{"id":635315,"date":"2025-12-09T20:48:20","date_gmt":"2025-12-09T20:48:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/635315\/"},"modified":"2025-12-09T20:48:20","modified_gmt":"2025-12-09T20:48:20","slug":"frankfurt-mehrheit-fuer-neuen-stadtteil-im-nordwesten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/635315\/","title":{"rendered":"Frankfurt: Mehrheit f\u00fcr neuen Stadtteil im Nordwesten"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Verhandelt wurde bis zuletzt. Noch am Montag war unklar, ob es f\u00fcr die geplanten Baugebiete an der Autobahn 5 im Frankfurter Nordwesten eine Mehrheit im Stadtparlament gibt. Denn die Rest-Koalition aus Gr\u00fcnen, SPD und Volt, die allein \u00fcber nicht gen\u00fcgend Stimmen verf\u00fcgt, sowie die Oppositionsfraktionen von <a data-rtr-index=\"25\" title=\"CDU\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/cdu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a>, FDP und Linken hatten unterschiedliche Vorstellungen \u00fcber das weitere Vorgehen beim sogenannten Stadtteil der Quartiere, in dem bis zu 6800 Wohnungen entstehen sollen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) strebte eine breite Mehrheit f\u00fcr die st\u00e4dtebauliche Entwicklungsma\u00dfnahme an, deren Realisierung mehr als 15 Jahre in Anspruch nehmen wird. Dieses Ziel wird er wohl erreichen. Am Dienstagabend wurde im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtparlaments mit den Stimmen der Koalition und der CDU ein Kompromiss beschlossen. Demnach kommt der neue Stadtteil in dem von Gwechenberger zuletzt geplanten Umfang.<\/p>\n<p>Entwicklung beginnt in Praunheim<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Mit dem Wunsch, auf das Quartier \u201eNeu-Weststadt\u201c mit rund 400 Wohnungen im Anschluss an die Nordweststadt zu verzichten, konnte sich die CDU nicht durchsetzen. Dem Vernehmen nach wollten vor allem die Gr\u00fcnen diesem Punkt im Antrag der CDU nicht zustimmen. Nach Ansicht von CDU-Fraktionschef Nils K\u00f6\u00dfler w\u00e4re es allerdings \u201enach wie vor die beste L\u00f6sung\u201c, das Quartier Neu-Weststadt nicht zu bauen, wie er nach der Sitzung mitteilte.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">In einem Detail kommt die Koalition den Christdemokraten entgegen: Die Entwicklung soll nicht wie von Gwechenberger geplant auf heute landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen des sogenannten Lachgrabenquartiers zwischen dem Nordwestkrankenhaus und der Nordweststadt beginnen. Stattdessen soll auf Wunsch der CDU das Quartier \u201eProduktives Praunheim\u201c im Anschluss an das Gewerbegebiet Heerstra\u00dfe Priorit\u00e4t haben. Dort entsteht die vorl\u00e4ufige Endhaltestelle \u201ePraunheim-Nord\u201c der Regionaltangente West, die bis 2029 fertiggestellt sein soll. Eine Erschlie\u00dfung mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln ist damit im Gegensatz zum Lachgrabenquartier gesichert.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Mit der Plan\u00e4nderung sei kein zeitlicher Verzug verbunden, sagte ein Sprecher des Planungsdezernats. Ein Teil der Grundst\u00fccke im Quartier \u201eProduktives Praunheim\u201c k\u00f6nne bebaut werden, bevor die Hochspannungsleitung, zu der ein Achtungsabstand eingehalten werden muss, auf die Westseite der Autobahn verlegt wird. Das Planungsdezernat rechnet damit, dass 2029 mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden kann.<\/p>\n<p>CDU gegen \u201eblinde Maximierung der Wohnfl\u00e4che\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Auswirkungen k\u00f6nnte der ge\u00e4nderte Ablauf aber auf den Wohnungsbau haben. Im Quartier \u201eProduktives Praunheim\u201c liegt der Schwerpunkt auf Gewerbe. 