{"id":636507,"date":"2025-12-10T09:12:19","date_gmt":"2025-12-10T09:12:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/636507\/"},"modified":"2025-12-10T09:12:19","modified_gmt":"2025-12-10T09:12:19","slug":"uranus-und-neptun-koennten-gesteinsriesen-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/636507\/","title":{"rendered":"Uranus und Neptun k\u00f6nnten Gesteinsriesen sein"},"content":{"rendered":"<p>    <a href=\"http:\/\/www.uzh.ch\/\" target=\"_new\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"EmbeddedImage\" style=\"max-height:200px; max-width: 200px;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/institutionlogo39321\" border=\"0\" alt=\"institution logo\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"LinkedIn\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/www.linkedin.com\/shareArticle?mini=true&amp;url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DSvKBA','Share on LinkedIn', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Twitter\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/twitter.com\/share?url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DSvKBA&amp;text=Uranus+und+Neptun+k%C3%B6nnten+Gesteinsriesen+sein+','Share on Twitter', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/x_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Bluesky\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Uranus+und+Neptun+k%C3%B6nnten+Gesteinsriesen+sein+%20http:\/\/www.idw-online.de\/-DSvKBA','Share on Bluesky', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>\n            Share on:\u00a0\n        <\/p>\n<p>    12\/10\/2025 10:00<\/p>\n<p>    Uranus und Neptun k\u00f6nnten Gesteinsriesen sein <\/p>\n<p>\n    Ein Forschungsteam der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und des NCCR PlanetS stellt das bisherige Verst\u00e4ndnis vom Inneren der Planeten des Sonnensystems in Frage. Die Zusammensetzung von Uranus und Neptun, den beiden \u00e4ussersten Planeten, k\u00f6nnte felsiger und weniger eisig sein als bisher angenommen.<\/p>\n<p>\n    Die acht Planeten unseres Sonnensystems werden in der Regel anhand ihrer Zusammensetzung in drei Kategorien unterteilt: In der N\u00e4he der Sonne befinden sich die vier terrestrischen Gesteinsplaneten (Merkur, Venus, Erde und Mars), gefolgt von den beiden Gasriesen (Jupiter und Saturn) und schliesslich den beiden Eisriesen (Uranus und Neptun).  <\/p>\n<p>Laut neuen Untersuchungen von Forschenden der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (UZH) und des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NCCR) PlanetS k\u00f6nnten Uranus und Neptun eher felsig statt eisig sein. Die Forschenden stellen damit die bisherige Annahme in Frage, die die beiden Planeten einzig als eisreich bezeichneten. Dies deckt sich auch mit dem k\u00fcrzlichen Befund, dass der Zwergplanet Pluto in seiner Zusammensetzung \u00fcberwiegend aus Gestein besteht.<\/p>\n<p>Neuer Simulationsprozess entwickelt<\/p>\n<p>Zuerst entwickelte das Team ein neues Modell, um das Innere von Uranus und Neptun zu simulieren. \u00abDie Einstufung als Eisriesen ist m\u00f6glicherweise zu stark vereinfacht, da die beiden Planeten nur unzureichend verstanden werden\u00bb, sagt Luca Morf, UZH-Doktorand und Hauptautor der Studie. \u00abPhysikalische Modelle gingen bisher von zu vielen Annahmen aus und empirische Modelle waren zu vereinfachend. Wir haben beide Ans\u00e4tze kombiniert, um neue, neutrale und physikalisch konsistente Modelle zu erhalten\u00bb, so Morf. <\/p>\n<p>Die Forschenden begannen zuerst mit einem zuf\u00e4lligen Dichteprofil f\u00fcr das Innere des Planeten. Sie berechneten das planetarische Gravitationsfeld, das mit den Beobachtungsdaten \u00fcbereinstimmte, und leiteten daraus eine m\u00f6gliche Zusammensetzung ab. Schliesslich wurde der gesamte Prozess viele Male wiederholt, um die bestm\u00f6gliche \u00dcbereinstimmung zwischen den Modellen und den Beobachtungen zu erzielen. Auf diese Weise stellte das Team sicher, dass ihr Modell den Gesetzen der Physik entspricht \u2013 wie dem Gleichgewicht zwischen Schwerkraft, inneren Druckkr\u00e4ften sowie Thermodynamik.  <\/p>\n<p>Viele neue M\u00f6glichkeiten<\/p>\n<p>Dank des neuen Modells fand das UZH-Team heraus, dass die m\u00f6gljche Zusammensetzung im Inneren der \u00abEisriesen\u00bb unseres Sonnensystems keineswegs auf Eis beschr\u00e4nkt ist \u2013 typischerweise dargestellt durch Wasser oder andere fl\u00fcchtige Materialien. \u00abDas hatten wir vor fast 15 Jahren erstmals vermutet, nun verf\u00fcgen wir endlich \u00fcber den rechnerischen Beleg\u00bb, sagt Ravit Helled, UZH-Professorin am Institut f\u00fcr Astrophysik sowie Direktorin von UZH Space. <\/p>\n<p>Die Studie bringt auch neue Erkenntnisse zum Magnetfeld der beiden \u00e4usseren Planeten des Sonnensystems. W\u00e4hrend auf der Erde klare Nord- und S\u00fcdpole bestehen, sind die Magnetfelder von Uranus und Neptun chaotischer und haben mehr als nur zwei Pole. \u00abWir haben zudem festgestellt, dass das Magnetfeld des Uranus tiefer liegen k\u00f6nnte als dasjenige von Neptun\u00bb, erkl\u00e4rt Ravit Helled.<\/p>\n<p>Die Notwendigkeit neuer Weltraummissionen<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind zwar vielversprechend, dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit. \u00abPhysiker verstehen noch immer kaum, wie sich Materialien unter den Druck- und Temperaturbedingungen im Inneren eines Planeten verhalten. Dies k\u00f6nnte unsere Ergebnisse beeinflussen\u201c, sagt Luca Morf, der die Modelle noch erweitern m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Generell ebnen die Studienergebnisse den Weg f\u00fcr neue m\u00f6gliche Szenarien, wie die beiden Planeten im Inneren zusammengesetzt sind. Die an der UZH im Rahmen des NCCR PlanetS entwickelte Methode weist neue Wege f\u00fcr die zuk\u00fcnftige materialwissenschaftliche Forschung unter planetarischen Bedingungen. \u00abSowohl Uranus als auch Neptun k\u00f6nnten je nach Modellannahmen Gesteinsriesen oder Eisriesen sein. Die derzeitigen Daten reichen jedoch nicht aus, um die beiden Varianten zu unterscheiden. Dazu br\u00e4uchte es wohl gezielte Missionen zu Uranus und Neptun\u00bb, sagt Helled.\n    <\/p>\n<p>    Contact for scientific information:<\/p>\n<p>Kontakt <br \/>Prof. Ravit Helled<br \/>Institut f\u00fcr Astrophysik<br \/>Universit\u00e4t Z\u00fcrich<br \/>+41(0)44 635 61 89<br \/>r.helled@gmail.com<\/p>\n<p>    Original publication:<\/p>\n<p>Literatur <br \/>Luca Morf and Ravit Helled. Icy or rocky? Convective or stable? New interior models of Uranus and Neptune. Astronomy &amp; Astrophysics, 10. December 2025. Doi: 10.1051\/0004-6361\/202556911<\/p>\n<p>    More information:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.news.uzh.ch\/de\/articles\/media\/2025\/Uranus-Neptun.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.news.uzh.ch\/de\/articles\/media\/2025\/Uranus-Neptun.html<\/a><\/p>\n<p><b>Images<\/b><\/p>\n<p>\n    <strong>Criteria of this press release: <br \/><\/strong><br \/>\n     Journalists<br \/>Physics \/ astronomy<br \/>transregional, national<br \/>Research results, Transfer of Science or Research<br \/>German\n    <\/p>\n<p>    \u00a0<\/p>\n<dl class=\"sub-nav green maincontent\">\n<dd class=\"active\">\n    <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/javascript:history.back()\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Back<\/a>\n    <\/dd>\n<\/dl>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/loading.gif\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/p>\n<p>    <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Share on:\u00a0 12\/10\/2025 10:00 Uranus und Neptun k\u00f6nnten Gesteinsriesen sein Ein Forschungsteam der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und des NCCR&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":636508,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[29,30,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-636507","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-science","11":"tag-science-technology","12":"tag-technik","13":"tag-technology","14":"tag-wissenschaft","15":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115694506204396663","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/636507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=636507"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/636507\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/636508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=636507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=636507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=636507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}