{"id":631367,"date":"2025-12-08T03:42:14","date_gmt":"2025-12-08T03:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631367\/"},"modified":"2025-12-08T03:42:14","modified_gmt":"2025-12-08T03:42:14","slug":"insider-einschaetzung-die-europaeer-zahlen-als-bedingung-jetzt-einen-russischen-siegfrieden-in-der-ukraine-zu-vereiteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631367\/","title":{"rendered":"Insider-Einsch\u00e4tzung: \u201eDie Europ\u00e4er zahlen\u201c als Bedingung, jetzt einen russischen Siegfrieden in der Ukraine zu vereiteln"},"content":{"rendered":"<p>Am Montag trifft Selenskij in London Merz, Macron und Starmer. Europa ringt um einen Ukraine-Frieden, den die USA nicht zugunsten des Kremls schlie\u00dfen. Sie m\u00fcssen Trump \u00fcberzeugen, dass sie \u201emit viel Geld Worten Taten folgen lassen\u201c.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Keine drei Wochen sind vergangen seitdem der vom Kreml und Donald Trumps Chefunterh\u00e4ndler Steve Witkoff verfasste 28-Punkte-Plan \u00f6ffentlich wurde. Seither sind Ukraine und Europ\u00e4er im Dauer-Verhandlungsmodus, um f\u00fcr das<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus692c341ebfd2aab7f514c0df\/alice-weidel-dieser-krieg-ist-fuer-die-ukraine-verloren-behauptet-die-afd-chefin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus692c341ebfd2aab7f514c0df\/alice-weidel-dieser-krieg-ist-fuer-die-ukraine-verloren-behauptet-die-afd-chefin.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"> kriegsgebeutelte Land <\/a>einen akzeptablen Friedensfahrplan zu erreichen.<\/p>\n<p>Am Montag trifft sich Wolodymyr Selenskyj erneut mit Spitzenvertretern Europas. In London wollen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron auf Einladung des  britischen Premierministers Keir Starmer mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten die n\u00e4chsten Schritte ausloten. Es geht darum, Einfluss <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69312729385250ff9e53a3ec\/ukraine-krieg-meloni-telefoniert-mit-selenskyj-und-macht-moskau-vorwuerfe-liveticker.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69312729385250ff9e53a3ec\/ukraine-krieg-meloni-telefoniert-mit-selenskyj-und-macht-moskau-vorwuerfe-liveticker.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">auf den US-Friedensplan<\/a> zu gewinnen. Wie dieser mittlerweile aussieht, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Der Druck ist enorm. US-Pr\u00e4sident Trump kritisierte Selenskyj am Sonntag erneut. \u201eWir haben mit Pr\u00e4sident Putin gesprochen und wir haben mit ukrainischen F\u00fchrern gesprochen, darunter auch mit Selenskyj\u201c, sagte Trump in Washington. \u201eIch muss sagen, dass ich ein wenig entt\u00e4uscht bin, dass Pr\u00e4sident Selenskyj den Vorschlag noch nicht gelesen hat \u2013 das war vor ein paar Stunden.\u201c Russland hingegen seit mit dem \u2013 von Trump nicht n\u00e4her ausgef\u00fchrten Papier \u2013 \u201eeinverstanden\u201c.<\/p>\n<p>Selenskyj hatte zuvor erkl\u00e4rt, Gespr\u00e4che mit Washington seien zwar konstruktiv, aber nicht einfach. \u201eDie US-Vertreter kennen die grundlegenden ukrainischen Positionen\u201c, so der ukrainische Pr\u00e4sident. Zuvor war er von seinem neuen Chefunterh\u00e4ndler Rustem Umerov gebrieft worden, der drei Tage lang<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692c3d3b36b2b6845f1be227\/friedensplan-fuer-kiew-die-sorge-der-ukrainer-darueber-was-witkoff-diesmal-mit-moskau-aushandelt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692c3d3b36b2b6845f1be227\/friedensplan-fuer-kiew-die-sorge-der-ukrainer-darueber-was-witkoff-diesmal-mit-moskau-aushandelt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"> Gespr\u00e4che in Miami <\/a>mit Witkoff und Jared Kushner gef\u00fchrt hatte. <\/p>\n<p>Die Bedingung: Europa und Deutschland zahlen <\/p>\n<p>Um die US-Regierung von einem f\u00fcr Kiew akzeptablen Weg zu \u00fcberzeugen, m\u00fcssen Merz und Macron den Kontrast zwischen der Haltung Russlands auf der einen und dem Einsatz der Europ\u00e4er und der Ukrainer auf der anderen hervorheben. \u201eDie US-Seite sieht, dass die Russen nicht bereit sind, an den Verhandlungstisch zu kommen\u201c, sagte Finnlands Verteidigungsminister Antti H\u00e4kk\u00e4nen WELT am Rande des Reagan National Defense Forum in Kalifornien. <\/p>\n<p>H\u00e4kk\u00e4nen zufolge braucht es eine Aufgabenverteilung, die mit Trumps \u201eAmerica First\u201c-Politik \u00fcbereinstimmt. \u201eDie Europ\u00e4er <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/article68fb73034b3870d4e74deed0\/eingefrorene-vermoegen-riskanter-griff-in-putins-kasse.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/article68fb73034b3870d4e74deed0\/eingefrorene-vermoegen-riskanter-griff-in-putins-kasse.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">zahlen<\/a> die Unterst\u00fctzung der Ukraine. Die USA m\u00fcssen sich in bestimmten kritischen Bereichen engagieren.