{"id":634459,"date":"2025-12-09T11:22:11","date_gmt":"2025-12-09T11:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634459\/"},"modified":"2025-12-09T11:22:11","modified_gmt":"2025-12-09T11:22:11","slug":"mehr-als-manitu-oliver-berben-stemmt-sich-gegen-den-trend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634459\/","title":{"rendered":"Mehr als &#8222;Manitu&#8220;: Oliver Berben stemmt sich gegen den Trend"},"content":{"rendered":"<p>Als Oliver Berben im M\u00e4rz 2024 den Staffelstab an der Konzernspitze vom langj\u00e4hrigen Vorg\u00e4nger Martin Moszkowicz \u00fcbernahm, war die wirtschaftliche Verfassung der Constantin Film nicht die beste. F\u00fcrs Vorjahr mussten die M\u00fcnchner knapp hundert Millionen Euro Umsatzeinbruch vermelden, das Nachsteuerergebnis rutschte in die roten Zahlen. Nicht wenige Branchenbeobachter fragten sich damals, ob das Traditionsunternehmen angesichts der allgemein tr\u00fcben Lage von Kino und Fernsehen \u00fcberhaupt wieder an alten Glanz ankn\u00fcpfen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>20 Monate sp\u00e4ter lautet die Antwort: Es kann. Gegen den Markttrend befindet sich die Constantin in einem deutlichen Aufw\u00e4rtskurs. Mit rund 200 Millionen Euro Umsatz in den ersten neun Monaten wird der Vorjahreszeitraum um etwa ein Drittel \u00fcbertroffen. Das liegt auch \u2013 aber nicht nur \u2013 am &#8222;Kanu des Manitu&#8220;, das den deutschen Kinofilm dieses Jahr quasi im Alleingang hochh\u00e4lt. Auch sonst steuert Berben seine Gruppe geschickt in die richtige Richtung \u2013 mit Nachdruck, aber ohne Get\u00f6se.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p>&#8222;Seit knapp zwei Jahren hat die Constantin mit Oliver Berben einen neuen Chef&#8220;, antwortete Michael &#8222;Bully&#8220; Herbig auf die Frage der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220;, was den Ansto\u00df zum &#8222;Manitu&#8220;-Sequel geliefert habe. &#8222;Wir haben uns getroffen und ausgetauscht, wie man mal wieder zusammenkommen k\u00f6nnte.&#8220; Nachdem man bereits \u00fcber die Constantin-Entertainment-Produktion &#8222;LOL&#8220; verbunden war, arrangierte der Neu-CEO auch Bullys filmische R\u00fcckkehr zur Constantin nach 15 Jahren Pause. Das Resultat: bis dato \u00fcber f\u00fcnf Millionen Kinobesucher und \u00fcber 50 Millionen Euro Einspielergebnis \u2013 ein starker Vorsprung gegen\u00fcber Warners &#8222;Minecraft Movie&#8220; und Disneys &#8222;Lilo &amp; Stitch&#8220;. &#8222;Das Kanu des Manitu&#8220; allein erl\u00f6st an den Kinokassen fast genauso viel wie die \u00fcbrigen 17 Filme zusammen, die Constantin seit Jahresbeginn herausgebracht hat.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Jenseits der gro\u00dfen Leinwand baut Berben die Pr\u00e4senz des Konzerns auf s\u00e4mtlichen Plattformen weiter aus \u2013 ein m\u00fchsames, aber notwendiges Unterfangen, das ohne eine gewisse Masse nicht funktioniert. Anfang Dezember wurde bekannt, dass Constantin neben dem Lokalrivalen Leonine Studios einer von zwei exklusiven Content-Partnern zum Deutschland-Start des Streaming-Dienstes HBO Max ist. Alle nationalen und internationalen Kinofilme, die Constantin produziert oder ankauft, werden zehn Monate nach Kinostart auf der Plattform von Warner Bros. Discovery abrufbar sein, ebenso wie der bestehende Filmkatalog der Constantin. Man darf davon ausgehen, dass Warner mehr f\u00fcr den Deal zahlt als Netflix, wo das Pay-One-Auswertungsfenster in den vergangenen zwei Jahren lag. Berben hatte das Timing \u2013 kurz vor der geplanten Warner-\u00dcbernahme durch Netflix \u2013 klar auf seiner Seite.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Mit dem Streaming-Marktf\u00fchrer bleibt man ohnehin im Gesch\u00e4ft, wenn es um lokale Eigenproduktionen geht. Immerhin haben Constantin-T\u00f6chter mehrere der meistgestreamten deutschen Serien der vergangenen zwei Jahre geliefert: &#8222;Kaulitz &amp; Kaulitz&#8220; von Constantin Entertainment, &#8222;Achtsam Morden&#8220; von Moovie, &#8222;Cassandra&#8220; von Rat Pack und &#8222;Liebes Kind&#8220; von der fr\u00fcheren Constantin Television, die im Fr\u00fchjahr mit der Constantin Film Produktion verschmolzen wurde. Die ersten beiden gehen 2026 mit neuen Staffeln weiter, das &#8222;Liebes Kind&#8220;-Team steckt mit &#8222;Die Falle&#8220; in der Postproduktion der n\u00e4chsten Psychothriller-Verfilmung. Die deutsche Erstauswertung der internationalen Koproduktion &#8222;Smillas Gesp\u00fcr f\u00fcr Schnee&#8220;, die Netflix nicht mehr haben wollte, konnte Berben ersatzweise bei MagentaTV unterbringen, ehe sie Ende 2026 in der ARD l\u00e4uft.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p>Der Produzent aus Leidenschaft, der inzwischen den ganzen Konzern f\u00fchrt, liegt auf Kurs, seine eigene Umsatzprognose f\u00fcrs laufende Gesch\u00e4ftsjahr einzuhalten. Einen Korridor zwischen 300 und 330 Millionen Euro hatten Berben und seine Vorstandskollegen Martin Bachmann und Hanns Beese in Aussicht gestellt. Das w\u00e4ren zwischen 15 und 27 Prozent mehr als im Vorjahr \u2013 und das erste Mal seit 2022, dass vorn wieder eine 3 st\u00fcnde. Noch ist das Jahr nicht vorbei: Hohe Erwartungen liegen auf dem Blockbuster-Sequel &#8222;Der Medicus II&#8220;, produziert von Wolf Bauer mit Zeitsprung Pictures, das Constantin am ersten Weihnachtstag in die Kinos bringt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als Oliver Berben im M\u00e4rz 2024 den Staffelstab an der Konzernspitze vom langj\u00e4hrigen Vorg\u00e4nger Martin Moszkowicz \u00fcbernahm, war&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":634460,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1776],"tags":[1801,29,214,30,1802,215],"class_list":{"0":"post-634459","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente","8":"tag-celebrities","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-prominente","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115689353868867687","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=634459"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634459\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/634460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=634459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=634459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=634459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}