{"id":640241,"date":"2025-12-11T23:42:31","date_gmt":"2025-12-11T23:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/640241\/"},"modified":"2025-12-11T23:42:31","modified_gmt":"2025-12-11T23:42:31","slug":"wuppertals-pina-bausch-zentrum-wird-erheblich-teurer-und-soll-2032-oeffnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/640241\/","title":{"rendered":"Wuppertals Pina Bausch Zentrum wird erheblich teurer \u2013 und soll 2032 \u00f6ffnen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">161,2 Millionen lautet die neue Summe. 161,2 Millionen Euro soll das Pina Bausch Zentrum nach den aktuellen Berechnungen des Geb\u00e4udemanagements (GMW) kosten. Die Fachplaner pr\u00e4sentierten diese Summe jetzt dem Kulturausschuss in seiner ersten Sitzung der neuen Wahlperiode. Eine Summe, die sich aus den (erstmals) genauen Kosten f\u00fcr die Modernisierung und Sanierung von Schauspielhaus und Sopp\u2019schem Pavillon (97,9 Millionen Euro) und gesch\u00e4tzten Kosten f\u00fcr den Neubau des Architekturb\u00fcros Diller Scofido + Renfro aus New York (63,4 Millionen Euro) zusammensetzen. Und eine Summe, die nicht mehr viel mit jener zu tun hat, die 2018 genannt wurde, als das Projekt in den Kinderschuhen steckte und man noch mit 60 Millionen Euro kalkulierte. Deutlich ver\u00e4ndert hat sich seither auch der aktuelle Zeitplan: Jetzt wird das Jahr 2032 f\u00fcr die Er\u00f6ffnung anvisiert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Montag wurden die erforderlichen Antrags- und Bauunterlagen f\u00fcr den Altbau beim Bund, genauer gesagt beim Bundesstaatsministerium f\u00fcr Kultur und Medien fristgerecht eingereicht (wir berichteten). Das ist ein Ergebnis eines mit Berlin abgesprochenen Verfahrens, das den Alt- vom Neubau trennt und schrittweise vorgeht. Dies sei Bedingung, damit die Stadt \u201ef\u00f6rdermittelsicher beim Bund im Verfahren bleibt\u201c und sich dessen vor Jahren zugesagte 37,2 Millionen Euro sichert, erkl\u00e4rt Stadtdirektor und Projektleiter Matthias Nocke. Zu den st\u00e4dtischen Unterlagen geh\u00f6ren auch die gesamten Investitionskosten am Altbau und die st\u00e4dtische Zusicherung der Finanzierung des Wuppertaler Anteils. Daf\u00fcr stellt die Stadt Kreditmittel \u00fcber 48,2 Millionen Euro sowie Zusch\u00fcsse \u00fcber 49,7 Millionen Euro (Bund: 37,2 Millionen Euro; NRW: 12,5 Millionen Euro) in den Wirtschaftsplan 2026 des GMW ein. Dieser ist Bestand des Haushaltsentwurfs 2026, der n\u00e4chste Woche im Rat eingebracht und zusammen mit einem Konsolidierungskonzept voraussichtlich im Fr\u00fchjahr verabschiedet wird, so Nocke weiter.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die eingereichten Unterlagen sind Bedingung auch f\u00fcr das Gesamtprojekt (Alt und Neubau), das \u2013 inklusive Business Cases, Wirtschaftspl\u00e4ne, Finanzierung, Tr\u00e4ger, Betriebsstruktur sowie allen noch nicht final schriftlich fixierten Vereinbarungen zwischen Pina Bausch Foundation und Stadt \u2013 2026 weiter vorangetrieben werden kann und soll. Damit endlich die Gesamtkosten fix sind. Entweder vor oder direkt nach der Sommerpause 2026 soll das Paket dem Rat vorgelegt werden. Erst dessen finales Okay kann dazu f\u00fchren, dass das Vorhaben Pina Bausch Zentrum Wirklichkeit wird.<\/p>\n<p>Von 60 Millionen Euro 2018<br \/>auf 161 Millionen Euro 2025      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">2026 w\u00fcrde dann der F\u00f6rderantrag gestellt, Mitte 2027 der Bauantrag eingereicht, zeitgleich die Ausf\u00fchrungsplanung erfolgen. Ab Mitte 2028 w\u00fcrden der R\u00fcckbau und der Baubeginn erfolgen, ab Mitte 2030 die Au\u00dfenanlagen erstellt werden und 2032 erstmals der Vorhang f\u00fcr eine Auff\u00fchrung aufgehen \u2013 so jedenfalls die Daten von Annette Sengespeick, die beim GMW das Team Pina Bausch Zentrum leitet, im Ausschuss.