{"id":635480,"date":"2025-12-09T22:31:38","date_gmt":"2025-12-09T22:31:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/635480\/"},"modified":"2025-12-09T22:31:38","modified_gmt":"2025-12-09T22:31:38","slug":"weltausstellung-weltausstellung-berlin-zukunftsblase-expo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/635480\/","title":{"rendered":"Weltausstellung \u2013 Weltausstellung Berlin: Zukunftsblase Expo"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img315298\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/315298.jpeg\" alt=\"So k\u00f6nnte das Hauptgel\u00e4nde am ehemaligen Flughafen Tegel mit den L\u00e4nderpavillions aussehen.\"\/><\/p>\n<p>So k\u00f6nnte das Hauptgel\u00e4nde am ehemaligen Flughafen Tegel mit den L\u00e4nderpavillions aussehen.<\/p>\n<p>Foto: EXPO 2035 Berlin GmbH<\/p>\n<p>Eine Weltausstellung in der Hauptstadt Berlin, vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller vehement gefordert, schlie\u00dflich von den Regierenden verhindert. 1896 richten die Berliner Industriellen zum Trotz eigenst\u00e4ndig die Berliner Gewerbeausstellung aus. Mehr als 100 Jahre sp\u00e4ter wiederholt sich die Geschichte, diesmal allerdings mit Kai Wegner anstelle des Kaisers Wilhelm II. in der Rolle des Regierenden. Die Industriellen gibt es immer noch. Sie organisieren sich heutzutage in Vereinen mit moderneren Namen wie Global Goals Berlin. Dario Dill, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gruppe, die sich als zivilgesellschaftliche Initiative bezeichnet, stellt in einem Video die Frage: \u00bbBerlin kann Clubs, Currywurst und Chaos. Klar, aber was, wenn wir auch Klimaschutz, Gerechtigkeit und Zukunft k\u00f6nnen?\u00ab<\/p>\n<p>Damit macht Dill das Anliegen von Global Goals Berlin deutlich: Die Expo 2035 soll nicht nur unbedingt in Berlin stattfinden, sondern steht f\u00fcr eine nachhaltige, soziale Transformation der Stadt. Dem Verein zufolge ist sie quasi der einzige und beste Weg dorthin. Daniel-Jan Girl, Unternehmer, ehemaliger Pr\u00e4sident der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) und \u00bbleidenschaftlicher Berliner\u00ab, sagt: \u00bbWir wollen Zukunft wieder in die Realit\u00e4t zur\u00fcckholen.\u00ab Am Dienstag spricht er als Vorstandsvorsitzender von Global Goals Berlin auf einer Pressekonferenz in den R\u00e4umen der IHK Berlin, die gemeinsam mit etwa der Berliner Sparkasse, den Berliner Wasserbetrieben und der Gates Foundation zu den Partnern des Vereins geh\u00f6rt. Girls Blick geht nach vorn, die Expo sei nicht nur \u00bbZeichen\u00ab, sondern auch eine \u00bbEinladung\u00ab an die Zukunft.<\/p>\n<p>Mitte Oktober endete die Weltausstellung im <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190440.weltausstellung-flugtaxis-im-japan-pavillon.html?sstr=expo\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">japanischen Osaka<\/a>, die n\u00e4chste in f\u00fcnf Jahren geht nach Saudi-Arabien. Das Architekturb\u00fcro Graft hat sich f\u00fcr Global Goals mit dem potenziellen Standort Berlin auseinandergesetzt. Thomas Willemeit stellt die Pl\u00e4ne f\u00fcr das Hauptgel\u00e4nde vor, f\u00fcr das der ehemalige Flughafen Tegel, ein Gebiet n\u00f6rdlich des BER und der Clean Tech Park in Marzahn in Frage kommen. Hier k\u00f6nnten dann die gro\u00dfen, eigens angefertigten L\u00e4nderpavillons stehen, w\u00e4hrend etwa im Hangar des Flughafens Tempelhof oder im <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1186930.internationales-congress-centrum-icc-berlin-alu-monster-kommt-unter-den-hammer.html?sstr=expo\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ICC<\/a> die bescheideneren L\u00e4nder- und Themenpavillons untergebracht w\u00e4ren. Graft setzt dabei auf \u00bbArchitektur, die aufgebaut und wieder abgebaut werden kann\u00ab, und auf \u00bbStandorte, die gar nicht so im Fokus stehen\u00ab, wie mobile Holzinseln im Wasser. Zus\u00e4tzlich dazu plant Global Goals bereits ab Winter 2026 mit den sogenannten Kiezlaboren, Pavillons, die in Berlin verteilt lokale Projekte vorstellen und die Expo in der gesamten Stadt vertreten sollen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbWir wollen Zukunft wieder in die Realit\u00e4t zur\u00fcckholen.