{"id":632646,"date":"2025-12-08T16:41:14","date_gmt":"2025-12-08T16:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/632646\/"},"modified":"2025-12-08T16:41:14","modified_gmt":"2025-12-08T16:41:14","slug":"us-friedensplan-fuer-ukraine-merz-zeigt-sich-skeptisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/632646\/","title":{"rendered":"US-Friedensplan f\u00fcr Ukraine: Merz zeigt sich skeptisch"},"content":{"rendered":"<p>\n    LONDON (dpa-AFX) &#8211; Die Lage bei den US-gef\u00fchrten Friedensverhandlungen f\u00fcr die Ukraine ist aus Sicht Kiews und der Europ\u00e4er ernst. Das d\u00fcrfte jedem klar sein, der die Gesichtsz\u00fcge des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der E3-Staaten (Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien) in London beobachtete.<\/p>\n<p>    Am deutlichsten brachte Bundeskanzler Friedrich Merz die Dinge auf den Punkt: &#8222;Ich bin skeptisch gegen\u00fcber einigen Details, die wir in Dokumenten sehen, die von der US-Seite kommen&#8220;, sagte der CDU-Politiker. Er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Dar\u00fcber m\u00fcssen wir sprechen. Darum sind wir hier.&#8220; Die kommenden Tage k\u00f6nnten sich als entscheidend &#8222;f\u00fcr uns alle&#8220; erweisen, so der Kanzler.<\/p>\n<p>    Merz bekr\u00e4ftigte &#8211; wie auch Gro\u00dfbritanniens Premier Keir Starmer und Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron &#8211; die Entschlossenheit bei der Unterst\u00fctzung Kiews. Daran k\u00f6nne kein Zweifel aufkommen. Merz f\u00fcgte hinzu: &#8222;Wir alle wissen: Das Schicksal dieses Landes ist das Schicksal Europas.&#8220;<\/p>\n<p>Trump &#8222;ein wenig entt\u00e4uscht&#8220; von Selenskyj<\/p>\n<p>    Vorangegangen waren mehrt\u00e4gige Verhandlungen zwischen Unterh\u00e4ndlern Kiews und der USA \u00fcber eine neue Fassung des von US-Pr\u00e4sident Donald Trump vorgelegten Friedensplans. Dessen urspr\u00fcngliche Version war vielfach als &#8222;russische Wunschliste&#8220; kritisiert worden. Selenskyj schaltete sich nach eigenen Angaben zum Abschluss der Gespr\u00e4che dazu, den Austausch nannte er konzentriert und konstruktiv.<\/p>\n<p>    Zu den Details \u00e4u\u00dferte sich Selenskyj auch bei dem kurzen gemeinsamen Auftritt vor der Presse in London zun\u00e4chst nicht. Es m\u00fcssten wichtige Entscheidungen getroffen werden, sagte der Ukrainer lediglich. Unter anderem gehe es, &#8222;um die Einigkeit zwischen Europa und der Ukraine und auch um die Einigkeit zwischen Europa, der Ukraine und den Vereinigten Staaten.&#8220; Er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Es gibt Dinge, die wir ohne die Amerikaner nicht schaffen (&#8230;).&#8220;<\/p>\n<p>    Wichtige Streitpunkte scheinen Territorialfragen und Sicherheitsgarantien der USA f\u00fcr die Ukraine zu sein. Trump war bereits mit der \u00c4u\u00dferung vorgeprescht, Moskau werde dem neuen Vorschlag wohl zustimmen, er sei sich aber nicht sicher, ob Selenskyj damit einverstanden sei. &#8222;Und ich muss sagen, dass ich ein wenig entt\u00e4uscht bin, dass Pr\u00e4sident Selenskyj den Vorschlag noch nicht gelesen hat&#8220;, so der US-Pr\u00e4sident am Sonntag.<\/p>\n<p>Kommt Bewegung in Frage eingefrorener russischer Verm\u00f6gen?<\/p>\n<p>    Wie viel Einfluss den Europ\u00e4ern noch bleibt, ist ungewiss. Frankreichs Pr\u00e4sident Macron betonte, es gebe noch Druckmittel auf Moskau. &#8222;Ich denke, wir haben viele Karten in der Hand&#8220;, sagte der Franzose bei dem Treffen in London. Neben Waffenlieferungen und Trainingsprogrammen f\u00fcr die Ukraine nannte er auch ein Schw\u00e4cheln der russischen Wirtschaft infolge von Sanktionen. Hauptpunkt sei nun, die europ\u00e4ische und ukrainische Position mit den USA zusammenzubringen, um die Friedensverhandlungen zu finalisieren und mit besten Bedingungen f\u00fcr die Ukraine in eine neue Phase zu kommen.<\/p>\n<p>    Gastgeber Starmer betonte, ein Waffenstillstand m\u00fcsse gerecht und dauerhaft sein. Er will am Freitag den belgischen Regierungschef Bart De Wever in London empfangen. Belgien hat eine Schl\u00fcsselposition bei der Frage, ob in Europa eingefrorene russische Verm\u00f6genswerte an die Ukraine weitergereicht werden k\u00f6nnen, weil dort ein Gro\u00dfteil des russischen Geldes liegt. Bislang stellt sich die Regierung in Br\u00fcssel aber quer. Einem Medienbericht zufolge k\u00f6nnte London versuchen, Bewegung in die Sache zu bringen.<\/p>\n<p>    Moskau gibt sich in dem Prozess rund um einen m\u00f6glichen Friedensdeal zwar \u00f6ffentlich gespr\u00e4chsbereit. Im Kern aber h\u00e4lt Putin an seinen harten Forderungen fest. Er besteht etwa weiter auf Gebietsabtretungen der Ukraine und den Verzicht einer Nato-Mitgliedschaft des Nachbarlandes, das sich damit im Falle eines Friedens vor neuen Aggressionen sch\u00fctzen will. Auch die USA machen Druck auf Kiew, einem Gebietsverzicht zuzustimmen, weil der Krieg sonst nicht zu stoppen sei. Die Ukraine lehnt dies nach wie vor entschieden ab.<\/p>\n<p>    Russland hat den Krieg vor knapp vier Jahren begonnen. Einschlie\u00dflich der Krim halten die Invasoren derzeit etwa ein F\u00fcnftel der ukrainischen Landesfl\u00e4che besetzt. Allerdings ist es Russlands Armee seit 2022 nicht gelungen, die von Moskau beanspruchte Region Donbass in der Ostukraine v\u00f6llig einzunehmen.<\/p>\n<p>Suche nach Zuspruch in Europa geht weiter<\/p>\n<p>    Nach dem Treffen mit Merz, Macron und Starmer reist Selenskyj noch am heutigen Montag weiter nach Br\u00fcssel, bevor er morgen in Rom von Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni in Empfang genommen wird. Vor seiner Abreise informiert der Ukrainer in einer Videokonferenz mit weiteren europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten \u00fcber den Ausgang der Gespr\u00e4che in London und den aktuellen Stand der Verhandlungen mit den USA.<\/p>\n<p>    Wie Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte mitteilte, will er Selenskyj am Montagabend in seiner Br\u00fcsseler Residenz empfangen. Eingeladen sind auch EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates, Ant\u00f3nio Costa. \u00d6ffentliche Termine soll es in Belgien allerdings nicht geben.\/pba\/DP\/men<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LONDON (dpa-AFX) &#8211; Die Lage bei den US-gef\u00fchrten Friedensverhandlungen f\u00fcr die Ukraine ist aus Sicht Kiews und der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15564,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-632646","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115684945807137176","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/632646","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=632646"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/632646\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=632646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=632646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=632646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}