{"id":638860,"date":"2025-12-11T09:58:14","date_gmt":"2025-12-11T09:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/638860\/"},"modified":"2025-12-11T09:58:14","modified_gmt":"2025-12-11T09:58:14","slug":"usa-europa-mit-trumps-hilfe-steht-putin-nun-kurz-vor-seinem-grossen-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/638860\/","title":{"rendered":"USA &#038; Europa: Mit Trumps Hilfe steht Putin nun kurz vor seinem gro\u00dfen Ziel"},"content":{"rendered":"<p>Im gro\u00dfen \u201ePolitico\u201c-Interview hat Trump f\u00fcr Europa nur noch Verachtung \u00fcbrig \u2013 und im Kreml ist die Freude gro\u00df. Putin hofft, dass Washington den alten Kontinent fallenl\u00e4sst. Denn dann kann Moskau endlich zum entscheidenden politischen Schlag ausholen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der US-Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> h\u00e4lt nicht viel vom Europa der Gegenwart. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6937cfc1c3b4893a9e2b2a42\/us-praesident-im-interview-trump-fordert-von-europas-politischer-fuehrung-andere-migrationspolitik.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6937cfc1c3b4893a9e2b2a42\/us-praesident-im-interview-trump-fordert-von-europas-politischer-fuehrung-andere-migrationspolitik.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Im Interview mit der WELT-Schwesterpublikation \u201ePolitico\u201c<\/a> sagte er, Europa verfalle und werde von den eigenen Regierungen zerst\u00f6rt. Er wollte ein starkes Europa sehen, den Kernpunkt dazu sieht er in restriktiver Migrationspolitik. Die Ukraine stehe auf der Verliererseite. Dort solle man trotz des Kriegszustandes Pr\u00e4sidentschaftswahlen abhalten.<\/p>\n<p>Trumps Position steht im Einklang mit der am vergangenen Freitag ver\u00f6ffentlichten nationalen Sicherheitsstrategie seiner Regierung. Wer hierzulande gedacht hat, die Spitzen der US-Regierung gegen Europa seien folgenlose Rhetorik, werden nun eines Besseren belehrt.<\/p>\n<p>Trumps neues Leitdokument der nationalen Sicherheit ist nicht weniger als ein ideologischer Bruch mit Europa, der eine Jahrzehnte w\u00e4hrende transatlantische Gemeinschaft infrage stellt. In keinem anderen Land d\u00fcrfte die Schadenfreude dar\u00fcber derzeit gr\u00f6\u00dfer sein als in Russland. Im Kreml spekuliert man seit Jahren auf einen Streit zwischen den USA und Europa \u2013 der nun Realit\u00e4t wird.<\/p>\n<p>Im Dokument ist die Rede davon, dass es Ziel der US-Regierung sei, das Verh\u00e4ltnis zu Russland zu verbessern und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. Die Nato d\u00fcrfe keine \u201esich ewig ausdehnende Allianz\u201c sein. Den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten Washingtons drohe die \u201eAusl\u00f6schung der Zivilisation\u201c wegen verfehlter Migrationspolitik. Auch am Umgang mit der Meinungsfreiheit in Europa \u00fcben die Amerikaner Kritik.<\/p>\n<p>In Moskau registriert man mit Genugtuung, dass die US-Regierung Russland zum ersten Mal in j\u00fcngster Geschichte nicht als Bedrohung f\u00fcr die nationale Sicherheit deklariert. Aus dem Kreml hie\u00df es, die neue Strategie der USA f\u00fcr die nationale Sicherheit stehe gr\u00f6\u00dftenteils im Einklang mit der Vision Moskaus. <\/p>\n<p>Laut <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/wladimir-putin\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/wladimir-putin\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wladimir Putins<\/a> Sprecher Dmitrij Peskow begr\u00fc\u00dft man den Fokus auf den Aufbau konstruktiver Beziehungen. Auch Trumps Forderung nach Wahlen in der Ukraine d\u00fcrfte dem Kreml gefallen. Putin betont regelm\u00e4\u00dfig, Wolodymyr Selenskyj sei kein legitimer Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Der Ex-Pr\u00e4sident und Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrates <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/dimitrij-medwedjew\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/dimitrij-medwedjew\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dmitrij Medwedjew <\/a>ging wie gewohnt weit \u00fcber die diplomatischen Formeln Peskows hinaus. Die Amerikaner dressierten die \u201eirre gewordene EU\u201c, damit das \u201ekranke Tier sich ins Ged\u00e4chtnis ruft, wer der wahre Zirkusdirektor\u201c sei. Der \u201eGro\u00dfmacht-Pragmatismus Trumps\u201c sei besser als der \u201eglobalistische Schwachsinn <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/joe-biden\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/joe-biden\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bidens<\/a>\u201c.