{"id":643029,"date":"2025-12-13T06:56:13","date_gmt":"2025-12-13T06:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/643029\/"},"modified":"2025-12-13T06:56:13","modified_gmt":"2025-12-13T06:56:13","slug":"warum-laender-wie-italien-und-frankreich-deutlich-mehr-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/643029\/","title":{"rendered":"Warum L\u00e4nder wie Italien und Frankreich deutlich mehr zahlen"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der demografische Wandel stellt <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/rente-diese-personengruppe-ist-der-verlierer-im-deutschen-rentensystem-21-6-25-105634852\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">das deutsche Rentensystem<\/a> vor ernstzunehmende Herausforderungen. Immer weniger Erwerbst\u00e4tige m\u00fcssen f\u00fcr eine wachsende <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/wie-viele-rentner-gibt-es-in-deutschland-8-12-25-102584304\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Zahl von Renten-Beziehenden<\/a> aufkommen. Mit dem Renteneintritt der <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/rentensystem-entlasten-boomer-soli-reiche-rentner-unterstuezen-arme-5-9-25-110448830\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Babyboomer-Generation<\/a> versch\u00e4rft sich die angespannte Lage zus\u00e4tzlich. Zwar sind auch <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/rente-im-ausland-die-besten-laender-zum-auswandern-20-9-25-102579670\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">andere L\u00e4nder<\/a> vom Alterungsprozess ihrer Bev\u00f6lkerung betroffen, doch eine aktuelle Auswertung der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass die Qualit\u00e4t der Altersvorsorge stark variiert. Warum <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/gesetzentwurf-zur-rentenreform-beschlossen-das-kommt-auf-rentnerinnen-und-rentner-zu-7-12-25-110568138\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">deutsche Rentnerinnen und Rentner<\/a> im internationalen Vergleich deutlich weniger Einkommen erhalten und welche Ans\u00e4tze es f\u00fcr eine langfristig stabile Finanzierung gibt, erfahren Sie hier.\n  <\/p>\n<p>            Demografischer Wandel: Wie ist die Prognose?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In ihrem <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/en\/publications\/pensions-at-a-glance-2025_e40274c1-en.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">aktuellen Bericht<\/a> \u201ePensions at a Glance\u201c (\u201eRenten auf einen Blick\u201c) hat die OECD einen \u00dcberblick \u00fcber die gesetzlich verankerten Rentenma\u00dfnahmen ver\u00f6ffentlicht, die die Mitgliedsl\u00e4nder zwischen September 2023 und September 2025 beschlossen haben. Neben einer ausf\u00fchrlichen Analyse der verschiedenen <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/schlagworte\/mp-rentensysteme\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Rentensysteme<\/a> erstellte die Organisation auch Prognosen \u2013 etwa zur Alterungsentwicklung der Bev\u00f6lkerung oder zum k\u00fcnftigen <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/rente-hoehe-wie-hoch-wenn-man-nie-gearbeitet-hat-5-12-25-102579363\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ruhestandseinkommen<\/a> der heutigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Daten verdeutlichen unter anderem, dass die Alterung der Bev\u00f6lkerung auch in den n\u00e4chsten 25 Jahren rasch voranschreiten wird. In vielen L\u00e4ndern werden die Geburtenraten weiter sinken und die Rentensysteme damit <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/horror-szenario-tritt-ein-immer-mehr-menschen-gehen-frueher-in-rente-110023249\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">zunehmend unter Druck<\/a> setzen. W\u00e4hrend im Jahr 2000 durchschnittlich 22 von 100 Menschen im Rentenalter waren, sind es 2025 bereits 33. Laut Prognosen der OECD wird sich dieser Trend weiter zuspitzen: Bis 2050 werden demnach durchschnittlich 52 von 100 Personen \u00e4lter als 65 Jahre sein. Ein direkter Vergleich der Mitgliedsl\u00e4nder zeigt, dass unterschiedliche Strategien entwickelt wurden, um den gesellschaftlichen Alterungsprozess zu bew\u00e4ltigen. Die Qualit\u00e4t der jeweiligen Rentensysteme unterscheidet sich dabei jedoch erheblich.\n  <\/p>\n<p>            Wie steht das deutsche Rentensystem im internationalen Vergleich da?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Aus dem Bericht der OECD geht hervor, dass die Ausgangslage der Rentensysteme in den verschiedenen L\u00e4ndern stark variiert. Deutschland liegt demnach lediglich im Mittelfeld \u2013 und damit hinter mehreren seiner europ\u00e4ischen Nachbarn. