{"id":631726,"date":"2025-12-08T07:38:12","date_gmt":"2025-12-08T07:38:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631726\/"},"modified":"2025-12-08T07:38:12","modified_gmt":"2025-12-08T07:38:12","slug":"aufbruch-in-der-adipositas-versorgung-blickwechsel-stoffwechsel-in-berlin-fordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/631726\/","title":{"rendered":"Aufbruch in der Adipositas-Versorgung: &#8222;Blickwechsel Stoffwechsel&#8220; in Berlin fordert &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">08.12.2025 \u2013 08:00<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Lilly Deutschland GmbH\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/19840\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lilly Deutschland GmbH<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Bad%20Homburg\" title=\"News aus Bad Homburg \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bad Homburg<\/a> (ots)<\/p>\n<p><b>Der Parlamentarische Abend der Initiative &#8222;Blickwechsel Stoffwechsel&#8220; von Lilly Deutschland in der Hessischen Landesvertretung in Berlin war weit mehr als ein Jahresabschluss. In der lebhaften und konstruktiven Diskussion wurde deutlich, wie sehr Adipositas als chronische Erkrankung die Beteiligten bewegt &#8211; und dass die entscheidenden Weichen nun politisch und strukturell gestellt werden m\u00fcssen.<\/b><\/p>\n<p><b>Bereit f\u00fcr den Wandel<\/b><\/p>\n<p> Die Initiative &#8222;Blickwechsel Stoffwechsel&#8220; hat 2025 mit einer virtuellen Panel-Diskussion zum Auftakt, einem politischen Roundtable in D\u00fcsseldorf und der &#8222;Zukunftswerkstatt Adipositas&#8220; in Mainz bereits zentrale Erkenntnisse zur Versorgungssituation erarbeitet. In Berlin wurden diese Erfahrungen geb\u00fcndelt und in klare Erwartungen an die Gesundheitspolitik \u00fcbersetzt: Adipositas muss konsequent als chronische Erkrankung behandelt, Pr\u00e4vention deutlich gest\u00e4rkt und der Zugang zu Therapie sozial gerechter gestaltet werden. <\/p>\n<p><b>&#8222;Wir m\u00fcssen Gesundheit erhalten, statt Krankheit zu verwalten&#8220;<\/b><\/p>\n<p> Dr. Alexander Horn, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Lilly Deutschland, machte gleich zu Beginn deutlich: &#8222;Adipositas ist als komplexe, chronische und behandlungsbed\u00fcrftige Stoffwechselerkrankung anerkannt. Sie ist mit weit \u00fcber 200 Komorbidit\u00e4ten verbunden.&#8220; Aus seiner Sicht folgt daraus ein klarer Auftrag: &#8222;Unsere Aufgabe ist es, uns aktiv f\u00fcr eine bessere Patientenversorgung einzusetzen &#8211; mit interdisziplin\u00e4ren Therapieans\u00e4tzen, die auch digitale Versorgung einbeziehen. Er stellte zugleich die \u00f6konomische Dimension in den Fokus: Fr\u00fche, strukturierte Interventionen k\u00f6nnten mittel- und langfristig erhebliche Kosten f\u00fcr Folgeerkrankungen vermeiden. Sein Credo: &#8222;Was wir brauchen, ist ein fundamentales Umdenken im Gesundheitsbereich. Wir m\u00fcssen Gesundheit erhalten, statt Krankheiten zu verwalten.&#8220; <\/p>\n<p><b>Medizinische Versorgung darf keine Zwei-Klassen-Medizin werden<\/b><\/p>\n<p> Wie gro\u00df die Kluft zwischen medizinischem Fortschritt und Versorgungsrealit\u00e4t ist, davon berichtete der Leipziger Adipositasexperte Prof. Dr. Matthias Bl\u00fcher. Nach 25 Jahren in der Adipositasmedizin sieht er deutliche Fortschritte in Forschung und Therapieoptionen &#8211; von multimodalen Konzepten bis hin zu modernen medikament\u00f6sen Behandlungen. &#8222;In der Praxis kann ich aber oft nicht das einleiten, was medizinisch m\u00f6glich und notwendig ist, sondern was Patientinnen und Patienten sich leisten k\u00f6nnen&#8220;, stellt der Experte fest. Ern\u00e4hrungs- und Verhaltenstherapien oder innovative Therapien blieben zu oft Privatleistungen; damit werde Adipositas faktisch nicht so behandelt wie andere chronische Erkrankungen. <\/p>\n<p> In ihrer Rolle als Politikerin im Gesundheitsausschuss machte Nora Seitz, MdB (CDU) genau darauf aufmerksam &#8211; auf den gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung, der tats\u00e4chlich von chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Adipositas betroffen ist. &#8222;Adipositas muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden. Ganz oben auf meiner Agenda steht, mehr Bewusstsein f\u00fcr gesunde Ern\u00e4hrung zu schaffen&#8220;, so Seitz. <\/p>\n<p><b>Soziale Schieflage in der Versorgung<\/b><\/p>\n<p> Dass Adipositas auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit ist, brachte Serdar Y\u00fcksel MdB (SPD) auf den Punkt. Er schilderte Beobachtungen aus seinem Wahlkreis: &#8222;Ich sehe Familien, deren Einkaufswagen voller stark gezuckerter Getr\u00e4nke sind, und Kinder, die nicht mehr in den Kindersitz passen. Das ist keine individuelle Schw\u00e4che, sondern Ausdruck von Lebensbedingungen, die Gesundheit erschweren.