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die aktuelle Gesamtsumme von 161,2 Millionen Euro erh\u00f6ht die Stadt laut GMW-Vorlage ihre Kreditmittel f\u00fcr das Projekt auf 111,5 Millionen Euro (48,2 Millionen f\u00fcr den Bestands- und 63,4 Millionen Euro f\u00fcr den Neu-Bau). Summen, die wohl noch h\u00f6her ausfallen w\u00fcrden, wenn nicht Einsparungen vorgenommen worden w\u00e4ren. Sie betreffen die Fassadenkonstruktion des Neubaus, die technisch vereinfacht wurde, den Tunnel zum Sopp\u2019schen Pavillon, eine Personenaufzugsanlage und die fahrbare \u00dcberdachung im Performance-Hof, die allesamt wegfallen sollen. Au\u00dferdem wurde die im Entwurf \u201eWupperblick\u201c genannte Konstruktion \u00fcber der Wupper (1 Million Euro) zum Bedauern des Kulturausschusses gestrichen. Im Schauspielhaus sollen eine Aufzugsanlage sparsamer erweitert und die Pfosten-Riegel-Fassaden nicht komplett erneuert werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die dennoch hohen Preissteigerungen, besonders beim Altbestand, erkl\u00e4rt das GMW mit dessen B\u00fchnentechnik, die auf aktuellen Stand gebracht werden m\u00fcsse, der angestrebten Barrierefreiheit, erstmals genau berechneten Kosten statt relativ spekulativer Hochrechnungen und der Einrechnung eines Kostenindex (aktuell 3,5 Prozent pro Jahr) und eines Risikopuffers (f\u00fcr unvorhersehbare Dinge wie Schadstoffe, Probleme bei der Vergabe, insolvente Unternehmer, Abriss). Nocke weist darauf hin, dass der Graubner-Bau denkmalgesch\u00fctzt sei und als Geb\u00e4ude der 1960er Jahre einen hohen Sanierungs- und Modernisierungsstau habe. Hinzu kommen Verz\u00f6gerungen, die die Kosten in die H\u00f6he getrieben haben. Entstanden seien sie durch Starkregen, Pandemie und das lange wie vergebliche Warten auf eine Beteiligung des Bundes an den Betriebskosten. Generelle, teilweise durch den Ukrainekrieg forcierte Probleme wie Fachkr\u00e4ftemangel und Materialengp\u00e4sse sowie die Explosion der Bau- und Energiekosten tun ihr \u00dcbriges. Schlie\u00dflich, so Nocke, arbeite in Wuppertal ein relativ kleines Team an einem komplexen Mammut-Projekt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Entsprechend stolz pr\u00e4sentierten die Vertreter des GMW dem Ausschuss ihre Pl\u00e4ne. Legten aktuelle Visualisierungen der New Yorker Architekten vor, die einen lichten Bauk\u00f6rper mit viel, auch transluzentem Glas zeigen, mit vielen Pl\u00e4tzen und M\u00f6glichkeiten, um auf die Wupper zu schauen. Den optimistischen Ausblick komplettierte Bettina Milz, die die Vorlaufphase im Pina Bausch Zentrum leitet. In ihrem R\u00fcckblick auf knapp vier Jahre volles Programm im Schauspielhaus erinnerte sie zudem an die Bedeutung von Geb\u00e4ude und Choreografin, deren Name das Zentrum dereinst tragen soll. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"161,2 Millionen lautet die neue Summe. 161,2 Millionen Euro soll das Pina Bausch Zentrum nach den aktuellen Berechnungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":640242,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[45887,14589,242,81907,14142,150056,3364,29,21128,4788,30,131109,150834,32831,139970,2985,150833,1209,14141,101477,4418,13885],"class_list":{"0":"post-640241","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-45887","9":"tag-14589","10":"tag-242","11":"tag-81907","12":"tag-bausch","13":"tag-betriebskosten","14":"tag-de","15":"tag-deutschland","16":"tag-energiekosten","17":"tag-euro","18":"tag-germany","19":"tag-gesamtkosten","20":"tag-gesamtsumme","21":"tag-gmw","22":"tag-investitionskosten","23":"tag-kosten","24":"tag-kostenindex","25":"tag-nordrhein-westfalen","26":"tag-pina","27":"tag-summe","28":"tag-wuppertal","29":"tag-zentrum"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115703588143135284","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/640241","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=640241"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/640241\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/640242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=640241"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=640241"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=640241"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}