{"id":643054,"date":"2025-12-13T07:14:13","date_gmt":"2025-12-13T07:14:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/643054\/"},"modified":"2025-12-13T07:14:13","modified_gmt":"2025-12-13T07:14:13","slug":"wie-der-altenberger-plaetzchenwettbewerb-eine-gruppe-senioren-befluegelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/643054\/","title":{"rendered":"Wie der Altenberger Pl\u00e4tzchenwettbewerb eine Gruppe Senioren befl\u00fcgelt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nIm Aufenthaltsraum leuchtet ein Schwibbogen am gro\u00dfen Fenster. Um zwei Tische herum sitzen zw\u00f6lf Frauen und zwei M\u00e4nner. Einige haben Kittelsch\u00fcrzen um. Sie reden, lachen. Wo bleibt denn der Pl\u00e4tzchenteig? Die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeservices &#8222;Mit Aussicht&#8220; in Altenberg wollen Pl\u00e4tzchen formen. Die Teige daf\u00fcr haben sie schon zusammengef\u00fcgt, einmal M\u00fcrbeteig, einmal Mandelteig f\u00fcr ein italienisches Geb\u00e4ck. Damit wollen sie den 9. Wettbewerb zum Pl\u00e4tzchenk\u00f6nig auf dem Weihnachtsmarkt in Altenberg gewinnen, der am Sonnabend stattfindet. Das Motto hei\u00dft diesmal: &#8222;Mandel und\/oder Marzipan&#8220;.\n<\/p>\n<p>Neues Rezept f\u00fcr gestandene Hobby-B\u00e4ckerinnen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDa bringt die soziale Betreuerin Sylke Kumpf den Teig in Sch\u00fcsseln aus der K\u00fcche. Drei, vier Frauen stehen sofort auf, streuen Mehl auf die Tischplatten und greifen sich Nudelh\u00f6lzer. Am rechten Tisch sollen kleine K\u00fcgelchen f\u00fcr die Mandelkekse geformt werden. &#8222;Sind die gut so?&#8220;, fragt eine Seniorin. Ihre Nachbarin ist sich nicht sicher. &#8222;M\u00fcssten die nicht erst einmal gezuckert werden?&#8220; Und: &#8222;Was ist mit den L\u00f6chern?&#8220;\n<\/p>\n<p>Vom Wert guter Butter und Zutaten<\/p>\n<p class=\"text\">\nMarianne Schurig rollt flink die K\u00fcgelchen. Fr\u00fcher hat die Rehefelderin f\u00fcr drei Kinder und sieben Enkel gebacken. Was sie jetzt fertigt, &#8222;kann ich nicht genau sagen. Es soll ein italienisches Mandelgeb\u00e4ck sein. Ob es schmeckt, werden wir dann sehen. Ich habe nicht genascht&#8220;, betont sie augenzwinkernd. Fr\u00fcher habe sie immer viel f\u00fcr Kinder, Enkel, Urenkel gebacken. &#8222;Ich habe immer sehr viel Wert auf gute Zutaten gelegt, m\u00f6glichst reichlich Butter und viele Mandeln. Nicht so 0815-Zeug.&#8220; Ihre Familie m\u00fcsse dieses Jahr selber backen. &#8222;Da haben sie echt &#8217;nen Zapfen. Vielleicht kriege ich dann auch mal ein paar zum Naschen.&#8220;\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Ich habe immer sehr viel Wert auf gute Zutaten gelegt, m\u00f6glichst reichlich Butter und viele Mandeln. Nicht so 0815-Zeug.<\/p>\n<p>Marianne Schurig<br \/>\n87-J\u00e4hrige \u00fcber ihre Anspr\u00fcche als B\u00e4ckerin fr\u00fcher<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nNeben Marianne Schurig steht Helga Sch\u00f6nberger aus Geising. Sie wacht mit strengen Augen \u00fcber das Backblech und ordnet die K\u00fcgelchen aus Marzipan, Eiwei\u00df, Zucker und Zitronenabrieb ordentlich in Reihen an. F\u00fcr die Backaktion hat sie extra ihre Dederonsch\u00fcrze aus dem Schrank geholt. &#8222;Die hab ich selbst gen\u00e4ht&#8220;, erz\u00e4hlt sie. Fr\u00fcher, &#8222;ach, da haben wir acht Vierpfund-Stollen beim B\u00e4cker backen lassen. Richtig mit viel Butter. Die haben wir zu zweit gegessen. Wenn wir von Arbeit kamen, hatten wir Hunger, da schmeckte der Stollen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDann widmet sich die 87-J\u00e4hrige aus Geising wieder dem Geb\u00e4ck. &#8222;Es w\u00e4re schon sch\u00f6n, wenn wir gewinnen w\u00fcrden. Aber ich glaube es nicht. Es gibt bestimmt Bessere. Lassen wir uns \u00fcberraschen&#8220;, sagt sie. Jemand antwortet: &#8222;Klar, wir wollen gewinnen.