{"id":638280,"date":"2025-12-11T03:56:23","date_gmt":"2025-12-11T03:56:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/638280\/"},"modified":"2025-12-11T03:56:23","modified_gmt":"2025-12-11T03:56:23","slug":"eu-genehmigt-staatshilfen-fuer-atomkraftwerk-in-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/638280\/","title":{"rendered":"EU genehmigt Staatshilfen f\u00fcr Atomkraftwerk in Polen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ostseekueste-lubiatowo-100.jpg\" alt=\"Gesamtansicht der Ostseek\u00fcste in Lubiatow (Polen) im Winter.\" title=\"Gesamtansicht der Ostseek\u00fcste in Lubiatow (Polen) im Winter. | picture alliance \/ NurPhoto\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 10.12.2025 18:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>W\u00e4hrend Deutschland die Atomenergie hinter sich gelassen hat, steigt Polen erst ein. Das Nachbarland will ein AKW in Ostseen\u00e4he bauen &#8211; auch um aus der Kohleverstromung auszusteigen. Aus Br\u00fcssel gibt es nun gr\u00fcnes Licht<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/david-zajonz-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"David Zajonz\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/zajonz-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Polens Ministerpr\u00e4sident Donald Tusk seinen Landsleuten die Entscheidung aus Br\u00fcssel mitteilte, klang er, als \u00fcberbringe er ein verfr\u00fchtes Weihnachtsgeschenk. Die Europ\u00e4ische Kommission erlaubt es dem polnischen Staat, den Bau eines Atomkraftwerks zu bezuschussen. &#8222;Es kann nun mit Vollgas gebaut werden &#8211; und zwar noch im Dezember&#8220;, sagt Tusk.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehr als 40 Milliarden Euro soll der Bau von Polens erstem Atomkraftwerk kosten. Ein knappes Drittel davon \u00fcbernimmt der Staat. Das Geld kommt nicht von der EU, sondern vom polnischen Steuerzahler, daf\u00fcr brauchte es aber eine Genehmigung aus Br\u00fcssel. Entstehen soll das Kraftwerk nordwestlich von Danzig (Gda\u0144sk) an der Ostseek\u00fcste, etwa 250 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die polnische Gesellschaft, in vielen Fragen tief gespalten, ist sich in Sachen Atomenergie weitestgehend einig. In einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr haben mehr als 90 Prozent der Befragten den Bau polnischer Atomkraftwerke unterst\u00fctzt, betont Jakub Wiech, Fachjournalist f\u00fcr Energiefragen beim Onlineportal Energetyka24. &#8222;In Polen gibt es in der Atompolitik einen partei\u00fcbergreifenden Konsens &#8211; in der Gesellschaft und in der Politik. Es gibt in Polen keine relevante Partei, die gegen Atomkraft ist.&#8220;<\/p>\n<p>    Atomenergie soll Kohle abl\u00f6sen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch klimabewusste Polen sehen die Atomkraft positiv. Sie soll dabei helfen, von der Kohleverstromung wegzukommen, die noch immer den gr\u00f6\u00dften Teil der Stromerzeugung im Land ausmacht, sagt der Energieanalyst Wojciech Jak\u00f3bik. &#8222;Mit der Atomenergie erreichen wir zwei unserer Klima- und Energieziele gleichzeitig. Versorgungssicherheit und die Reduktion von CO2-Emissionen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Selbst in der unmittelbaren Umgebung des geplanten Kraftwerks bef\u00fcrwortet eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung den Neubau. Auch wenn die Unterst\u00fctzung hier nicht ganz so deutlich ausf\u00e4llt wie im Rest des Landes, was beispielsweise mit m\u00f6glichen Auswirkungen auf den Tourismus zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>    Endlagersuche spielt kaum eine Rolle<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Themen wie die Endlagersuche f\u00fcr Atomm\u00fcll spielen hingegen keine gro\u00dfe Rolle in der \u00f6ffentlichen Debatte, auch nicht f\u00fcr Energieexperte Jakub Wiech. &#8222;In den ersten Jahrzehnten werden diese Substanzen in den Kraftwerken selbst gelagert werden k\u00f6nnen&#8220;, sagt er. &#8222;Nur einen kleinen Teil davon w\u00fcrde ich \u00fcberhaupt als M\u00fcll bezeichnen. Der restliche Teil der Brennst\u00e4be k\u00f6nnte wieder aufbereitet werden, sodass er wieder als Brennstoff dienen kann.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die erste Tranche der staatlichen F\u00f6rderung f\u00fcr den Kraftwerksbau will die polnische Regierung noch in diesem Monat auszahlen. Bis tats\u00e4chlich Atomstrom flie\u00dft, wird es nach den jetzigen Pl\u00e4nen aber noch mehr als zehn Jahre dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.12.2025 18:30 Uhr W\u00e4hrend Deutschland die Atomenergie hinter sich gelassen hat, steigt Polen erst ein. 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