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nDaniel-Jan Girl\u2003Global Goals Berlin<\/p><\/blockquote>\n<p>Fast alle Partner von Global Goals Berlin haben bereits internationale Gro\u00dfprojekte betreut, so kann sich auch die Wirtschaftspr\u00fcfgesellschaft PWC mit der Organisation vergangener Expos in Mailand und Dubai r\u00fchmen. Der ehemalige SPD-Politiker und PWC-Mitarbeiter Volker Halsch pr\u00e4sentiert am Dienstag die Finanzierung der m\u00f6glichen Expo. \u00bbWir rechnen mit einem Umsatz von 2,1 Milliarde Euro aus dem Ticketverkauf und das ist in etwa auch die Gr\u00f6\u00dfenordnung, die wir ausgeben m\u00fcssen\u00ab, so Halsch. Laut den Berechnungen von PWC ist es sogar ziemlich genau die Gr\u00f6\u00dfenordnung, die Ausgaben sind mit 2,09 Milliarden Euro angesetzt. Nur die Infrastruktur, die im Falle des Flughafens Tegel etwa durch zus\u00e4tzliche Tram- und U-Bahnverbindungen geschaffen werden m\u00fcsste, lie\u00dfe sich schwer vorab bestimmen.<\/p>\n<p>Davor muss allerdings noch einiges an \u00dcberzeugungsarbeit geleistet werden. Der Vorsitzende des Expo-Vergabekomittees befindet sich w\u00e4hrend der Pressekonferenz auf dem Weg von Paris nach Berlin, wo ihm Global Goals den, wie die Gruppe hofft, einzigen europ\u00e4ischen Kandidaten f\u00fcr die \u00fcbern\u00e4chste Expo pr\u00e4sentieren werden. Da auch Asien nach drei Weltausstellungen seit 2020 aus dem Rennen sei, st\u00fcnden die Chancen gut f\u00fcr Berlin. \u00bbAfrika, Australien und Amerika k\u00f6nnen wir sicher noch mit unserem Konzept der Offenheit und der Realit\u00e4t begeistern\u00ab, so Girl. Dass die Weltausstellung 2000 in Hannover stattfinden konnte, sei Girl zufolge der DDR zu verdanken, die neben der BRD damals ebenfalls bei der Abstimmung \u00fcber den Ausstellungsort teilnehmen durfte. Girl ist zuversichtlich, dass es diese zus\u00e4tzliche Stimme f\u00fcr Berlin nicht br\u00e4uchte. Allerdings d\u00fcrfte die Werbekampagne \u00bbGanz Berlin eine Weltausstellung\u00ab beim Berliner Senat wohl nicht viel ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Er setzt trotz der f\u00fcr die Expo prognostizierten Kostendeckung und einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von bundesweit 22 Milliarden Euro auf <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195822.olympische-spiele-berliner-sollen-fuer-olympische-spiele-brennen.html?sstr=olympia\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Olympiabewerbung.<\/a> Bei einer Pressekonferenz erkl\u00e4rte Innensenatorin Iris Spranger (SPD), es werde anders als zu Olympia keinen Senatsbeschluss zur Expo geben. Kai Wegner (CDU) sagte, dass, wer alles fordere, am Ende gar nichts bekomme. Bei Global Goals Berlin setzt man auf eine Weiternutzung des Ausstellungsgel\u00e4ndes und eine Umfunktionierung f\u00fcr eine sp\u00e4tere Olympiaaustragung.<\/p>\n<p>Statt sportlicher Erfolge soll eine Weltausstellung international nicht nur die Zukunftsf\u00e4higkeit eines Landes zeigen, sondern auch dessen Wirtschaftskraft. \u00bbIch w\u00fcrde gerne wieder Fu\u00dfballweltmeister werden, ich w\u00fcrde gerne wieder Weltmarktf\u00fchrer werden\u00ab, erkl\u00e4rte der \u00d6konom Jochen Wermuth, der den Verein Global Goals Berlin ber\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"So k\u00f6nnte das Hauptgel\u00e4nde am ehemaligen Flughafen Tegel mit den L\u00e4nderpavillions aussehen. 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