{"id":633485,"date":"2025-12-09T01:11:17","date_gmt":"2025-12-09T01:11:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633485\/"},"modified":"2025-12-09T01:11:17","modified_gmt":"2025-12-09T01:11:17","slug":"europa-reagiert-mit-gipfeltreffen-auf-us-affront","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633485\/","title":{"rendered":"Europa reagiert mit Gipfeltreffen auf US-Affront"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Die neue Sicherheitsstrategie der USA und die Entwicklung der Ukraine-Verhandlungen haben zu einem kurzfristig anberaumten Treffen der wichtigsten europ\u00e4ischen Regierungschefs mit Selenski an der Downing Street gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/9f15a660-fd4b-4c7a-89e6-3f78cc1251ec.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"6776\" height=\"4517\" alt=\"Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodimir Selenski, der britische Premierminister Keir Starmer, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron am 8.  Dezember in London.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" \/>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodimir Selenski, der britische Premierminister Keir Starmer, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron am 8.\u00a0 Dezember in London.<\/p>\n<p>Tolga Akmen \/ EPA<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbv4l5332\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In Europa blieb es vorerst seltsam ruhig, nachdem der amerikanische Pr\u00e4sident Donald Trump am Donnerstag die neue Sicherheitsstrategie der USA publik gemacht hatte, in der der alte Kontinent scharf kritisiert wird. Aber es ist offensichtlich, dass die transatlantischen Spannungen zunehmen, auch angesichts der Ukraine-Verhandlungen, aus denen die Europ\u00e4er ausgeschlossen sind und die eher zugunsten Russlands verlaufen. Zudem scheint eine L\u00f6sung des Konflikts immer noch in weiter Ferne.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.<\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvbrc861\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Am Sonntag \u00e4usserte sich Trump erneut negativ \u00fcber den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodimir Selenski. Die USA h\u00e4tten mit dem Kremlchef Wladimir Putin und mit Selenski gesprochen, sagte er. \u00abUnd ich muss sagen, dass ich ein wenig entt\u00e4uscht bin, dass Pr\u00e4sident Selenski den Vorschlag noch nicht gelesen hat.\u00bb Russland w\u00fcrde wohl lieber das ganze Land haben, dennoch glaube er, dass Moskau dem Vorschlag zustimme, sagte er. Aber er sei sich nicht sicher, ob Selenski damit einverstanden sei, obwohl seine Leute den Vorschlag lieben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Scharfe Replik der EU, erfreute Reaktion aus Moskau<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvbqml30\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Nach dem anf\u00e4nglichen Schweigen der Europ\u00e4er fiel die Reaktion jedoch umso deutlicher aus. \u00abVerb\u00fcndete drohen einander nicht mit Einmischung in ihr politisches Leben\u00bb, sagte der EU-Rats-Pr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa. Er forderte als Reaktion eine konsequente Unabh\u00e4ngigkeit der EU von den Vereinigten Staaten und schlug vor, dass die Europ\u00e4er im Jahr 2027 die F\u00fchrung innerhalb der Nato \u00fcbernehmen sollten. Dar\u00fcber hinaus warnte er vor grunds\u00e4tzlich verschiedenen Weltanschauungen: Die USA glaubten weder an den Multilateralismus noch an eine regelbasierte internationale Ordnung, zudem behaupteten sie, der Klimawandel sei eine L\u00fcge.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvbqml40\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Ganz anders klingt es aus Moskau. F\u00fcr Russland kommt die neue Sicherheitsstrategie einem Geschenk gleich. Pr\u00e4sident Putins Sprecher Dmitri Peskow sprach von einem \u00abpositiven Schritt\u00bb. Russland werde nicht mehr als direkte Bedrohung gesehen \u2013 im Unterschied zur Politik fr\u00fcherer amerikanischer Regierungen. \u00abDie Ver\u00e4nderungen entsprechen in vielem unserer Sichtweise\u00bb, sagte Peskow und verwies darauf, dass die Amerikaner statt auf Konfrontation auf gute Beziehungen setzen wollten.