\u201c Zugleich zahle Europa den USA gro\u00dfe Summen f\u00fcr die Lieferung von Waffen.<\/p>\n<p>Sein schwedischer Amtskollege Pal Jonson betonte, dass das intensive Engagement Europas  zugunsten der Ukraine von Washington wahrgenommen werde. \u201eVerteidigungsminister Hegseth betont, dass er Alliierten zuh\u00f6rt, die mit viel Geld Worten Taten folgen lassen\u201c, so Jonson im Gespr\u00e4ch mit WELT. Der Schwede hatte Hegseth am Freitag im Pentagon getroffen. <\/p>\n<p>\u201eSind auf den letzten zehn Metern\u201c <\/p>\n<p>Trumps Ukraine-Gesandter Keith <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256188356\/keith-kellogg-ende-der-nato-osterweiterung-berechtigtes-anliegen-fuer-russland-sagt-trumps-sondergesandter.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256188356\/keith-kellogg-ende-der-nato-osterweiterung-berechtigtes-anliegen-fuer-russland-sagt-trumps-sondergesandter.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Kellogg<\/a> gab sich derweil vorsichtig optimistisch. \u201eWir sind auf den letzten zehn Metern. Aber die sind immer die schwierigsten\u201c. Kellogg gilt als kritisch gegen\u00fcber dem Kreml. Er war zuletzt aus den Gespr\u00e4chen mit Russen und Ukrainern ausgeschlossen worden und r\u00e4umt seinen Posten zu Jahresanfang.<\/p>\n<p>Der ukrainischen Botschafterin in Washington zufolge sind zwei entscheidende Punkte weiter ungel\u00f6st. \u201eTerritorialfragen und Sicherheitsgarantien sind derzeit die beiden kompliziertesten Themen in der Diskussion\u201c, sagte Olga Stefanishyna WELT.<\/p>\n<p>In Hinsicht auf die Sicherheitsgarantien gab sich ein hochrangiger europ\u00e4ischer Vertreter am Rande des Reagan Forums zuversichtlich. \u201eDie kombinierte Schlagkraft der Nato ist f\u00fcnf oder sechs Mal gr\u00f6\u00dfer als die Russlands.\u201c Die Ukraine habe die Unterst\u00fctzung von mehr als drei\u00dfig L\u00e4ndern, die den Luftraum, das Schwarze Meer und die Grenzen sichern k\u00f6nnten. Russland m\u00fcsse klar kommuniziert werden, dass es \u201enicht einfach ein paar Jahre vier Jahre aufr\u00fcsten muss und dann erneut angreifen kann\u201c. <\/p>\n<p>Doch Trump zeigt in den vergangenen Wochen gegen\u00fcber Selenskyj erneut keine Aufgeschlossenheit f\u00fcr die ukrainischen N\u00f6te. Kiew ist mit einer wachsenden Stimmung in der Trump-Administration konfrontiert, die ein Diplomat so zusammenfasst: \u201eZu Beginn des Krieges hatten die Russen drei Prozent des ukrainischen Territoriums, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article255563016\/Ukraine-Krieg-Kreml-erklaert-Rueckgabe-ukrainischer-Territorien-fuer-nicht-verhandelbar.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article255563016\/Ukraine-Krieg-Kreml-erklaert-Rueckgabe-ukrainischer-Territorien-fuer-nicht-verhandelbar.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">jetzt sind es 20<\/a>. Es wird nicht besser f\u00fcr Kiew\u201c. Die Sorge wachse, dass die USA mit dem Entzug milit\u00e4rischer und geheimdienstlicher Unterst\u00fctzung drohen, um die Ukrainer zu Konzessionen zu zwingen.<\/p>\n<p>Die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung \u201esollte nicht dazu benutzt werden, Druck auf die Ukraine auszu\u00fcben\u201c, so Botschafterin Stefanishyna. Die Hilfen m\u00fcssten vom Prozess der Verhandlungen getrennt gesehen werden. \u201eWir wissen, dass sich die Lage in den n\u00e4chsten sechs Monaten verschlechtern kann. Aber uns zu ergeben w\u00e4re noch schlechter.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/stefanie-bolzen\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/stefanie-bolzen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Stefanie Bolzen <\/b><\/a><b>berichtet f\u00fcr WELT seit 2023 als US-Korrespondentin aus Washington, D.C. Zuvor war sie Korrespondentin in London und Br\u00fcssel.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Montag trifft Selenskij in London Merz, Macron und Starmer. Europa ringt um einen Ukraine-Frieden, den die USA&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":631368,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,15323,114,13,14,15,111,115,12,116,113,317,112,117],"class_list":{"0":"post-631367","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-balken-inbox","11":"tag-donald-geb-1946","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-putin","16":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-selenskyj","19":"tag-trump","20":"tag-ukraine","21":"tag-wladimir","22":"tag-wolodymyr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115681882630340772","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/631367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=631367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/631367\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/631368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=631367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=631367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=631367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}