrlich am 5. Dezember weltweit begangen. Mitte November hat die Bundesregierung ihren aktuellen Ehrenamtbericht vorgestellt: 2024 engagierten sich 27 Millionen Menschen (36,7 Prozent der Bev\u00f6lkerung) freiwillig im Sportverein, f\u00fcr karitative Zwecke, Kultur oder Kirche. Das sind laut Bericht zwar weniger als bei der Erhebung zuvor (2019 waren es noch 39,7 Prozent), die Freiwilligen aber sind daf\u00fcr \u00f6fter im Einsatz und nehmen sich mehr Zeit f\u00fcr ihr Engagement.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-18\" pos=\"16\"><strong>Lu:<\/strong> Man trifft sich und tauscht sich aus, es ist ein offener Abend f\u00fcr Frauen und nichtbin\u00e4re Lesben oder je nach Programm f\u00fcr Flinta. Da k\u00f6nnen dann alle kommen, bis auf Cis-M\u00e4nner, die sind aber an allen anderen Tagen willkommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-19\" pos=\"17\">\n        <strong>taz: Und wie kamen Sie als Ehrenamtlerin an den Tresen?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"18\"><strong>Lu:<\/strong> Irgendwann wurde mal in die Runde geworfen, dass Tresenkr\u00e4fte gesucht werden. Ich habe mich gemeldet. Schon w\u00e4hrend meines Studiums habe ich wahnsinnig gerne gekellnert. Mir hat das schon immer viel Freude bereitet, f\u00fcr Leute da zu sein und einen sch\u00f6nen Raum f\u00fcr Begegnungen zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-21\" pos=\"19\">\n        <strong>taz: Wie oft \u00fcbernehmen Sie eine Schicht?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"20\"><strong>Lu:<\/strong> Weil ich unter der Woche in Brandenburg arbeite und dort wohne, bin ich nat\u00fcrlich zeitlich eingeschr\u00e4nkt. Ich versuche, mindestens einmal im Monat am Freitag hier zu sein. Der Frau\u00aden*\u00adFrei\u00adtag ist mein fester Tag. Und wenn es passt, feiertags oder im Urlaub, \u00fcbernehme ich vielleicht auch einen zus\u00e4tzlichen Tag. Wenn ich Tresendienst habe, versuche ich, an dem Freitag ein bisschen fr\u00fcher Schluss oder vielleicht sogar Homeoffice in Berlin zu machen, um rechtzeitig da zu sein.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-23\" pos=\"21\">\n        <strong>taz: Es geht hier am fr\u00fchen Abend los, habe ich am Eingang den \u00d6ffnungszeiten entnommen \u2026<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-24\" pos=\"22\"><strong>Lu:<\/strong> So um 17.15 oder 17.30 Uhr starten wir mit Vorbereitungen und um 18 Uhr \u00f6ffnet sich das Caf\u00e9. Normalerweise ist es bis 23 Uhr offen \u2013 sieben Tage die Woche. Und dann h\u00e4ngt es ein bisschen davon ab, wie lange die Tresenkr\u00e4fte Zeit und Lust haben. Am Frau\u00aden*\u00adFrei\u00adtag geht das auch schon mal bis nach Mitternacht. Wenn alle gem\u00fctlich zusammensitzen, habe ich nichts dagegen, noch ein bisschen l\u00e4nger aufzulassen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-25\" pos=\"23\">\n        <strong>taz: Sind Sie dann Teil der gem\u00fctlichen Runde oder nur die eine, die eben arbeiten muss?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-26\" pos=\"24\"><strong>Lu:<\/strong> Das ist ja das Sch\u00f6ne, dass sich hier mit der Zeit ein Freundeskreis aufgebaut hat. Viele der G\u00e4stinnen, die am Freitag kommen, sind Stammpublikum.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-27\" pos=\"25\">\n        <strong>taz: Sie kennen sich also alle gut.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-29\" pos=\"26\"><strong>Lu:<\/strong> Genau, wir kennen uns und dann kommen nat\u00fcrlich Gespr\u00e4che zustande. Oder ich setze mich mit dazu, habe dabei aber immer noch den Tresen im Blick. Ich bin auch Teil der Runde und das ist dann meine Abendgestaltung.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-30\" pos=\"27\">\n        <strong>taz: Warum arbeiten Sie im Sonntags-Club und nicht woanders? Es gibt ja viele ehrenamtliche Bet\u00e4tigungsfelder.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-31\" pos=\"28\"><strong>Lu:<\/strong> Ich bin Teil der LGBTQ*-Community und mir ist wichtig, mit meiner T\u00e4tigkeit und gezielt diesen Ort zu unterst\u00fctzen. Ohne Ehrenamt geht es nicht, das Caf\u00e9 wird allein durch freiwillige Arbeit getragen. Deswegen ist es wichtig, dass sich Menschen hier engagieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-32\" pos=\"29\">\n        <strong>taz: K\u00f6nnen Sie sich ins Jahr 2017 zur\u00fcckversetzen, als Sie den Sonntags-Club kennengelernt haben? Wie war es, den Raum \u2013 diesen Safe Place \u2013 zu entdecken?