{"id":633069,"date":"2025-12-08T20:50:22","date_gmt":"2025-12-08T20:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633069\/"},"modified":"2025-12-08T20:50:22","modified_gmt":"2025-12-08T20:50:22","slug":"neue-sonderausstellung-in-der-ehemaligen-synagoge-kriegshaber-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633069\/","title":{"rendered":"Neue Sonderausstellung in der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber: FRIEDEN"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer die knarzenden Dielen der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber betritt, wird mit einer Bildfolge namens \u201eSchalom Schalom\u201c des isrealischen K\u00fcnstlers Larry Abramson begr\u00fc\u00dft \u2013 \u00fcbersetzt: \u201eder Friede sei mit dir\u201c. Ein sch\u00f6ner Willkommensgru\u00df und einer, der genau das wiedergibt, um was es <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/kultur\/ausstellung-der-sprache-auf-der-spur-jiddisch-juedisch-taitsch-im-juedischen-museum-augsburg-schwaben-103626081\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">in der neuen Sonderausstellung des J\u00fcdischen Museums Augsburg Schwaben<\/a> geht: Frieden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Ausstellung entstand schon 2023 im J\u00fcdischen Museum Wien, wo sie bis vergangenes Jahr zu sehen war. Anlass war der russische \u00dcberfall auf die <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-ukraine-konflikt\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a>, wobei es einen Monat vor Er\u00f6ffnung zum Massaker der Hamas am 7. Oktober kam. Nun, zwei Jahre sp\u00e4ter, nutzte die Augsburger Kuratorin Monika M\u00fcller die Gelegenheit,<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/verbinden-statt-spalten-ein-starker-appell-der-journalistin-gilda-sahebi-112906437\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\"> um den Nahostkonflikt in der Ausstellung genauer zu thematisieren<\/a>. \u201eDas Ganze ist hoch emotionalisiert. Es gibt sowohl mehr antisemitische als auch antimuslimische Vorf\u00e4lle\u201c, erkl\u00e4rt sie. Genau deshalb geht die Ausstellung auch auf das Sprechen \u00fcber den Nahostkonflikt ein.\n  <\/p>\n<p>            Die Friedensausstellung zeigt israelische wie auch pal\u00e4stinensische Werke<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Schau beleuchtet das Thema Frieden in unterschiedlichen Perspektiven. Zun\u00e4chst geht es um die j\u00fcdische Sicht, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/kultur\/natalie-huenigs-feministisches-soloprogramm-zum-abschied-vom-alten-rock-cafe-112898048\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">wozu auch Abramsons \u201eSchalom Schalom\u201c z\u00e4hlt<\/a>. \u201eEs geht um Vollkommenheit, Heil-Sein und Frieden\u201c, beschreibt Kurator Tom Juncker vom J\u00fcdischen Museum Wien den Ausdruck. Zugleich wolle der K\u00fcnstler anregen, sich mit der Bedeutung des Begriffs auseinanderzusetzen. Danach folgt die Skulptur \u201eIsaiah #1\u201c des Pal\u00e4stinensers Osama Zatar, die sich auf die Weisung \u201eSchwerter zu Pflugscharen schmieden\u201c aus dem Buch Jesaja bezieht. Gemeint ist damit eine Zukunft ohne Waffen, weshalb der K\u00fcnstler, der mit einer j\u00fcdischen Israelin verheiratet ist, Waffen in n\u00fctzliche Alltagsgegenst\u00e4nde verwandelt. In der Ausstellung selbst ist ein Spaten zu sehen \u2013 dessen Griff zuvor ein Gewehr war.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fosamazatarisaiah1c-osamazatarjpg.jpg\" alt=\"Halb Gewehr, halb Spaten: Mit der Skulptur \u201eIsaiah #1\u201c verdeutlicht der pal\u00e4stinensische K\u00fcnstler Osama Zatar seinen Wunsch von einer abger\u00fcsteten Welt.\" title=\"Halb Gewehr, halb Spaten: Mit der Skulptur \u201eIsaiah #1\u201c verdeutlicht der pal\u00e4stinensische K\u00fcnstler Osama Zatar seinen Wunsch von einer abger\u00fcsteten Welt.\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Halb Gewehr, halb Spaten: Mit der Skulptur \u201eIsaiah #1\u201c verdeutlicht der pal\u00e4stinensische K\u00fcnstler Osama Zatar seinen Wunsch von einer abger\u00fcsteten Welt.<br \/>\n    Foto: Osama Zatar<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Halb Gewehr, halb Spaten: Mit der Skulptur \u201eIsaiah #1\u201c verdeutlicht der pal\u00e4stinensische K\u00fcnstler Osama Zatar seinen Wunsch von einer abger\u00fcsteten Welt.<br \/>\n    Foto: Osama Zatar<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dar\u00fcber hinaus wird die feministische Perspektive auf Frieden beleuchtet. So gibt es etwa eine Fotocollage mit Frauen aus verschiedenen L\u00e4ndern, die sich von der Vergangenheit bis jetzt f\u00fcr Frieden eingesetzt haben. Von der ersten Friedensnobelpreisgewinnerin Bertha von Suttner <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/nachruf-die-jahrhundertzeugin-ist-tot-margot-friedlaender-kaempfte-bis-zuletzt-gegen-den-hass-108952124\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">bis zur Holocaust-\u00dcberlebenden Margot Friedl\u00e4nder<\/a>. Zudem k\u00f6nnen Besucher ein besonderes Musikvideo sehen: \u201ePrayer of the Mothers\u201c der Songwriterin Yael Deckelbaum, das auf Hebr\u00e4isch, Arabisch und Englisch verfasst ist und die Sehnsucht nach Frieden von sowohl israelischen als auch pal\u00e4stinensischen Frauen verdeutlicht.