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei die sogenannte Nettoersatzrate. Sie beschreibt den Prozentsatz des letzten Nettogehalts, den Rentnerinnen und Rentner im Ruhestand erhalten. Wer 2024 eine vollst\u00e4ndige Erwerbsbiografie ab dem 22. Lebensjahr vorweisen konnte, kommt im Durchschnitt auf 63 Prozent des fr\u00fcheren Einkommens. W\u00e4hrend die Nettoersatzrate in L\u00e4ndern wie beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/wann-gehen-franzosen-in-rente-15-10-25-110721859\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Frankreich<\/a> oder Italien bei 70 oder knapp 80 Prozent liegt, betr\u00e4gt sie in Deutschland gerade einmal 53 Prozent. Damit liegt die Bundesrepublik deutlich unter dem Durchschnitt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gegen\u00fcber dem <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-profit-aktuell\/audio-oecd-vergleich-der-rentensysteme-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">WDR5-Wirtschaftsmagazin<\/a> erkl\u00e4rte Monika Queisser, Rentenexpertin und Leiterin f\u00fcr Sozialpolitik bei der OECD in Paris, diese Differenz mit h\u00f6heren Steuergeldern, die andere L\u00e4nder in die gesetzliche Rente investieren: \u201eViele L\u00e4nder \u2013 \u00d6sterreich zum Beispiel, aber auch Spanien, Frankreich und Griechenland \u2013 geben durchaus mehr f\u00fcr die Rente aus.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein weiterer Faktor seien <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/steht-ein-renten-schock-bevor-so-hoch-koennten-die-beitraege-bis-2028-klettern-18-11-25-110701299\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">h\u00f6here Beitragss\u00e4tze<\/a>. In Frankreich liegen diese nach Angaben der OECD bei rund 30 Prozent, in Italien sogar bei 33 Prozent des Bruttolohns. Zudem sind die Arbeitgeberanteile in vielen s\u00fcdeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern deutlich h\u00f6her als in Deutschland. Auch wenn sich Arbeitgeber in Deutschland laut der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/rentensysteme-vergleich-international-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">Tagesschau<\/a> \u00fcber die hohen Lohnnebenkosten am Standort beklagen, stehen sie im internationalen Vergleich g\u00fcnstig da. Denn der aktuelle Rentenbeitrag von 18,6 Prozent wird in Deutschland gleichm\u00e4\u00dfig zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmenden aufgeteilt.\n  <\/p>\n<p>            Finanzierung eines stabilen Rentensystems: Welche L\u00f6sungsans\u00e4tze gibt es?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Besonders problematisch gestalte sich in Deutschland die Versorgung jener Rentnerinnen und Rentner, die w\u00e4hrend ihres <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/ueber-9-millionen-menschen-betroffen-mit-diesem-gehalt-faellt-die-rente-zu-gering-aus-8-12-25-112934944\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Berufslebens nur ein geringes Einkommen<\/a> erzielt haben. Auch Rentenexpertin Queisser kritisierte diese Situation im Gespr\u00e4ch mit dem Wirtschaftsmagazin: \u201eIn Deutschland bekommen sie viel weniger als in den meisten anderen OECD-L\u00e4ndern\u201c. Das erh\u00f6he das <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/rente-so-viele-menschen-sind-von-altersarmut-betroffen-21-6-25-103634982\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Risiko von Altersarmut<\/a>. Menschen, deren Rente hierzulande nicht zum Leben reicht, m\u00fcssen demnach die <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/rente-wie-hoch-ist-die-grundsicherung-2-12-25-102585888\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Grundsicherung beantragen<\/a>. In D\u00e4nemark wird dieses Problem hingegen durch eine steuerfinanzierte Grundrente abgefedert. In Neuseeland wiederum findet dank einer Basisrente eine gezielte Umverteilung von Gut- zu Geringverdienern statt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Finanzierung der Rentensysteme ist laut OECD auch <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/streit-um-rente-mit-70-wann-darf-man-in-anderen-eu-laendern-in-rente-gehen-15-10-25-110627432\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">das Renteneintrittsalter<\/a>. Mit etwas \u00fcber 64 Jahren liegt Deutschland hier etwa im Durchschnitt. Bis 2030 soll das Eintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre steigen. In L\u00e4ndern wie den USA oder Japan m\u00fcssen Menschen bereits heute so lange arbeiten. Ein Ansatz, der aus Sicht der Organisation durchaus gerechtfertigt ist. So schl\u00e4gt die OECD vor, das Eintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Nach Angaben von Queisser wird diese Regelung schon jetzt in neun Mitgliedsl\u00e4ndern angewendet.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine weitere Empfehlung von Queisser lautet, das deutsche <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/geld-leben\/rente\/versorgungspunkte-bei-der-rente-so-wird-die-rente-berechnet-7-10-25-109617393\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Betriebsrentensystem<\/a> weiter auszubauen. \u201eWenn viele Leute zusammen in einem System sind und nicht einzeln sich mit den Finanzdienstleistern auseinandersetzen und verhandeln m\u00fcssen, ist das g\u00fcnstiger und unkomplizierter\u201c, erkl\u00e4rte die Rentenexpertin im Interview. Bereits jetzt w\u00fcrde die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung einen Teil der Rente durch Pensionsfonds der Arbeitgeber erhalten.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Christina Bischof<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Rente<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    OECD<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der demografische Wandel stellt das deutsche Rentensystem vor ernstzunehmende Herausforderungen. 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