{"id":639909,"date":"2025-12-11T20:02:22","date_gmt":"2025-12-11T20:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639909\/"},"modified":"2025-12-11T20:02:22","modified_gmt":"2025-12-11T20:02:22","slug":"ukrainisches-nachrichtenportal-veroeffentlicht-aktualisierten-friedensplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639909\/","title":{"rendered":"Ukrainisches Nachrichtenportal ver\u00f6ffentlicht aktualisierten Friedensplan"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCBne tspCBnf\">Die neueste Version des in Europa abgestimmten Friedensplanes haben die <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/detail-des-neuen-friedensplans-usa-wollen-offenbar-wirtschaftsbeziehungen-mit-russland-und-der-ukraine-ausbauen--gegen-den-willen-europas-15041451.html?icid=in-text-link_15044177\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ukrainischen Verhandler am Mittwochabend<\/a> in die USA geschickt. \u00dcber den Inhalt gibt es bisher kaum Informationen. Kanzler <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/diplomatie-merz-ukraine-antwort-auch-zu-gebietsabtretungen-15042174.html?icid=in-text-link_15044177\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz lie\u00df durchblicken, dass er auch Kompromisse in territorialen Fragen<\/a> enthalte. Damit spielt er auf den Hauptstreitpunkt zwischen Russland und der Ukraine an: Welche Gebiete bei einem Friedensschluss an Russland gehen. <\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Russland will die aktuell besetzten Gebiete, zudem den Rest des Donbass, den das Land bisher nicht besetzt hat. Dabei handelt es sich um rund 30 Prozent des strategisch wichtigen Gebiets. Die Ukraine will so wenig Gebiet wie m\u00f6glich abtreten. Dennoch dr\u00e4ngen die USA die ukrainischen Verhandler seit Wochen, weitreichenden Gebietsabtretungen zuzustimmen. <\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Mit Spannung wird deshalb erwartet, was die Ukraine als Kompromiss bei der Gebietsfrage sehen k\u00f6nnte. <\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Darauf gibt nun das <a href=\"https:\/\/zn.ua\/eng\/trumps-new-peace-plan-what-ukraine-is-being-compelled-to-accept-analysis-of-four-documents.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">ukrainische Nachrichtenportal \u201eZN\u201c eine erste Antwort<\/a>. Die Journalistin Tetiana Sylina hat laut eigener Aussage eine aktuelle Version des Friedensplans einsehen k\u00f6nnen. Ob es die aktuellste, also die von der Ukraine an Washington geschickte Version ist, ist allerdings unklar. <\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Was Sylina berichtet, klingt vor dem Hintergrund der Gespr\u00e4che in den vergangenen Wochen plausibel. Demnach besteht die Version des Plans, den sie einsehen konnte, aus 20 Punkten und drei weiteren Dokumenten zu den Themen Sicherheitsgarantien, Nato-Mitgliedschaft und dem k\u00fcnftigen Verh\u00e4ltnis zwischen den USA und Russland.  <\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Am Donnerstagabend \u00e4u\u00dferte sich auch der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr\u00a0Selenskyj zu den Verhandlungen. <strong>Die USA <\/strong>sprechen sich nach seinen Angaben <strong>f\u00fcr eine entmilitarisierte Sonderwirtschaftszone im Osten der Ukraine<\/strong> aus. \u201eSie stellen sich vor, dass die ukrainischen Streitkr\u00e4fte das Gebiet der Region Donezk verlassen, und der vorgesehene Kompromiss besteht darin, dass russische Streitkr\u00e4fte nicht in dieses Gebiet einmarschieren\u201c, sagte\u00a0Selenskyj vor Journalisten in Kiew.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Wie\u00a0Selenskyj\u00a0weiter sagte, soll die russische Armee <strong>nach den Vorstellungen der USA nicht verpflichtet werden, sich aus den Regionen Donezk, Cherson und Saporischschja zur\u00fcckzuziehen. <\/strong>Den Pl\u00e4nen zufolge sei aber ein russischer <strong>Truppenr\u00fcckzug aus den Regionen Dnipropetrowsk, Charkiw und Sumy vorgesehen<\/strong>, sagte\u00a0Selenskyj.<\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Strittig in den Gespr\u00e4chen mit den USA sind nach Angaben des ukrainischen Pr\u00e4sidenten insbesondere \u201edas Gebiet der Region Donezk und alles, was damit zusammenh\u00e4ngt\u201c &#8211; sowie der k\u00fcnftige Status des derzeit unter russischer Kontrolle stehenden Atomkraftwerks Saporischschja. \u201e\u00dcber diese beiden Fragen diskutieren wir weiter\u201c, sagte\u00a0Selenskyj.<\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Aus\u00a0Selenskyjs\u00a0Sicht sollen die Ukrainer <strong>per Volksentscheid \u00fcber jeglichen Kompromiss zum Territorium des Landes entscheiden<\/strong>. \u201eIch glaube, dass das ukrainische Volk diese Frage beantworten wird. Ob durch Wahlen oder ein Referendum, es muss eine Stellungnahme des ukrainischen Volkes erfolgen\u201c, sagte\u00a0Selenskyj<\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Der Pr\u00e4sident forderte erneut Sicherheitsgarantien f\u00fcr sein Land. Die Ukraine m\u00fcsse wissen, wie ihre Partner auf einen neuen russischen Angriff nach einem Friedensabkommen reagieren w\u00fcrden.