{"id":634913,"date":"2025-12-09T15:49:13","date_gmt":"2025-12-09T15:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634913\/"},"modified":"2025-12-09T15:49:13","modified_gmt":"2025-12-09T15:49:13","slug":"umweltkrisen-laut-un-bericht-groesser-als-befuerchtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634913\/","title":{"rendered":"Umweltkrisen laut UN-Bericht gr\u00f6\u00dfer als bef\u00fcrchtet"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ueberflutung-strasse-100.jpg\" alt=\"Luftaufnahme eines Fu\u00dfg\u00e4ngers auf einer \u00fcberfluteten Stra\u00dfe in Mill Valley, Kalifornien. \" title=\"Luftaufnahme eines Fu\u00dfg\u00e4ngers auf einer \u00fcberfluteten Stra\u00dfe in Mill Valley, Kalifornien.  | Getty Images via AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 09.12.2025 15:20 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Um die Umwelt steht es schlimmer als bef\u00fcrchtet: Die Temperaturen steigen weiter, Arten verschwinden immer schneller, M\u00fcllberge wachsen. Das zeigt ein UN-Bericht. Forscher warnen vor kurzsichtigen Entscheidungen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Linda Staude, ARD Nairobi\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neue D\u00fcrren in Ostafrika, Hitzewellen und Waldbr\u00e4nde in Europa, St\u00fcrme und Fluten in Asien und Amerika &#8211; die Naturkatastrophen allein des vergangenen Jahres zeigen, wie zerst\u00f6rerisch der Klimawandel sich schon jetzt auswirkt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Das ist gesch\u00e4tzt rund jede achte Spezies. Luftverschmutzung und eine wachsende M\u00fcllflut sind f\u00fcr neun Millionen Todesf\u00e4lle jedes Jahr verantwortlich. So die alarmierenden Zahlen aus dem <a href=\"https:\/\/www.unep.org\/resources\/global-environment-outlook-7\" title=\"GEO-7-Umweltbericht\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">GEO-7-Umweltbericht<\/a>, der heute auf der UN-Umweltvollversammlung UNEA in Nairobi ver\u00f6ffentlicht wurde. 287 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 82 L\u00e4ndern haben daran mitgearbeitet. Und ihre Prognosen sind d\u00fcster.<\/p>\n<p>    Umweltziele verfehlt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wenn die L\u00e4nder der Welt ihre bisherige Politik fortsetzen, werden sie kein einziges Ziel erreichen, das sie selbst in diversen internationalen Abkommen festgelegt haben, so die Expertinnen und Experten. Allen voran beim Klimawandel: Nach dem Pariser Abkommen soll die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen \u00c4ra beschr\u00e4nkt werden. Ohne zus\u00e4tzliche Gegenma\u00dfnahmen wird das laut Bericht bereits Anfang des n\u00e4chsten Jahrzehnts \u00fcberschritten. Danach werde die Erderw\u00e4rmung Werte von zwei bis drei Grad erreichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In anderen Bereichen sieht es demnach nicht besser aus. Die Zerst\u00f6rung von fruchtbarem Land gehe unvermindert weiter. Das hei\u00dft, jedes Jahr verschwindet Ackerfl\u00e4che so gro\u00df wie \u00c4thiopien oder Kolumbien. Die M\u00fcllmenge wird sich Prognosen zufolge bis 2050 verdoppeln &#8211; auf dann vier Milliarden Tonnen pro Jahr. Und auch der Plastikm\u00fcll, der die Ozeane verschmutzt und als Mikroplastik in die Nahrungskette gelangt, werde nicht weniger.<\/p>\n<p>    &#8222;Keine Regierung der Welt tut genug&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Kosten f\u00fcr schnelle Gegenma\u00dfnahmen sind hoch. Um bis 2050 Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen und gef\u00e4hrdete Arten wirksam zu sch\u00fctzen, m\u00fcssten weltweit jedes Jahr rund acht Billionen Dollar investiert werden, hei\u00dft es. Das schreckt nationale Regierungen ab, die nach Ansicht der Wissenschaftler zu sehr auf kurzfristige Ziele fixiert sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Im Moment reagieren die meisten Regierungen auf die W\u00fcnsche ihrer Bev\u00f6lkerung. Und die will billige Nahrung und billige Energie&#8220;, sagt etwa der f\u00fchrende Klimaforscher Robert Watson. &#8222;Wenn wir Subventionen streichen und die Umwelt- und Klimakosten mit in die Preise einrechnen, dann wird beides teurer.