{"id":631542,"date":"2025-12-08T05:41:58","date_gmt":"2025-12-08T05:41:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631542\/"},"modified":"2025-12-08T05:41:58","modified_gmt":"2025-12-08T05:41:58","slug":"das-d-ticket-fuer-leipzig-pass-inhaber-steigt-2026-auf-43-euro-video-%c2%b7-leipziger-zeitung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631542\/","title":{"rendered":"Das D-Ticket f\u00fcr Leipzig-Pass-Inhaber steigt 2026 auf 43 Euro + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Das normale Deutschlandticket liegt u.a. f\u00fcr B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger au\u00dferhalb ihres kargen Budgets. Deshalb gibt es in Leipzig ein verg\u00fcnstigtes Deutschlandticket f\u00fcr Leipzig-Pass-Inhaber, bei dem die Stadt die Differenz zum regul\u00e4ren Ticket \u00fcbernimmt. Das Problem dabei ist: Die Stadt kann den deutschlandweit g\u00fcltigen D-Ticket-Preis nicht beeinflussen. Und sowohl 2025 stieg dieser als auch 2026 wird er weiter steigen. Weshalb eine Vorlage der Stadt im November f\u00fcr Aufregung sorgte: Das gef\u00f6rderte D-Ticket wird 2026 teurer.<\/p>\n<p>Und die Stadt kann dagegen wenig tun. Schon 2025 lag der Zuschuss der Stadt, um das bezuschusste D-Ticket zu erm\u00f6glichen, bei 6,8 Millionen Euro. 2026 werden es zwar nur 6,1 Millionen Euro sein. Aber das ist nach Berechnungen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) der Betrag, der auch dann noch ausreicht, um das D-Ticket f\u00fcr Inhaber des Leipzig-Passes um 20 Euro preiswerter zu machen.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5a2d440f369940c88c2c1b100c799e9c.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2025\/12\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2025\/12\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Was das bedeutet, formulierte die <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025996&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2179883\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorlage des Sozialdezernats<\/a>, die am 26. November im Stadtrat behandelt wurde, so: \u201eGem\u00e4\u00df Beschluss der Verkehrsministerkonferenz vom 18.09.2025 wurde die Finanzierung des Deutschland-Tickets f\u00fcr das Jahr 2026 gesichert; der Preis f\u00fcr das Deutschlandticket steigt ab 01.01.2026 von 58 EUR auf 63 EUR. Bei einem festen Zuschuss der Stadt Leipzig in H\u00f6he von 20 EUR\/Ticket erh\u00f6ht sich der derzeitige Verkaufspreis von 38 EUR\/Ticket im Jahr 2026 auf 43 EUR\/Ticket.\u201c<\/p>\n<p>Ein Preissprung, den Franziska Riekewald f\u00fcr die Linksfraktion kritisierte, denn aus Sicht der Linksfraktion wird das verg\u00fcnstigte D-Ticket damit f\u00fcr die Bed\u00fcrftigen zu teuer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-640019 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1765172508_381_Stadtrat-Franziska_Riekewald-Linke-00004764.jpg\" alt=\"Frau Franziska Riekewald (Die Linke) im Leipziger Stadtrat am 26.11.2025. Foto: Jan Kaefer\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/>Franziska Riekewald (Die Linke) im Leipziger Stadtrat am 26.11.2025. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Die Fraktion beantragte deshalb, dass der Ticketpreis bei 29 Euro bleiben soll und der Zuschuss der Stadt entsprechend erh\u00f6ht wird. Und das beantragte die Fraktion auch nicht erst im November, wie Linke-Stadtr\u00e4tin Franziska Riekewald betonte. Denn das war eigentlich Inhalt eines Haushaltsantrags, der dann aber im Fr\u00fchjahr in den Haushaltsverhandlungen abgelehnt wurde.<\/p>\n<p>Weshalb <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2027826&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der neue Antrag der Linken<\/a> betonte: \u201eIm M\u00e4rz dieses Jahres wurde unser Haushaltsantrag VII-HP-10275 zum Deutschlandticket Leipzig-Pass vom Stadtrat beschlossen, womit festgelegt wurde, dass das Ticket nicht erh\u00f6ht wird.<\/p>\n<p>Die nun vorgesehenen 43 Euro pro Monat sind f\u00fcr Haushalte mit geringem Einkommen schlicht nicht bezahlbar. Denken wir beispielsweise an eine vierk\u00f6pfige Familie, kommt schnell eine Summe von 172 Euro zusammen \u2013 Geld, das viele nicht haben. Mobilit\u00e4t bedeutet Teilhabe und eine erneute Einschr\u00e4nkung ist ein R\u00fcckschritt und Sparen auf Kosten derer, die ihre t\u00e4glichen Wege mit Bus und Bahn bestreiten.\u201c<\/p>\n<p>Aber der Vorsto\u00df h\u00e4tte bedeutet, dass Leipzig 2026 gleich mal 4 Millionen Euro mehr als Zuschuss aufbringen m\u00fcsste. Was die Stadt bei der aktuellen Haushaltslage weder kann noch darf.