{"id":634933,"date":"2025-12-09T15:59:14","date_gmt":"2025-12-09T15:59:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634933\/"},"modified":"2025-12-09T15:59:14","modified_gmt":"2025-12-09T15:59:14","slug":"wiesbaden-ihk-will-groessere-waffenverbotszone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/634933\/","title":{"rendered":"Wiesbaden: IHK will gr\u00f6\u00dfere Waffenverbotszone"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Politisch ist sie hochumstritten, aber die Meinung der Gesch\u00e4ftsleute und Unternehmer ist eindeutig: Nach einer Befragung der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden spricht sich die \u00fcberwiegende Mehrheit der Einzelh\u00e4ndler, Gastronomen und Dienstleister klar f\u00fcr den Erhalt der bestehenden Waffenverbotszone in der Wiesbadener Innenstadt aus. Ein ebenso gro\u00dfer Anteil w\u00fcnscht sich sogar eine Ausweitung der Zone.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Waffenverbotszone war 2019 zusammen mit dem mit der Landespolizei vereinbarten Vorbeugeprogramm \u201eSicheres Wiesbaden\u201c eingef\u00fchrt worden. In einem Gebiet rund um die Kirchgasse, die Schwalbacher Stra\u00dfe und den Platz der Deutschen Einheit ist seither in der Zeit von 21 bis 5 Uhr das F\u00fchren von Waffen und gef\u00e4hrlichen Gegenst\u00e4nden verboten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die IHK Wiesbaden habe die Waffenverbotszone seit ihren Anf\u00e4ngen als Projekt f\u00fcr eine sichere und lebenswerte Innenstadt unterst\u00fctzt, hei\u00dft es von der Kammer. Ende November hatte die IHK ihre Mitgliedsunternehmen zur Wirkung des Verbots und zum Sicherheitsempfinden in der Innenstadt befragt. Damit reagierte die IHK auf einen Aufruf der Stadtverordnetenversammlung, zur Evaluation der Waffenverbotszone beizutragen.<\/p>\n<p>100 Unternehmen geben Auskunft<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Umfrage erzielte nach Angaben der Kammer eine gro\u00dfe Resonanz. Genau 100 IHK-Unternehmen aus dem historischen F\u00fcnfeck, also der Waffenverbotszone und ihrem Umfeld, h\u00e4tten wertvolle R\u00fcckmeldungen gegeben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Einf\u00fchrung der Verbotszone vor sechs Jahren hat nach Auffassung von 69 Prozent der Befragten einen positiven Effekt erzielt. Jeweils 94 Prozent der Befragten w\u00fcnschen sich demnach eine Beibehaltung der Waffenverbotszone sowie ihre Ausweitung auf das gesamte historische F\u00fcnfeck.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Gleichzeitig hat die Mehrheit der Unternehmer und Gesch\u00e4ftsleute angegeben, dass sie sich in der Innenstadt eher unsicher als sicher f\u00fchlen. Mehr als die H\u00e4lfte hatte demnach in den vergangenen f\u00fcnf Jahren sogar einen Anlass gehabt, um die Polizei zu verst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Nur ein kleiner Teil (18 Prozent) sieht die Gefahr einer Stigmatisierung oder negativen Wahrnehmung der Wiesbadener Innenstadt durch das Waffenverbot. Fast 70 Prozent vertreten die Auffassung, dass Polizei und Stadtpolizei in der Innenstadt nicht gen\u00fcgend Pr\u00e4senz zeigen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Als Probleme werden am h\u00e4ufigsten Drogenhandel und Obdachlosigkeit genannt. Neben mehr Polizeipr\u00e4senz w\u00fcnschen sich die Befragten Projekte\u00a0 zur attraktiven Stadtgestaltung und zur F\u00f6rderung eines sicheren und respektvollen Miteinanders.<\/p>\n<p>Ausdehnung auf historisches F\u00fcnfeck gefordert<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">J\u00f6rg Br\u00f6mer, der Pr\u00e4sident der IHK Wiesbaden, sieht in der Waffenverbotszone ein Instrument f\u00fcr ein \u201efriedlicheres und sichereres\u201c Umfeld f\u00fcr Besucher und Bewohner der Innenstadt. Davon profitiere auch die lokale Wirtschaft. Auf Basis der Umfrage pl\u00e4diert die IHK f\u00fcr den Fortbestand der Waffenverbotszone und empfiehlt, die Ausweitung auf das gesamte historische F\u00fcnfeck zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Eine politische Mehrheit in dieser Wahlperiode gibt es daf\u00fcr aber nicht. Vorst\u00f6\u00dfe der CDU, die Waffenverbotszone auszuweiten und auch als zeitlich befristetes Mittel w\u00e4hrend Gro\u00dfveranstaltungen zu nutzen, lehnte das Linksb\u00fcndnis erst im zur\u00fcckliegenden Fr\u00fchjahr ab. Den Anlass f\u00fcr den Vorsto\u00df der CDU hatte ein einstimmiger Beschluss des Seniorenbeirats gegeben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Dauerhaft soll nach Ansicht der CDU ein Waffenverbot in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone Wellritzstra\u00dfe, der Reisingeranlage, dem Warmen Damm und dem historischen F\u00fcnfeck gelten. Gepr\u00fcft werden sollte zudem die Ausweitung der Video\u00fcberwachung an stark frequentierten Bushaltestellen. Nach Ansicht des Linksb\u00fcndnisses aus Gr\u00fcnen, SPD, Linker und Volt versprechen Waffenverbotszonen aber nicht mehr Sicherheit in einer ohnehin sicheren Gro\u00dfstadt wie Wiesbaden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Anders sieht es die Polizei, die in der ersten Jahresh\u00e4lfte bei der Vorstellung der Kriminalstatistik berichtet hatte, dass die Waffenverbotszone positiv zur Sicherheitslage in der Landeshauptstadt beitrage und sich als bedeutendes Element des Konzepts \u201eSicheres Wiesbaden\u201c bew\u00e4hrt habe. Laut Polizeivizepr\u00e4sidentin Susanne Stewen waren im vergangenen Jahr bei Kontrollen 41 Waffen, darunter 32 Messer, sichergestellt worden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">In der Innenstadt seien 2024 rund 230 Straftaten ver\u00fcbt worden, bei denen eine Waffe mitgef\u00fchrt oder eingesetzt worden sei. Das waren 18 F\u00e4lle mehr als im Vorjahr. Auch Innenminister Roman Poseck (CDU) ist vom Sinn der Waffenverbotszone \u00fcberzeugt. Bei einem Besuch \u00e4u\u00dferte der Minister, dass die Video\u00fcberwachung und die Waffenverbotszone \u201ewesentlich dazu beitragen, Taten aufzukl\u00e4ren oder bestenfalls zu verhindern\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Politisch ist sie hochumstritten, aber die Meinung der Gesch\u00e4ftsleute und Unternehmer ist eindeutig: Nach einer Befragung der Industrie-&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":634934,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-634933","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115690442928526657","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=634933"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/634933\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/634934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=634933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=634933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=634933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}