{"id":636077,"date":"2025-12-10T04:53:23","date_gmt":"2025-12-10T04:53:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/636077\/"},"modified":"2025-12-10T04:53:23","modified_gmt":"2025-12-10T04:53:23","slug":"gefaesserkrankungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/636077\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4\u00dferkrankungen"},"content":{"rendered":"<p id=\"bc\"><a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Home<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktuelles<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/nachrichten\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diabetes-Nachrichten<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/nachrichten\/archive.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Archive<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/nachrichten\/2025\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2025<\/a> &gt; 251210<\/p>\n<p>Schaufensterkrankheit bei Frauen oft zu sp\u00e4t diagnostiziert<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210.jpg\" width=\"200\" height=\"200\" class=\"rigtal\" alt=\"Diabetes und Durchlutungsst\u00f6rungen.\" title=\"Diabetes und Durchlutungsst\u00f6rungen.\"\/> Studien zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Diagnose und Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit\u00a0(pAVK), auch Schaufensterkrankheit genannt. Frauen werden den Daten zufolge sp\u00e4ter diagnostiziert als M\u00e4nner und weisen dann oft schwerwiegendere Symptome auf. Notwendig sei bei ihnen eine st\u00e4rkere Beachtung weniger typischer Beschwerden, die konsequentere Gabe von Medikamenten und weitere Forschung, erkl\u00e4rt die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Gef\u00e4\u00dfchirurgie und Gef\u00e4\u00dfmedizin\u00a0e.V.\u00a0(DGG). Die pAVK ist weit verbreitet, ab dem 60.\u00a0Lebensjahr leidet in Deutschland jede zehnte Person daran.<\/p>\n<p>&#8222;Frauen mit <a href=\"http:\/\/www.diabsite.de\/infos\/lexikon\/index.html#pavk\" class=\"lex\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pAVK<\/a> sind bei Diagnosestellung h\u00e4ufig \u00e4lter, kr\u00e4nker und leiden an mehr Begleiterkrankungen als M\u00e4nner&#8220;, berichtet Dr.\u00a0med.\u00a0Ursula Werra-Buhz, DGG-Expertin und Ober\u00e4rztin der Klinik f\u00fcr Gef\u00e4\u00dfchirurgie an der Uniklinik K\u00f6ln. Dies k\u00f6nnte auch daran liegen, dass ihre Symptome oft unspezifischer sind und die Erkrankung dadurch sp\u00e4ter erkannt wird. &#8222;W\u00e4hrend M\u00e4nner h\u00e4ufiger klassische Symptome wie Wadenschmerzen aufweisen, klagen Frauen oft \u00fcber diffuse Beinbeschwerden oder Fersenschmerzen&#8220;, sagt Werra-Buhz. Im Schnitt werden Gef\u00e4\u00dferkrankungen bei Frauen eine Dekade sp\u00e4ter als bei M\u00e4nnern diagnostiziert.<\/p>\n<p>M\u00e4nner erhalten \u00f6fter eine optimale medikament\u00f6se Therapie<\/p>\n<p>Die Folgen dieser verz\u00f6gerten Diagnose belegen Zahlen aus einer Registerstudie mit 23.820\u00a0Patient*innen: W\u00e4hrend 59\u00a0Prozent der M\u00e4nner bereits in einem fr\u00fchen Krankheitsstadium der pAVK aufgrund von Beinschmerzen beim Gehen behandelt wurden, lag dieser Anteil bei Frauen bei nur 53\u00a0Prozent. Stattdessen erfolgte die Behandlung bei Frauen h\u00e4ufiger erst bei st\u00e4rkeren Beschwerden wie Ruheschmerzen (16\u00a0Prozent vs. 11\u00a0Prozent bei M\u00e4nnern). Auch in der Therapie gibt es Unterschiede. Einer aktuellen Analyse zufolge erhalten 42,7\u00a0Prozent der M\u00e4nner nach einem Krankenhausaufenthalt eine optimale medikament\u00f6se Behandlung mit Statinen und Thrombozytenaggregationshemmern, w\u00e4hrend dieser Anteil bei Frauen nur 37\u00a0Prozent bemisst. &#8222;Auf optimale Medikation muss insgesamt und insbesondere bei Frauen st\u00e4rker geachtet werden&#8220;, so Werra-Buhz.<\/p>\n<p>Frauen sollten fr\u00fcher gef\u00e4\u00dfmedizinische Expertise suchen<\/p>\n<p>Die Ergebnisse endovaskul\u00e4rer Eingriffe oder offener Operationen zeigen ebenfalls geschlechterspezifische Unterschiede. &#8222;Nach allem, was wir derzeit wissen, scheint das kurzfristige Ergebnis nach einem Eingriff oder einer offenen Operation bei Frauen etwas schlechter zu sein, der langfristige Verlauf jedoch besser&#8220;, erl\u00e4utert die Gef\u00e4\u00dfchirurgin. So ist die Sterblichkeit laut einer Datenbankanalyse aus dem Jahr\u00a02010 nach einem offenen Gef\u00e4\u00dfeingriff bei Frauen etwas h\u00f6her als bei M\u00e4nnern (5,05 vs. 4,0\u00a0Prozent). Dies gilt auch f\u00fcr endovaskul\u00e4re Therapieverfahren, wenn auch in geringf\u00fcgigerem Ma\u00dfe (2,87 vs. 2,11\u00a0Prozent). Auch sind bei Frauen h\u00e4ufiger Amputationen notwendig (24,9 vs. 23,4\u00a0Prozent). Zudem ist ihr Risiko f\u00fcr Komplikationen wie Nachblutungen (10,62 vs. 8,19\u00a0Prozent) oder Infektionen (3,23 vs. 2,88\u00a0Prozent) gr\u00f6\u00dfer. &#8222;Ein Grund f\u00fcr die kurzfristig schlechteren Ergebnisse nach Operationen k\u00f6nnte die Diagnose und Therapie im vergleichsweise bereits fortgeschrittenerem Krankheitsstadium sein&#8220;, so Werra-Buhz. &#8222;Das unterstreicht, wie wichtig es ist, fr\u00fchzeitig gef\u00e4\u00dfmedizinische Expertise zu\u00a0suchen.