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-33\" pos=\"30\"><strong>Lu:<\/strong> Ich war vornehmlich am Freitag da, aber auch mal an anderen Tagen in der Woche. Es war leicht, hier Kontakte zu kn\u00fcpfen, weil die Lust, miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen, einfach da ist, so grunds\u00e4tzlich. Und mittlerweile ist der Sonntags-Club f\u00fcr mich zu einer Art erweitertem Wohnzimmer geworden und der Frau\u00aden*\u00adFrei\u00adtag etwas sehr Vertrautes. Ein sch\u00f6ner Abend, den ich mir gestalte, und keine Arbeit.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-34\" pos=\"31\">\n        <strong>taz: Unter Gleichgesinnten zu sein, erleichtert das Miteinander doch ungemein.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-35\" pos=\"32\"><strong>Lu:<\/strong> Ja, Gleichgesinnte, die auch Teil der LGBTQ*-Community sind oder Verb\u00fcndete.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-36\" pos=\"33\">\n        <strong>taz: Nun drohen ab n\u00e4chstem Jahr erhebliche K\u00fcrzungen, die vor allem den Fortbestand des Frau\u00aden\u00adLes\u00adben*\u00adFrei\u00adtags gef\u00e4hrden Was w\u00fcrde verloren gehen?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-37\" pos=\"34\"><strong>Lu:<\/strong> Das mit der K\u00fcrzung ist dramatisch. Wenn der Frau\u00aden*\u00adFrei\u00adtag wegfallen m\u00fcsste, w\u00fcrde etwas Essenzielles fehlen. Der Sonntags-Club ist mit seinen Angeboten und als Anlaufstelle f\u00fcr Ratsuchende unglaublich bereichernd f\u00fcr alle, die herkommen. Auch, weil verschiedene Altersgruppen erreicht werden, das ist besonders, so etwas gibt es in dieser Form sonst nirgends in Berlin.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-38\" pos=\"35\">\n        <strong>taz: Wie ist aktuell die Stimmung am Frauen*Freitag? Alle wissen von den drohenden K\u00fcrzungen.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-39\" pos=\"36\"><strong>Lu:<\/strong> Das hat alle wirklich tief getroffen und schockiert. Es herrscht eine bedr\u00fcckte Stimmung, einerseits in diesem konkreten Fall, aber andererseits auch wegen der politischen Stimmung, die sich gedreht hat, nicht nur lokal, mit einer weniger progressiven Regierung hier im Land Berlin, sondern auch auf Bundesebene.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-40\" pos=\"37\">\n        <strong>taz: Zumal der Sonntags-Club eine ganz besondere Geschichte hat.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-41\" pos=\"38\"><strong>Lu:<\/strong> Der Sonntags-Club ist DIE queere Ostberliner Institution. Auch wenn ich mit meinen 38 Jahren nicht mehr viel von der DDR mitbekommen habe, bin ich schon ostdeutsch sozialisiert worden. Meine Mutter ist geb\u00fcrtige Dresdnerin, mein Vater kommt aus Rostock. Ich geh\u00f6re zu einer Generation, wo das noch eine Rolle spielt. Vielleicht ist es auch deshalb ein besonderes Anliegen von mir, diesen besonderen Ort zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-42\" pos=\"39\">\n        <strong>taz: Die fehlende Finanzierung k\u00f6nnte das Team der Eh\u00adren\u00adamt\u00adle\u00adr:in\u00adnen nicht kompensieren?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-43\" pos=\"40\"><strong>Lu:<\/strong> Das ist unm\u00f6glich. Viele kommen mehrmals in der Woche oder im Monat und stecken viel Herzblut rein. Mehr geht da neben der Arbeit und dem Alltag gar nicht. Und die Arbeit, die Serena Raucci, die den Frau\u00aden*\u00adFrei\u00adtag hauptamtlich organisiert, macht, w\u00e4re ehrenamtlich nicht aufzufangen. Sicherlich k\u00f6nnte man in Teilen versuchen, das zu erg\u00e4nzen, aber f\u00fcllen k\u00f6nnen wir diese L\u00fccke nicht.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-45\" pos=\"41\">\n        <strong>taz: Mit Ihren beiden Wohnorten in einer Brandenburger Kleinstadt und der Hauptstadt: K\u00f6nnen Sie als offen queere Person Unterschiede ausmachen? Gibt es Differenzen darin, wie die Menschen mit Ihnen umgehen?