{"id":634821,"date":"2025-12-09T14:54:17","date_gmt":"2025-12-09T14:54:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634821\/"},"modified":"2025-12-09T14:54:17","modified_gmt":"2025-12-09T14:54:17","slug":"eu-kommission-will-einsatz-von-pflanzenschutzmitteln-vereinfachen-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634821\/","title":{"rendered":"EU-Kommission will Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vereinfachen &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/EU-Kommission\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Kommission<\/a> schl\u00e4gt grundlegende \u00c4nderungen in der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln vor. Das geht aus einem Entwurf hervor, <a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/content\/uploads\/sites\/2\/2025\/11\/EURACTIV-SIMPLIFICATION.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den die Webseite <\/a><a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/content\/uploads\/sites\/2\/2025\/11\/EURACTIV-SIMPLIFICATION.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Euractiv<\/a><a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/content\/uploads\/sites\/2\/2025\/11\/EURACTIV-SIMPLIFICATION.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> ver\u00f6ffentlicht hat<\/a>: Demnach sollen Pflanzenschutzmittel zuk\u00fcnftig eine zeitlich unbeschr\u00e4nkte Zulassung bekommen. Bisher wurde eine Zulassung zun\u00e4chst f\u00fcr zehn Jahre erteilt und nach erneuter Pr\u00fcfung gegebenenfalls verl\u00e4ngert. Au\u00dferdem sollen Mittel, die sich als sch\u00e4dlich erwiesen haben, k\u00fcnftig noch bis zu drei weitere Jahre genutzt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Diese und weitere vorgeschlagene \u00c4nderungen der bestehenden Regeln alarmieren <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umwelt<\/a>&#8211; und Verbrauchersch\u00fctzer sowie Fachleute aus der Wissenschaft. Mehrere offene Briefe zirkulieren bereits, weitere werden zurzeit verfasst. \u201eAls \u201aVereinfachung\u2018 vermarktet, ist es in Wirklichkeit eine deregulatorische Abk\u00fcrzung, die Industrieinteressen \u00fcber Gesundheits- und Umweltschutz stellt\u201c, schreibt das Pestizid-Aktions-Netzwerk Europe (PAN), ein Zusammenschluss hunderter Nichtregierungsorganisationen aus 90 L\u00e4ndern, in einer Mitteilung. \u201eWir bef\u00fcrchten, dass <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Pestizide\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pestizide<\/a> dereguliert werden sollen, darunter solche, die als besonders problematisch betrachtet werden\u201c, sagte Martin Dermine, Direktor von PAN-Europe, am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Der Entwurf stelle einen massiven R\u00fcckschritt in der Pestizidregulation um einige Jahrzehnte dar. Besonders problematisch findet er, dass die regelm\u00e4\u00dfigen Sicherheitspr\u00fcfungen von zugelassenen Pestiziden aufgegeben werden k\u00f6nnten: \u201eDas ist eine der St\u00e4rken des europ\u00e4ischen Systems\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Laut dem Vorschlag der Kommission sollen au\u00dferdem die Standards gesenkt werden, nach denen Wirkstoffe als\u00a0risikoarm eingestuft werden k\u00f6nnen. Weiterhin soll ein EU-weites Zulassungssystem f\u00fcr einige Gruppen von Pflanzenschutzmitteln gelten: Wird ein Pflanzenschutzmittel aus diesen Gruppen in einem Land zugelassen, soll es auch in den anderen EU-Staaten angewendet werden d\u00fcrfen. Das soll zum Beispiel f\u00fcr solche Mittel gelten, die als \u201erisikoarm\u201c eingestuft wurden oder einige Arten der Saatgutbehandlung. Auch soll die Pflicht aufgehoben werden, den Einsatz biologischer Pflanzenschutzmittel, sogenannter Biopestizide, zu dokumentieren. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Mikroorganismen und Pheromone, nat\u00fcrlich vorkommende Substanzen und solche synthetischen Chemikalien, die nat\u00fcrliche Mechanismen nachahmen. Dies und weiteres schl\u00e4gt die Kommission in der Absicht vor, die B\u00fcrokratie rund um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln abzubauen und Landwirten Alternativen zu chemischen Pestiziden zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Auch biologische Pestizide sollten umfassend gepr\u00fcft werden, mahnen Umweltsch\u00fctzer<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.pan-europe.info\/sites\/pan-europe.info\/files\/public\/resources\/Letters\/Letter_28102025_139%20organisations%20call%20for%20better%20implementation%20of%20the%20Pesticide%20Regulation%20.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In einem offenen Brief<\/a> wenden sich 138 Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen an Kommissionspr\u00e4sidentin <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ursula_von_der_Leyen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ursula von der Leyen<\/a> und fordern diese auf, an die bestehenden Pestizid-Regelungen nicht aufzuweichen. Grunds\u00e4tzlich begr\u00fc\u00dfen sie biologische Pestizide als \u201epositiven Schritt\u201c, sie m\u00fcssten jedoch mit einer robusten Risikobewertung einhergehen und d\u00fcrften nicht \u201ezu\u00a0einer Schw\u00e4chung der unter der Pestizidverordnung festgelegten Schutzstandards f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/docs.google.com\/forms\/d\/e\/1FAIpQLSdoyqKX9VFqIQ7nyMoNGXLzfJckDggdJozT4jm8fr2CCyOQ_Q\/viewform\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In einem weiteren offenen Brief, den\u00a0Lindsey Hendricks-Franco vom Ecologic Institut in Berlin initiierte<\/a>, mahnen inzwischen weit mehr als einhundert Forschende an, die regelm\u00e4\u00dfigen Sicherheitspr\u00fcfungen von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln nicht zu beenden. Stattdessen solle man sie eher ausweiten. \u00dcbergangsfristen f\u00fcr Pflanzenschutzmittel, die sich als sch\u00e4dlich erwiesen haben, sollten verk\u00fcrzt, nicht verl\u00e4ngert werden. Bei der Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel m\u00fcsse zudem darauf geachtet werden, dass die neuesten Daten zu deren Sicherheit ber\u00fccksichtigt werden. Au\u00dferdem sollten Pestizide vor der Marktzulassung unter realistischeren Bedingungen gepr\u00fcft werden m\u00fcssen, damit Gefahren und Risiken fr\u00fchzeitig erkannt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der aktuell zirkulierende Kommissions-Entwurf stamme vom 21. November, betont PAN-Direktor Martin Dermine. Wom\u00f6glich gebe es l\u00e4ngst \u00fcberarbeitete Versionen, aber dies sei \u201edie bisher verl\u00e4sslichste Information \u00fcber den Entwurf\u201c. In der kommenden Woche werde die Kommission ihre Pl\u00e4ne \u00f6ffentlich machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission schl\u00e4gt grundlegende \u00c4nderungen in der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln vor. 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