&#8220; Mit einer Zahl machte Y\u00fcksel die Schieflage im System greifbar: &#8222;Wir geben pro Jahr und Versicherten im Schnitt rund 6.000 Euro f\u00fcr die Behandlung aus, aber nur sieben Euro flie\u00dfen in Pr\u00e4vention.&#8220; &#8222;Feuerwehrmedizin&#8220; nennt er das und einen Systemfehler. <\/p>\n<p><b>Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention statt Appelle an Einzelne<\/b><\/p>\n<p> Konkrete Forderungen an die Politik kamen auch aus den L\u00e4ndern und der Selbsthilfe. Hauke Hansen, MdL (CDU), Schleswig-Holstein, machte deutlich, dass freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie &#8211; etwa zur Zuckerreduktion &#8211; nicht ausreichen und pl\u00e4dierte f\u00fcr verbindliche Regeln wie eine zweckgebundene Abgabe auf stark zuckerhaltige Produkte, deren Erl\u00f6se direkt in Pr\u00e4ventionsprogramme flie\u00dfen k\u00f6nnten. <\/p>\n<p> Und Dr. Martin Danner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BAG-Selbsthilfe, forderte eine \u00dcberarbeitung des DMP-Adipositas mit klaren, einheitlichen Vorgaben, damit Versorgungsstrukturen verl\u00e4sslich und transparenter werden und nicht an unterschiedlichen Kassenauslegungen scheitern. Explizit forderte er, das DMP durch multimodale Therapien zu erg\u00e4nzen. <\/p>\n<p> Immer wieder r\u00fcckten die Diskutierenden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Fokus. Einschr\u00e4nkungen bei der Erstattungsf\u00e4higkeit bestimmter Leistungen und Regelungen rund um den Paragraphen \u00a734, der Adipositastherapien de facto in den Bereich &#8222;Lifestyle&#8220; schiebt, gelten als wesentliche H\u00fcrde. Die Botschaft des Abends: Wenn Adipositas als chronische Erkrankung anerkannt ist, dann muss sich dies auch konsequent im Leistungsrecht und in der Finanzierung abbilden. <\/p>\n<p><b>Der Abschluss: Visionen f\u00fcr eine gerechte Adipositasversorgung<\/b><\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li> Dr. Alexander Horn skizzierte eine Zukunft, in der Adipositas dank moderner Therapieoptionen und einer hohen Versorgungsqualit\u00e4t &#8222;ausradiert&#8220; sein wird: &#8222;Daf\u00fcr m\u00fcssen wir von Interimsl\u00f6sungen wegkommen und in mittel- und langfristig nachhaltigen Strategien denken, die die Krankheitslast sp\u00fcrbar senken und die Lebensqualit\u00e4t erh\u00f6hen.&#8220; <\/li>\n<li> Prof. Dr. Matthias Bl\u00fcher w\u00fcnschte sich, Therapien allein nach medizinischer Evidenz gemeinsam mit den Patient:innen ausw\u00e4hlen zu k\u00f6nnen &#8211; unabh\u00e4ngig vom Einkommen. <\/li>\n<li> F\u00fcr Serdar Y\u00fcksel bleibt die soziale Gerechtigkeit der Pr\u00fcfstein jeder Reform: Pr\u00e4vention und Therapie m\u00fcssten gerade Menschen in sozio\u00f6konomisch schwierigen Lebenslagen zuerst erreichen. <\/li>\n<li> Dr. Martin Danner pl\u00e4dierte f\u00fcr ein Pr\u00e4ventionskonzept, das fr\u00fch im Lebenslauf ansetzt, digitale Anwendungen nutzt und konsequent entstigmatisiert. <\/li>\n<li> Nora Seitz MdB (CDU) hob schlie\u00dflich hervor, dass Datenschutz und Versorgung kein Widerspruch sein m\u00fcssen: Eine konsequent genutzte elektronische Patientenakte k\u00f6nne Behandlungsdaten sicher vernetzen, Versorgungsl\u00fccken sichtbar machen und so das Management chronischer Erkrankungen wie Adipositas deutlich verbessern. <\/li>\n<\/ul>\n<p> Beeindruckend einig war sich die Diskussionsrunde in dem Punkt, dass es kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem gibt. Die medizinischen Werkzeuge sind da, die Perspektiven aus Selbsthilfe und Versorgung liegen auf dem Tisch, politische Hebel sind identifiziert. Jetzt geht es darum, Rahmenbedingungen