{"id":639517,"date":"2025-12-11T16:13:16","date_gmt":"2025-12-11T16:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639517\/"},"modified":"2025-12-11T16:13:16","modified_gmt":"2025-12-11T16:13:16","slug":"bulgariens-regierungschef-scheljaskow-reicht-ruecktritt-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639517\/","title":{"rendered":"Bulgariens Regierungschef Scheljaskow reicht R\u00fccktritt ein"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/scheljaskow-100.jpg\" alt=\"Rossen Scheljaskow\" title=\"Rossen Scheljaskow | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 11.12.2025 16:53 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der Druck von der Stra\u00dfe war offenbar zu gro\u00df: Der bulgarische Ministerpr\u00e4sident Scheljaskow und seine Regierung treten zur\u00fcck. Seit Tagen gab es Demonstrationen im Land. Dabei kommt Bulgarien politisch seit Jahren nicht zur Ruhe.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Erst gestern waren <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/bulgarien-proteste-124.html\" title=\"Zehntausende fordern in Bulgarien R\u00fccktritt der Regierung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zehntausende\u00a0Menschen<\/a> in Bulgarien gegen die Regierung auf die Stra\u00dfe gegangen. Jetzt reagiert Ministerpr\u00e4sident Rossen Scheljaskow von der konservativen GERB-Partei auf die Proteste. Er und seine gesamte Regierung treten zur\u00fcck. Scheljaskow verk\u00fcndete das nach einer Sitzung der Koalitionsspitzen in Sofia.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir h\u00f6ren die Stimmen der B\u00fcrger, die gegen die Regierung protestieren. Und wir m\u00fcssen ihren Forderungen und Erwartungen gerecht werden&#8220;, sagte er. &#8222;Menschen aller Altersgruppen, ethnischen Zugeh\u00f6rigkeiten und Religionen&#8220; h\u00e4tten f\u00fcr den R\u00fccktritt der Regierung demonstriert. Diese &#8222;zivilgesellschaftliche Energie&#8220; m\u00fcsse &#8222;unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert&#8220; werden. Mit dem R\u00fccktritt kam Scheljaskow einem Misstrauensantrag der Opposition im Parlament zuvor &#8211; dem sechsten gegen die aktuelle Regierung.<\/p>\n<p>    Proteste gegen Haushaltsentwurf und Korruption<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit Anfang des Monats gab es Proteste. Vergangene Nacht hatte auf dem Parlamentsplatz in Sofia die gr\u00f6\u00dfte Demonstration im Land seit Jahren stattgefunden: Bis zu 150.000 Demonstranten gingen in der Hauptstadt auf die Stra\u00dfe, auch in anderen bulgarischen St\u00e4dten protestierten Zehntausende.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ausl\u00f6ser war der Haushaltsentwurf der Regierung f\u00fcr 2026. Er verschleierte nach Ansicht der Regierungsgegner die im Land grassierende Korruption. Die Regierung zog den Entwurf daraufhin zur\u00fcck, die Proteste hielten jedoch an.<\/p>\n<p>    Parlament stark zersplittert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der zur\u00fcckgetretene Premier gab sich nun selbstkritisch: &#8222;Wir erkennen, dass der Protest gegen Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung gerichtet war, gegen Arroganz&#8220;, sagte er. &#8222;Die Protestierer haben die Art und Weise bewertet, wie wir die demokratischen Werte umsetzen. Dieser Protest ist ein Protest f\u00fcr Werte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings wissen sowohl der Premier als auch seine Partei: Ein solcher Regierungsr\u00fccktritt ist f\u00fcr sie eigentlich nicht sonderlich riskant. Denn es gab in den letzten f\u00fcnfeinhalb Jahren einige R\u00fccktritte und insgesamt sieben Parlamentswahlen. Bulgarien ist politisch sehr instabil, das Parlament stark zersplittert in viele kleine Parteien. Die GERB-Partei &#8211; die Partei des einstigen Dauerregierungschefs Bojko Borissow &#8211; ist die st\u00e4rkste Kraft. Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass eine Machtoption an ihr vorbei unrealistisch ist.<\/p>\n<p>    Schwierige Regierungsbildung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit Anfang des Jahres regiert die GERB zusammen mit den bulgarischen Sozialisten und mit der konservativ-populistischen ITN. Die Regierung hatte keine eigene Mehrheit und war abh\u00e4ngig von der neuen Partei des m\u00e4chtigsten bulgarischen Oligarchen Deljan Peewski. Er ist f\u00fcr die Demonstranten auf den Stra\u00dfen die gr\u00f6\u00dfte Reizfigur, weil er als der Strippenzieher in der bulgarischen Politik gilt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Parlament kann nun versuchen, in den kommenden Wochen eine neue Regierung zu bilden. Wenn das nicht klappt, gibt es in Bulgarien wieder eine Neuwahl. Dabei steht das Land kurz vor der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/bulgarien-euroeinfuehrung-100.html\" title=\"Alle Kriterien erf\u00fcllt: Bulgarien kann 2026 den Euro einf\u00fchren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Einf\u00fchrung des Euro am 1. Januar 2026<\/a>. Mit dem kritisierten Haushalt wollte die Regierung die Bedingung der Eurozone erf\u00fcllen, wonach das Haushaltsdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen muss.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Oliver Soos, ARD-Studio Wien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.12.2025 16:53 Uhr Der Druck von der Stra\u00dfe war offenbar zu gro\u00df: Der bulgarische Ministerpr\u00e4sident Scheljaskow und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":639518,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,28206,3364,29,1764,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-639517","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bulgarien","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-eilmeldung","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115701824530510252","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=639517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639517\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/639518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=639517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=639517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=639517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}