{"id":634455,"date":"2025-12-09T11:20:14","date_gmt":"2025-12-09T11:20:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634455\/"},"modified":"2025-12-09T11:20:14","modified_gmt":"2025-12-09T11:20:14","slug":"fuehrung-in-berlin-wo-weihnachten-dekolonisiert-werden-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634455\/","title":{"rendered":"F\u00fchrung in Berlin: Wo Weihnachten \u201edekolonisiert\u201c werden soll"},"content":{"rendered":"<p>Eine F\u00fchrung in der Friedenskirche Charlottenburg will die Weihnachtsgeschichte \u201eanders betrachten\u201c \u2013 weniger als unber\u00fchrte Tradition, mehr als Spiegel heutiger Debatten. Was folgt, ist ein Abend zwischen theologischer Deutung, Postkolonialismus und interreligi\u00f6ser Verst\u00e4ndigung.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es riecht nach altem Holz und Kerzen, als die Besucher an diesem Abend in der Friedenskirche Charlottenburg zusammenkommen. Vor ihnen stehen ein niedriger Tisch mit Geschenken und ein Adventskranz, soweit vertraut aus der Vor-Weihnachtszeit. Jedoch: \u201eHeute geht es darum, die Weihnachtsgeschichte anders zu betrachten\u201c, sagt Bastian Schmidt, 27, Theologie-Student und K\u00fcster der baptistischen Gemeinde.<\/p>\n<p>Er wird hier gleich eine F\u00fchrung unter dem Titel \u201eDecolonizing Christmas\u201c beginnen, hei\u00dft: \u201eWeihnachten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article256104350\/Dekolonisierung-Amerikas-Wem-gehoert-Manhattan-Der-Streit-um-New-Yorks-wahren-Ursprung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article256104350\/Dekolonisierung-Amerikas-Wem-gehoert-Manhattan-Der-Streit-um-New-Yorks-wahren-Ursprung.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">dekolonisieren<\/a>\u201c. <\/p>\n<p>Der Rundgang ist angek\u00fcndigt als interreligi\u00f6se und rassismuskritische Betrachtung des Weihnachtsgartens der Friedenskirche. Die Veranstalter vom Verein \u201eFreunde und Freundinnen des Berliner Forums der Religionen e.V.\u201c wollen gemeinsam mit muslimischen und christlichen Stimmen \u201ekoloniale und diskriminierende Bilder\u201c in der Weihnachtsgeschichte sichtbar machen. Besucher sollten erfahren, wie religi\u00f6se Vorstellungen \u201edurch<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/plus256414102\/neokolonialismus-da-haben-konzerne-und-maechtige-staaten-leichtes-spiel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/plus256414102\/neokolonialismus-da-haben-konzerne-und-maechtige-staaten-leichtes-spiel.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"> koloniales Denken<\/a> gepr\u00e4gt\u201c seien und wie Weihnachten \u201eals Fest f\u00fcr alle\u201c neu gedacht werden k\u00f6nne. Der Anspruch laut Einladung: nicht nur Br\u00e4uche erkl\u00e4ren, sondern \u201eneue politische Wirklichkeiten\u201c aufzeigen und die Weihnachtsgeschichte \u201egesellschaftlich nutzbar\u201c machen.<\/p>\n<p>Die F\u00fchrung, erkl\u00e4rt der Theologie-Student Schmidt, sei aus der Frage eines Sch\u00fclers entstanden, was die Weihnachtsgeschichte uns heute noch sagen k\u00f6nne und aus dem Bed\u00fcrfnis heraus, etwas gegen \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus256281762\/Islamismus-Keine-Taeter-nur-Opfer-Die-hilflose-deutsche-Praeventionspolitik.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus256281762\/Islamismus-Keine-Taeter-nur-Opfer-Die-hilflose-deutsche-Praeventionspolitik.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">antimuslimischen Rassismus<\/a>\u201c zu tun. An Schmidts Seite steht G\u00f6kce Aydin vom Institut f\u00fcr Islamische Theologie der Humboldt-Universit\u00e4t, so stehen sie f\u00fcr die angestrebte je christliche und muslimische Perspektive.