{"id":632634,"date":"2025-12-08T16:35:13","date_gmt":"2025-12-08T16:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/632634\/"},"modified":"2025-12-08T16:35:13","modified_gmt":"2025-12-08T16:35:13","slug":"solingen-nachbarschaft-unterburg-flut-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/632634\/","title":{"rendered":"Solingen: Nachbarschaft Unterburg Flut 2021"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eHier bitte einfach nur dasitzen\u201c, ist auf einem Schild an einem Tisch im Burger B\u00fcdchen zu lesen. Gem\u00fctlich ist es hier zwischen Regalen und Weihnachtsdekoration. Auf engstem Raum gibt es Kuchen und Torten nebst Kaffee, kalten Getr\u00e4nken und allerlei anderen Lebensmitteln, die man im Alltag so braucht. Hier k\u00f6nnen Zeitungen gekauft und gelesen, Briefe und Pakete abgeben werden \u2013 und ganz sicher auch ein kleines Pl\u00e4uschchen gehalten werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In einer beleuchteten Vitrine findet sich dazu eine Auswahl von Erzeugnissen, die im N\u00e4h-Caf\u00e9 im Fluthilfeb\u00fcro der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/caritas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Caritas<\/a> f\u00fcr einen k\u00fcrzlich veranstalteten Weihnachtsmarkt auf der Wupperinsel entstanden sind. Der Erl\u00f6s dieser Waren soll dem Versch\u00f6nerungsverein Burg an der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wupper\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wupper<\/a> zugutekommen. F\u00fcr Stephanie Kalter, Fluthilfe-Koordinatorin der Caritas, ist das von Carmen Hillen betriebene Burger B\u00fcdchen mehr als nur ein liebevoll eingerichteter kleiner Laden: \u201eEs ist eine Keimzelle f\u00fcr gute Ideen\u201c, betont sie.<\/p>\n<p>Gemeinsames Mittagessen st\u00e4rkt Nachbarschaft      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine davon soll nach dem Jahreswechsel Premiere feiern: \u201eMan sieht viele \u00e4ltere Menschen beim Einkaufen, bekommt aber sonst nicht viel von ihnen mit. Und da habe ich mich gefragt, was man machen k\u00f6nnte, um sie zusammenzubringen\u201c, erkl\u00e4rt Kalter. So reifte schlie\u00dflich der Gedanke, einmal im Monat an einem Samstag ein gemeinsames Mittagessen auszurichten. \u201eDas ist eine wunderbare Gelegenheit zum Austausch, zum gemeinsamen Kl\u00f6nen \u2013 und sicherlich haben gerade die \u00c4lteren viel Interessantes \u00fcber den Stadtteil zu erz\u00e4hlen\u201c, sagt Kalter.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihre T\u00e4tigkeit als Wahlhelferin habe sie ganz nebenbei dazu genutzt, bei potenziellen G\u00e4sten schon einmal das Interesse abzuklopfen. \u201eAlles fanden das super\u201c, berichtet sie. Starten soll das regelm\u00e4\u00dfige Mittagessen im Januar. Einen genauen Termin wollen Kalter und ihre Mitstreiterinnen in K\u00fcrze bekannt geben. Einen Flyer wollen sie dazu gestalten, ansonsten setzt man im Stadtteil auf Mund-zu-Mund-Propaganda.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Nachbarin arbeite beruflich im Catering, erz\u00e4hlt Kalter. Wie man gemeinsam die geselligen Stunden gestaltet, richte man sich nach den Besuchern. \u201eWir werden dann schauen, worauf sie Lust haben\u201c, sagt Kalter. Einer der Nachbarn etwa spiele Akkordeon.