{"id":639371,"date":"2025-12-11T14:45:33","date_gmt":"2025-12-11T14:45:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639371\/"},"modified":"2025-12-11T14:45:33","modified_gmt":"2025-12-11T14:45:33","slug":"mehr-senioren-weniger-einwohner-statistiker-deutschland-schrumpft-bis-2070","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639371\/","title":{"rendered":"Mehr Senioren, weniger Einwohner: Statistiker: Deutschland schrumpft bis 2070"},"content":{"rendered":"<p>Mehr Senioren, weniger EinwohnerStatistiker: Deutschland schrumpft bis 2070<\/p>\n<p>11.12.2025, 14:09 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(03:25 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Berlin-Deutschland-Haus-der-Bundespressekonferenz-Pressekonferenz-Statistisches-Bundesamt-Bevoelkeru.webp\" alt=\"Berlin-Deutschland-Haus-der-Bundespressekonferenz-Pressekonferenz-Statistisches-Bundesamt-Bevoelkerung-im-Wandel-Ergebnisse-der-16\"\/>Ernste Gesichter, n\u00fcchterne Zahlen: Experten des Statistischen Bundesamts stellen die Ergebnisse der 16. koordinierten Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung vor. (Foto: picture alliance \/ dts-Agentur)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Deutschland altert schneller als erwartet, die Zahl der Rentner w\u00e4chst: Statistiker rechnen in der aktuellen Bev\u00f6lkerungsprognose mit weniger Einwohnern und zunehmendem Druck auf die Sozialsysteme. Gest\u00fctzt auf verschiedene Annahmen wagen sie den Blick weit voraus in die Zukunft.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Deutschland muss sich auf eine fortschreitende \u00dcberalterung und zugleich auf eine schrumpfende Bev\u00f6lkerung einstellen. Im Jahr 2070 werden laut einer statistischen Berechnung hierzulande deutlich weniger Menschen leben als heute. Bei einer moderaten Entwicklung der demografischen Faktoren Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung d\u00fcrfte die Bev\u00f6lkerungszahl innerhalb der kommenden 45 Jahre unter die Schwelle von 75 Millionen sinken, wie das Statistische Bundesamt auf Basis der aktuellen Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung mitteilte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schon in zehn Jahren wird demnach bereits jeder vierte Einwohner 67 Jahre oder \u00e4lter sein. Ursache der Entwicklung ist vor allem, dass die geburtenstarke Generation der Babyboomer bald in den Ruhestand wechselt und deutlich kleinere Jahrg\u00e4nge nachfolgen. Die Zahl der Menschen im Rentenalter d\u00fcrfte bis 2038 um mindestens 3,8 Millionen auf dann mehr als 20,5 Millionen steigen. Ihr Anteil an der Gesamtbev\u00f6lkerung w\u00e4chst auf 25 bis 27 Prozent. Gegenw\u00e4rtig betr\u00e4gt dieser 20 Prozent.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Gleichzeitig sinkt die Zahl der Menschen im Erwerbsalter, was die Sozialsysteme vor gro\u00dfe Herausforderungen stellen wird. &#8222;Bereits jetzt kommen auf 100 Personen im Erwerbsalter 33 Personen im Rentenalter&#8220;, sagte Karsten Lummer, Leiter der Abteilung &#8222;Bev\u00f6lkerung&#8220; beim Statistischen Bundesamt. &#8222;Im ung\u00fcnstigsten Fall mit einer dauerhaft niedrigen Geburtenrate und niedriger Nettozuwanderung k\u00f6nnte der Altenquotient sogar auf 61 steigen. Damit w\u00fcrde sich der Wert im Vergleich zu heute fast verdoppeln&#8220;, so Lummer. &#8222;Dann k\u00e4men auf eine Leistungsempf\u00e4ngerin oder einen Leistungsempf\u00e4nger aus den Alterssicherungssystemen weniger als zwei Einzahlende.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dazu kommt: Die Altersgruppe der Menschen ab 80 Jahren und \u00e4lter d\u00fcrfte der statistischen Vorausberechnung zufolge ab Mitte der 2030er-Jahre kr\u00e4ftig wachsen. Die Zahl der Hochaltrigen wird dann mit dem Eintritt der geburtenstarken Babyboomer-Jahrg\u00e4nge in diese Lebensphase von aktuell rund 6,1 Millionen auf bis zu 9,8 Millionen im Jahr 2050 zunehmen. &#8222;Damit geht ein deutlicher Anstieg der Pflegebed\u00fcrftigen einher&#8220;, hie\u00df es. Der Bedarf an Pflegeleistungen werde sich aller Voraussicht nach stark erh\u00f6hen. Im Jahr 2023 war die H\u00e4lfte der ab 80-J\u00e4hrigen in Deutschland pflegebed\u00fcrftig.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die unterschiedlichen Annahmen der demografischen Entwicklung ergeben in der Vorausberechnung eine betr\u00e4chtliche Bandbreite: Im Szenario mit einer schw\u00e4cheren Geburtenrate, einer geringeren Lebenserwartung und einer nachlassenden Zuwanderung k\u00f6nnte die Zahl der Einwohner in Deutschland bis zum Jahr 2070 sogar bis auf 63,9 Millionen fallen. Ohne deutlich mehr Geburten pro Jahr k\u00f6nnte in diesem Fall selbst eine hohe Zuwanderung den R\u00fcckgang der Erwerbsbev\u00f6lkerung nicht aufhalten. Zum Vergleich: Mitte 2025 hatte die Bundesrepublik rund 83,5 Millionen Einwohner.