{"id":638965,"date":"2025-12-11T10:54:17","date_gmt":"2025-12-11T10:54:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/638965\/"},"modified":"2025-12-11T10:54:17","modified_gmt":"2025-12-11T10:54:17","slug":"chemisches-recycling-must-have-fuer-die-zukunft-des-standorts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/638965\/","title":{"rendered":"Chemisches Recycling: Must-have f\u00fcr die Zukunft des Standorts"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">11.12.2025 \u2013 11:48<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von PlasticsEurope Deutschland e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/57333\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">PlasticsEurope Deutschland e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/f3165b93-ca4f-485c-934a-3a0c606a69d2\/Foto%20Chemisches%20Recy~ope%20Deutschland.jpg.jpg\" data-description=\"Chemische Recyclinganlage in Ennigerloh, Nordrhein-Westfalen: In dieser Anlage werden komplexe Kunststoffabf\u00e4lle in ihre chemischen Grundstoffe zerlegt. Beim chemischen Recycling  entstehen \u00d6le, Gase und Feststoffe, die wieder f\u00fcr die Herstellung neuer Kunststoffe genutzt werden k\u00f6nnen und fossile Rohstoffe im Produktionsprozess teilweise ersetzen. Foto: \u00a9 Plastics Europe Deutschland \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/57333 \/ Die Verwendung dieses Bildes f\u00fcr redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zul\u00e4ssig und dann auch honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung ausschlie\u00dflich mit Bildrechte-Hinweis.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"693a9fff270000fd2c390caa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/chemisches-recycling-must-have-f-r-die-zukunft-des-standorts.jpeg\"   alt=\"Chemisches Recycling: Must-have f\u00fcr die Zukunft des Standorts\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Frankfurt%20am%20Main\" title=\"News aus Frankfurt am Main \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt am Main<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Neues Verpackungsgesetz in Deutschland, Regeln f\u00fcr Massenbilanz in Br\u00fcssel: Jetzt ist die Chance, einen Rechtsrahmen zu schaffen, in dem die Potenziale der Technologien gehoben werden.<\/p>\n<p> Eine neue Conversio-Studie zeigt: Deutschland k\u00f6nnte deutlich mehr Kunststoffe recyceln. Chemische Verfahren bieten als Erg\u00e4nzung zum mechanischen Recycling zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten &#8211; vor allem f\u00fcr solche Abf\u00e4lle, die sich mit klassischen Verfahren kaum hochwertig verwerten lassen. Letztes Jahr waren hierzulande aber erst vier kleinere Pilotanlagen f\u00fcr chemisches Recycling gemischter Polyolefine in Betrieb (per Anlage Max. 4.000 Tonnen\/p. a.) sowie eine industrielle Anlage (20.000 Tonnen\/p. a.) f\u00fcr die Pyrolyse von Altreifen. Zwei industrielle Anlagen f\u00fcr gemischte Polyolefinabf\u00e4lle (24.600 Tonnen\/p. a. und 50.000 Tonnen\/p. a.) werden derzeit gebaut, 10 weitere Anlagen unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe befinden sich in Planung. <\/p>\n<p><b>Die Industrie will starten, aber wird ausgebremst<\/b><\/p>\n<p> Matthias Belitz vom Verband der Chemischen Industrie sieht die Politik jetzt in der Verantwortung: &#8222;Chemisches Recycling ist bei weitem nicht dort, wo es sein k\u00f6nnte. Es handelt sich um eine Zukunftstechnologie sowohl zur Reduktion von Treibhausgasen als auch zur Versorgung mit Rohstoffen. Das ist eine klare Win-win-Situation f\u00fcr Klimaschutz und Resilienz. Doch solange zentrale Rechtsfragen offenbleiben, kommen die notwendigen Investitionen nicht ins Rollen.&#8220; <\/p>\n<p><b>Ohne klare Vorgaben wird Deutschland den Anschluss verlieren<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Bisher ist die installierte Kapazit\u00e4t f\u00fcr chemisches Recycling in Europa vor allem au\u00dferhalb Deutschlands angesiedelt&#8220;, sagt Dr. Christine Bunte von Plastics Europe Deutschland. &#8222;Die Erw\u00e4hnung des chemischen Recyclings im neuen Verpackungsdurchf\u00fchrungsgesetz ist ein erster wichtiger Schritt, das Potenzial auch hier im Land zu heben. Auf europ\u00e4ischer Ebene fehlt noch eine wichtige Entscheidung, wie chemisches Recycling auch auf die Quoten f\u00fcr den Einsatz von recycelten Kunststoffen angerechnet werden kann. Diese endlose Diskussion \u00fcber die Massenbilanzierung muss daher schnell beendet werden. Wir hoffen, die Bundesregierung macht hier in Br\u00fcssel entsprechend Druck.