{"id":633052,"date":"2025-12-08T20:37:30","date_gmt":"2025-12-08T20:37:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633052\/"},"modified":"2025-12-08T20:37:30","modified_gmt":"2025-12-08T20:37:30","slug":"insolvenzen-auf-zehn-jahreshoch-die-grosse-pleite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633052\/","title":{"rendered":"Insolvenzen auf Zehn-Jahreshoch: Die gro\u00dfe Pleite"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/schild-raeumungsverkauf-102.jpg\" alt=\"Ein Schild mit dem Hinweis &quot;R\u00e4umungsverkauf wegen Gesch\u00e4ftsaufgabe&quot; h\u00e4ngt an einem Gesch\u00e4ft.\" title=\"Ein Schild mit dem Hinweis &quot;R\u00e4umungsverkauf wegen Gesch\u00e4ftsaufgabe&quot; h\u00e4ngt an einem Gesch\u00e4ft. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 08.12.2025 18:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die Dauerkrise hat die Zahl der Pleiten auf den h\u00f6chsten Stand seit 2014 getrieben. 23.900 Unternehmen werden nach Hochrechnungen von Creditreform bis zum Ende des Jahres Insolvenz angemeldet haben.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/ingo-nathusius-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Ingo Nathusius\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nathusius-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform zeichnet ein d\u00fcsteres Bild der Lage &#8211; sowohl, was Privatleute, als auch, was Unternehmen angeht. <a href=\"https:\/\/www.creditreform.de\/aktuelles-wissen\/pressemeldungen-fachbeitraege\/news-details\/show\/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2025\" title=\"Creditreform\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Die Zahl der Unternehmenspleiten<\/a> sei dieses Jahr auf einem Zehn-Jahres-Hoch. &#8222;Wir haben den H\u00f6hepunkt noch nicht erreicht&#8220;, sagte Bernd B\u00fctow, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Creditreform in Frankfurt am Main.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Creditreform sch\u00e4tzt die Zahlungsf\u00e4higkeit in zahlreichen Branchen (&#8222;Bonit\u00e4t&#8220;) immer schlechter ein. Auch immer mehr Privatleute sehen sich zu einem f\u00f6rmlichen Insolvenzverfahren gen\u00f6tigt. &#8222;Wir rechnen definitiv mit steigenden Zahlen der Verbraucherinsolvenzen&#8220;, sagte Patrik-Ludwig Hantzsch von Creditreform.<\/p>\n<p>    Dramatische Lage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Datenanalysten von Creditreform sagen, die schlechte Wirtschaftslage komme einerseits von wegbrechenden Auslandsm\u00e4rkten. Teure Energie mache deutsche Industrieprodukte schwerer verk\u00e4uflich. Dazu k\u00e4men amerikanische Z\u00f6lle und chinesische Konkurrenz. &#8222;Nichts ist f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfung so bedeutend wie die Industrie,&#8220; analysiert Hantzsch. &#8222;Der Maschinenraum Deutschlands steht unter hohem Druck.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem mangele es an Nachfrage im Inland. Die Arbeitslosigkeit steigt, Menschen halten ihr Geld zusammen. &#8222;In der gesamten Breite der deutschen Wirtschaft hakt es gewaltig&#8220;, sagt Hantzsch. Er sieht ein &#8222;dynamisierendes Insolvenzgeschehen&#8220;.<\/p>\n<p>    Krankenh\u00e4user gehen pleite<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Verbl\u00fcffend ist, dass unter den gr\u00f6\u00dften Pleiten des Jahres Unternehmen einer Branche breit vertreten sind, die keine Sorgen um Nachfrage haben muss: Viele gro\u00dfe Gesundheits- und Pflegeunternehmen sind 2025 insolvent geworden. Creditreform nennt die rheinland-pf\u00e4lzische Krankenhaus-Gesellschaft des Roten Kreuzes, das Erzgebirgsklinikum, die Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg, die Argentum Pflegegruppe und die Arbeiterwohlfahrt des Kreises Wesel. \u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gesundheitsunternehmen haben mit steigenden Kosten und schwieriger Finanzierung zu k\u00e4mpfen. Sie sind oft betriebswirtschaftlich nicht gut organisiert. Wenn Krankenh\u00e4user und Pflegeketten Pleite machen, k\u00f6nnen ihre Dienste meist erhalten werden, berichtet Creditreform. Es finden sich Konkurrenten und Auffanggesellschaften, die auch das rare Personal \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>    Fluch und Segen von Insolvenzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch Insolvenzen verschwinden marode Unternehmen vom Markt. Das sei, analysierte Hantzsch, grunds\u00e4tzlich eine gute Sache. Gerade heutzutage sollten knappe Fachkr\u00e4fte nicht in schlechten Unternehmen eingesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Andererseits gebe es auch Insolvenzen von Unternehmen mit im Kern funktionierenden Gesch\u00e4ftsmodellen. Es k\u00f6nne etwa Produzenten von Spezialfahrzeugen treffen, die gute Kunden haben. Wenn sie langfristige Verkaufsvertr\u00e4ge abgeschlossen haben, k\u00f6nnen ihnen steigende Energie- oder Stahlpreise das R\u00fcckgrat brechen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch hochqualifizierte Unternehmen k\u00e4men unter Druck. &#8222;Die todsicheren Gesch\u00e4ftsmodelle erodieren&#8220;, sagte Hantzsch mit Blick auf Automobilzulieferer. Er sieht die Gefahr, dass in manchen Branchen nachhaltig L\u00fccken an Fachkunde gerissen werden: &#8222;Die kann man auch mit Willen und Geld nicht mehr f\u00fcllen.&#8220;<\/p>\n<p>    Die Datenlage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Creditreform sammelt Meldungen zu Unternehmen und Privaten aus der Wirtschaft und von Beh\u00f6rden, etwa Insolvenzgerichten. Vergleiche mit den vollst\u00e4ndig erfassten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Creditreform-Werte die Lage sehr genau abbilden. Die amtlichen Zahlen sind aber stets mindestens ein Vierteljahr alt, w\u00e4hrend Creditreform einen aktuellen Blick aufs Jahr wirft. Die Dezember-Werte werden gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dieses Jahr d\u00fcrften knapp 130.000 Pleiten registriert werden. Davon sind knapp 24.000 Unternehmensinsolvenzen und gut 76.000 Privatinsolvenzen. Die knapp 30.000 &#8222;sonstigen Insolvenzen&#8220; betreffen im Grunde auch Privatleute. Es sind pleite gegangene Selbst\u00e4ndige und es sind Menschen, die an Pleiteunternehmen beteiligt waren und nun selbst nicht mehr zahlungsf\u00e4hig sind. Dazu kommen \u00fcberschuldete Erbschaften. Das sind im Kern aufgeschobene Privatinsolvenzen von Erblassern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.12.2025 18:01 Uhr Die Dauerkrise hat die Zahl der Pleiten auf den h\u00f6chsten Stand seit 2014 getrieben.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":633053,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[71284,13,1317,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-633052","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-creditreform","9":"tag-headlines","10":"tag-insolvenzen","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115685875577703650","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=633052"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633052\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/633053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=633052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=633052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=633052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}