\n  <\/p>\n<p>            Das J\u00fcdische Museum erforscht die Debatte \u00fcber den Nahostkonflikt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer an Frieden denkt, hat oft auch das Gegenteil Krieg vor Augen, worauf die Schau ebenfalls eingeht. Die ukrainisch-israelische K\u00fcnstlerin Zoya Cherkassky-Nnadi stellt eindrucksvoll das Vor und Danach eines Krieges in zwei Bildern dar. Das obere zeigt ihre Kindheit in der Sowjetunion: Ein Kind steht mit der Mutter auf einem Balkon und blickt auf H\u00e4user, B\u00e4ume, Stra\u00dfen hinaus. Darunter dieselbe Szene, nur in d\u00fcsteren Farben aus Schwarz und Rot, Panzer, die \u00fcber die Stra\u00dfe rollen, H\u00e4user, die niederbrennen, und ein ver\u00e4ngstigtes Kind, das sich nun an seine Mutter dr\u00fcckt. Die Bilder veranschaulichen den \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine, zeigen aber auch \u201ewie Krieg Erinnerungen beeinflusst, es ist sozusagen ein \u00dcberfall auf die Kindheit der K\u00fcnstlerin\u201c, so Juncker.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Geht man weiter, entdeckt man ein weiteres Kapitel, das aktuell die Welt bewegt: Das Sprechen \u00fcber den Nahostkonflikt. In diesem Zuge zeigt das J\u00fcdische Museum ein Video des Trialog-Projekts der Deutsch-Pal\u00e4stinenserin Jouanna Hassoun und des deutsch-isreaelischen Juden Shai Hoffmann. Dabei sprechen sie mit Sch\u00fclern \u00fcber den 7. Oktober und seine Folgen, wobei sie einen Raum zum offenen Austausch schaffen und den Sch\u00fclern beibringen m\u00f6chten, Ambivalenzen auszuhalten.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fherbert-kelman-anti-vietnamkrieg-demo-washington-dcc-kelman-institute.jpg\" alt=\"Was ist ein gerechter Krieg? Der Sozialpsychologe und Friedensforscher Herbert C. Kelman bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Washington, D. C..\" title=\"Was ist ein gerechter Krieg? Der Sozialpsychologe und Friedensforscher Herbert C. Kelman bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Washington, D. C..\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Was ist ein gerechter Krieg? Der Sozialpsychologe und Friedensforscher Herbert C. Kelman bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Washington, D. C..<br \/>\n    Foto: Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Was ist ein gerechter Krieg? Der Sozialpsychologe und Friedensforscher Herbert C. Kelman bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Washington, D. C..<br \/>\n    Foto: Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation<\/p>\n<p>            Frieden ist auch in der Stadt Augsburg ein Dauerthema<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Neben den genannten Perspektiven geht die Schau auf den Zusammenhang zwischen Politik und Frieden ein. So \u00e4u\u00dfert beispielsweise die isrealische K\u00fcnstlerin Andi Arnovitz ihre Verzweiflung \u00fcber die Situation in Nahost, indem sie die Osloer Vertr\u00e4ge \u2013 eine Reihe von Abkommen zwischen Israel und der PLO zur Beendigung des Konflikts \u2013 auf Klorollen druckt. Dar\u00fcber hinaus werden die Besucher dazu eingeladen, sich am Frieden zu beteiligen. So gibt es in der Mitte des Raumes einen Verhandlungstisch, an dem man das japanische Friedenssymbol basteln und aufh\u00e4ngen kann: den Origamikranich.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zum 375-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Hohen Friedensfests in Augsburg setzt die Ausstellung auch einen Bezug zum Thema Frieden in Augsburg. Der Besucher kann sich zum Beispiel an eine kleine Friedenstafel setzen oder Fotos von Augsburger Friedensm\u00e4rschen betrachten. Eine umfassende Ausstellung also, die das Thema in vielen Perspektiven betrachtet, wobei man sich als Besucher fast w\u00fcnscht, sich noch intensiver mit einzelnen Facetten auseinandersetzen zu k\u00f6nnen. \u201eFRIEDEN\u201c l\u00e4uft bis zum 13. September 2026 in der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Kathrin Heimlich<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Krieg in Nahost<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer die knarzenden Dielen der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber betritt, wird mit einer Bildfolge namens \u201eSchalom Schalom\u201c des isrealischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":633070,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,136723,772,3364,29,548,663,3934,30,13,149450,577,149449,13215,14,15,12,11813,15949,149451,317],"class_list":{"0":"post-633069","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayerisch-schwaben","10":"tag-bayern","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europe","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-juedisches-museum-wien","19":"tag-krieg-in-nahost","20":"tag-larry-abramson","21":"tag-massaker","22":"tag-nachrichten","23":"tag-news","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-sonderausstellung","26":"tag-synagoge","27":"tag-tom-juncker","28":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115685926091621281","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633069","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=633069"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633069\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/633070"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=633069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=633069"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=633069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}