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die Zahl der 67-J\u00e4hrigen und \u00c4lteren wird in allen Berechnungsvarianten bis zum Jahr 2038 best\u00e4ndig steigen&#8220;, erkl\u00e4rte Elke Loichinger, Leiterin des Referats &#8222;Demografische Analysen&#8220; bei der Vorstellung der Daten. &#8222;Je nach Zunahme der Lebenserwartung werden dann 20,5 bis 21,3 Millionen Menschen im Rentenalter sein. Das sind 3,8 bis 4,5 Millionen mehr als heute.&#8220;<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Zahl der Einwohner im Erwerbsalter, das die Statistiker von 20 bis 66 Jahren ansetzen, wird den neuen Berechnungen zufolge bis Mitte der 2030er-Jahre aufgrund des Ausscheidens der stark besetzten Babyboomer-Jahrg\u00e4nge und des Nachr\u00fcckens der zahlenm\u00e4\u00dfig kleineren j\u00fcngeren Jahrg\u00e4nge sinken. Die entstehende L\u00fccke, so betonen die Experten, lasse sich auch durch die bisher angenommenen Ausma\u00dfe der Zuwanderung nicht schlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Jahr 2024 waren laut Statistikamt insgesamt 51,2 Millionen Menschen in Deutschland im Erwerbsalter von 20 bis 66 Jahren. &#8222;Alle Varianten der Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung weisen f\u00fcr die k\u00fcnftige Entwicklung eine abnehmende Zahl der Menschen in dieser Altersgruppe auf&#8220;, hie\u00df es. Bei einer moderaten Entwicklung der Geburtenrate und der Lebenserwartung bei gleichzeitig hoher Nettozuwanderung wird die Zahl der 20- bis 66-J\u00e4hrigen im Jahr 2070 voraussichtlich 45,3 Millionen Personen betragen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Unter der Annahme einer moderaten Nettozuwanderung d\u00fcrfte die Erwerbsbev\u00f6lkerung demnach bis 2070 auf 41,2 Millionen und bei einem niedrigen Wanderungssaldo sogar auf 37,1 Millionen Personen zur\u00fcckgehen. Ein geringerer R\u00fcckgang um rund 4,0 Millionen Personen w\u00fcrde sich nur bei deutlich steigender Geburtenrate in Kombination mit einem hohen Wanderungssaldo ergeben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Regional erwarten die Statistiker sehr unterschiedliche demografische Trends. W\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung in den ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern in allen Szenarien schrumpfen wird, k\u00f6nnte sie in den westdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern bestenfalls stabil bleiben. Einzig die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen k\u00f6nnen bei anhaltend hoher Zuwanderung mit einem Wachstum rechnen. Die ostdeutschen Bundesl\u00e4nder sind bereits heute im Schnitt deutlich \u00e4lter als der Westen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Statistische Bundesamt weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass die Vorausberechnung der Bev\u00f6lkerungzahlen &#8222;keine Prognosen im Sinne einer Vorhersage&#8220; darstellen. Die Ergebnisse der Berechnung seien vielmehr als &#8222;Wenn-Dann-Aussagen&#8220; zu verstehen. Die Daten sollen demnach zeigen, wie sich die Bev\u00f6lkerung unter bestimmten Annahmen ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Dabei liegen der Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung jeweils drei Annahmen zu Geburtenh\u00e4ufigkeit, Lebenserwartung und zum Au\u00dfenwanderungssaldo zugrunde. Die Ergebnisse der sich daraus ergebenden 27 Varianten sollen die &#8222;Spannbreite der m\u00f6glichen Entwicklungen bis zum Jahr 2070&#8220; veranschaulichen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mmo\/AFP\/rts<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr Senioren, weniger EinwohnerStatistiker: Deutschland schrumpft bis 2070 11.12.2025, 14:09 Uhr Artikel anh\u00f6ren(03:25 min) Ernste Gesichter, n\u00fcchterne Zahlen:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":639372,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,10571,29,30,13,1114,14,3923,15,3921,103300,16,379,12,874,1531],"class_list":{"0":"post-639371","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-demografischer-wandel","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-kinder","18":"tag-nachrichten","19":"tag-nachrichten-aus-deutschland","20":"tag-news","21":"tag-news-aus-deutschland","22":"tag-pflegesystem","23":"tag-politik","24":"tag-rente","25":"tag-schlagzeilen","26":"tag-statistisches-bundesamt","27":"tag-zuwanderung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=639371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639371\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/639372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=639371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=639371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=639371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}