&#8220; <\/p>\n<p> Neben dem klaren Rechtsrahmen f\u00fcr chemische Verfahren setzen sich die Verb\u00e4nde daf\u00fcr ein, dass auch l\u00f6semittelbasierte Prozesse als Teil der L\u00f6sung gef\u00f6rdert werden. Dadurch werden deutlich h\u00f6here Reinheiten erzielt als bei herk\u00f6mmlichen mechanischen Recyclingverfahren, so dass mehr Abf\u00e4lle recycelt werden und besonders hochwertige Rezyklate hergestellt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><b>Hintergrund: Was ist chemisches Recycling?<\/b><\/p>\n<p> Beim chemischen Recycling werden Kunststoffe in ihre chemischen Grundstoffe zerlegt. Dabei entstehen kohlenstoffhaltige \u00d6le und Gase, sowie Feststoffe. Diese \u00d6le und Gase k\u00f6nnen erneut zur Herstellung von Kunststoffen verwendet werden und fossile Rohstoffe in der Kunststoffproduktion teilweise ersetzen. Chemisches Recycling gilt daher als ein wichtiger Baustein f\u00fcr die Defossilierung der Kunststoffproduktion. Da chemisch recycelte Materialien aber \u00fcberwiegend in der Verarbeitung zu neuen Produkten bislang einen geringen Anteil haben, werden sie gemeinsam mit fossil-basierten Materialien verarbeitet. Daher kann ihr Anteil im Endprodukt nicht direkt bestimmt werden. Der Rohstoffanteil wird deshalb, \u00e4hnlich wie bei Fair-Trade-Schokolade, \u00d6kostrom- oder Biomasse, den Endprodukten \u00fcber Massenbilanzen zugeordnet. <\/p>\n<p><b>Fakten kompakt: Der Stand des chemischen Recyclings in Deutschland<\/b><\/p>\n<p><b>Aktuelle Kapazit\u00e4ten: <\/b>In Deutschland waren im letzten Jahr f\u00fcnf Anlagen in Betrieb, die zusammen rund 20.000 Tonnen Altreifen und 10.000 Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle pro Jahr aufnehmen k\u00f6nnen. Das entspricht nur einer sehr kleinen Menge des gesamten Kunststoffabfalls in Deutschland, der j\u00e4hrlich bei \u00fcber sechs Millionen Tonnen liegt. <\/p>\n<p><b>Was m\u00f6glich w\u00e4re:<\/b> Laut Studie stehen dem chemischen Recycling, als Erg\u00e4nzung des mechanischen Recyclings, bis 2035 etwa eine halbe Millionen Tonnen geeigneter Abf\u00e4lle zur Verf\u00fcgung. Dazu z\u00e4hlen vor allem Reststoffe und gemischte Kunststoffreste aus dem Gelben Sack, die heute noch verbrannt werden, weil sie sich mechanisch nicht verwerten lassen. <\/p>\n<p><b>Geplanter Ausbau: <\/b>Sollten alle aktuell geplanten Projekte umgesetzt werden, k\u00f6nnte die Kapazit\u00e4t des chemischen Recyclings auf bis zu 0,8 Millionen Tonnen steigen, was rund dreizehn Prozent des deutschen Kunststoffabfalls entspricht. Die Studienautoren gehen aufgrund von Verz\u00f6gerungen einzelner Investitionen allerdings bis 2035 eher von einem mittleren Mengenzuwachs auf rund 0,3 Millionen Tonnen aus. <\/p>\n<p><b>Was recycelt werden kann: <\/b>In Deutschland d\u00fcrften sich die Investitionen vor allem auf Anlagen f\u00fcr Pyrolyse- und Ver\u00f6lung konzentrieren. F\u00fcr diese chemischen Recyclingverfahren eignen sich vor allem stark gemischte Kunststofffraktionen und Verbundkunststoffe, die f\u00fcr hochwertiges mechanisches Recycling zu komplex oder zu stark verschmutzt sind, darunter polyolefinreiche Reststoffe (mit hohem Anteil an HDPE, LDPE, PP), oder Altreifen sowie bestimmte PS- und PMMA-Abf\u00e4lle. <\/p>\n<p><b>Wichtigste Rohstoffquelle: <\/b>Der Gro\u00dfteil, der f\u00fcr das chemische Recycling geeigneten Kunststoffabf\u00e4lle stammt aus der Leichtverpackungs (LVP)-Sammlung (&#8222;Gelber Sack\/Gelbe Tonne&#8220;): Rund 92 Prozent des aktuellen Inputs kommen aus diesem Strom, der Rest aus Gewerbeabf\u00e4llen und industriellen Quellen. <\/p>\n<p><b>Hintergrund zur Studie: <\/b>Die Studie &#8222;Chemisches Recycling in Deutschland &#8211; Ist-Situation 2024 und Ausblick bis 2030\/2035&#8220; wurde vom Marktforschungsunternehmen Conversio erstellt. Auftraggeber der Studie ist die BKV GmbH mit Unterst\u00fctzung von u.a. Plastics Europe Deutschland und VCI. Eine Kurzfassung und eine Langfassung der Studie sind \u00fcber die Homepage der BKV erh\u00e4ltlich. <\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Bettina Dempewolf<br \/>Leiterin Kommunikation<br \/>Telefon: +49 171 9713962<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/57333\/mailto: bettina.dempewolf@plasticseurope.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> bettina.dempewolf@plasticseurope.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: PlasticsEurope Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"11.12.2025 \u2013 11:48 PlasticsEurope Deutschland e.V. 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