{"id":639911,"date":"2025-12-11T20:03:14","date_gmt":"2025-12-11T20:03:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639911\/"},"modified":"2025-12-11T20:03:14","modified_gmt":"2025-12-11T20:03:14","slug":"warnung-vor-anlagebetrug-ki-fakes-und-promi-video-locken-opfer-ins-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/639911\/","title":{"rendered":"Warnung vor Anlagebetrug: KI-Fakes und Promi-Video locken Opfer ins Netz"},"content":{"rendered":"<p>Betrug l\u00e4uft \u00fcber mehrere Monate<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Wir sind dann unter der Anleitung auf eine bestimmte Internetseite gegangen, ich hatte ja auch wenig Ahnung davon und ich habe gesehen, dass aus den 250 Euro Euro 18.000 Euro und ein paar Zerquetschte entstanden sind.&#8220; Der eigentliche Betrug startet oft mit Testauszahlungen, dabei erhalten Gesch\u00e4digte immer wieder kleinere Betr\u00e4ge, um die Gewinnerwartung kontinuierlich zu steigern, und es werden stets verlockendere Auszahlungen versprochen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBei Anna B. erstreckte sich der Anlagebetrug \u00fcber mehrere Monate. Sie schildert die angeblichen Berater als \u00e4u\u00dferst \u00fcberzeugend. Als sie sich ihre vermeintlich angesparte Summe auszahlen lassen wollte, wurde sie wiederholt vertr\u00f6stet und angewiesen, angebliche Geb\u00fchren zu begleichen, um ihren Gewinn zu erhalten\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Mir wurde gesagt, dass ich noch Steuern zahlen muss, damit mein Gewinn ausgezahlt werden kann, weil die Bank das sonst nicht akzeptieren w\u00fcrde und der Verdacht auf Geldw\u00e4sche auftreten w\u00fcrde. Ich habe dann 1.000 Euro \u00fcberwiesen, mal 1.250 Euro und dann 600 \u2013 insgesamt waren es um die 4.000 Euro.&#8220; Um zweifelnde Kunden zu beruhigen, behaupten die Betr\u00fcger h\u00e4ufig, die Banken w\u00fcrden gr\u00f6\u00dfere Summen blockieren, um finanzielle Verluste zu verhindern. Nicht ohne Grund. Oft greift an dieser Stelle bereits der Betrugsschutz der Institute, der \u00dcberweisungen vor\u00fcbergehend stoppt. Auch Anna B. wurde in der finalen Auszahlungsphase von ihrer Bank angerufen und \u00fcber den Anlagebetrug informiert.\n<\/p>\n<p>Geldinstitute erkennen Betrugsmasche<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;<a name=\"Unser\">Unser<\/a> System erkennt in Echtzeit verd\u00e4chtige Geldfl\u00fcsse und h\u00e4lt diese Zahlungen auf. Unsere Mitarbeiter sitzen direkt dahinter und es dauert nicht lange, dass sie Bearbeitung dieser Zahlungen \u00fcbernehmen und versuchen, den Kunden zu kontaktieren&#8220;, erkl\u00e4rt Birte Bromann, Schadensfallbearbeiterin bei der Saalesparkasse in Halle.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n<a name=\"Anna\">Anna<\/a> B. wurde durch ihre Bank empfohlen, alle Verbindungen zu den mutma\u00dflichen Betr\u00fcgern abzubrechen und mit den vorhandenen Beweisen zur Polizei zu gehen, um Anzeige zu erstatten. Ein weiteres Problem, \u00fcber das Anlageopfer nicht Bescheid wissen: Durch solche Geldbewegungen werden Betroffene unfreiwillig zu Finanzagenten. Das hei\u00dft, sie unterst\u00fctzen <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/welt\/eu-behoerde-geldwaesche-amla-befugnisse-konto-sperren-100.html\" title=\"AMLA: Kann die neue EU-Beh\u00f6rde gegen Geldw\u00e4sche einfach mein Konto sperren?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geldw\u00e4sche<\/a> \u2013 und riskieren damit nicht nur ihr Verm\u00f6gen, sondern auch ihre strafrechtliche Unbescholtenheit.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDa das Schema des Anlagebetrugs jedoch profitabel scheint, sind die Fallzahlen in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen: &#8222;Allein in diesem Jahr sind wir bei \u00fcber 50 angekommen und seit Mai ist es exorbitant gestiegen. Wir haben verschiedene Gr\u00f6\u00dfenordnungen und das k\u00f6nnen bis zu 500.000 Euro sein, die da an Schadenssummen entstehen, im Schnitt sind wir bei 36.000 Euro&#8220;, erkl\u00e4rt die Schadensfallbearbeiterin der Saalesparkasse. Die Saalesparkasse ist lediglich ein Geldinstitut, das diesen Betrug erfasst. Es ist anzunehmen, dass auch andere Banken von diesen Straftaten wissen und die Schadenssummen im hohen Millionenbereich liegen.\n<\/p>\n<p>Betrug hinterl\u00e4sst langfristige Folgen<\/p>\n<p class=\"text\">\nIm Fall von Anna B. hat die Staatsanwaltschaft erkannt, dass die Frau Opfer eines Betrugs wurde und unwissentlich Geldw\u00e4sche beging. Ihr Verfahren wurde deshalb eingestellt. \u00dcbrig bleibt der finanzielle Verlust von rund 4.000 Euro, der im Vergleich zu anderen Gesch\u00e4digten noch relativ niedrig ist, sowie die Scham. &#8222;Ich war ehrlich gesagt, sehr fertig, ich konnte monatelang nicht schlafen, mir geht&#8217;s es heute eigentlich immer noch so.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Betrug l\u00e4uft \u00fcber mehrere Monate &#8222;Wir sind dann unter der Anleitung auf eine bestimmte Internetseite gegangen, ich hatte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":636668,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[90822,2294,3364,29,548,663,3934,666,30,4062,17332,13,671,81,14,15,19170,6211,17331,860,4936,12,4787],"class_list":{"0":"post-639911","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-anlagebetrug","9":"tag-bank","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-geld","16":"tag-germany","17":"tag-halle","18":"tag-halle-saale","19":"tag-headlines","20":"tag-ki","21":"tag-mdr","22":"tag-nachrichten","23":"tag-news","24":"tag-opfer","25":"tag-regionalportal","26":"tag-saale","27":"tag-sachsen-anhalt","28":"tag-schaden","29":"tag-schlagzeilen","30":"tag-sparkasse"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115702727033652709","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=639911"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639911\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/636668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=639911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=639911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=639911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}