{"id":634384,"date":"2025-12-09T10:43:14","date_gmt":"2025-12-09T10:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634384\/"},"modified":"2025-12-09T10:43:14","modified_gmt":"2025-12-09T10:43:14","slug":"eu-eroeffnet-verfahren-gegen-google-ki-wettbewerbswidrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634384\/","title":{"rendered":"EU er\u00f6ffnet Verfahren gegen Google: KI wettbewerbswidrig?"},"content":{"rendered":"<p>Schadet <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Google\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Google<\/a> dem Wettbewerb mit seinen KI-Diensten? Das bef\u00fcrchtet die EU-Kommission und hat deshalb ein formelles Verfahren eingeleitet. Es geht um die Inhalte, die Verlage und Webseitenbetreiber erstellen. Google nutzt sie f\u00fcr seine KI-Dienste \u2013 konkret etwa die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/KI-Suche-Google-bringt-die-AI-Overviews-nach-Deutschland-10328360.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KI-\u00dcbersicht in der Suche<\/a> und den KI-Modus. Dadurch fehlt den Inhalteerstellern der Klick auf ihre Webseite. Und damit auch die M\u00f6glichkeit, Geld mit Werbung auf der eigenen Webseite zu verdienen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der EU-Kommission geht es jedoch nicht nur um die Verlage und Content-Creator. Sie hat auch andere KI-Anbieter und Entwickler im Blick. Denn diesen erschwert Google potenziell den Zugang zu den Inhalten. Der Vorwurf lautet auch wieder einmal, Google nutze seine marktbeherrschende Stellung aus.<\/p>\n<p>Google l\u00e4sst keine Wahl<\/p>\n<p>Betroffen sind auch die Ersteller von YouTube-Videos. Die dort enthaltenen Informationen und Inhalte nutzt Google ebenfalls f\u00fcr eigene KI-Dienste. <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/de\/ip_25_2964\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Zudem f\u00fchrt die EU-Kommission hier auf<\/a>, dass Google die Videos f\u00fcr das Training der eigenen KI-Modelle nutzt. Es ist nicht m\u00f6glich, Videos bei YouTube zu ver\u00f6ffentlichen, ohne damit auch das Einverst\u00e4ndnis zu geben, dass Google die Inhalte anderweitig nutzen darf. Auch hier hei\u00dft es, w\u00fcrden andere KI-Entwickler benachteiligt, weil ihnen eine solche Nutzung untersagt ist.<\/p>\n<p>Dabei kompensiert Google die Nutzung der Inhalte weder bei YouTube noch von anderen Webseitenbetreibern. Problematisch erachtet die Kommission offenbar auch, dass Google kaum M\u00f6glichkeiten schafft, die eigenen Inhalte vor der Nutzung durch Google zu sch\u00fctzen. Denn Google kn\u00fcpft den Zugang zu den Inhalten an die grunds\u00e4tzliche Auffindbarkeit in den Suchergebnissen. Das hei\u00dft, es gibt keine f\u00fcr Publisher erkennbare Unterscheidung der Crawler. Entweder man l\u00e4sst alle Google-Crawler zu oder man sperrt sie alle aus \u2013 dann taucht die eigene Webseite aber auch nicht mehr in den Google-Suchergebnissen auf.<\/p>\n<p>Eine formelle Untersuchung der Kommission bedeutet zun\u00e4chst, dass Google sich zu Fragen und Vorw\u00fcrfen \u00e4u\u00dfern kann. Google sagt dazu in einer Stellungnahme: \u201eDiese Beschwerde riskiert, Innovationen in einem Markt zu ersticken, der wettbewerbsintensiver denn je ist. Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er haben ein Recht darauf, von den neuesten Technologien zu profitieren. Wir werden weiterhin eng mit der Nachrichten- und Kreativbranche beim \u00dcbergang ins KI-Zeitalter zusammenarbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Verfahren gegen Google<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>In einem weiteren Verfahren begutachtet die Kommission derzeit, ob <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/DMA-EU-Kommission-prueft-moegliche-Mediendiskriminierung-durch-Google-11077426.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Googles Suchmaschine Inhalte beziehungsweise Webseiten diskriminiert<\/a>. Googles Begr\u00fcndung, aus technischen Gr\u00fcnden Webseiten schlechter zu ranken, sei demnach vorgeschoben. 2,96 Milliarden Euro muss Google au\u00dferdem wegen eines Versto\u00dfes gegen europ\u00e4isches Wettbewerbsrecht im Anzeigenmarkt bezahlen. Google habe seine Stellung missbraucht, indem es eigene Anzeigentechnologie gegen\u00fcber Wettbewerbern bevorzugt hat, so die Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Und auch in den USA hat sich Google einigen Verfahren gegen\u00fcbergesehen. Nachdem richterlich festgestellt wurde, dass Google eine Monopolstellung innehat, kam es zu Auflagen, die der Konzern nun erf\u00fcllen muss. Im Raum stand auch die Aufspaltung, um diese ist Google jedoch drumherum gekommen. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Kritiker-sehen-Google-Urteil-als-nicht-ausreichend-und-haben-Datenschutzbedenken-10631411.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Daf\u00fcr muss Google etwa die Daten aus der Suche mit anderen Unternehmen teilen<\/a>. Das ist vielen Beobachtern des Prozesses allerdings deutlich zu milde.<\/p>\n<p>Zudem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wegen-KI-Zusammenfassungen-US-Verlagshaus-reicht-Klage-gegen-Google-ein-10643909.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">klagen in den USA Verlage<\/a>, dass ihnen Klicks und Werbeerl\u00f6se seit der Einf\u00fchrung der KI-\u00dcbersichten wegbrechen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:emw@heise.de\" title=\"Eva-Maria Wei\u00df\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">emw<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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