{"id":639759,"date":"2025-12-11T18:32:19","date_gmt":"2025-12-11T18:32:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639759\/"},"modified":"2025-12-11T18:32:19","modified_gmt":"2025-12-11T18:32:19","slug":"russisches-vermoegen-soll-per-mehrheitsbeschluss-freigegeben-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639759\/","title":{"rendered":"Russisches Verm\u00f6gen soll per Mehrheitsbeschluss freigegeben werden"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/euroclear-100.jpg\" alt=\"Blick auf den Hauptsitz des Finanzinstituts Euroclear in Br\u00fcssel.\" title=\"Blick auf den Hauptsitz des Finanzinstituts Euroclear in Br\u00fcssel. | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 11.12.2025 17:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Deutschland und mehrere EU-Staaten wollen k\u00fcnftig daf\u00fcr sorgen, dass eingefrorenes russisches Staatsverm\u00f6gen an die Ukraine flie\u00dfen kann. Ein wichtiger Baustein ist jetzt beschlossene Sache.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie kann eingefrorenes russisches Staatsverm\u00f6gen f\u00fcr die Ukraine bereitgestellt werden? Eine wichtige Voraussetzung hierf\u00fcr ist, dass eine rechtliche Grundlage per Mehrheitsentscheid geschaffen werden kann &#8211; und nicht, wie sonst auf EU-Ebene \u00fcblich, per Einstimmigkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Genau hierauf haben sich Deutschland und andere EU-Staaten geeinigt, wie die d\u00e4nische EU-Ratspr\u00e4sidentschaft mitteilte. Konkret soll in erster Linie verhindert werden, dass russlandfreundliche EU-Staaten wie etwa Ungarn mit einem Veto die Freigabe der eingefrorenen Mittel blockieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Derzeit sind die russischen Zentralbankgelder \u00fcber EU-Sanktionsbeschl\u00fcsse eingefroren, die alle sechs Monate einstimmig verl\u00e4ngert werden m\u00fcssen. Diese Regelung verhindert, dass die Mittel f\u00fcr langfristige Kredite an die Ukraine genutzt werden k\u00f6nnen, die nur dann an Russland zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcssen, wenn Russland seinerseits nach Kriegsende zu Reparationszahlungen bereit ist.<\/p>\n<p>    Mehrheitsbeschluss wegen &#8222;gravierender Wirtschaftsschwierigkeiten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um das russische Geld unbefristet festzusetzen, berufen sich Deutschland und die anderen EU-Staaten nun auf Artikel 122 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union. In ihm ist festgelegt, dass bei gravierenden Wirtschaftsschwierigkeiten mit sogenannter qualifizierter Mehrheit angemessene Ma\u00dfnahmen beschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dazu hei\u00dft es in dem Rechtstext unter anderem, Russlands Krieg gegen die Ukraine sorge weiter f\u00fcr schwere wirtschaftliche Herausforderungen. Die \u00dcbertragung von Mitteln nach Russland m\u00fcsse mit h\u00f6chster Dringlichkeit verhindert werden, um Schaden f\u00fcr die Wirtschaft der Union zu begrenzen. Die Verordnung soll nun noch vor einem EU-Gipfeltreffen in der kommenden Woche angenommen werden.<\/p>\n<p>    Belgien hat weiter rechtliche Bedenken<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sp\u00e4testens bei dem Treffen hoffen Bundeskanzler Friedrich Merz und andere Bef\u00fcrworter des Plans auch, den belgischen Regierungschef Bart De Wever zu einer Zustimmung zu dem Plan f\u00fcr die Darlehen bewegen zu k\u00f6nnen. Ohne Belgien gilt die Umsetzung als \u00e4u\u00dferst schwierig, weil der mit Abstand gr\u00f6\u00dfter Teil der russischen Mittel, die f\u00fcr die Ukraine genutzt werden sollen, von dem belgischen Unternehmen Euroclear verwaltet wird. Dabei geht es um etwa 185 der insgesamt 210 Milliarden Euro in der EU.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die belgische Regierung blockiert den Plan bislang mit Verweis auf rechtliche und finanzielle Risiken. So sieht sie unter anderem die Gefahr, dass Russland Vergeltung gegen europ\u00e4ische Privatpersonen und Unternehmen \u00fcbt und etwa Enteignungen in Russland vornimmt.<\/p>\n<p>    De Wever stellt drei Bedingungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Voraussetzungen daf\u00fcr, dass Belgien ungeachtet der Gefahren doch mitmacht, hatte De Wever zuletzt drei Bedingungen genannt: Es m\u00fcsse garantiert sein, dass eine Vergemeinschaftung aller m\u00f6glichen Risiken erfolgt. Au\u00dferdem m\u00fcssten ab dem ersten Moment der Umsetzung des Plans ausreichend finanzielle Garantien bestehen, um potenziellen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und de Wever fordert einen umfassenden Liquidit\u00e4ts- und Risikoschutz f\u00fcr alle durch den Plan betroffene B\u00fcrger oder Unternehmen und eine Beteiligung aller anderen EU-L\u00e4nder, in denen ebenfalls noch Verm\u00f6genswerte der russischen Zentralbank eingefrorenen wurden. Dazu z\u00e4hlen neben Deutschland nach Angaben der EU-Kommission Frankreich, Schweden und Zypern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.12.2025 17:59 Uhr Deutschland und mehrere EU-Staaten wollen k\u00fcnftig daf\u00fcr sorgen, dass eingefrorenes russisches Staatsverm\u00f6gen an die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":639760,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,150783,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-639759","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-russische-vermoegen","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-welt","18":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115702370078418710","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=639759"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639759\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/639760"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=639759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=639759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=639759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}