{"id":633523,"date":"2025-12-09T01:32:27","date_gmt":"2025-12-09T01:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633523\/"},"modified":"2025-12-09T01:32:27","modified_gmt":"2025-12-09T01:32:27","slug":"paramount-will-netflix-bei-warner-bros-schlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633523\/","title":{"rendered":"Paramount will Netflix bei Warner Bros. schlagen"},"content":{"rendered":"<p>Los Angeles\/New York (dpa) &#8211; Der Medienkonzern Paramount will den Hollywood-Rivalen Warner Brothers nicht kampflos Netflix \u00fcberlassen und wendet sich mit einem Angebot direkt an die Aktion\u00e4re. Paramount bietet f\u00fcr den heutigen Gesamtkonzern Warner Bros. Discovery 108,4 Milliarden Dollar (knapp 94 Mrd. Euro). Unter den Geldgebern ist dabei auch die Investmentfirma Affinity Partners von Jared Kushner, der ein Schwiegersohn von US-Pr\u00e4sident Donald Trump ist.<\/p>\n<p>Netflix hatte sich vergangene Woche auf eine knapp 83 Milliarden Dollar schwere \u00dcbernahme des Studio- und Streaming-Gesch\u00e4fts von Warner geeinigt &#8211; ohne die aktuell noch dazugeh\u00f6renden Fernsehsender wie CNN.<\/p>\n<p>Geld aus den Emiraten<\/p>\n<p>Ein solcher Vorsto\u00df von Paramount war schon bei Verk\u00fcndung des Netflix-Deals nicht ausgeschlossen worden. Paramount wurde erst vor wenigen Monaten von der Familie des als Trump-Unterst\u00fctzer bekannten Software-Milliard\u00e4rs Larry Ellison \u00fcbernommen. Medienberichten zufolge ging Paramount angesichts der guten Beziehungen zum Wei\u00dfen Haus zuvor davon aus, sich auch bei Warner durchsetzen zu k\u00f6nnen &#8211; das Management dort entschied sich aber f\u00fcr das Netflix-Angebot.<\/p>\n<p>Paramount macht nun einige \u00c4nderungen, die die Erfolgschancen verbessern k\u00f6nnten. Das Warner-Management hatte unter anderem bem\u00e4ngelt, dass das Paramount-Angebot auch 24 Milliarden Dollar der Staatsfonds von Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Katar enth\u00e4lt. Diese w\u00fcrden nun &#8211; genauso wie Kushners Affinity &#8211; auf ein Mitspracherecht im Gesch\u00e4ft etwa durch einen Sitz im Verwaltungsrat verzichten. Der chinesische Konzern Tencent ist nicht mehr bei dem Gebot dabei. Wie viel Geld genau von Affinity kommen soll, blieb zun\u00e4chst unklar. Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet.<\/p>\n<p>Trump sagte auf Fragen von Reportern im Wei\u00dfen Haus zu Kushners Beteiligung an dem Deal, er und sein Schwiegersohn h\u00e4tten nie dar\u00fcber gesprochen.<\/p>\n<p>Paramount will mehr Gewicht<\/p>\n<p>Die Ellisons &#8211; Paramount wird nun von Larrys Sohn, dem Filmproduzenten David gef\u00fchrt &#8211; wollen mit der \u00dcbernahme von Warner Bros. Discovery schnell an Gr\u00f6\u00dfe gewinnen. Denn ihr Konzern ist mit dem Streamingdienst Paramount+ heute nur einer der kleineren Player in dem Markt. Netflix hat unterdessen mehr als 300 Millionen Kundenhaushalte weltweit und Warners HBO Max nach j\u00fcngsten Angaben 128 Millionen Abo-Kunden.<\/p>\n<p>In Hollywood stie\u00df der Netflix-Deal auf viele negative Reaktionen. Unter anderem wird bef\u00fcrchtet, dass der Streaming-Riese Filme von Warner Brothers zwar weiterhin auch in die Kinos bringt, aber danach auch viel schneller im Streaming &#8211; was Filmtheater Geld kosten k\u00f6nnte. Netflix hatte im eigenen Gesch\u00e4ft auch bei aufwendigen Produktionen stets Streaming statt Kinos priorisiert und damit einige Filmemacher ver\u00e4rgert. David Ellison sagt jetzt, Paramount wolle Hollywood retten.<\/p>\n<p>Es geht auch um CNN<\/p>\n<p>Der Bieterwettkampf hat aber auch eine politische Dimension, weil zu Warner Bros. Discovery auch CNN geh\u00f6rt. Der Nachrichtensender, der oft kritisch \u00fcber Trump berichtet, ist dem Pr\u00e4sidenten ein Dorn im Auge.\u00a0<\/p>\n<p>In den USA wurde vielfach spekuliert, das Wei\u00dfe Haus k\u00f6nne deshalb an einem Erfolg der Ellison-Familie interessiert sein. Beim Paramount-Sender CBS gab es nach dem Kauf \u00c4nderungen in der Nachrichtenredaktion. Nachdem die CBS-Sendung \u00ab60 Minutes\u00bb am Sonntag ein Interview mit der ins Lager der Trump-Kritiker gewechselten republikanischen Abgeordneten Marjorie Taylor Greene ausstrahlte, schimpfte Trump allerdings, die neuen Eigent\u00fcmer seien auch nicht besser als die alten.<\/p>\n<p>Auch Wettbewerbsh\u00fcter am Zug\u00a0<\/p>\n<p>Trump mutma\u00dfte zugleich am Wochenende, die Gr\u00f6\u00dfe von Netflix k\u00f6nne ein Problem bei der Wettbewerbspr\u00fcfung werden &#8211; und sagte, dass er pers\u00f6nlich in eine Entscheidung \u00fcber die Freigabe des Deals involviert sein werde. Netflix argumentiert, man d\u00fcrfe nicht allein den Streaming-Markt betrachten, sondern m\u00fcsse bedenken, dass die Anbieter auch mit Video-Plattformen wie Youtube und Tiktok um die Aufmerksamkeit der Zuschauer konkurrierten.\u00a0<\/p>\n<p>Bei einem Auftritt auf einer Investorenkonferenz wenige Stunden nach dem Paramount-Angebot zeigten sich die Netflix-Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters \u00fcberzeugt, dass sie den Deal am Ende \u00fcber die Ziellinie bringen. Netflix sagte Warner eine Vertragsstrafe von 5,8 Milliarden Dollar f\u00fcr den Fall zu, dass die \u00dcbernahme an Bedenken der Wettbewerbsh\u00fcter scheitern sollte.<\/p>\n<p>Paramounts Angebot an die Anteilseigner von Warner Bros. Discovery, ihre Aktien f\u00fcr jeweils 30 Dollar zu verkaufen, l\u00e4uft zun\u00e4chst bis zum 8. Januar, k\u00f6nnte aber verl\u00e4ngert werden. Die Warner-Aktie legte im US-Handel am Montag zeitweise um \u00fcber vier Prozent auf rund 27,30 Dollar zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Los Angeles\/New York (dpa) &#8211; Der Medienkonzern Paramount will den Hollywood-Rivalen Warner Brothers nicht kampflos Netflix \u00fcberlassen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":633524,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[5308,3364,29,441,92,30,198,62,1209,64,4418],"class_list":{"0":"post-633523","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-computer","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-fernsehen","12":"tag-film","13":"tag-germany","14":"tag-internet","15":"tag-medien","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-usa","18":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115687033719842100","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=633523"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633523\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/633524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=633523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=633523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=633523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}