{"id":642880,"date":"2025-12-13T04:59:16","date_gmt":"2025-12-13T04:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/642880\/"},"modified":"2025-12-13T04:59:16","modified_gmt":"2025-12-13T04:59:16","slug":"putin-stuetzt-maduro-nur-halbherzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/642880\/","title":{"rendered":"Putin st\u00fctzt Maduro nur halbherzig"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Russland und Venezuela sind Verb\u00fcndete. Der Kreml reagiert jedoch sehr zaghaft auf Donald Trumps Versuch, das Regime Maduro zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/d6d681de-7c51-4ca8-8e5e-a2c56c7ad9d0.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"7349\" height=\"4899\" alt=\"Anfang Mai empfing Pr\u00e4sident Wladimir Putin (links) Venezuelas Machthaber Nicol\u00e1s Maduro im Kreml.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" \/>Anfang Mai empfing Pr\u00e4sident Wladimir Putin (links) Venezuelas Machthaber Nicol\u00e1s Maduro im Kreml.<\/p>\n<p>Alexander Zemlianichenko \/ Pool<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc8sbr5q2\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In der Theorie hat der venezolanische Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro starke Verb\u00fcndete. Eben habe er ein langes Telefonat mit dem \u00ab\u00e4lteren Bruder und Freund\u00bb Wladimir Putin, Russlands Pr\u00e4sidenten, gef\u00fchrt, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/t.me\/dimsmirnov175\/113295\" rel=\"nofollow\">verk\u00fcndete er<\/a> am Donnerstag seinem Volk. Putin sei voller Bewunderung f\u00fcr die Venezolaner. Sie seien ein Beispiel von Tapferkeit angesichts der Umst\u00e4nde, unter denen sie leben m\u00fcssten. Er unterst\u00fctze Venezuela und ihn, Maduro, unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Im November war ein Vertrag \u00fcber strategische Partnerschaft und Zusammenarbeit in Kraft getreten, den Maduro und Putin Anfang Mai in Moskau unterschrieben hatten.<\/p>\n<p>Moskau \u00fcbt Zur\u00fcckhaltung<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc9gijie0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Putins Anruf in Caracas kam sp\u00e4t. Russland und Venezuela verbindet seit vielen Jahren ein besonderes Verh\u00e4ltnis. Es ist eine derjenigen Beziehungen, die Moskau mit den Parias dieser Welt pflegt \u2013 Iran, Kuba, Nordkorea, Myanmar und andere Staaten, die von autorit\u00e4ren Regimen mit zum Teil antiwestlichem Furor beherrscht werden und von den USA und den Europ\u00e4ern mit Sanktionen und anderen Boykotten belegt wurden. Russland lieferte Maduro Waffen und <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/russland-rosneft-zieht-sich-aus-venezuela-zurueck-ld.1549148\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ist an der Ausbeutung der Erd\u00f6lvorkommen im Land beteiligt<\/a>. Der Machthaber ist ein gerngesehener Gast im Kreml. Die milit\u00e4rische Zusammenarbeit mit dem offen antiamerikanischen Regime in Caracas st\u00f6rt den Anspruch der USA, in ihrer Hemisph\u00e4re zu dominieren.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc9iinl41\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Seitdem Pr\u00e4sident Donald Trump dazu angesetzt hat, den Drogenrouten aus S\u00fcdamerika und der Karibik den Garaus zu machen, und Maduro zur Aufgabe zwingen will, h\u00e4lt sich Russland jedoch auff\u00e4llig zur\u00fcck. Offene Kritik am amerikanischen Vorgehen, am unzimperlichen Abschuss mutmasslicher Drogenkurierboote in der Karibik wie auch an der Absicht, Maduro zu st\u00fcrzen und Venezuela einen Neuanfang zu erm\u00f6glichen, fiel in den vergangenen Monaten nur selten. Wenn sie kam, dann stammte sie vom russischen Aussenministerium und nicht vom Kreml.