<\/p>\n<p> Die Kernpunkte des neuen Planes und der dazugeh\u00f6rigen Dokumente sind laut \u201eZN\u201c:   <\/p>\n<ul data-qa-hook=\"story-list-ul\" class=\"tspCLoe\">\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Der Plan sieht vor, <strong>dass die Krim sowie gro\u00dfe Teile der Regionen Donezk und Luhansk offiziell unter russischer Kontrolle bleiben sollen<\/strong>. F\u00fcr Cherson und Saporischschja soll die aktuelle Frontlinie eingefroren werden. Die Grenzen k\u00f6nnten k\u00fcnftig nur mit diplomatischen Mitteln und nicht milit\u00e4risch verschoben werden. Russland soll sich aus allen anderen ukrainischen Gebieten zur\u00fcckziehen. <\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Im <strong>Donbass soll eine neutrale Zone entstehen,<\/strong> in die weder ukrainische noch russische Truppen vorr\u00fccken d\u00fcrfen. Dabei handelt es sich offenbar um das Gebiet, das Russland bisher nicht besetzen konnte. Demnach soll es weder zur Ukraine noch zu Russland geh\u00f6ren.<\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Das von Russland besetzte<strong> AKW Saporischschja <\/strong>soll von einem US-Unternehmen betrieben werden. Der Strom ginge zur H\u00e4lfte an die Ukraine.<\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Der Ukraine soll nicht explizit verboten werden, <strong>Nato-Mitglied <\/strong>zu werden. Aber in einem separaten Dokument verpflichten sich die USA demnach, dass die Nato nicht weiterw\u00e4chst und die Ukraine kein Nato-Mitglied wird. Die USA werden als Mediator zwischen Russland und der Nato genannt. <\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Es sollen <strong>keine Nato-Truppen auf ukrainischem Gebiet stationiert<\/strong> und ukrainische Armee auf 800.000 Soldaten begrenzt werden. Aktuell ist die Armee rund eine Million Soldaten gro\u00df. In einem urspr\u00fcnglichen Entwurf des Friedensplans h\u00e4tte die Armee nur aus 600.000 Soldaten bestehen d\u00fcrfen.  <\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">In einem separaten Dokument werden der Ukraine <strong>Sicherheitsgarantien <\/strong>zugesprochen. Sie entsprechen den Klauseln des Nato-Artikels Nummer 5. Die USA, Europa und die Nato sollen f\u00fcr die Sicherheit der Ukraine garantieren. Konkret genannt sind als Garanten f\u00fcr die Sicherheit der Ukraine: Frankreich, Deutschland, Finnland, Polen und Gro\u00dfbritannien. <\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Zum <strong>Wiederaufbau der Ukraine<\/strong> soll ein 200 Milliarden Dollar schwerer Fonds entstehen, der sich aus den in der EU eingefrorenen russischen Verm\u00f6gen speist. Der Fonds w\u00fcrde von den USA verwaltet. <\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Die USA stellen Russland <strong>Reintegration in die Weltwirtschaft<\/strong> in Aussicht, eine R\u00fcckkehr in die G8, gemeinsame Projekte \u2013 im Gegenzug f\u00fcr russische Zusagen, ihre Nachbarn nicht mehr zu \u00fcberfallen.<\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Ein Punkt aus dem fr\u00fcheren Plan, <strong>dass alle Kriegsteilnehmer Amnestie erhalten,<\/strong> wurde demnach gestrichen. Das h\u00e4tte alle russischen Kriegsverbrecher der Strafverfolgung entzogen. <\/li>\n<li class=\"tspCLgp tspCLgp\">Weiterhin wird der Ukraine die EU-Mitgliedschaft erlaubt (mit dem 1. Januar 2027 ist sogar ein konkretes Datum genannt). Die Ukraine muss so bald wie m\u00f6glich nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages Wahlen abhalten. <\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"tspCBne\">Einige Punkte des Plans lassen es unwahrscheinlich erscheinen, dass es die Version des Friedensplans ist, den die Europ\u00e4er zuletzt an die USA geschickt haben. So kann zum Beispiel kein Datum f\u00fcr den EU-Beitritt der Ukraine versprochen werden, denn die Ukraine m\u00fcsste zuerst den langwierigen Beitrittsprozess absolvieren. <\/p>\n<p class=\"tspCBne\">Au\u00dferdem hatten sich die Europ\u00e4er heftig dagegen gewehrt, dass <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/detail-des-neuen-friedensplans-usa-wollen-offenbar-wirtschaftsbeziehungen-mit-russland-und-der-ukraine-ausbauen--gegen-den-willen-europas-15041451.html?icid=in-text-link_15044177\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eingefrorenes russisches Verm\u00f6gen in einen von den USA verwalteten Investmentfonds flie\u00dft<\/a>. Wahrscheinlicher ist deshalb, dass es sich bei dem Dokument um die neueste US-Version des Friedensplans handelt. (ben)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die neueste Version des in Europa abgestimmten Friedensplanes haben die ukrainischen Verhandler am Mittwochabend in die USA geschickt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":639910,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[46139,88475,775,13,14,1159,15,307,12,10,8,9,11,317,64,107],"class_list":{"0":"post-639909","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-g8","9":"tag-die-eu","10":"tag-friedrich-merz","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-nato","14":"tag-news","15":"tag-russland","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-ukraine","22":"tag-usa","23":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115702723258756729","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=639909"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639909\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/639910"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=639909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=639909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=639909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}