&#8220;<\/p>\n<p>Menopause als untersch\u00e4tzter Risikofaktor<\/p>\n<p>Weiterer wichtiger Punkt: Die Menopause sollte st\u00e4rker als eigenst\u00e4ndiger Risikofaktor f\u00fcr die Entstehung einer pAVK beachtet werden. &#8222;Die Menopause ist ein Wendepunkt, bis zu dem die Gef\u00e4\u00dfe von Frauen durch die weiblichen Hormone gesch\u00fctzt sind&#8220;, so die DGG-Expertin. Der Abfall des Estradiolspiegels nach den Wechseljahren f\u00fchrt zu einer verst\u00e4rkten Fehlfunktion der inneren Zellschicht der Blutgef\u00e4\u00dfe, zu einer st\u00e4rkeren Gef\u00e4\u00dfversteifung und Entz\u00fcndungsreaktion. Auch die H\u00e4ufigkeit von Bluthochdruck &#8211;\u00a0ein weiterer Risikofaktor neben Rauchen, erh\u00f6hten Cholesterinwerten und Diabetes mellitus\u00a0&#8211; nimmt bei Frauen von 15\u00a0Prozent vor auf 45\u00a0Prozent nach der Menopause deutlich zu. &#8222;Eine fr\u00fchzeitige pr\u00e4ventive Therapie mit Lebensstil\u00e4nderungen kann hier entscheidend sein&#8220;, erkl\u00e4rt Werra-Buhz.<\/p>\n<p>Weibliches Geschlecht in Studien unterrepr\u00e4sentiert<\/p>\n<p>Es liegen entsprechend Hinweise vor, dass Diagnose und Therapie der pAVK bei Frauen verbessert werden sollten. Ein Problem auf dem Weg zu einer gezielteren Versorgung ist die Unterrepr\u00e4sentation von Frauen in der Forschung: Der Frauenanteil in gef\u00e4\u00dfmedizinischen Studien liegt bei durchschnittlich 32\u00a0Prozent. &#8222;In manchen Studien sind Frauen nicht ausreichend repr\u00e4sentiert, um die Ergebnisse ohne weiteres auf sie \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen&#8220;, betont Werra-Buhz. Um die Versorgung zu verbessern, m\u00fcssten Frauen st\u00e4rker eingebunden und spezifische Symptome besser ber\u00fccksichtigt werden. &#8222;Zudem sollten geschlechterspezifische Therapieans\u00e4tze, insbesondere in der medikament\u00f6sen Behandlung, weiter erforscht werden&#8220;, empfiehlt die DGG-Expertin.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>Quelle: Hoffmann-Wieker CM, Werra-Buhz UE. &#8222;Frauen sind einfach anders!? Genderbedingte Unterschiede bei Diagnostik und Therapie von Patient:innen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit\u00a0(PAVK)&#8220;. Gef\u00e4sschirurgie\u00a02023. DOI: 10.1007\/s00772-023-01007-2<\/p>\n<p>Bildunterschrift: Durchblutungsst\u00f6rungen<br \/>Bildquelle: Monika Gause f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/index.html\" class=\"ds\" title=\"Zur Startseite des Diabetes-Portals DiabSite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.diabsite.de<\/a>.<\/p>\n<p id=\"dokInfo\">\n    zuletzt bearbeitet: 10.12.2025  <a href=\"#seite\" class=\"topLink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1746764832_377_top.gif\" alt=\"nach oben\" width=\"18\" height=\"18\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Home &gt; Aktuelles &gt; Diabetes-Nachrichten &gt; Archive &gt; 2025 &gt; 251210 Schaufensterkrankheit bei Frauen oft zu sp\u00e4t diagnostiziert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":636078,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,6070,149972,3236,149971,30,141,232,28476,38806],"class_list":{"0":"post-636077","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-diabetes","10":"tag-durchblutungsstrungen","11":"tag-frauen","12":"tag-geferkrankungen","13":"tag-germany","14":"tag-gesundheit","15":"tag-health","16":"tag-mnner","17":"tag-schaufensterkrankheit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115693487552359092","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/636077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=636077"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/636077\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/636078"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=636077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=636077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=636077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}