<\/p>\n<p>Der Rundgang beginnt: Rund zehn Besucher \u2013 \u00fcberwiegend \u00e4ltere M\u00e4nner \u2013 folgen einander in eine Abfolge kleiner R\u00e4ume. Im ersten davon sitzen die Besucher im Stuhlkreis. Schmidt spricht \u00fcber Dinge, die man im Dezember f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich h\u00e4lt. \u201eMan hat versucht, durch diese Br\u00e4uche seine Traditionen am Leben zu halten\u201c, sagt er und erkl\u00e4rt die Herkunft des Adventskranzes und weihnachtlicher S\u00fc\u00dfigkeiten. Dann erz\u00e4hlt er vom heiligen Nikolaus \u2013 von Legenden, Ausschm\u00fcckungen und der Rolle von Coca-Cola beim bekannten roten Gewand. Den historischen Nikolaus nennt er \u201eeinen lieben, fast schon sozialistischen alten Mann\u201c.<\/p>\n<p>Aydin erg\u00e4nzt Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Bedeutung des Lichts im Sufismus, Kerzen an Festtagen, Tannenb\u00e4ume an Neujahr. \u201eEinige Familien haben einen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256142012\/Akzeptanz-und-Wertschaetzung-Wie-zur-Weihnachtszeit-Berliner-Gruene-fordern-Ramadan-Beleuchtung-an-grossen-Strassen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256142012\/Akzeptanz-und-Wertschaetzung-Wie-zur-Weihnachtszeit-Berliner-Gruene-fordern-Ramadan-Beleuchtung-an-grossen-Strassen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Ramadan<\/a>-Kalender statt eines Adventskalenders\u201c, sagt sie. Die Besucher h\u00f6ren aufmerksam zu.<\/p>\n<p>Heilige Drei K\u00f6nige, im Original: \u201eBetr\u00fcger\u201c<\/p>\n<p>Der \u00dcbergang in den n\u00e4chsten Raum ist eine Schrankt\u00fcr, eine Anspielung auf die Buch- und Film-Reihe \u201eDie Chroniken von Narnia\u201c des christlichen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kino\/article254761854\/Freud-Warum-ein-ganz-gottloser-Jude-die-Psychoanalyse-erfinden-musste.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kino\/article254761854\/Freud-Warum-ein-ganz-gottloser-Jude-die-Psychoanalyse-erfinden-musste.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Autors C.S. Lewis<\/a>. Dahinter stehen die Heiligen Drei K\u00f6nige. \u201eIm griechischen Urtext hei\u00dfen sie magoi\u201c, sagt Schmidt. \u201eDas kann man auch mit Betr\u00fcger \u00fcbersetzen.\u201c In der Bibel-\u00dcberlieferung des Matth\u00e4us beschreibe dieser die Fremden mit Faszination und Argwohn. \u201eEr musste sich dieses unheimliche Wissen der Drei irgendwie erkl\u00e4ren.\u201c Sp\u00e4ter bezeichnet Schmidt diese Grundhaltung des Evangelium-Autors als \u201erassistische Xenophobie\u201c. <\/p>\n<p>Ein Raunen geht durch die Gruppe. Besonders die Darstellung K\u00f6nigs Caspars \u2013 in der europ\u00e4ischen Krippentradition oft bewusst als Schwarzer \u2013 h\u00e4lt Schmidt f\u00fcr problematisch. Das sei weniger Ausdruck globaler Vielfalt als vielmehr ein kolonial gepr\u00e4gtes Bild von \u201edem Anderen\u201c.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Raum ist gr\u00f6\u00dfer, rot erleuchtet. Auf Sitzkissen nimmt die Gruppe vor einer schlichten Darstellung des Zimmers von Maria Platz. Aydin erkl\u00e4rt, wie Maria im Koran als Maryam erscheint: eine junge, eigenst\u00e4ndige Frau, die die Schmerzen der Geburt erlebt. \u201eWahrscheinlich war sie vierzehn, als sie Jesus zur Welt brachte\u201c, sagt Schmidt.<\/p>\n<p>Schmidt verschiebt die Perspektive weiter: Der entscheidende Vers aus Jesaja sei falsch \u00fcbersetzt worden. \u201eEigentlich steht dort \u201aarbeitende Frau\u2018, nicht zwingend \u201aJungfrau\u2018.\u201c Er betont, niemandes Glauben angreifen zu wollen: \u201eIch will das Wunder der Geburt Jesu betonen. Aber man sollte wissen, wor\u00fcber man spricht.