<\/p>\n<p>Berichte \u00fcber Waffenlieferungen<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc9j4dk40\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Auch jetzt d\u00fcrfte sich Maduro angesichts seiner existenziellen Bedrohung mehr von Russland erhofft haben. Die strategische Partnerschaft umfasst zwar, anders als im Fall Nordkoreas, wohlweislich keine milit\u00e4rische Beistandspflicht. Dass das Vertragswerk just Ende Oktober ratifiziert wurde, mitten in Amerikas Aufmarsch vor Venezuela, gibt ihm aber eine gewisse Brisanz. Russland als enger Verb\u00fcndeter Maduros muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist: das Festhalten an einem strategisch wichtigen, ideologisch verwandten Partner oder die von vielen Hoffnungen und Illusionen getragene Beziehung zu Trump.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc9jreff0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Anfang November hatten zwar <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.gazeta.ru\/politics\/news\/2025\/11\/01\/27083570.shtml\" rel=\"nofollow noopener\">russische Medien<\/a> berichtet, Russland r\u00fcste Venezuela mit neuen, modernen Waffensystemen aus, um der amerikanischen Bedrohung etwas entgegenzusetzen. Der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses in der Staatsduma, Alexei Schurawljow, ein notorischer Wichtigtuer, behauptete, es h\u00e4tten mehrere solche Waffentransporte stattgefunden, unter anderem von Flugabwehrtechnik. Der Umfang der Lieferungen sei geheim und den Amerikanern st\u00fcnden \u00dcberraschungen bevor. Er selbst schliesse auch nicht aus, dass Russland einem freundschaftlich verbundenen Land neue Entwicklungen wie die Mittelstreckenrakete \u00abOreschnik\u00bb liefere, sagte er. Seine \u00c4usserungen fanden allerdings keinen Widerhall in der russischen Politik.<\/p>\n<p>Putin setzt Ruf als verl\u00e4sslicher Partner aufs Spiel<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc9kggph0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die russische Zur\u00fcckhaltung ist bemerkenswert angesichts dessen, wie der Kreml fr\u00fcher auf amerikanischen Druck auf das Maduro-Regime reagiert hatte. Sie erinnert an die Ohnmacht Moskaus beim Sturz des syrischen Diktators Bashar al-Asad vor Jahresfrist und an die k\u00fchle verbale Unterst\u00fctzung f\u00fcr Iran w\u00e4hrend der amerikanisch-israelischen Angriffe vor einem halben Jahr. Russland scheint die Verbesserung des Verh\u00e4ltnisses zu Amerika und Trumps wohlwollende Haltung gegen\u00fcber den russischen Forderungen bei der Beendigung des Ukraine-Kriegs h\u00f6her zu gewichten als das Schicksal eines Partners.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc9lrp1q1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Zudem hat sich die amerikanische Administration gerade mit ihrer neuen Sicherheitsstrategie zum Denken in Einflusszonen bekannt, einer Sichtweise, die in Moskau geteilt wird. Auf eine Konfrontation mit den USA wegen Venezuela scheint Putin wenig Lust zu haben. Auch die Propaganda bleibt in dieser Frage handzahm.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc9lq7gg1\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Das Reputationsrisiko und die Gefahr, an strategischem Einfluss zu verlieren, scheint den Kreml weniger zu k\u00fcmmern. W\u00fcrde Maduro in einer amerikanischen Intervention gest\u00fcrzt, w\u00fcrde das Russlands Ruf als verl\u00e4sslicher Partner f\u00fcr Diktatoren und zwielichtige Herrscher in aller Welt weiter besch\u00e4digen. Sie k\u00f6nnte auch in anderen Weltgegenden, etwa in Afrika, Machthaber, die auf Putin gesetzt haben, zum Nachdenken anregen. Maduro st\u00fcnde dann allenfalls der Weg Asads offen, <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/russland-und-syrien-asads-verbindungen-zu-moskau-ld.1861874\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der von den Russen ins Moskauer Exil geholt wurde<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland und Venezuela sind Verb\u00fcndete. 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