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvbsvqn1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">\u00c4hnlich positiv \u00e4usserte sich der fr\u00fchere Pr\u00e4sident Dmitri Medwedew, der jetzt Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrats ist. Die USA h\u00e4tten erkannt, dass sie die Welt nicht mehr im Alleingang bestimmen k\u00f6nnten. Die Skepsis, was die Worte aus Washington konkret bedeuten werden, schwang aber bei beiden mit. Auff\u00e4llig ist, wie sehr sich Putins und Trumps Sicht auf das \u00abdekadente Europa\u00bb, die angebliche Zerst\u00f6rung der europ\u00e4ischen Zivilisation durch Relativierung \u00abtraditioneller Werte\u00bb und die Migrationspolitik gleichen.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Regierungschefs demonstrieren Einigkeit<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvbqml50\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die wichtigste Folge der j\u00fcngsten amerikanischen Schritte war jedoch ein kurzfristig anberaumter Gipfel. Am Montagnachmittag trafen sich Selenski, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron bei Premierminister Keir Starmer in London.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvbul871\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In einer kurzen Stellungnahme der Regierungschefs vor dem gemeinsamen Gespr\u00e4ch bekr\u00e4ftigte Starmer, dass sie auf der Seite der Ukraine st\u00fcnden. Selenski betonte, wie wichtig die Einigkeit zwischen der Ukraine, Europa und den USA bei den Verhandlungen mit Russland sei. \u00abWir haben viele Karten in der Hand\u00bb, sagte Macron. Das erinnerte an den Eklat im Weissen Haus im Februar, als Trump zu Selenski sagte, er habe keine guten Karten. \u00abDie Tatsache, dass die Ukrainer bis heute standhaft geblieben sind in diesem Krieg\u00bb, sagte Macron, \u00abund dass die russische Wirtschaft unter den europ\u00e4ischen und amerikanischen Sanktionen zu leiden beginnt.\u00bb<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvdo9ot1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Merz schliesslich sagte: \u00abIch bin skeptisch, was einige Details in den Dokumenten von amerikanischer Seite betrifft. Wir m\u00fcssen dar\u00fcber sprechen, und deshalb sind wir hier.\u00bb<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvbqml51\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Eine Pressekonferenz fand nach dem zweieinhalbst\u00fcndigen Treffen nicht statt. Ein Sprecher von Starmer sagte, noch nie seien Vermittlungsgespr\u00e4che so weit fortgeschritten wie jetzt; man begr\u00fcsse die Fortsetzung der Verhandlungen, da es immer noch offene Fragen gebe. Man sei sich einig, dass der wirtschaftliche Druck auf Putin erh\u00f6ht werden m\u00fcsse und robuste Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine n\u00f6tig seien. Aus Paris verlautete, man erg\u00e4nze den amerikanischen Plan \u2013 in enger Zusammenarbeit mit der Ukraine \u2013 durch europ\u00e4ische Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jbvjdf1k1\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Selenski schrieb auf X, er sei dankbar f\u00fcr die Gespr\u00e4che, und erw\u00e4hnte, ohne in die Details zu gehen, Diskussionen \u00fcber weitere Unterst\u00fctzung bei der Verteidigung des Landes. Ukrainisch-europ\u00e4ische Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Friedensschluss w\u00fcrden den Amerikanern am Dienstagabend vorgelegt. Nach dem Treffen in London reiste er gleich nach Br\u00fcssel weiter, wo er sich am Abend mit Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte und der EU-Kommissions-Pr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen trifft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die neue Sicherheitsstrategie der USA und die Entwicklung der Ukraine-Verhandlungen haben zu einem kurzfristig anberaumten Treffen der wichtigsten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":633486,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-633485","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115686952090521763","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=633485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633485\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/633486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=633485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=633485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=633485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}