\u201c Ein \u00e4lterer Besucher meldet Zweifel an: Niemand sei damals dabei gewesen. <\/p>\n<p>Hinter dem n\u00e4chsten Durchgang steht eine einfache Holzkonstruktion, die eine Herbergsfassade andeutet. Gegen\u00fcber h\u00e4ngt eine Landkarte der antiken Region rund um das heutige Israel. Schmidt zeichnet den Weg von Nazareth nach Betlehem nach \u2013 eine Strecke, die in der christlichen Tradition als Pilgerroute erz\u00e4hlt wird. <\/p>\n<p>Historisch sei das jedoch keineswegs gesichert. \u201eOb die zugrundeliegende r\u00f6mische Volksz\u00e4hlung \u00fcberhaupt so stattgefunden hat, wissen wir nicht\u201c, sagt er. Viele vertraute Elemente der Weihnachtsgeschichte lie\u00dfen sich schwer belegen, und dennoch w\u00fcrden sie oft als unverr\u00fcckbar dargestellt. \u201eWir reden viel \u00fcber muslimischen Fundamentalismus\u201c, sagt Schmidt. \u201eAber christlicher Fundamentalismus ist auch ein Problem in unserer heutigen Gesellschaft.\u201c<\/p>\n<p>Der vorletzte Raum ist weitl\u00e4ufig, der Boden mit Stroh ausgelegt, Plastikschafe stehen im Halbschatten. Schmidt deutet auf die Hirten: gesellschaftliche Randfiguren, arm, nicht angesehen. \u201e\u00dcber sie redete man damals wie die CDU heute \u00fcber <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69189b4fc7cd0ff6c6202c92\/gegner-islamistischer-netzwerke-wir-beobachten-dich-schulleiter-wird-in-neukoelln-angegriffen-und-mit-dem-tod-bedroht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69189b4fc7cd0ff6c6202c92\/gegner-islamistischer-netzwerke-wir-beobachten-dich-schulleiter-wird-in-neukoelln-angegriffen-und-mit-dem-tod-bedroht.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Neuk\u00f6lln<\/a>\u201c, sagt er. Daraufhin herrscht kurz, vielleicht verbl\u00fcffte, Stille. <\/p>\n<p>Aydin erg\u00e4nzt, dass es bemerkenswert sei, dass gerade die einfachen Leute das Wunder zuerst zu Gesicht bekommen. Nicht K\u00f6nige, keine Eliten \u2013 Menschen, die religi\u00f6s wie sozial ganz unten stehen. \u201eDas ist kein Zufall\u201c, sagt sie. Ihre Botschaft: die christliche und islamische Religion ist kritisch gegen\u00fcber Eliten und deren Machtaus\u00fcbung. <\/p>\n<p>Im letzten Raum steht eine gro\u00dfe Krippe aus Holz. Maria und Josef sind mit dunklerer Haut dargestellt, das Kind liegt auf Stroh, die Tiere daneben. \u201eArmut wird in der christlichen Tradition oft romantisiert\u201c, sagt Schmidt. \u201eDamals war sie Alltag.\u201c Im Islam, erg\u00e4nzt Aydin, sei jede Geburt ein Wunder \u2013 ohne den moralischen Akzent der Armut. Schmidt f\u00fchrt den Gedanken weiter: Die Weihnachtsgeschichte sei auch eine Erz\u00e4hlung \u00fcber <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article693732afc3b4893a9e2b2618\/buergerdialog-wir-brauchen-migration-merz-uebt-selbstkritik-nach-stadtbild-aussage.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article693732afc3b4893a9e2b2618\/buergerdialog-wir-brauchen-migration-merz-uebt-selbstkritik-nach-stadtbild-aussage.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Migration<\/a>. \u201eBin ich der Wirt, der einen Stall anbietet? Oder der sagt: Bei mir gibt es keinen Platz?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDecolonizing hei\u00dft Entscheidungen treffen\u201c<\/p>\n<p>Nach der F\u00fchrung erl\u00e4utert Schmidt im Gespr\u00e4ch, dass f\u00fcr ihn die Weihnachtsgeschichte kein sakraler Ruheraum sei, sondern ein Text, der \u201eUnterdr\u00fcckungsstrukturen und koloniale Blickwinkel sichtbar machen\u201c k\u00f6nne. Er zitiert Befreiungstheologen wie Gustavo Guti\u00e9rrez, spricht \u00fcber die Verantwortung, religi\u00f6se Schriften historisch zu pr\u00fcfen, und \u00fcber den Mut, tradierte Bilder zu korrigieren. <\/p>\n<p>\u201eDecolonizing hei\u00dft Entscheidungen treffen\u201c, sagt er. \u201eTraditionen muss man nicht abschaffen, aber man sollte verstehen, wie sie entstanden sind.