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-46\" pos=\"42\"><strong>Lu:<\/strong> Im Arbeitsalltag ist das eigentlich recht wenig Thema. Ich laufe ja nicht mit einer Regenbogenfahne herum (lacht). Ich habe zwar so ein Regenbogen-Armb\u00e4ndchen, aber das f\u00e4llt niemandem auf, es ist nicht unbedingt das, worauf die Leute jetzt achten oder mich darauf ansprechen w\u00fcrden. Es ist auch noch nicht vorgekommen, dass ich daf\u00fcr angefeindet worden bin, wenn ich mit meiner Partnerin Arm in Arm laufe.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-47\" pos=\"43\">\n        <strong>taz: In Finsterwalde findet wahrscheinlich kein CSD statt.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-48\" pos=\"44\"><strong>Lu:<\/strong> Da gibt es keinen. Der nahegelegenste ist der in Cottbus, der am 25. Oktober zum 17. Mal stattfand. Ich war dabei, zusammen mit meiner Freundin. Das hatte ich mir dieses Jahr vorgenommen, die CSDs im l\u00e4ndlichen Bereich zu unterst\u00fctzen. Ich halte es f\u00fcr wichtig, dass die gro\u00dfe LGBTQ*-Community aus Berlin die lokalen CSDs im l\u00e4ndlichen Bereich unterst\u00fctzt. Auch deshalb, weil wir hier in der Gro\u00dfstadt unter einer K\u00e4seglocke leben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-49\" pos=\"45\">\n        <strong>taz: Ja, wir leben in Berlin in einer queeren Bubble.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-50\" pos=\"46\"><strong>Lu:<\/strong> Deshalb ist es gut, \u00fcber den Tellerrand zu schauen und die Community vor Ort zu st\u00e4rken, die Leute nicht allein zu lassen, und zu zeigen, dass wir an ihrer Seite sind.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-51\" pos=\"47\">\n        <strong>taz: Wie sehen Sie generell die Entwicklung in Berlin, \u201eder Stadt der Vielfalt\u201c, wie der Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner immer wieder in Sonntagsreden betont, der gleichzeitig bei queeren Projekten K\u00fcrzungen vornimmt. Entt\u00e4uscht Sie so eine Politik?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-52\" pos=\"48\"><strong>Lu:<\/strong> Ich finde wirklich schlimm, dass einfach vom Schreibtisch aus die Seele dieser Stadt weggek\u00fcrzt wird, ohne sich wirklich mit den einzelnen Projekten zu besch\u00e4ftigen. Und ohne zu hinterfragen, was es f\u00fcr die Leute bedeutet, die ihre Energie in diese Projekte stecken. Das ist eine schlechte Entwicklung. Auch wenn ich verstehe, dass der Haushalt konsolidiert werden muss, denke ich, dass man da mit Augenma\u00df rangehen muss.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-53\" pos=\"49\">\n        <strong>taz: Noch mal zur\u00fcck zu Ihrem Tresendienst am Frauen*Freitag. Ihre Schicht beginnt ja gleich \u2026 Was verkaufen Sie in so einer Schicht am meisten?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-54\" pos=\"50\"><strong>Lu:<\/strong> Das schwankt immer mal, auch nach Jahreszeit \u2026<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-55\" pos=\"51\">\n        <strong>taz: Aperol-Spritz oder \u2026?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-56\" pos=\"52\"><strong>Lu:<\/strong> \u2026 den haben wir leider nicht. Vielleicht sollten wir den mit auf die Karte nehmen? Es gibt Abende, da wird mehr Bier getrunken, und es gibt manche Abende, da habe ich das Gef\u00fchl, dass ich nonstop Gin Tonic zubereiten muss. Manchmal gibt es auch Weinabende. Ich wei\u00df nicht, vielleicht ist das ansteckend, wenn da schon so ein Glas steht, dann bestellt sich die N\u00e4chste auch so einen Drink.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-57\" pos=\"53\">\n        <strong>taz: Wie gro\u00df ist das Team der Ehrenamtler:innen? Es m\u00fcssen viele sein, Ihr habt doch jeden Abend offen von 18 bis 23 Uhr.