so zu ver\u00e4ndern, dass Pr\u00e4vention, Diagnostik, Begleitung und stigmafreie Teilhabe nicht die Ausnahme, sondern der Standard werden &#8211; f\u00fcr alle Menschen. <\/p>\n<p> Die Initiative &#8222;Blickwechsel Stoffwechsel&#8220; wird diesen Prozess auch 2026 als Plattform f\u00fcr Vernetzung, Debatte und konkrete L\u00f6sungen weiter vorantreiben. <\/p>\n<p> Weitere Informationen zur Initiative und zu Adipositas: <\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.lilly.com\/de\/aktuelles\/stoffwechsel\">https:\/\/www.lilly.com\/de\/aktuelles\/stoffwechsel<\/a><\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/de.lilly.com\/meinwegmitadipositas\">https:\/\/de.lilly.com\/meinwegmitadipositas<\/a><\/p>\n<p>CMAT-04935 Dezember 2025<\/p>\n<p><b>\u00dcber Lilly<\/b><\/p>\n<p> Lilly verbindet F\u00fcrsorge mit Forschergeist, um Medikamente zu entwickeln, die das Leben von Menschen verbessern. Seit fast 150 Jahren leisten wir Pionierarbeit, erzielen wissenschaftliche Durchbr\u00fcche und haben Therapieoptionen f\u00fcr einige der schwierigsten Gesundheitsprobleme gefunden. Heute helfen unsere Medikamente Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. <\/p>\n<p> Mit Erkenntnissen aus den Bereichen Biotechnologie, Chemie und Genetik treiben unsere Wissenschaftler:innen neue Entdeckungen voran, um einige der gr\u00f6\u00dften gesundheitlichen Herausforderungen der Welt zu l\u00f6sen. So arbeiten sie daran, die Behandlung von Diabetes immer weiter zu optimieren, Adipositas zu behandeln und deren gravierende Langzeitfolgen einzud\u00e4mmen, den Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit voranzubringen, L\u00f6sungen f\u00fcr folgenschwere St\u00f6rungen des Immunsystems zu finden und schwer zu behandelnde Krebsarten in beherrschbare Krankheiten zu verwandeln. <\/p>\n<p> Bei jedem Schritt auf dem Weg zu einer ges\u00fcnderen Welt geht es uns vor allem um eines: das Leben von Millionen Menschen zu verbessern. Das bedeutet auch, dass wir klinische Studien durchf\u00fchren, die die Vielfalt unserer Welt abbilden. Und wir setzen uns daf\u00fcr ein, dass unsere Medikamente weltweit zug\u00e4nglich und bezahlbar sind. <\/p>\n<p> Weitere Informationen \u00fcber Lilly Deutschland finden Sie hier: <\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.lilly.com\/de\">www.lilly.com\/de<\/a><\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/showcase\/lilly-deutschland\/\">www.linkedin.com\/showcase\/lilly-deutschland<\/a><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Kontakt Lilly:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Lilly Deutschland GmbH<br \/>Katharina Bittmann<br \/>Werner-Reimers-Stra\u00dfe 2-4<br \/>61352 Bad Homburg<br \/>lilly.com\/de<br \/>B\u00fcro: 06172 273-2037<br \/>eMail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/19840\/mailto: katharina.bittmann@lilly.com\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> katharina.bittmann@lilly.com<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Lilly Deutschland GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"08.12.2025 \u2013 08:00 Lilly Deutschland GmbH Bad Homburg (ots) Der Parlamentarische Abend der Initiative &#8222;Blickwechsel Stoffwechsel&#8220; von Lilly&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":386213,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[20468,29,30,141,4612,232,178,180,179,181],"class_list":{"0":"post-631726","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-adipositas","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-gesundheit","12":"tag-gesundheitspolitik","13":"tag-health","14":"tag-presse","15":"tag-pressemeldung","16":"tag-pressemitteilung","17":"tag-pressemitteilungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115682810725118453","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/631726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=631726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/631726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/386213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=631726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=631726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=631726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}