{"id":644732,"date":"2025-12-14T03:38:11","date_gmt":"2025-12-14T03:38:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/644732\/"},"modified":"2025-12-14T03:38:11","modified_gmt":"2025-12-14T03:38:11","slug":"tacheles-in-sachsen-themenjahr-zur-juedischen-kultur-beginnt-in-chemnitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/644732\/","title":{"rendered":"&#8222;Tacheles&#8220; in Sachsen: Themenjahr zur j\u00fcdischen Kultur beginnt in Chemnitz"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"Judische\">J\u00fcdische<\/a> Geschichte und junge Kunst zusammenbringen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Programm f\u00fcr das Themenjahr bietet eine F\u00fclle an Veranstaltungen. Um die 400 sind angek\u00fcndigt. Der Freistaat hat daf\u00fcr \u00fcber 1,4 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Dadurch konnten \u00fcber die Kulturstiftung des Landes 92 Projekte unterst\u00fctzt werden. Stiftungsdirektor Manuel Frey sagt, man habe Projekte gesucht, die beide Pole \u2013 Vergangenheit und Gegenwart \u2013 bedienen k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEinerseits werde auf die Tradition einer reichen j\u00fcdischen Vergangenheit in Sachsen geschaut. Auf der anderen Seite gebe es auch aktuell ein lebendiges j\u00fcdisches Leben. &#8222;Wir haben junge K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler,\u00a0die sich mit j\u00fcdischer Kunst und Kultur besch\u00e4ftigen, die wollten wir auch dabei haben&#8220;, so Frey bei MDR KULTUR. &#8222;Und ideal ist es, wenn man beides zusammenbringt.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Ausstellung\">Kunstvolle<\/a> Kordeln und Quasten von j\u00fcdischen Unternehmern aus Sachsen<\/p>\n<p class=\"text\">\nZu den gef\u00f6rderten Projekten geh\u00f6rt zum Beispiel eine Ausstellung im Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz, f\u00fcr die Museumsp\u00e4dagoge Bastian Guthke schon im Vorfeld viel recherchiert hat. Dabei geht es um j\u00fcdische Unternehmer, die kunstvolle Textilverzierungen wie Borten, Quasten und Kordeln hergestellt haben.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Liste der sogenannten Posamenten-Unternehmer, die bis ins 20. Jahrhundert hinein gewirkt und damit der Stadt zu Weltruhm verholfen haben,  ist lang. &#8222;Das Thema ist gewisserma\u00dfen unbekannt, also da ist durchaus noch Bedarf, das an die \u00d6ffentlichkeit zu bringen&#8220;, findet Guthke. Die Ausstellung solle zeigen, was in Sachsen an gro\u00dfem Kulturgut geschaffen wurde, &#8222;gerade eben durch die j\u00fcdischen Unternehmer.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Moped\">Moped<\/a>-Gottesdienst und Akrobatik im Jahr der j\u00fcdischen Kultur 2026<\/p>\n<p class=\"text\">\nAber auch ohne die Unterst\u00fctzung des Freistaates wurden zahlreiche Projekte initiiert. Aktuell beteiligen sich 54 St\u00e4dte und Gemeinden am Programm. Von Ausstellungen \u00fcber Musik bis hin zum interkulturellen Moped-Gottesdienst ist alles dabei.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch die S\u00e4ngerin und Luftakrobatin Elaina Pliskin Jacobs wird mit ihrem Klezmer-Zirkus mehrfach zu erleben sein. Die in Leipzig lebende K\u00fcnstlerin hofft, dass die Vielfalt j\u00fcdischen Lebens sichtbar wird. &#8222;Die aschkenasische Kultur ist normalerweise gedacht als die sozusagen &#8217;normale&#8216; j\u00fcdische Kultur, aber es gibt so viele verschiedene j\u00fcdische Kulturen rund um die Welt und 2026 kann ein Vorbild geben f\u00fcr die Zukunft.&#8220;\n<\/p>\n<p>Thema Antisemitismus bleibt pr\u00e4sent<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch beim s\u00e4chsischen Landesverband der j\u00fcdischen Gemeinden blickt man mit gro\u00dfen Erwartungen auf das Jahr 2026, in dem der Verband zudem sein 100. Jubil\u00e4um feiert. Die anf\u00e4ngliche Kritik und die Skepsis, als 2022 ein Konzept f\u00fcr das Themenjahr seitens des Kulturministeriums vorgelegt wurde, ohne vorher mit den Akteurinnen und Akteuren der j\u00fcdischen Gemeinschaft zu sprechen, scheinen gr\u00f6\u00dftenteils verflogen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch bei Konstantin Zahariev, dem stellvertretenden Verbandvorsitzenden. &#8222;Ich bin auch in Hoffnung, dass wir hier zu Hause uns besser kennenlernen&#8220;, sagt er bei MDR KULTUR. Antisemitismus habe in letzter Zeit &#8222;viel \u00d6l ins Feuer gegossen&#8220;. Er hoffe, dass &#8222;wir uns n\u00e4her kommen und unsere Blicke etwas angleichen, R\u00fccksicht aufeinander nehmen.&#8220;\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Ich hoffe, dass wir uns n\u00e4herkommen und unsere Blicke etwas angleichen, R\u00fccksicht aufeinander nehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Konstantin Zahariev vor dem Jahr der j\u00fcdischen Kultur in Sachsen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Tacheles&#8220;-Projektsprecherin Nora Pester wird nicht m\u00fcde, zu betonen, dass man sich &#8222;Jahr der j\u00fcdischen Kultur&#8220; und nicht &#8222;Jahr gegen Antisemitismus&#8220; genannt habe. Trotzdem solle das Thema keinesfalls ausgeblendet werden. Allein schon durch das eng gestrickte Sicherheitskonzept sei es immer pr\u00e4sent. &#8222;Ich setze hier ganz stark auf die Mitte der s\u00e4chsischen Gesellschaft, dass sie mit ihrer Pr\u00e4senz und ihrer Solidarit\u00e4t gegen\u00fcber den Veranstaltern, den j\u00fcdischen Akteurinnen und Akteuren auch ein Zeichen setzen: Nicht bei uns, nicht in unserer Mitte! Wir stehen zu unserem j\u00fcdischen Leben hier in Sachsen und auch zu dessen Schutz.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"J\u00fcdische Geschichte und junge Kunst zusammenbringen Das Programm f\u00fcr das Themenjahr bietet eine F\u00fclle an Veranstaltungen. 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