{"id":633577,"date":"2025-12-09T02:09:46","date_gmt":"2025-12-09T02:09:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633577\/"},"modified":"2025-12-09T02:09:46","modified_gmt":"2025-12-09T02:09:46","slug":"hoher-leerstand-trotz-wohnungsnot-in-duesseldorf-instrumente-nicht-scharf-genug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/633577\/","title":{"rendered":"Hoher Leerstand trotz Wohnungsnot in D\u00fcsseldorf: \u201eInstrumente nicht scharf genug\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das Thema Wohnen beherrscht auch drei Monate nach der Kommunalwahl das D\u00fcsseldorfer Politikgeschehen. <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article410594662\/neue-duesseldorfer-fraktion-die-7-wichtigsten-punkte-aus-dem-koalitionsvertrag.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1764602400\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU und Gr\u00fcne haben sich gerade auf ein Koalitionspapier geeinigt <\/a>und das Wohnen laut eigener Aussage ganz oben auf die Priorit\u00e4tenliste gesetzt. Schwarz-Gr\u00fcn will Verdr\u00e4ngung im Bestand verhindern und die Wohnungsaufsicht \u201egest\u00e4rkt und handlungsf\u00e4higer\u201c machen. <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article410533765\/duesseldorfer-wohnungspolitik-kritik-an-gruenen-und-cdu-in-sondierungsgespraechen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1764001800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vielen reicht das nicht, gehen die Abmachungen zu wenig in die Tiefe<\/a>. Beispielsweise den Linken. \u201e\u00dcber den Punkt Leerstand von Wohnungen gibt es im Koalitionsvertrag gerade einmal einen Satz\u201c, meint Ex-OB-Kandidatin Julia Marmulla. \u201eWir wollen, dass das Problem jetzt angegangen wird. Denn die Instrumente, wie man Leerstand beseitigen kann, sind in dieser Stadt nicht scharf genug.\u201c<\/p>\n<p>200 Adressen als Weihnachtsgeschenk f\u00fcr die Stadtverwaltung<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Im Sommer hatte die D\u00fcsseldorfer Linke innerhalb der Ortsverb\u00e4nde dazu aufgerufen, nach leerstehenden Wohnungen zu suchen und diese Adressen an den Vorstand zu senden. Nach eingehender Pr\u00fcfung, so die Linke, lagen schlie\u00dflich 200 Adressen von Wohnungen vor, die in der Stadt leer stehen \u2013 trotz geltender Wohnraumschutzsatzung. \u201eZur weiteren Bearbeitung und <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article410402818\/leerstand-in-duesseldorf-wo-kaufhaeuser-laeden-und-gewerbe-flaechen-verwaist-sind.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1762617840\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiederzuf\u00fchrung der Leerst\u00e4nde an den Markt<\/a>\u201c \u00fcbergaben Marmulla und Co. am Montagmittag (8. Dezember) nun die Adressen an die Wohnungsaufsicht des D\u00fcsseldorfer Wohnungsamts, das an der Brinckmannstra\u00dfe 5 in Bilk sitzt. Nett verpackt in einem weihnachtlichen Nikolausstiefel. Dazu gab es eine kleine Bastelei: Kleine H\u00e4uschen auf gr\u00fcner Wiese, die \u2013 von wegen Leerstand \u2013 gef\u00fcllt waren mit Schokolade. Das alles verbunden mit dem Wunsch, \u201edass die leerstehenden Wohnungen zum Nikolaustag 2026 wieder bewohnt sein sollen\u201c. <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">+++ <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/nrz_duesseldorf\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Folgen Sie der NRZ D\u00fcsseldorf jetzt auch bei Instagram!<\/a> +++<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das etwas provokante Geschenk nahm Friderike Nesselrode entgegen, seit fast f\u00fcnf Jahren Leiterin des Amtes f\u00fcr Wohnungswesen. Die Juristin versprach, sich den genannten F\u00e4llen anzunehmen. Was aber im Koalitionsvertrag st\u00fcnde und was davon eingehalten werde, sei zun\u00e4chst erstmal eine Sache auf politischer Ebene. \u201e<a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409694877\/immobilien-duesseldorf-gruene-haben-klaren-plan-gegen-spekulanten.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1754580600\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Auseinandersetzung mit den Eigent\u00fcmern ist zum Teil wirklich schwierig<\/a>, auch deshalb, weil wir bislang zu wenig Personal hatten\u201c, gestand Nesselrode den versammelten Politikern und Aktivisten der Linken. Man arbeite jedoch eng mit Planungsamt und Bauaufsichtsamt zusammen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/410656019_1765203366_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] md:aspect-[16\/9] lg:aspect-[16\/9] \" alt=\"Friderike Nesselrode (2.v.l.) wurde von den Linken (v.l.) Julia Marmulla, Sigrid Lehmann und Matthias Poczatek \u201ebeschert\u201c.\" title=\"Friderike Nesselrode (2.v.l.) wurde von den Linken (v.l.) Julia Marmulla, Sigrid Lehmann und Matthias Poczatek \u201ebeschert\u201c.