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu Kalters Mitstreiterinnen beim Projekt z\u00e4hlt Anja Pauls. Sie arbeitet in der Wohngemeinschaft der Diakonie. Deren Tagespflege-Einrichtung an der Eschbachstra\u00dfe soll wiederum Schauplatz der Treffen sein. \u201eDa herrscht eine sehr herzliche Atmosph\u00e4re\u201c, schw\u00e4rmt Kalter. Gute Nachbarschaft zeige sich eben auch in der Zusammenarbeit der Wohlfahrtsverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Fluthilfe bleibt zentrale Aufgabe      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Stephanie Kalter selbst betreut nach wie vor f\u00fcr den Caritasverband Wuppertal\u2009\/\u2009Solingen Betroffene der Hochwasser-Katastrophe vom 14.\u2005Juli\u20052021. Das Fluthilfe-B\u00fcro wird auch im Jahr 2026 ge\u00f6ffnet sein \u2013 und laut Kalter wohl auch dar\u00fcber hinaus. Denn auch nach vier Jahren rei\u00dft der Unterst\u00fctzungsbedarf nicht ab. Noch immer h\u00e4tten Flutopfer Kl\u00e4rungsbedarf, wer welche Kosten des Wiederaufbaus \u00fcbernimmt, und sie m\u00fcssen sich mit Verwendungsnachweisen f\u00fcr Finanzhilfen besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch immer st\u00fcnden in manchen Geb\u00e4uden Renovierungsma\u00dfnahmen aus. Und Beratung zur Vorbeugung weiterer \u00dcberflutungen des eigenen Heims, zum Beispiel mit Hilfe von Flutschotts, sei noch immer gefragt \u2013 ganz zu schweigen vom Wunsch vieler Bewohner von Unterburg, die eigene Resilienz zu st\u00e4rken, also die psychische Widerstandsf\u00e4higkeit im Angesicht der fortdauernden Hochwasser-Gefahr an Eschbach und Wupper.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die einschneidenden, vielfach traumatischen Erlebnisse der Flut im Sommer 2021 pr\u00e4gen den Stadtteil bis heute. Aber sie haben ganz offensichtlich auch Menschen zusammengeschwei\u00dft \u2013 und mitunter aus Nachbarn Freunde gemacht. Das gilt zumindest f\u00fcr Stephanie Kalter und ihre Unterst\u00fctzerinnen aus der Nachbarschaft: \u201eIch kannte Stephanie nur von Sehen, w\u00e4hrend der Flut ist eine Freundschaft entstanden\u201c, erz\u00e4hlt zum Beispiel Kirsten Pump-Hein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An den Tagen nach dem verheerenden <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hochwasser\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hochwasser<\/a> seien Nachbarn, mit denen man ansonsten wenig Kontakt hatte, spontan in die H\u00e4user gekommen, um mit anzupacken. \u201eEs war eine intensive Zeit. Es ging ums Helfen, und dar\u00fcber ist man ins Gespr\u00e4ch gekommen\u201c, sagt Pump-Hein. Und das Burger B\u00fcdchen sei in dieser Zeit zu einem Umschlagplatz f\u00fcr Spenden geworden: \u201eBei Carmen kamen viele Handschuhe oder Gummistiefel an, die sie an die Helfer verteilt hat.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Inhaberin Carmen Hillen wiederum ist gleichzeitig Vorsitzende des Schie\u00dfvereins Burg 1902. Und der richtet \u2013 auf Initiative einer ehemaligen Sch\u00fctzenk\u00f6nigin \u2013 inzwischen seit vielen Jahren einmal im Jahr kurz vor Weihnachten ein Kaffeetrinken f\u00fcr Senioren aus. \u201eWir wollten sie ein bisschen mit Selbstgemachtem verw\u00f6hnen\u201c, sagt Hillen. Und auch nach der Flut setzte sie sich f\u00fcr den Fortbestand dieser Tradition ein. Und so ging es im Jahr 2022 weiter. Das n\u00e4chste Treffen steht jetzt am 3. Advent an.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die regen Aktivit\u00e4ten von und f\u00fcr Nachbarn in Burg kommentiert Anja Pauls: \u201eEs gibt ja einen offiziellen Tag der Nachbarschaft. Aber der ist bei uns jeden Tag.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eHier bitte einfach nur dasitzen\u201c, ist auf einem Schild an einem Tisch im Burger B\u00fcdchen zu lesen. 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