{"id":632805,"date":"2025-12-08T18:20:24","date_gmt":"2025-12-08T18:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/632805\/"},"modified":"2025-12-08T18:20:24","modified_gmt":"2025-12-08T18:20:24","slug":"ukraine-treffen-in-london-europa-steckt-in-der-zwickmuehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/632805\/","title":{"rendered":"Ukraine-Treffen in London: Europa steckt in der Zwickm\u00fchle"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/selenskyj-starmer-merz-macron-104.jpg\" alt=\"Wolodymyr Selenskyj, Keir Starmer, Friedrich Merz und Emmanuel Macron\" title=\"Wolodymyr Selenskyj, Keir Starmer, Friedrich Merz und Emmanuel Macron | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 08.12.2025 18:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>In London beraten europ\u00e4ische Regierungschefs \u00fcber den US-Friedensplan f\u00fcr die Ukraine. Es geht auch um die Frage: Wie l\u00e4sst sich das Land weiter unterst\u00fctzen, ohne die Amerikaner zu verprellen? <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/gabi-biesinger-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Gabi Biesinger\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/gabi-biesinger-103.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei den Journalistinnen und Journalisten, die sich im Pressepulk vor dem Regierungssitz 10 Downing Street tummeln, ist es gute Tradition, dem Premierminister oder Politikern, die er vor der ikonischen schwarzen T\u00fcr in Empfang nimmt, Fragen entgegenzubr\u00fcllen: &#8222;K\u00f6nnen Sie garantieren, dass die Ukraine nicht in einen unfairen Friedensdeal gezwungen wird?&#8220; und &#8222;Zeigen Sie Haltung, oder folgen Sie Washingtons F\u00fchrung?&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Solche Fragen werden in dieser Situation nat\u00fcrlich nie beantwortet. Aber es waren die einzigen Fragen, die Journalisten in London heute stellen konnten, weil eine Pressekonferenz nicht vorgesehen war.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei sind es genau die Fragen, die allen auf den N\u00e4geln brennen, wenn es um den <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/us-plan-ukraine-100.html\" title=\"Trumps Ukraine-Plan: Viele Zugest\u00e4ndnisse - und nur vage Garantien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">m\u00f6glichen Friedensplan f\u00fcr die Ukraine<\/a> geht. Den hatten die USA vor drei Wochen auf den Weg gebracht, er war aber aus Sicht der Ukraine und der Europ\u00e4er als &#8222;russische Wunschliste&#8220; kritisiert worden. Zuletzt war in Florida drei Tage \u00fcber eine neue Fassung verhandelt worden. Wie die aussieht, ist bisher \u00f6ffentlich nicht bekannt.<\/p>\n<p>    Mehr als eine weitere Solidarit\u00e4tsaktion<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gro\u00dfbritanniens Premierminister Keir Starmer, der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj, der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz gaben in der Downing Street ein kurzes Pressestatement ab, bevor sie sich zu Beratungen zur\u00fcckzogen, an denen sp\u00e4ter per Videoschalte auch andere Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter der EU und NATO teilnehmen sollten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Starmer, Merz und Macron wollten den Eindruck vermeiden, dass dieses Treffen mit Selenskyj nur eine weitere Solidarit\u00e4tsaktion mit der Ukraine ist. Der Zeitdruck ist gro\u00df, Fragen nach Gebietsaufteilungen und Sicherheitsgarantien sind offen und die Geduld der USA ist endlich. Selenskyj sprach am deutlichsten aus, dass es eben Dinge gebe, die man ohne die Amerikaner nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Macron erkl\u00e4rte mit einem Seitenhieb in Richtung US-Regierung, Europa halte &#8222;viele Tr\u00fcmpfe in der Hand&#8220; &#8211; das klang eher verzweifelt denn als Appell an die USA, den Europ\u00e4ern endlich wieder auf Augenh\u00f6he zu begegnen. Zuversichtlich zeigte sich Macron, dass die j\u00fcngsten Sanktionen die russische Wirtschaft treffen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>    Merz: Skepsis gegen\u00fcber Details in US-Dokumenten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeskanzler Merz sprach von entscheidenden Tagen in der Ukraine-Krise: &#8222;Wir alle wissen, dass das Schicksal der Ukraine das Schicksal Europas sein wird. Keiner sollte unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine anzweifeln. Ich bin sehr skeptisch gegen\u00fcber einigen Details in den Dokumenten von US-Seite, wir sind hier, um dar\u00fcber zu beraten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Europ\u00e4er stecken in der Zwickm\u00fchle, weiter Druck auf die USA aus\u00fcben zu m\u00fcssen, um einen Ausverkauf der Ukraine zu verhindern. Andererseits d\u00fcrfen sie es sich mit dem wankelm\u00fctigen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump nicht verscherzen, um die Ukraine nicht in eine noch schlechtere Position zu bringen, meint Jana Puglierin, vom European Council of Foreign Relations: &#8222;Wenn die Amerikaner aufh\u00f6ren, die Ukraine mit Geheimdienstinformationen zu beliefern, h\u00e4tte das weitreichende Folgen f\u00fcr die F\u00e4higkeit der Ukraine, Russland milit\u00e4risch Schmerzen zuzuf\u00fcgen&#8220;, so die Expertin. Die Ukraine brauche die US-Amerikaner an Bord, und die Europ\u00e4ern h\u00e4tten sich in eine Position man\u00f6vriert, &#8222;wo sie nicht am Tisch sitzen, sondern nur am Seitenrand stehen&#8220;.<\/p>\n<p>    Noch sind nicht alle M\u00f6glichkeiten ausgereizt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei h\u00e4tten die Europ\u00e4er aber durchaus auch noch ein paar eigene M\u00f6glichkeiten, die bisher nicht ausgereizt sind, wie sie der Ukraine unter die Arme greifen k\u00f6nnten. Denn seit Monaten diskutieren die EU-Mitgliedstaaten dar\u00fcber, nach der russischen Invasion vor knapp vier Jahren eingefrorene russische Verm\u00f6genswerte im Wert von mehr als 200 Milliarden Euro freizugeben &#8211; als Reparationsdarlehen an die Ukraine. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/merz-von-der-leyen-belgien-100.html\" title=\"Merz verhandelt in Br\u00fcssel \u00fcber russische Verm\u00f6gen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Belgien verweigert bisher seine Zustimmung<\/a>, weil es rechtliche Konsequenzen und russische Vergeltung f\u00fcrchtet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Ukraine ist ab April bankrott&#8220;, meint Puglierin. Wolle man das abwenden, brauchen man dieses Geld. Eine weitere M\u00f6glichkeit der Europ\u00e4er sieht sie im Vorgehen gegen die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/russland-schattenflotte-102.html\" title=\"Russlands &quot;Schattenflotte&quot;: Putins schwarze Tanker\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">russische Schattenflotte<\/a> und bei der Lieferung weitreichender Waffensystemen. &#8222;Aber ganz grunds\u00e4tzlich muss ich die Ukraine eben fragen, ob sie mit dieser Hilfe in sechs Monaten besser dasteht als heute.&#8220; Das sei nicht ausgemacht. &#8222;Gerade wenn sich die Amerikaner weiter gegen die Ukraine wenden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.12.2025 18:11 Uhr In London beraten europ\u00e4ische Regierungschefs \u00fcber den US-Friedensplan f\u00fcr die Ukraine. 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