{"id":6454,"date":"2025-04-04T01:47:15","date_gmt":"2025-04-04T01:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6454\/"},"modified":"2025-04-04T01:47:15","modified_gmt":"2025-04-04T01:47:15","slug":"zollpolitik-der-usa-wird-das-iphone-deutlich-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6454\/","title":{"rendered":"Zollpolitik der USA: Wird das iPhone deutlich teurer?"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Zollpolitik der USA: Wird das iPhone deutlich teurer?<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach der Ank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, f\u00fcr etliche L\u00e4nder auf der Erde h\u00f6here Einfuhrz\u00f6lle in den USA einzuf\u00fchren, umtreibt viele Apple-Interessierte in sozialen Netzwerken die Frage, wie sich das auf das iPhone und weitere Technikprodukte auswirkt. Alleine mit Vietnam, Thailand, China, Taiwan und Indien sind die f\u00fcr Apple wichtigsten L\u00e4nder mit Zulieferbetrieben auf der Liste. Das genaue Ausma\u00df ist aktuell noch schwer abzusch\u00e4tzen \u2013 wobei auch zwischen Auswirkungen auf US- und EU-Verbraucher zu unterscheiden is. Doch ein Analyst aus der Zulieferkette hat schon einmal die Optionen aufgezeigt, die Apple jetzt hat, und wie sich diese auf die Verbraucherpreise auswirken k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Ming-Chi Kuo von der Finanzanalystenfirma TF International Securities in Taiwan <a href=\"https:\/\/x.com\/mingchikuo\/status\/1907775228069163351\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">geht davon aus<\/a>, dass die Bruttogewinnspanne von Apple durch die angek\u00fcndigten US-Z\u00f6lle insgesamt um 8,5 bis 9 Prozent sinken k\u00f6nnte, da der iPhone-Hersteller mit deutlich erh\u00f6hten Kosten zu rechnen hat. So sehen es wohl auch die Anleger: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wegen-Trumps-Zoellen-Tech-Aktien-sacken-wieder-ab-Apple-verliert-besonders-10339446.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Aktie Apples verlor wie andere Technikwerte massiv<\/a> nach der Ank\u00fcndigung Trump. Die gute Nachricht ist aber: Apple k\u00f6nnte die Auswirkungen laut Kuo auf 5,5 bis 6 Prozent oder im besten Falle sogar auf 1 bis 3 Prozent reduzieren, ohne die Preise erh\u00f6hen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Indien jetzt wichtiger als je zuvor<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel dazu ist laut Kuo der Standort der iPhone-Produktion. Schon seit Jahren treibt Apple das Projekt voran, sich von China als Produktionsland unabh\u00e4ngiger zu machen und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Neue-US-Zoelle-Nach-China-auch-andere-Apple-Zulieferlaender-betroffen-10338203.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das iPhone st\u00e4rker in anderen L\u00e4ndern zu produzieren, allen voran Indien<\/a>. Kuo zeigt sich optimistisch, dass anders als im angespannten Verh\u00e4ltnis zwischen China und den USA f\u00fcr Indien Verhandlungsspielr\u00e4ume vorhanden sind, um mit den Vereinigten Staaten geringere Z\u00f6lle zu vereinbaren. Dann w\u00e4ren die Auswirkungen auf Apple deutlich geringer.<\/p>\n<p>Angesichts des hohen Volumens an Ger\u00e4ten, die in China gefertigt werden, klingt das allerdings einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Schon w\u00e4hrend der zunehmenden Anspannungen rund um Taiwan versuchte sich Apple von seiner Abh\u00e4ngigkeit von China zu l\u00f6sen. Dieser Prozess erfordert angesichts der n\u00f6tigen Produktionskapazit\u00e4ten einen langen Atem und d\u00fcrfte wohl kaum kurzfristig massiv voranzutreiben sein. F\u00fcr dieses Jahr sei zu erwarten, dass Apple 15 Prozent seiner globalen iPhone-Produktion in Indien abwickeln k\u00f6nne &#8211; eine Steigerung von 3 bis 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<\/p>\n<p>Wo Apple noch sparen kann<\/p>\n<p>Kuo nennt deshalb noch weitere m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen, die Apple ergreifen kann. Seiner Ansicht nach k\u00f6nnte das Unternehmen darauf dr\u00e4ngen, dass Mobilfunknetzbetreiber die Ger\u00e4te bei neuen Handyvertr\u00e4gen wieder st\u00e4rker bezuschussen, sodass die iPhones f\u00fcr die Verbraucher bezahlbar bleiben. Auch k\u00f6nnte Druck auf die Zulieferer helfen, die Kosten zu senken.<\/p>\n<p>Auf Verbraucherseite k\u00f6nnte Apple die h\u00f6heren Kosten dadurch kompensieren, dass f\u00fcr Inzahlungnahmen \u00e4lterer Ger\u00e4te weniger Geld als bislang gezahlt wird. Und Kuo zeigt sich \u00fcberzeugt, dass K\u00e4ufer von Pro-Ger\u00e4ten eher bereit sind, eine Preiserh\u00f6hung mitzutragen als K\u00e4ufer g\u00fcnstigerer Ger\u00e4te, zumal die h\u00f6herpreisigen Ger\u00e4te einen hohen Anteil der Verk\u00e4ufe ausmachen.<\/p>\n<p>Kuo: F\u00fcr Apple verkraftbar<\/p>\n<p>Alles in allem gibt sich der Analyst zuversichtlich, dass Apple die Z\u00f6lle recht gut verkraften kann. Die Gesamtbruttomarge, also die Kennzahl, wie viel Apple bei einem Ger\u00e4t abz\u00fcglich der Kosten verdient, habe im Gesch\u00e4ftsjahr 2024 bei 46 Prozent gelegen. Selbst ein Wert von unter 40 Prozent sei zu verkraften, zumal Kuo davon ausgeht, dass dieser Einbruch nur von kurzer Dauer sein wird, wenn Apple einige der genannten Ma\u00dfnahmen ergreift.<\/p>\n<p>Problematischer seien die langfristigen Auswirkungen, wenn aufgrund von drohender Rezession und Zur\u00fcckhaltung der Verbraucher vorhandene Ger\u00e4te l\u00e4nger genutzt werden und Neuk\u00e4ufe verschoben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mki<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zollpolitik der USA: Wird das iPhone deutlich teurer? 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