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-58\" pos=\"54\"><strong>Lu:<\/strong> Das wei\u00df ich auswendig gar nicht. Da muss ich im Schichtplan nachz\u00e4hlen \u2026 (steht auf, geht hinter den Tresen und schnappt sich eine Liste und z\u00e4hlt leise vor sich hin) \u2026 aktuell rund 30 Leute. Das schwankt manchmal. Manche Personen m\u00fcssen sich mal eine Zeit lang rausnehmen oder \u00fcbernehmen dann auch mal wieder mehr Schichten. Wir versuchen, eine Schicht immer mit zwei Personen zu besetzen. Manchmal ist sogar eine dritte Person mit am Tresen, wenn es gro\u00dfe Veranstaltungen sind, etwa zum Eurovision Songcontest. Der ist hier eine gro\u00dfe Sache und wird live geguckt. Oder beim Frauen*Freitag, da ist einmal im Monat Disco und eine DJane legt auf. Es geht f\u00fcr Berliner Verh\u00e4ltnisse fr\u00fch los, ab 19 Uhr, und dann nur bis 22 Uhr.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-59\" pos=\"55\">\n        <strong>taz: Wahrscheinlich wegen der L\u00e4rmproblematik?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-60\" pos=\"56\"><strong>Lu:<\/strong> Ja, es wohnen halt \u00fcberall Nachbarn um uns herum. Aber das ist ja auch in Ordnung. Das ist dann halt der fr\u00fche Abend und danach kann, wer will, in die Clubs wechseln.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-61\" pos=\"57\">\n        <strong>taz: Was muss mensch f\u00fcr die Arbeit am Tresen mitbringen?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-62\" pos=\"58\"><strong>Lu:<\/strong> Auf jeden Fall Begeisterung f\u00fcr die Arbeit hier, das sind eher praktische Aspekte rund um Getr\u00e4nke. Und es geht auch darum, alles in Ordnung und sauber zu halten. Noch viel wichtiger ist, dass man eine Affinit\u00e4t f\u00fcr Menschen mitbringt. Die Personen am Tresen pr\u00e4gen die Atmosph\u00e4re im Club, k\u00fcmmern sich um Leute, die vielleicht noch nie hier waren, vermitteln wom\u00f6glich zwischen den Menschen, die an dem Abend da sind.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-63\" pos=\"59\">\n        <strong>taz. Es braucht ein Gef\u00fchl f\u00fcr Menschen, Fingerspitzengef\u00fchl, und freundlich muss man eh sein.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-64\" pos=\"60\"><strong>Lu:<\/strong> Ja, das w\u00e4re gut (lacht). Du gibst viel rein, kriegst aber auch viel zur\u00fcck, auf jeden Fall Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Arbeit, die wir machen. Das ist sch\u00f6n zu merken, dass die Leute dankbar daf\u00fcr sind, dass wir den Laden am Laufen halten, einfach da sind und daf\u00fcr sorgen, dass hier Menschen zusammenkommen k\u00f6nnen. Das macht Spa\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/taz.de\/!112039\/#matomo:pk_campaign=standard_wot-only&amp;pk_source=Online&amp;pk_medium=taz.de&amp;pk_kwd=textbox-wot-texte\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/wochentaz-kennzeichen-3zu2-klein-1.png\" loading=\"lazy\" height=\"363\" type=\"image\/png\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>wochentaz<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph last\">Dieser Text stammt aus der <strong>wochentaz<\/strong>. Unserer Wochenzeitung von links! In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist \u2013 und wie sie sein k\u00f6nnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und <strong><a href=\"https:\/\/taz.de\/wochentaz-testen\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">nat\u00fcrlich im Abo<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-66\" pos=\"61\">\n        <strong>taz: Das hei\u00dft, Sie werden das noch ein paar Jahre weitermachen?<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-67\" pos=\"62\"><strong>Lu:<\/strong> Ja, bestimmt. Ich mache das mit Herzblut und sehr gerne. Und ich hoffe, dass es f\u00fcr den Sonntags-Club und die finanzielle Notsituation, die wir jetzt haben, irgendwie eine L\u00f6sung und Perspektive gibt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-68\" pos=\"63\">\n        <strong>taz: Das hoffe ich f\u00fcr Sie und den Sonntags-Club ebenfalls. Vielleicht geschieht noch ein Wunder.<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-69\" pos=\"64\"><strong>Lu:<\/strong> F\u00fcr mich ist der Sonntags-Club ein Ort der Best\u00e4ndigkeit. Ich bin in meinem Leben oft umgezogen. Deshalb ist es f\u00fcr mich so wichtig, dass ich einen Ort habe, der stabil ist. Wie so ein Anker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"taz: Frau Lu, im Vorgespr\u00e4ch haben wir festgestellt, dass wir beide aus Mecklenburg stammen. 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