<\/p>\n<p>Der Antrag der Linken fand am Ende mit 16:34 Stimmen auch keine Mehrheit.<\/p>\n<p>Nur noch ein verg\u00fcnstigtes LVB-Ticket?<\/p>\n<p>Genau sowenig wie das Ansinnen der CDU-Fraktion, die verg\u00fcnstigten LVB-Tickets einfach alle zusammenzulegen. Nach dem Motto: Ein Ticket muss gen\u00fcgen, ein Anliegen, das dann CDU-Stadtrat Lucas Schopphoven versuchte zu begr\u00fcnden. Auch wenn er ganz offensichtlich nicht wirklich eine \u00dcbersicht \u00fcber die verg\u00fcnstigten Tickets der LVB hat und auch nicht viel wei\u00df \u00fcber die Nachfrage.<\/p>\n<p>Und so betonten sowohl Sozialb\u00fcrgermeisterin Dr. Martina M\u00fcnch wie auch Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin Katharina Krefft, dass es wohl eher eine Katastrophe w\u00e4re, wenn Leipzig das eine verg\u00fcnstigte Ticket f\u00fcr das andere opfern w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-640066 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1765172515_866_Stadtrat-Lucas_Schopphoven-CDU-00004874.jpg\" alt=\"Herr Lucas Schopphoven (CDU) im Leipziger Stadtrat am 26.11.2025. Foto: Jan Kaefer\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/>Lucas Schopphoven (CDU) im Leipziger Stadtrat am 26.11.2025. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Oder im Text des<a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2027767&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> CDU-Antrags<\/a>: \u201eDie Verwaltung wird dem Rat im I. Quartal 2026 ein Konzept vorlegen, die verschiedenen Ticketsysteme im Sozialbereich noch im Jahr 2026 zusammenzuf\u00fchren.\u201c Und: \u201eZiel ist es, nur noch das Deutschlandticket als g\u00fcnstigstes Sozialticket anzubieten.\u201c<\/p>\n<p>Das Problem dabei: Leipzig w\u00e4re dann v\u00f6llig von den Preisentwicklungen beim D-Ticket abh\u00e4ngig, die alle auf Bundesebene passieren und v\u00f6llig unberechenbar sind. Beide Punkte wurden am 26. November abgelehnt.<\/p>\n<p>Und Katharinas Krefft wies auch darauf hin, dass man die 4.000 Bezieher der Leipzig-Pass-Mobil-Card nicht gegen die 18.000 Leipzig-Pass-Inhaber aufrechnen kann, die das verg\u00fcnstigte Deutschlandticket nutzen. Beide Gruppen decken eher unterschiedliche Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnisse ab. Der CDU-Vorsto\u00df h\u00e4tte bedeutet, dass die Wahlfreiheit der Leipzig-Pass-Inhaber radikal beschnitten wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/lpmc.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-640556 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/lpmc.jpg\" alt=\"Entwicklung der Verk\u00e4ufe von Leipzig-Pass-Mobil-Card und verg\u00fcnstigtemD-Ticket am Leipzig-Pass-Inhaber. Grafik: Stadt Leipzig\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/><\/a>Entwicklung der Verk\u00e4ufe von Leipzig-Pass-Mobil-Card und verg\u00fcnstigtem D-Ticket am Leipzig-Pass-Inhaber. Grafik: Stadt Leipzig<\/p>\n<p>Ein einziger Punkt aus dem CDU-Antrag bekam dann doch noch Zustimmung: \u201eDie Stadtverwaltung wird aufgefordert, den Austausch mit der LVB hinsichtlich Altschulden von Leipzig-Pass-Inhabern zu f\u00fchren, um den Zugang zum Deutschlandticket zu sichern.\u201c Denn wer noch alte Schulden bei den LVB hat, bekommt dort kein D-Ticket. Was nat\u00fcrlich eine Ausgrenzung ist.<\/p>\n<p>Am Ende bekam dann die <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025996&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2179883\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesamtvorlage<\/a> der Stadt eine deutliche Zustimmung der Ratsmehrheit, zwar die Bezuschussung des verg\u00fcnstigten Deutschlandtickets mit 20 Euro stabil zu halten, was aber eben trotzdem bedeutet, dass das Ticket f\u00fcr die Anspruchsberechtigten 2026 trotzdem 43 Euro teuer ist.<\/p>\n<p>Ob das an der Nachfrage nach diesem Ticket etwas \u00e4ndert, m\u00fcsse man abwarten, so Dr. Martina M\u00fcnch. Bis jetzt jedenfalls sieht es so aus, dass der Zuspruch der Leipzig-Pass-Inhaber zu verg\u00fcnstigten D-Ticket ungebrochen ist, ganz einfach weil es eine Mobilit\u00e4t \u00fcber die Stadtgrenzen hinaus erm\u00f6glicht, welche die Leipzig-Pass-Mobil-Card nicht bietet.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das normale Deutschlandticket liegt u.a. f\u00fcr B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger au\u00dferhalb ihres kargen Budgets. 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