{"id":635174,"date":"2025-12-09T18:46:45","date_gmt":"2025-12-09T18:46:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/635174\/"},"modified":"2025-12-09T18:46:45","modified_gmt":"2025-12-09T18:46:45","slug":"prozess-in-hamburg-wenn-der-drogendeal-am-ausfuellen-des-paketscheins-scheitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/635174\/","title":{"rendered":"Prozess in Hamburg: Wenn der Drogendeal am Ausf\u00fcllen des Paketscheins scheitert"},"content":{"rendered":"<p>Wer ist Adressat, wer Absender? Drogendealer f\u00fcllen einen Paketschein falsch aus. Ihre Kokain-Sendung fliegt auf. Dann geht ein Rettungsversuch schief und bringt den Helfer in Haft.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ein falsch ausgef\u00fcllter Paketschein hat einen gro\u00dfen Drogendeal in Hamburg auffliegen lassen. Nach einem Versuch, die Sendung mit 48 Kilo Kokain zur\u00fcckzuholen, wurde ein 23-J\u00e4hriger verhaftet. Das Landgericht Hamburg verurteilte den irakischen Medizinstudenten nun wegen Beihilfe zum Handel mit Bet\u00e4ubungsmitteln in nicht geringer Menge zu drei Jahren Gef\u00e4ngnis. Das Rauschgift habe einen Wert von weit \u00fcber einer Million Euro gehabt, sagte die Vorsitzende Richterin Nele Behr.<\/p>\n<p>Ende Februar hatte ein Mitt\u00e4ter die vier Kokainpakete \u2013 mit einem falschen Absender \u2013 zum Verkauf nach Australien verschicken wollen. Doch der Aufgeber vertauschte beim Ausf\u00fcllen des Paketscheins Absender und Adressat. Die nun angeblich aus Australien kommende Sendung sollte an einen Auto-Ersatzteilhandel in K\u00f6ln gehen. Ein Mitarbeiter des Kurierdienstes wurde angesichts des vergleichsweise geringen Portos misstrauisch, \u00f6ffnete die Pakete und verst\u00e4ndigte die Polizei, wie die Richterin sagte. <\/p>\n<p>Die Hinterm\u00e4nner ahnten nichts von der Sicherstellung und schickten Anfang M\u00e4rz einen Komplizen aus der Schweiz los, um die Pakete in Hamburg zur\u00fcckzuholen. Der aus Norwegen angereiste Angeklagte sollte die Schmuggellieferung \u00fcbernehmen und ins Ausland schaffen. Doch die Polizei fing den aus der Schweiz kommenden Mann schon in Baden-W\u00fcrttemberg ab. <\/p>\n<p>Angeklagter wollte angeblich Paket mit Luxusuhr abholen<\/p>\n<p>Der Angeklagte begab sich nach seiner Ankunft aus Oslo selbst zur Paketdienstfiliale in der N\u00e4he des Hamburger Flughafens und versuchte sein Gl\u00fcck. Angeblich wollte er f\u00fcr einen Freund eine Sendung mit einer teuren Luxusuhr abholen. Doch unverrichteter Dinge musste er nach Oslo zur\u00fcckfliegen, wie die Richterin erkl\u00e4rte. Dort wurde er verhaftet und schlie\u00dflich nach Deutschland ausgeliefert. <\/p>\n<p>Die Aussage des 23-J\u00e4hrigen, er habe nur eine teure Uhr f\u00fcr einen Freund abholen wollen, sei nicht glaubw\u00fcrdig. Er habe weder eine Vollmacht als Abholer noch die Tracking-Nummer der Sendung gehabt. Tats\u00e4chlich habe er die Drogenlieferung \u201eretten\u201c wollen. Der Angeklagte habe billigend in Kauf genommen, dass es sich dabei um Kokain im zweistelligen Kilobereich handelte. \u201eWir sind \u00fcberzeugt, dass Sie genau wussten, was Sie da taten\u201c, sagte die Vorsitzende der Strafkammer.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise Freundschaftsdienst<\/p>\n<p>Das Motiv des Angeklagten konnte das Gericht nicht kl\u00e4ren. F\u00fcr den Flug nach Hamburg und eine Hotel\u00fcbernachtung hatte er lediglich 800 Dollar bekommen. M\u00f6glicherweise sei es ein Freundschaftsdienst gewesen, sagte Behr.  Die Staatsanw\u00e4ltin hatte eine Strafe von dreieinhalb Jahren beantragt. Der Verteidiger forderte Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>lno\/jlau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer ist Adressat, wer Absender? Drogendealer f\u00fcllen einen Paketschein falsch aus. Ihre Kokain-Sendung fliegt auf. 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