3000 Arbeitspl\u00e4tze und 2600 Wohnungen sind dort geplant. Im deutlich gr\u00f6\u00dferen Lachgrabenquartier hingegen k\u00f6nnen insgesamt 3800 Wohnungen und 2250 Arbeitspl\u00e4tze entstehen. Ob das so bleibt, ist offen. Denn in einem Punkt des CDU-Antrags, dem die Koalition zustimmt, hei\u00dft es: \u201eDas Quartier Lachgraben wird in Dimension und Dichte im Anschluss entwickelt und auf die vorhandenen Siedlungsstrukturen der Stadteile abgestimmt.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Wie die CDU das verstanden haben will, erl\u00e4utert Fraktionschef K\u00f6\u00dfler auf Nachfrage: \u201eMit der Vorgabe wollen wir sicherstellen, dass eine neue Bebauung vertr\u00e4glich mit vorhandener Umgebung, Umwelt, Infrastruktur und Nahversorgung ist, sich dort gut einf\u00fcgen wird.\u201c Das sei wichtig, um ein \u201eorganisches Wachsen der Stadt\u201c zu erreichen, ohne Spannungen zu den bestehenden Stadtteilen aufzubauen. Die Ma\u00dfgabe verhindere, dass im weiteren Planungsprozess die \u201eblinde Maximierung\u201c der Wohnfl\u00e4che als Ziel verfolgt werde.<\/p>\n<p>Auch Linken-Antrag soll gepr\u00fcft werden<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Linke kritisierte den Beschluss. \u201eWir sind best\u00fcrzt dar\u00fcber, dass die R\u00f6merkoalition solche Zugest\u00e4ndnisse an die CDU macht und klein beigibt\u201c, sagte die planungspolitische Sprecherin Dominike Pauli. \u201eJetzt gibt es eine Mehrheit f\u00fcr die investorenfreundlichen Pl\u00e4ne, genau das Quartier zuerst zu entwickeln, das zu einem Gro\u00dfteil in privatwirtschaftlicher Hand ist.\u201c Investoren w\u00fcrden dort \u201eProfite mit Wohnraum generieren\u201c und die Wohnungsnot weiter versch\u00e4rfen, so Pauli.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Sinnvoller w\u00e4re es ihrer Ansicht nach, zuerst das Lachgrabenquartier zu entwickeln, das gr\u00f6\u00dftenteils in st\u00e4dtischer Hand sei. Dort soll nach Vorstellungen der Linken ausschlie\u00dflich gef\u00f6rderter und genossenschaftlicher Wohnraum entstehen. Jetzt aber bestehe die Gefahr, dass der Stadtteil der Quartiere zu einem zweiten Riedberg wird.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Gleichwohl stimmte eine Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss daf\u00fcr, den Antrag der Linken auf einen Beginn der Entwicklung am Lachgraben ebenso wie ihre sozialpolitischen Forderungen zu pr\u00fcfen. Die FPD wiederum will privaten Bauherren mit der Herausl\u00f6sung kleinerer Fl\u00e4chen eine Chance geben. Ihr Antrag bekam ebenfalls eine Mehrheit.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr Michael M\u00fcller (Die Linke) wies diese Beschlusslage zu gro\u00dfe Widerspr\u00fcche auf. Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) hingegen verstand nach eigenen Worten die Antr\u00e4ge so, dass der Stadtteil abschnittsweise mit einzelnen Bebauungspl\u00e4nen entwickelt und dabei die Erschlie\u00dfung durch den Nahverkehr besonders ber\u00fccksichtigt werden solle. \u201eIch lese die Antr\u00e4ge so, dass die Qualit\u00e4ten der Vorlage best\u00e4tigt werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Widerstand gegen den Beschluss war auch von den Ortsbeir\u00e4ten 7 und 8 gekommen, in deren Gebiet der neue Stadtteil liegt. Sie kritisierten unter anderem, dass ihnen nicht gen\u00fcgend Zeit geblieben sei, sich mit der mehrere hundert Seiten starken Planungsunterlagen auseinanderzusetzen. Das Stadtparlament will diesen Bedenken mit einer Erg\u00e4nzung des Beschlusses Rechnung tragen. Demnach soll es im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr eine Konferenz der betroffenen Ortsbeir\u00e4te geben, in der noch einmal ausf\u00fchrlich \u00fcber den neuen Stadtteil diskutiert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verhandelt wurde bis zuletzt. 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