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Friderike Nesselrode (2.v.l.) wurde von den Linken (v.l.) Julia Marmulla, Sigrid Lehmann und Matthias Poczatek \u201ebeschert\u201c.<br \/>\n      \u00a9 NRZ | Stephan Wappner\n    <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Die \u2013 inzwischen personell gest\u00e4rkte \u2013 Wohnungsaufsicht besteht in D\u00fcsseldorf nach aktuellem Stadt aus 17 Mitarbeitenden. Das B\u00fcro teilt sich in Sachbearbeiter und Ermittlerteams auf, dazu kommt derzeit noch ein Techniker, \u201edie zweite Technikerstelle ist noch nicht besetzt\u201c, so Nesselrode. \u201eWir k\u00fcmmern uns nicht nur um Gentrifizierung und Leerst\u00e4nde, auch um M\u00e4ngel und andere Missst\u00e4nde\u201c, so die Amtsleiterin. \u201eWir kennen die Probleme, und viele Geb\u00e4ude sind uns ein Dorn im Auge, aber wir haben oft auch keine Handhabe, gegen die Eigent\u00fcmer vorzugehen.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"not-prose mx-auto my-10 flex flex-col items-center gap-y-4 text-center md:w-[80%]\">\n<p class=\"expressive-copy-xl text-copy-primary\">Was gar nicht geht: Dass einmal im Jahr der Maler vorbei kommt und dann eine halbe T\u00fcr streicht.<\/p>\n<p>       Julia Marmulla, Linke D\u00fcsseldorf\n    <\/p><\/blockquote>\n<p>  Linken-Politiker: Stadt braucht Mut, notfalls vor Gericht zu gehen<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das muss sich aber nach dem Willen der Linken schnellstm\u00f6glich \u00e4ndern. \u201eEs wird nur dann passieren, wenn wir den Druck aufrecht erhalten, <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article410055590\/duesseldorf-in-diesen-stadtteilen-verschwindet-bezahlbarer-wohnraum.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1758960000\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">denn die Probleme gibt es ja schon lange, und viel ge\u00e4ndert hat sich nicht<\/a>\u201c, betonte am Montag Linke-Ratsherr Thomas Eberhardt-K\u00f6ster, der bei der \u201eBescherung\u201c f\u00fcrs Wohnungsamt mit dabei war. Die H\u00fcrden, Eigent\u00fcmer zu belangen, seien hoch. Aber es brauche auch einfach mal den Mut seitens der Stadt, notfalls vor Gericht zu gehen. \u201eEs kann nat\u00fcrlich passieren, dass man mal einen Prozess verliert, aber es h\u00e4tte sicher Signalwirkung.\u201c  So, wie es bisher war, kann es jedenfalls nicht bleiben, findet Eberhardt-K\u00f6ster. Er nennt Beispiele wie <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/staedte\/duesseldorf\/article228014995\/Ist-das-Duesseldorfer-Problemhaus-bald-bewohnbar.html\" data-category-full-path=\"\/staedte\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1577689200\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">das ehemalige \u201eProblemhaus\u201c an der Ecke Birkenstra\u00dfe\/Dorotheenstra\u00dfe <\/a>in Flingern, bei dem sich die Sanierungsarbeiten fast \u00fcber eine Jahrzehnt hinschleppten. \u201eSo kann man nicht mit kostbarem Wohnraum umgehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Seine <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409304077\/glashuette-flaeche-liegt-seit-jahren-brach-wunde-der-stadt.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1750734000\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Parteikollegin Julia Marmulla <\/a>zeigte sich am Montag f\u00fcrs erste aber zufrieden damit, wie \u201ewertsch\u00e4tzend\u201c man im Foyer an der Brinckmannstra\u00dfe empfangen wurde. \u201eDie Stadt muss das Problem aber jetzt angehen, weil wir immer wieder nachfragen werden\u201c, sagte sie. Sie fordert vor allem, dass die hohen Bu\u00dfgelder f\u00fcr Mietwucher auch wirklich von Schwarz-Gr\u00fcn angewendet werden und dass \u201eintensivere Kontrollen durch die Wohnungsaufsicht\u201c durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\"><strong>Lesen Sie auch diese Nachrichten aus D\u00fcsseldorf<\/strong><\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Und dann hatte Marmulla noch einen Vorschlag, den man so nicht unbedingt von den Linken erwartet h\u00e4tte. Ihre Idee: einen Fond f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer, die nicht sanierungsf\u00e4hig sind \u2013 also einen st\u00e4dtischen Zuschuss f\u00fcr Eigent\u00fcmer in wirtschaftlicher Not. \u201eEs m\u00fcsste nat\u00fcrlich sichergestellt werden, dass dann nachher nicht 15 Euro Miete pro Quadratmeter verlangt werden\u201c, so Marmulla. \u201eWas aber gar nicht geht: dass einmal im Jahr der Maler vorbei kommt und dann eine halbe T\u00fcr streicht.\u201c<\/p>\n<p>    <script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Thema Wohnen beherrscht auch drei Monate nach der Kommunalwahl das D\u00fcsseldorfer Politikgeschehen. 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