\u201c Die Weihnachtsgeschichte verstehe er ausdr\u00fccklich auch politisch, sagt Schmidt zudem, und dass er sich gegen christliche Milieus wende, die sich selbst als \u201eapolitisch\u201c sehen. Diese Haltung, so Schmidt, \u00f6ffne \u201eT\u00fcr und Tor f\u00fcr Kulturkampf-Konservativismus\u201c und k\u00f6nne in \u201erechte Strukturen\u201c f\u00fchren. Kritik am Islam spart er an diesem Abend bewusst aus, um nicht erneut dem Muster zu folgen, \u201e\u00fcber \u201adie Anderen\u2018 zu reden\u201c.<\/p>\n<p>Erm\u00f6glicht wurde die Veranstaltung durch Mittel der Berliner Senatsverwaltung f\u00fcr Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Projektf\u00f6rderung zur St\u00e4rkung der religions\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit wird regul\u00e4r \u00f6ffentlich ausgeschrieben; der Tr\u00e4ger der F\u00fchrung, der<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus250567956\/Steuergeld-fuer-radikale-Muslime-Wie-Islamisten-Zugang-zu-Demokratie-leben-Geldern-erhalten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus250567956\/Steuergeld-fuer-radikale-Muslime-Wie-Islamisten-Zugang-zu-Demokratie-leben-Geldern-erhalten.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"> Verein \u201eFreunde und Freundinnen des Berliner Forums der Religionen e. V.\u201c<\/a>, hatte sich im \u00fcblichen Verfahren beworben. Die Veranstaltung geh\u00f6rt zu dessen Projekttitel \u201eInterreligi\u00f6se Bildungsarbeit\u201c und erf\u00fcllt laut Senatsverwaltung die F\u00f6rderkriterien des Programms.<\/p>\n<p>Der Verein erhielt im Jahr 2025 insgesamt 80.000 Euro, davon 65.000 Euro f\u00fcr Personalkosten. Er arbeitet vor allem in der Fortbildung von Religionslehrern und in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen, unter anderem im Projekt \u201eInterkultur Pankow\u201c, das Willkommensklassen mit Berliner Schulklassen in Kontakt bringt. Die F\u00fchrung \u201eDecolonize Christmas\u201c wurde nach Angaben der Senatsverwaltung mit \u201esehr schmalen Restmitteln\u201c aus diesem Budget umgesetzt.<\/p>\n<p>Die Besucher reagieren unterschiedlich. Holger Rogoll (57) lobt die historische Tiefensch\u00e4rfe: \u201eManches war mir so nie bewusst.\u201c Michael Hackenberger (71) betont die Grenze zwischen Faktentreue und Bedeutung: \u201eWas wirklich passiert ist, wei\u00df keiner. Entscheidend ist, wie man die Geschichte liest.\u201c Und Ralf Mitmann (61) nimmt vor allem die interreligi\u00f6sen Bez\u00fcge mit: \u201eJetzt verstehe ich besser, warum Jesus in der Kunst immer europ\u00e4isch aussieht \u2013 und warum ihn das irritiert.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/maximilian-heimerzheim\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/maximilian-heimerzheim\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Maximilian Heimerzheim<\/b><\/a><b> ist Volont\u00e4r im Innenpolitik-Ressort.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine F\u00fchrung in der Friedenskirche Charlottenburg will die Weihnachtsgeschichte \u201eanders betrachten\u201c \u2013 weniger als unber\u00fchrte Tradition, mehr als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":634456,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,31,29,30,99650,51802,66917,55597,184,12289],"class_list":{"0":"post-634455","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-cdu","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-kolonialismus-ks","13":"tag-print-reserve","14":"tag-rassismus-ks","15":"tag-senat-ks","16":"tag-spd","17":"tag-weihnachten"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115689345851601918","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=634455"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634455\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/634456"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=634455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=634455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=634455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}