{"id":637828,"date":"2025-12-10T23:06:20","date_gmt":"2025-12-10T23:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/637828\/"},"modified":"2025-12-10T23:06:20","modified_gmt":"2025-12-10T23:06:20","slug":"tauthr-krybl-review-metal-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/637828\/","title":{"rendered":"TAUTHR \u2013 Krybl Review \u2022 metal.de"},"content":{"rendered":"<p>Dichte Nebelschwaden ziehen am Horizont auf und legen sich mit eisiger Hand um eine vorgelagerte Landzunge an der Nordseek\u00fcste. Ein letztes Aufb\u00e4umen des Lichts, das von dem Leuchtturm am Rande einer Klippe in die kalte Nacht hinaus strahlt, wird von der Dunkelheit verschluckt.<\/p>\n<p>Kauernd unter einem kahlen Laubbaum versuche ich mich vor den langsam herankommenden D\u00e4monen zu verbergen, ehe ich von ihren roten Augen erfasst und in die ewige Dunkelheit herabgezogen werde.<\/p>\n<p><strong>\u201eKrybl\u201c ist angsteinfl\u00f6ssend, verzweifelt und gemein<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man sich erstmal auf die schleswig-holsteiner Black-Metal-Instanz TAUTHR eingelassen hat, k\u00f6nnen die oben beschriebenen Bilder schnell im Kopf herumspuken. Die Band existiert bereits seit 1991 und muss damit der zweiten Welle zugeordnet werden. Auch wenn es TAUTHR nie wirklich geschafft haben, aus dem Underground ans Tageslicht zu kommen. Ob die Musiker das \u00fcberhaupt gewollt h\u00e4tten, darf aber ohnehin bezweifelt werden.<\/p>\n<p><strong>TAUTHR: Was lange w\u00e4hrt wird endlich gut<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Mit \u201eKrybl\u201c ver\u00f6ffentlicht die Band das zweite Studioalbum. Die lange Wartezeit nach \u201e<a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/tauthr-life-losing-14833\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Life Losing<\/a>\u201c ist aber auch die einzige Konstante. Denn so wenig aktiv TAUTHR in den letzten 34 Jahren waren, so h\u00e4ufig wurde das Besetzungskarussell angesto\u00dfen. Aber was erwartet uns auf \u201eKrybl\u201c eigentlich?<\/p>\n<p>Im ersten Segment dringt roher und hinterlistiger Black Metal aus den Boxen, der gerade mit dem Opener \u201eDamages\u201c keine Gefangenen macht. Wenn sich ENDSTILLE mit der Monotonie in ihren Songs r\u00fchmen, l\u00e4sst sich das \u00fcber die TAUTHR 2025 ebenfalls sagen. Immerhin stellt die erstgenannte Band das amtliche Folgeprojekt von TAUTHR-Gitarrist Wachtfels und Drummer M.D. dar. Die DNA ist also identisch.<\/p>\n<p><strong>Monotonie wird zum Experiment<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Schon ab Song Nummer f\u00fcnf (\u201eTo The Sea\u201c), ziehen die Musiker aber die Notbremse und legen eine \u00fcberraschende Mischung aus verzweifeltem Gesang mit Industrial-Garnitur vor. Im folgenden \u201eEnde 104\u201c sind im Zwischenteil gar lange Melodieb\u00f6gen zu h\u00f6ren. Die ausgelegten Fl\u00e4chen und das h\u00e4ufig hyperschnelle Schlagzeug sind nicht nur beeindruckend, sie bilden eine klar erkennbare Trennlinie zu ENDSTILLE.<\/p>\n<p>\u201eAwake\u201c wiederum l\u00e4sst Erinnerungen an \u201eGrand Declaration Of War\u201c (MAYHEM) wach werden, wobei immer der am Irrsinn vorbeischrammende Gesang von Grolman im Vordergrund steht.<\/p>\n<p>Im Finale bestreiten TAUTHR zwar ihre Herkunft (\u201eThere Is No Black Metal\u201c), was wir allerdings nicht best\u00e4tigen k\u00f6nnen. Mit \u201eKrybl\u201c ist der Band ein ordentliches Black-Metal-Brett gelungen, das mit dem altert\u00fcmlichen Songwriting und den sparsam eingesetzten Arrangements in erster Linie ENDSTILLE-Fans oder Genre-Liebhaber:innen der zweiten Welle \u00fcberzeugen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dichte Nebelschwaden ziehen am Horizont auf und legen sich mit eisiger Hand um eine vorgelagerte Landzunge an der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":637829,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-637828","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115697784680272001","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/637828","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=637828"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/637828\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/637829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=637828"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=637828"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=637828"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}