<\/p>\n<p>Das gebe Russland Raum f\u00fcr eine \u201emehr oder weniger zivilisierte Diplomatie\u201c. Die Signale aus Washington seien \u201ealles andere als eine freundschaftliche Umarmung\u201c, aber die Bereitschaft, die \u201eSicherheitsarchitektur\u201c zu diskutieren, sei da. Vom \u201eimbezilen Europa\u201c erwarte man aber wenig Gutes.<\/p>\n<p>Diese Statements passen in den Trend der russischen Propaganda seit dem Amtsantritt Donald Trumps. Seitdem versuchen die Russen, Kiew und die Europ\u00e4er als St\u00f6renfriede auf dem Weg zu einer Friedensl\u00f6sung in der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> darzustellen. Die USA, die inzwischen mit europ\u00e4ischen Geldern finanziert Waffen an die Ukrainer liefern, sind f\u00fcr die Russen geradezu Pazifisten.<\/p>\n<p>Strategie des Kremls geht offenbar auf<\/p>\n<p>Diesen Widerspruch h\u00e4lt der Kreml aus. Putin geht es darum, Trump so weit zu umgarnen, dass die Amerikaner die Europ\u00e4er m\u00f6glichst sich selbst \u00fcberlassen. Russland will nach der Maxime \u201eteile und herrsche\u201c vorgehen: Sind die Amerikaner erst einmal aus dem Spiel, kann man die Europ\u00e4er gegeneinander ausspielen.<\/p>\n<p>Bislang scheint die Strategie des Kremls aufzugehen. Doch auch in Moskau folgt auf die Schadenfreude die Vorsicht. Von Peskow \u00fcber Medwedjew bis hin zur Sprecherin des Au\u00dfenministeriums <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69242f9c3efb35afaeccc314\/verhandlungen-mit-russland-europa-fordert-blut-die-reaktionen-aus-russland-weisen-in-eine-bestimmte-richtung.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69242f9c3efb35afaeccc314\/verhandlungen-mit-russland-europa-fordert-blut-die-reaktionen-aus-russland-weisen-in-eine-bestimmte-richtung.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maria Sacharowa<\/a> betonen die offiziellen Stimmen Moskaus: auf dem Papier liest sich die neue US-Strategie f\u00fcr Russland sehr gut.<\/p>\n<p>Wie sie praktisch umgesetzt wird, sei eine offene Frage. Peskow warnt vor dem \u201eDeep State\u201c der Amerikaner, der Trump den Strich durch die Rechnung ziehen k\u00f6nnte. Medwedjew schreibt in einem Posting bei VKontakte, ein \u201eneuer wildgewordener Biden\u201c k\u00f6nne alles zunichtemachen, was die heutige \u201eMAGA-Mannschaft\u201c plane.<\/p>\n<p>Das ist f\u00fcr die Russen das fundamentale Problem im Umgang mit den Amerikanern. In Europa bietet die Demokratie dem Kreml Chancen \u2013 etwa durch Wahleinmischung zugunsten russlandfreundlicher Rechtspopulisten \u2013 in Amerika birgt sie f\u00fcr Russland inzwischen nur Risiken. <\/p>\n<p>Anders als Russland, wo Putin seit 25 Jahren die Au\u00dfenpolitik bestimmt und mindestens zehn weitere Jahre lang bestimmen will, sind die USA eine Demokratie. Mit jeder neuen US-Administration k\u00f6nnten sich die Akzente verschieben. Das erkl\u00e4rt die Bem\u00fchungen Russlands, einen solchen Deal mit den Amerikanern zu erreichen, der einen US-Politikwechsel aush\u00e4lt. Die vergangenen Wochen zeigen: Davon ist der Kreml noch weit entfernt.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/lokshin-pavel\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/lokshin-pavel\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Pavel Lokshin<\/b><\/a><b> ist Russland-Korrespondent. Im Auftrag von WELT berichtet er seit 2017 \u00fcber Russland, die Ukraine und den postsowjetischen Raum. <\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im gro\u00dfen \u201ePolitico\u201c-Interview hat Trump f\u00fcr Europa nur noch Verachtung \u00fcbrig \u2013 und im Kreml ist die Freude&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":638861,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[114,663,13,14,15,111,15725,115,12,10,8,9,11,113,103,112,104],"class_list":{"0":"post-638860","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-donald-geb-1946","9":"tag-europa","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-putin","14":"tag-russland-politik","15":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-trump","22":"tag-welt","23":"tag-wladimir","24":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115700348137935074","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/638860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=638860"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/638860\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/638861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=638860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=638860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=638860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}