{"id":639765,"date":"2025-12-11T18:35:19","date_gmt":"2025-12-11T18:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639765\/"},"modified":"2025-12-11T18:35:19","modified_gmt":"2025-12-11T18:35:19","slug":"iwh-in-halle-oekonomen-erwarten-2026-leichte-belebung-wo-weiter-risiken-liegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639765\/","title":{"rendered":"IWH in Halle: \u00d6konomen erwarten 2026 leichte Belebung: Wo weiter Risiken liegen"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Magdeburg\/Halle<\/strong> &#8211; Das <a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/deutschland-und-welt\/wirtschaft\/ruckgang-bei-insolvenzzahlen-aber-keine-trendwende-4162876\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung Halle (IWH)<\/a> rechnet f\u00fcr 2026 mit einer leichten Belebung der Wirtschaft in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt soll um ein Prozent wachsen \u2013 nach 0,2 Prozent in diesem Jahr. In Ostdeutschland soll die Belebung mit 0,8 Prozent niedriger ausfallen. Als Grund nennt das IWH die demografische Entwicklung im Osten. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Von Erholung wollen die Konjunkturforscher aber nicht sprechen: \u201eZum Jahresende 2025 ist weiterhin unklar, ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befindet, zumal die Exportschw\u00e4che auch im Herbst andauert.\u201c <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Im Vergleich zum September hat das IWH die Prognose um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Das Ifo-Institut aus M\u00fcnchen hat seine <a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/deutschland-und-welt\/wirtschaft\/ifo-index-stagniert-geschaftsklima-besserte-sich-2025-kaum-4160085\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wachstumsprognose f\u00fcr 2026<\/a> hingegen abgesenkt \u2013 auf 0,8 Prozent.<\/p>\n<p>IWH: H\u00f6here Einkommen k\u00f6nnen zu mehr Konsum f\u00fchren<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">F\u00fcr die leichte Belebung im Jahr 2026 f\u00fchren die Forscher aus Halle zwei Gr\u00fcnde an: finanzpolitische Impulse und gestiegene Einkommen. Die Lohndynamik bewerten sie angesichts der leicht r\u00fcckl\u00e4ufigen Besch\u00e4ftigung als \u201ebemerkenswert kr\u00e4ftig\u201c. Sie gehen davon aus, dass die Deutschen 2026 deshalb mehr konsumieren werden.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Ein Grund ist noch entscheidender f\u00fcr das Wachstum, erl\u00e4utert IWH-Vizepr\u00e4sident Oliver Holtem\u00f6ller: \u201eWas die deutsche Konjunktur aber vor allem beleben d\u00fcrfte, sind die zus\u00e4tzlichen \u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr Infrastruktur und Verteidigung, auch wenn die Verausgabung der Gelder wegen Umsetzungsproblemen deutlich schleppender verlaufen wird als geplant.\u201c <\/p>\n<p>China k\u00f6nnte Gefahr f\u00fcr deutsche Exporte werden<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die Erholung st\u00fctzt sich laut IWH neben h\u00f6heren Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung durch die <a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/sachsen-anhalt\/sondervermoegen-investitionsstau-kommunen-infrastruktur-gesetz-4116270\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sonderverm\u00f6gen<\/a> auch auf steigende Exporte. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Eine Gefahr f\u00fcr den deutschen Export sieht das IWH in <a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/sachsen-anhalt\/regionale-wirtschaft\/magnet-engpass-zwingt-motorenbauer-aus-dem-harz-zu-produktionsstopp-4129495\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a>, wenn die Volksrepublik versuche,  ihre schwache Binnennachfrage mit Hilfe von Subventionen auf anderen M\u00e4rkten auszugleichen. \u201eDavon w\u00e4re die deutsche Exportwirtschaft wohl besonders betroffen, denn auf vielen M\u00e4rkten f\u00fcr G\u00fcter des Verarbeitenden Gewerbes sind chinesische und deutsche Unternehmen direkte Konkurrenten\u201c, meint Holtem\u00f6ller. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Insgesamt bewertet das IWH die internationale Konjunktur als robust. Die St\u00e4rke des Welthandels sei angesichts der US-Z\u00f6lle sogar \u201ebemerkenswert\u201c. Die steigende Staatsverschuldung weltweit stelle ein Risiko dar, zumal sich kaum mehr parlamentarische Mehrheiten f\u00fcr durchgreifende Reformen f\u00e4nden. Auch den KI-Boom sieht das IWH kritisch, weil die intransparente Finanzierung die Stabilit\u00e4t der Finanzm\u00e4rkte gef\u00e4hrde.<\/p>\n<p>Arbeitgeberpr\u00e4sident von Sachsen-Anhalt fordert mehr Innovation<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/sachsen-anhalt\/regionale-wirtschaft\/unternehmer-aus-sachsen-anhalt-uber-aktuelle-lage-es-geht-ans-eingemachte-3975362\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marco Langhof<\/a>,  Pr\u00e4sident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverb\u00e4nde Sachsen-Anhalt, attestiert der Bundesregierung einen grunds\u00e4tzlichen Willen, die Wirtschaft nach vorne zu bringen. \u201eAber mittlerweile ist der Reformstau so gro\u00df, dass selbst 500 Milliarden nicht helfen.\u201c Es brauche strukturelle Reformen, etwa bei den Lohnnebenkosten.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Langhof bem\u00e4ngelt aber auch eine fehlende Zukunftsorientierung in Politik und Unternehmen: \u201eWer sagt, wir wollen, dass die Dinge wieder sind wie fr\u00fcher, dem kann ich sagen: Das werden sie nicht.\u201c Es m\u00fcsse st\u00e4rker um Innovationen gehen. \u201eMan muss sich fragen, wo die M\u00e4rkte der Zukunft sind, und sich da reinst\u00fcrzen\u201c, sagt Langhof. Aber auch daf\u00fcr brauche es bessere Standortbedingungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Magdeburg\/Halle &#8211; Das Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet f\u00fcr 2026 mit einer leichten Belebung der Wirtschaft in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":639766,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,4062,17332,13,14,15,17331,860,12],"class_list":{"0":"post-639765","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-halle","15":"tag-halle-saale","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-saale","20":"tag-sachsen-anhalt","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115702380892785471","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=639765"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639765\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/639766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=639765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=639765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=639765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}