{"id":633469,"date":"2025-12-09T01:00:32","date_gmt":"2025-12-09T01:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633469\/"},"modified":"2025-12-09T01:00:32","modified_gmt":"2025-12-09T01:00:32","slug":"wettbewerb-in-hamburg-entschieden-kritische-rekonstruktion-fuer-synagoge-architektur-und-architekten-news-meldungen-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633469\/","title":{"rendered":"Wettbewerb in Hamburg entschieden \/ Kritische Rekonstruktion f\u00fcr Synagoge &#8211; Architektur und Architekten &#8211; News \/ Meldungen \/ Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>Die Hamburger\u00a0Synagoge am Bornplatz soll nach ihrer Zerst\u00f6rung w\u00e4hrend der Novemberpogrome 1938 bald wiedererrichtet werden. K\u00fcrzlich wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs ver\u00f6ffentlicht, den die J\u00fcdische Gemeinde in Hamburg und die Stadt Hamburg zuvor ausgelobt hatten. Den ersten Preis erlangten  <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/architekten\/Schulz_und_Schulz_31169.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schulz und Schulz<\/a> gemeinsam mit Haberland Architekten und POLA Landschaftsarchitekten. Neben erg\u00e4nzenden Bauk\u00f6rpern sehen alle Beitr\u00e4ge getreu der Auslobung eine abstrahierende Rekonstruktion der neoromanischen Bornplatzsynagoge von 1906 vor.<\/p>\n<p>Nachdem bereits seit Jahrzehnten \u00f6ffentliche Debatten \u00fcber die Rekonstruktion der Synagoge gef\u00fchrt wurden, brachte eine Haushaltsentscheidung des Bundestags 2020 die vagen Pl\u00e4ne ins Rollen: 65 Millionen Euro will allein der Bund f\u00fcr das Bauvorhaben zur Verf\u00fcgung stellen. Anfang 2021 sprachen sich rund 100.000 Hamburger*innen in einer\u00a0<a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/parldok\/dokument\/74767\/machbarkeitsstudie_fuer_eine_synagoge_auf_dem_joseph_carlebach_platz_wie_kam_es_zu_dem_ausschreibungstext.pdf?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_parent\" rel=\"noopener\">Unterschriftensammlung<\/a> f\u00fcr den \u0084Wiederaufbau einer repr\u00e4sentativen Synagoge am ehemaligen Standort der Bornplatzsynagoge\u0093 aus. Eine <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Wandel_Lorch_Goetze_Wach_planen_Synagoge_8026803.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Machbarkeitsstudie<\/a> von  <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/architekten\/WANDEL_LORCH_GoeTZE_WACH_4805946.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wandel Lorch G\u00f6tze Wach<\/a> (Frankfurt am Main) best\u00e4tigte das Vorhaben 2022 schlie\u00dflich.<\/p>\n<p>Nach einem vorgeschalteten internationalen Bewerbungsverfahren lobte die J\u00fcdische Gemeinde die Bauaufgabe 2024 als nicht offenen zweiphasigen Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischen Anteil aus. Schwerpunkt war der \u0084Neubau einer orthodoxen Synagoge im Sinne einer kritischen Rekonstruktion bzw. Interpretation der historischen Anmutung.\u0093 Dieser sollte mit einem Gebetsraum f\u00fcr 600 Personen vor allem rituellen Zwecken dienen. Daneben sah die Planung unter anderem einen liberalen Gebetsraum f\u00fcr 200 Personen, eine Bibliothek, Wohnungen und eine Kinderbetreuung vor \u0096 das gesamte Raumprogramm mit rund 6.000 Quadratmetern Nutzfl\u00e4che durfte dabei auch auf ein erg\u00e4nzendes Bauvolumen sowie bereits bestehende Gemeinder\u00e4ume verteilt werden. Vier von 25 zugelassenen Projekten wurden ausgezeichnet. Im \u00dcberblick:<\/p>\n<p><\/p>\n<ul>\n<li>1. Preis: Schulz und Schulz (Leipzig) mit Haberland Architekten und POLA Landschaftsarchitekten (beide Berlin)<\/li>\n<li>2. Preis: Barozzi Veiga (Barcelona) mit Kollektiv B (Leipzig) und Grieger Harzer Dvorak (Berlin)<\/li>\n<li>3. Preis: Atelier Kempe Thill (Rotterdam) mit Th\u00f6rner Kaczmarek (D\u00fcsseldorf) und hochC Landschaftsarchitektur (Berlin)<\/li>\n<li>4. Preis: Architekturb\u00fcro B\u00f6hm (K\u00f6ln) mit JSWD Architekten und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekt:innen (beide Berlin)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Jury mit insgesamt 27 Mitgliedern geh\u00f6rten unter anderem Vertreter*innen der Stiftung Bornplatzsynagoge wie Vorsitzende\u00a0Carola Veit an. Daneben waren\u00a0Josef Schuster (Pr\u00e4sident Zentralrat der Juden),\u00a0Franz-Josef\u00a0H\u00f6ing (Oberbaudirektor) und\u00a0Philipp Stricharz (Vorsitz J\u00fcdische Gemeinde Hamburg) stimmberechtigt. Den ersten Preis begr\u00fcndet die Jury wie folgt: \u0084Durch das einheitliche Material, die stadtr\u00e4umliche Klarheit und die gleichzeitig unabh\u00e4ngigen architektonischen Aussagen zeichnet die Arbeit ein realistisches Bild der Stadtreparatur und der Verwirklichung des Wiederaufbaus der Bornplatzsynagoge.\u0093<\/p>\n<p>Letztlich visualisieren alle Beitr\u00e4ge hinsichtlich der Bornplatzsynagoge eine Rekonstruktion der originalen Kubatur. So bleiben Gliederung und Proportionen der Au\u00dfenerscheinung stark am neoromanischen Bau orientiert. Eigene Charaktere erhalten die Bauten durch variierende Materialit\u00e4t und Ausgestaltung. Daneben fallen die Arbeiten im Hinblick auf ihre unterschiedlichen Freiraumkonzepte, die \u00dcbersetzung der orthodoxen Gebetsr\u00e4ume sowie die Gestaltung des erg\u00e4nzenden Bauk\u00f6rpers auf.<\/p>\n<p>Vor dem Baustart soll ein NS-Bunker weichen, der aktuell Teile des Grundst\u00fccks besetzt. Einen endg\u00fcltigen Zeitplan hierf\u00fcr gibt es noch nicht. Die Senatskanzlei Hamburg, die das Verfahren koordiniert, will den Abriss noch 2026 erm\u00f6glichen. (tg)<\/p>\n<p class=\"bold\">Zum Thema:<\/p>\n<p>2022 entwarfen 140 Studierende verschiedener deutscher Universit\u00e4ten gemeinsam mit ihren Lehrst\u00fchlen <a href=\"https:\/\/www.baunetz-campus.de\/news\/das-synagogen-projekt-entwuerfe-fuer-gemeinschaft-und-erinnerung-8090020\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitr\u00e4ge zur Neugestaltung<\/a> unter anderem der Synagoge am Bornplatz.<\/p>\n<p>Auf Karte zeigen:<br \/>&#13;<br \/>\n                                        <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/search\/53.568129686903866, 9.983244971060666\" class=\"lightgrey underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google Maps<\/a>&#13;<br \/>\n                                &#13;\n                                <\/p>\n<p class=\"bold\">Zu den Baunetz Architekt*innen:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz-architekten.de\/schulz-und-schulz\/31169\" class=\"lightgrey underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schulz und Schulz<\/a><br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\tKommentare:<br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Wettbewerb_in_Hamburg_entschieden_10166589.html?backurl=https%3A%2F%2Fwww.baunetz.de%2Fmeldungen%2Findex.html&amp;action=kommentieren\" class=\"lightgrey underline unvisible_print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar (1) lesen \/ Meldung kommentieren<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Hamburger\u00a0Synagoge am Bornplatz soll nach ihrer Zerst\u00f6rung w\u00e4hrend der Novemberpogrome 1938 bald wiedererrichtet werden. 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