{"id":634758,"date":"2025-12-09T14:16:31","date_gmt":"2025-12-09T14:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634758\/"},"modified":"2025-12-09T14:16:31","modified_gmt":"2025-12-09T14:16:31","slug":"alzheimer-in-traenen-erkennen-forscherin-enthuellt-neue-diagnosemethode-leben-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634758\/","title":{"rendered":"Alzheimer in Tr\u00e4nen erkennen: Forscherin enth\u00fcllt neue Diagnosemethode | Leben &#038; Wissen"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Maastricht \u2013 <b>Tr\u00e4nen l\u00fcgen nicht! Diesen Schlager sang Michael Holm schon in den 70er Jahren. Heute hat diese Aussage eine ganz andere wissenschaftliche Bedeutung. Denn an der Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit k\u00f6nnen Forscher eine Reihe von Krankheiten erkennen, darunter sogar Alzheimer.<\/b><\/p>\n<p>Die niederl\u00e4ndische Biochemikerin Marlies Gijs von der <a href=\"https:\/\/www.mumc.nl\/en\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"text-link--external text-link\">Universit\u00e4tsklinik Maastricht <\/a>hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tr\u00e4nen zu analysieren. \u201eTr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit ist ein unglaublich faszinierendes K\u00f6rperfluid\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Die Biochemikerin Marlies Gijs hat Tr\u00e4nen zu ihrem Forschungsgebiet gemacht\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/016fc29d89a6132aaec09336dd73e6ee,8e523b66\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Die Biochemikerin Marlies Gijs hat Tr\u00e4nen zu ihrem Forschungsgebiet gemacht<\/p>\n<p>Foto: Merel Tuk\/ NBTC<\/p>\n<p>Was Tr\u00e4nen verraten<\/p>\n<p>In ihrem Labor untersucht die Biochemikerin die sogenannten Basaltr\u00e4nen. Das sind jene Tr\u00e4nen, die unsere Augenoberfl\u00e4che befeuchten. Dort sammelt sie Proben und analysiert ihren molekularen Inhalt. Und sucht nach Spuren schwerer Krankheiten. Die Proben werden eingefroren, aufbereitet und durch ein empfindliches Messverfahren geschickt. Was f\u00fcr Laien wie klares Wasser aussieht, entpuppt sich unter dem Mikroskop als ein Gemisch aus Elektrolyten, Proteinen, Antik\u00f6rpern und Signalmolek\u00fclen.<\/p>\n<p>Mehr zum ThemaDas konnte schon in Tr\u00e4nen nachgewiesen werden<\/p>\n<p>Und das hat die Forscherin in Tr\u00e4nen bereits alles nachweisen k\u00f6nnen: Proteine und Biomarker, die auf Krankheiten wie <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/bild-plus\/ratgeber\/gesundheit\/gesundheit\/alzheimer-behandeln-schallwellen-geben-patienten-neue-hoffnung-79732238.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alzheimer<\/a>, Parkinson, Huntington, SARS und COVID hinweisen, aber auch auf Augenkrankheiten wie etwa Glaukome, Ver\u00e4nderungen der Hornhaut (Keratokonus) oder Entz\u00fcndungen im Augeninneren (Uveitis). Selbst Marker f\u00fcr kleine Gef\u00e4\u00dfsch\u00e4den im Gehirn lassen sich im Tr\u00e4nenfilm finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Marlies Gijs vom Universit\u00e4tsklinikum Maastricht bei der Analyse von Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/b4d715d8da87f36506783fba387d8c00,6ac15c24\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Marlies Gijs vom Universit\u00e4tsklinikum Maastricht bei der Analyse von Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit<\/p>\n<p>Foto: New Dutch<\/p>\n<p>30 Tr\u00e4nen-Projekte in Maastricht<\/p>\n<p>An der Universit\u00e4t laufen bis zu 30 Projekte zu unterschiedlichen Erkrankungen und Krankheitsbildern, bei denen die Forscher Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit untersuchen. Das bislang gr\u00f6\u00dfte Projekt dreht sich um die Alzheimer-Demenz. In einer Studie wurden vier Gruppen untersucht: gesunde Kontrollpersonen, Patienten mit subjektiven Ged\u00e4chtnisbeschwerden, Menschen mit leichten kognitiven St\u00f6rungen und Personen mit manifester Demenz. Das Ergebnis: Die bekanntesten Alzheimer-Biomarker steigen mit <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/ratgeber\/gesundheit\/gesundheit\/alzheimer-neue-medikamente-machen-experten-hoffnung-86404770.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zunehmender Krankheitsst\u00e4rke<\/a> an.<\/p>\n<p>Alzheimer wird heute h\u00e4ufig noch mit Hilfe einer Lumbalpunktion diagnostiziert: Daf\u00fcr braucht man eine Probe der Gehirn-R\u00fcckenmarks-Fl\u00fcssigkeit, das sei ein \u201eziemlich unangenehmer Eingriff und auch nicht ohne Risiko, gerade bei \u00e4lteren Patienten\u201c, so die Wissenschaftlerin. Zusammen mit neuropsychologischen Tests, MRT und Blutuntersuchungen f\u00fchrt die Punktion oft erst nach Jahren zur endg\u00fcltigen Diagnose.<\/p>\n<p>Was die Forschung Patienten bringen kann<\/p>\n<p>\u201eIch w\u00fcrde das Tr\u00e4nenfluid gerne nutzen, um Alzheimer viel fr\u00fcher zu diagnostizieren, denn die Entnahme von Tr\u00e4nen ist sehr einfach\u201c, sagt Gijs. Ihr schweben einfach durchf\u00fchrbare Tr\u00e4nentests vor, die schon beim Hausarzt oder beim Neurologen durchgef\u00fchrt werden. <\/p>\n<p><b>Das Problem: Die Marker, nach denen man sucht, liegen in deutlich geringerer Konzentration vor als etwa bei einer COVID-Infektion. Aber grunds\u00e4tzlich sei das m\u00f6glich.<\/b><\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Zur Person:<\/p>\n<p><b>Dr. Marlies Gijs <\/b>ist promovierte Biochemikerin und Universit\u00e4tsdozentin an der Universit\u00e4ts-Augenklinik Maastricht. Sie erforscht Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit als Quelle f\u00fcr Biomarker an der Augenoberfl\u00e4che und bei neurodegenerativen Erkrankungen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Maastricht \u2013 Tr\u00e4nen l\u00fcgen nicht! 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