{"id":633057,"date":"2025-12-08T20:42:15","date_gmt":"2025-12-08T20:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633057\/"},"modified":"2025-12-08T20:42:15","modified_gmt":"2025-12-08T20:42:15","slug":"ob-wahlen-in-kiel-aus-dem-arbeiterviertel-ins-rathaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633057\/","title":{"rendered":"OB-Wahlen in Kiel: Aus dem Arbeiterviertel ins Rathaus"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">\u201eWer Gaarden kann, kann auch Oberb\u00fcrgermeister\u201c, mit diesem Satz war Samet Yilmaz im parteiinternen Wettbewerb um die Kandidatur angetreten. Die Gr\u00fcnen hatten fr\u00fch beschlossen, den Chefsessel im Rathaus der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt f\u00fcr sich zu beanspruchen. Die Partei stellt seit den Kommunalwahlen 2023 die gr\u00f6\u00dfte Fraktion in der Ratsversammlung und holte den Wahlkreis bei der Bundestagswahl 2025 direkt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Zudem trat der bisherige Amtsinhaber Ulf K\u00e4mpfer (SPD) nicht mehr an. Aber vor allem sei \u201eeine B\u00fcrgermeisterwahl eine Pers\u00f6nlichkeitswahl\u201c, sagte Yilmaz, der im Kieler Problemviertel Gaarden aufgewachsen ist, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kandidat-der-Gruenen-fuer-OB-Wahl-in-Kiel\/!6088645\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach seiner Nominierung der taz<\/a>. Er wolle, sagte er, mit seiner Person und seinem \u201espeziellen Werdegang\u201c \u00fcberzeugen. Das hat er offenbar geschafft, nach Ausz\u00e4hlung aller Wahlkreise entfielen 54,1 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Yilmaz.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Sie hatten viel Zutrauen zu ihren Kindern, aber bei den Hausaufgaben konnten sie wenig helfen<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Samet Yilmaz \u00fcber seine Eltern<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Seine Eltern waren aus der T\u00fcrkei nach Kiel gekommen. \u201eSie hatten viel Zutrauen zu ihren Kindern, aber bei den Hausaufgaben konnten sie wenig helfen\u201c, sagt Yilmaz. 1996 machte er seinen Hauptschulabschluss. Nach einer Lehre als Chemielaborant legte er das Abitur ab und begann ein Studium an der Kieler Universit\u00e4t, das ihn in Auslandssemestern und Praktika nach Pal\u00e4stina, Jerusalem und in den Jemen f\u00fchrte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Den \u201eArabischen Fr\u00fchling\u201c erlebte er so in \u00c4gypten und Syrien. 2009 trat der mittlerweile promovierte Politik- und Islamwissenschaftler eine Stelle beim Bremer Innensenat an, seit 2011 war er beim Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein t\u00e4tig.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"5\">Seine Position als Referatsleiter beim Landes-Verfassungsschutz verlor er jedoch im Sommer nach dem telefonischen Kontakt mit einem Mitglied eines Vereins aus der t\u00fcrkisch-nationalen Szene. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kampagne-gegen-Kieler-OB-Kandidadaten\/!6121962\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein Verdacht gegen ihn<\/a> pers\u00f6nlich habe aber nie vorgelegen, er sei ein \u201egesch\u00e4tzter Mitarbeiter\u201c, betonte die damalige Innenministerin Sabine S\u00fctterlin-Waack (CDU).<\/p>\n<p>      Mit Leidenschaft und hohen Schulden<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Innerhalb der Gr\u00fcnen geh\u00f6rt Yilmaz dem Realo-Fl\u00fcgel an, Sicherheitsfragen und Ordnungspolitik sind seine Fachgebiete in der Kieler Ratsfraktion, in der er Co-Vorsitzender ist. Der verheiratete Vater von drei Kindern engagiert sich in zahlreichen Gruppen und Vereinen, vom Rotary Club \u00fcber die Gewerkschaft der Polizei bis zum Nabu. Der \u201eechte Kieler Jung\u201c nennt als Hobbys Fu\u00dfball und Laufen, als seinen Lieblingsort bezeichnet er die F\u00f6rde. Kiel habe ihm viel gegeben, er wolle mit seiner Kandidatur etwas zur\u00fcckgeben, sagt er.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Im Wahlkampf hatte Yilmaz mit seinem Team den Kontakt zu den Kie\u00adle\u00adr:in\u00adnen gesucht, bei Vor-Ort-Terminen und im digitalen Raum. \u201eWir haben gezeigt, wie viel Begeisterung f\u00fcr diese Stadt und wie viel Potenzial sichtbar wird, wenn Politik Menschen dort begegnet, wo sie sind.\u201c Das Ergebnis sehe er als \u201eAuftrag f\u00fcr ein offenes, mutiges und modernes Kiel. Diesen Auftrag nehme ich gern an.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">Als Oberb\u00fcrgermeister der verschuldeten Hauptstadt hat er allerdings schwierige Aufgaben vor sich. Es gilt, Wohnraum zu schaffen und die Mobilit\u00e4tswende zu stemmen \u2013 Yilmaz setzt sich f\u00fcr den beschlossenen Neubau einer Stadtbahn ein, der zuletzt von Teilen der Ratsversammlung infrage gestellt wurde.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"10\">Strittig ist auch, was mit einem ehemaligen Milit\u00e4rgel\u00e4nde wird, das die Stadt vor Jahren kaufte und <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kasernen-statt-Wohnungen\/!6103744\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das die Bundeswehr nun zur\u00fcckverlangt<\/a>. Ab April 2026 wird Samet Yilmaz als Oberb\u00fcrgermeister \u00fcber diese Fragen verhandeln m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWer Gaarden kann, kann auch Oberb\u00fcrgermeister\u201c, mit diesem Satz war Samet Yilmaz im parteiinternen Wettbewerb um die Kandidatur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":633058,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1852],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,4949,14,15,12,1971],"class_list":{"0":"post-633057","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kiel","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-kiel","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-schleswig-holstein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115685893419674137","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=633057"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633057\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/633058"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=633057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=633057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=633057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}