&#8220; Die Folge: Im Moment tut keine Regierung der Welt genug f\u00fcr den Umwelt- und Klimaschutz. Manche &#8211; wie zum Beispiel die der USA &#8211; bestreiten immer noch, dass die Umwelt \u00fcberhaupt ein Problem hat.<\/p>\n<p>    Umweltschutz rechnet sich<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diese Haltung ist nach Ansicht der Wissenschaftler extrem kurzsichtig. &#8222;Die Kosten f\u00fcr das Nichtstun sind deutlich h\u00f6her&#8220;, warnt Inger Andersen, die Chefin der UN-Umweltorganisation UNEP. Hunger, Wassermangel und Hitze w\u00fcrden Millionen Menschen das Leben kosten. Aber auch die finanziellen Folgen seien katastrophal. Allein Extremwetterereignisse durch den Klimawandel kosteten schon jetzt 143 Milliarden Dollar im Jahr. Die Erderw\u00e4rmung reduziere die globale Wirtschaftsleistung bis 2050 um mindestens vier Prozent. Rechnet man die \u00fcbrigen Umweltzerst\u00f6rungen hinzu, sind die Kosten sehr viel h\u00f6her.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Umweltschutz ist nicht nur ein Wert an sich, sondern zahlt sich auch finanziell aus. Bereits ab 2050 \u00fcbersteige der wirtschaftliche Nutzen die Investitionskosten deutlich. Ab 2070 betr\u00e4gt der Vorteil laut Bericht bereits etwa 20 Billionen Dollar. Sp\u00e4ter k\u00f6nnte er 100 Billionen erreichen &#8211; wenn die Welt die notwendigen Ma\u00dfnahmen ergreift.<\/p>\n<p>    Pl\u00e4doyer f\u00fcr schnelles und gemeinsames Handeln<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach Ansicht der Wissenschaftler haben viele Privatunternehmen bereits erkannt, wie viel Klimawandel und Umweltzerst\u00f6rung sie kostet. Zusammen mit fortschrittlicheren Regierungen und mithilfe der Wissenschaft sowie der Zivilgesellschaft sollen sie die Nachz\u00fcgler dazu bringen, so schnell wie m\u00f6glich zu handeln.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Menschheit stehe vor einer einfachen Wahl, sagte Inger Andersen. &#8222;Den Weg weiterzugehen in eine Zukunft, die von Klimawandel, schwindender Natur, degradierten B\u00f6den und verschmutzter Luft verw\u00fcstet ist. Oder eine Kurs\u00e4nderung vorzunehmen, um einen gesunden Planeten, gesunde Menschen und gesunde Volkswirtschaften zu sichern.&#8220;<\/p>\n<p>    Weg vom BIP, hin zu Umwelt und Wohlbefinden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Wege, um das zu schaffen, sind nicht neu: Umstellung auf erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft, Artenschutz und der Erhalt nat\u00fcrlicher \u00d6kosysteme. Dar\u00fcber wollen die Wissenschaftler weg vom Bruttoinlandsprodukt als Ma\u00df des wirtschaftlichen Erfolges. Stattdessen sollen auch der Zustand der Umwelt und das Wohlbefinden der Bev\u00f6lkerung einbezogen werden. Ein Anreiz, die internationalen Umweltziele zu erreichen, und eine M\u00f6glichkeit, um den Erfolg zu messen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">All das muss nur sehr viel schneller angegangen werden als bisher, damit es am Ende nicht doch zu sp\u00e4t ist, die katastrophale Entwicklung noch umzukehren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.12.2025 15:20 Uhr Um die Umwelt steht es schlimmer als bef\u00fcrchtet: Die Temperaturen steigen weiter, Arten verschwinden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":634914,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,6237,15,12,10,8,9,11,383,26,12018,103,104],"class_list":{"0":"post-634913","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-natur","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-umwelt","18":"tag-un","19":"tag-vereinte-nationen","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115690405236304467","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=634913"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634913\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/634914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=634913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=634913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=634913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}