&#8220; Alle lachen.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Es w\u00e4re schon sch\u00f6n, wenn wir gewinnen w\u00fcrden. Aber ich glaube es nicht.<\/p>\n<p>Helga Sch\u00f6nberger<br \/>\nHobbyb\u00e4ckerin in Altenberg<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>K\u00fcchenarbeit und Ehem\u00e4nner?<\/p>\n<p class=\"text\">\nAm anderen Tisch helfen auch zwei M\u00e4nner mit. Einer davon ist Manfred Sch\u00f6nberger. Der 90-J\u00e4hrige muss \u00fcber seine Frau Helga vom Nachbartisch lachen. &#8222;Ja, manchmal ist die Frau streng, aber lieb!&#8220; Er erinnert sich an die Ehejahre fr\u00fcher: &#8222;Ich hab&#8216; immer die Kartoffeln gesch\u00e4lt, abgetrocknet und gerne geholfen. Wir haben auch zusammen gebacken&#8220;, erz\u00e4hlt der Geisinger.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nWalter Kretzschmer hat in seinen 60 Ehejahren auch in der K\u00fcche mit angepackt. &#8222;Die Frauen mussten ja arbeiten gehen, auch in Schichten. Da musste der Mann schon im Haushalt mitmachen.&#8220; Am liebsten habe er Schnitzel zubereitet &#8211; mit krossem Rand. &#8222;So pappige Schnitzel habe ich nicht gerne gehabt, da musste der Vater die eben selber machen.&#8220; In der Weihnachtsb\u00e4ckerei habe er auch mitgeholfen, als dann die Enkel backen wollten.\n<\/p>\n<p>Angetreten, um zu gewinnen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Frage zum Pl\u00e4tzchenwettbwerb beantwortet der geb\u00fcrtige Breslauer, der jahrezehntelang in Schmiedeberg lebte, mit fester Stimme: &#8222;Wenn wir etwas machen, dann ist es mit Sieg dabei! Jeder, der etwas vom Backen versteht, der wird sagen: &#8218;Das ist der Stern! Etwas Besseres gibt es nicht.&#8216; Wenn wir in die Runde sehen, dann sind das hier alles Hausfrauen, die mit Auszeichnung Pl\u00e4tzchen gebacken haben.&#8220;\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Jeder, der etwas vom Backen versteht, der wird sagen: &#8218;Das ist der Stern! Etwas Besseres gibt es nicht.&#8216;<\/p>\n<p>Walter Kretzschmer<br \/>\n\u00fcber die Siegchancen seiner Mitbewohner<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nNach einer guten Viertelstunde bringt Sozialbetreuerin Sylke Kumpf die ersten zwei Bleche mit Pl\u00e4tzchen und Mandelgeb\u00e4ck rein. Vorsichtig greifen die Senioren zu. &#8222;Hm, hei\u00df, lecker.&#8220; &#8222;Genau richtig und goldbraun&#8220;, ist allgemeines Lob zu h\u00f6ren. Nach dem Dekorieren gehen je zehn Pl\u00e4tzchen verpackt an die Jury, die die besten Kreationen k\u00fcren wird. Wenn das Wetter mitspielt, wollen die Bewohner am Sonnabend hingehen. &#8222;Es ist ja nicht weit&#8220;, meint Marianne Schurig. Sie ist sich mit den Hobby-B\u00e4ckerinnen und -B\u00e4ckern einig: &#8222;Es hat Freude gemacht, in der Runde gemeinsam zu backen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\nAltenberg sucht den Pl\u00e4tzchenk\u00f6nig<br \/>\n&#8211; Zum 9. Mal k\u00fcrt Altenberg die Pl\u00e4tzchenk\u00f6nigin oder den Pl\u00e4tzchenk\u00f6nig. <br \/>&#8211; Preisverleihung ist am Sonnabend, 13. Dezember um 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Bahnhofsvorplatz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Aufenthaltsraum leuchtet ein Schwibbogen am gro\u00dfen Fenster. 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