{"id":645686,"date":"2025-12-14T14:04:15","date_gmt":"2025-12-14T14:04:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/645686\/"},"modified":"2025-12-14T14:04:15","modified_gmt":"2025-12-14T14:04:15","slug":"bayer-leverkusen-gegen-koeln-sogar-die-verlierer-schwaermen-von-terrier-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/645686\/","title":{"rendered":"Bayer Leverkusen gegen K\u00f6ln: Sogar die Verlierer schw\u00e4rmen von Terrier &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Alle sprachen sp\u00e4ter \u00fcber Martin Terrier und sein Tor zum 1:0 f\u00fcr Bayer Leverkusen. War es, wie er selbst aus dem Fu\u00dfballfranz\u00f6sischen \u00fcbersetzte, ein \u201eSkorpion\u201c? Die Abwandlung eines Ren\u00e9 Higuita, der, wenn er gute Laune hatte, seinen Torwartjob erf\u00fcllte, indem er nach vorn sprang und den Ball hinterr\u00fccks mit den Hacken wegkickte? Oder war es nicht eher die gekonnte Nachahmung des einbeinigen Eseltritts? Oder doch blo\u00df ein Gl\u00fcckstreffer? Letzteres w\u00fcrden nur Menschen behaupten, die meinen, ein Rolls Royce Silver Cloud III oder ein Lancia Fulvia Coup\u00e9 seien doch auch nur Autos. Blechb\u00fcchsen, die der Fortbewegung dienten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die K\u00f6lner Spieler erwiesen Kennerschaft und bekannten sich zur Faszination an der Sch\u00f6nheit. Eric Martel verlieh sp\u00e4ter das Pr\u00e4dikat \u201eWeltklasse\u201c, der Verteidiger Sebastian Sebulonsen konnte schon an Ort und Stelle ein anerkennendes L\u00e4cheln \u00fcber den Streich des Gegners nicht unterdr\u00fccken \u2013 selbst wenn dieses 0:1 bedeutete, dass der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/1._FC_K%C3%B6ln\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. FC K\u00f6ln<\/a> bei Bayer Leverkusen auf einen Weg geraten war, von dem es nach Lage der Spielentwicklung wahrscheinlich keine Umkehr mehr geben w\u00fcrde: auf die sogenannte Verliererstra\u00dfe n\u00e4mlich. Und so war es ja auch: Leverkusen gewann das rheinische Derby mit 2:0, \u201eich glaube hochverdient\u201c, wie nicht nur Robert Andrich meinte. Martin Terrier hatte mit seinem Zaubertor den entscheidenden Ansto\u00df gegeben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/rolfes-interview-leverkusen-li.3319459\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;wir_haben_das_fundament_einer_neuen_titelmannschaft_gelegt&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;bundesliga&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3319459&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesportrolfes-interview-leverkusen-li3319459\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/d36f096d-bbbd-4d16-91c5-dd355eda240d.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Leverkusen-Boss Rolfes im Interview<\/p>\n<p>:\u201eWir haben das Fundament einer neuen Titelmannschaft gelegt\u201c<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Wie managt man einen Neustart nach maximalem Erfolg? Bayer-04-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Simon Rolfes spricht \u00fcber das gescheiterte Experiment mit Trainer ten Hag, einen Transfersommer mit 39 Zu- und Fortg\u00e4ngen und die Eigenheiten des Leverkusen-Fu\u00dfballs.<\/p>\n<p>SZ PlusInterview von Philipp Selldorf<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der 28 Jahre alte Angreifer hatte bisher noch gar nicht richtig zeigen k\u00f6nnen, welcher Artist in ihm steckt. Im Sommer 2024 aus Rennes ins Rheinland gewechselt, hatte er sich im Winter einen Achillessehnenriss zugezogen. Neun Monate vergingen bis zum Comeback, seitdem musste er sich mit Kurzeins\u00e4tzen begn\u00fcgen. Auch am Samstagabend kam er als Einwechselspieler aufs Feld, nach der zweiten Ballber\u00fchrung und kaum vier Minuten sp\u00e4ter lief er Gefahr, von seinen Mitspielern erdr\u00fcckt zu werden. So viele Leute warfen sich auf ihn, dass sich in das Menschenkn\u00e4uel m\u00f6glicherweise auch Ordner und andere Passanten mischten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Tor brachte doppelt Erl\u00f6sung: F\u00fcr Bayer 04, das seit dem Beginn der zweiten H\u00e4lfte eine Dauerbelagerung des K\u00f6lner Strafraums inszeniert hatte, aber partout nicht zum F\u00fchrungstor gelangte. Und f\u00fcr Terrier, der seine aktuelle Situation in Leverkusen nicht als befriedigend empfindet. In der Reserve zu stehen, das kenne er gar nicht, sagte er am Samstagabend. In Frankreich war er ein etablierter Ligue-1-Spieler, bevor er f\u00fcr 20 Millionen Euro Abl\u00f6se nach Leverkusen wechselte. \u201eMartin pusht, und ja: Er k\u00f6nnte mehr spielen\u201c, r\u00e4umte Bayer-Trainer Kasper Hjulmand ein.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Doch erst mal galt es, den \u201emagic Moment\u201c zu feiern, wie Hjulmand es formulierte. Dieses Tor sei sicherlich das sch\u00f6nste seiner Karriere, meinte Terrier, als er den Ursprung der Geschichte erkl\u00e4rte: \u201eEs ist St\u00fcrmer-Instinkt. In dem Moment habe ich gar nicht nachgedacht. Ich glaube, ich war zu schnell und stand zu weit vorn, die Flanke kam etwas in meinen R\u00fccken. Dann habe ich es einfach probiert. Ich wollte den Ball so nehmen.\u201c Am Rand der Szenerie verfolgte Andrich, erneut als Abwehrchef besetzt, den Vorgang: \u201eReingezittert\u201c habe er als Zuschauer Terriers Ball, der sich, so konnte einem das wirklich vorkommen, wie verlangsamt \u00fcber Torwart Marvin Schw\u00e4be in die lange Ecke senkte. Anschlie\u00dfend war Staunen angesagt, nicht nur bei Andrich: \u201eIch stand auf dem Feld und hab\u2019 mich gefragt: Hat er den wirklich so reingemacht?\u201c<\/p>\n<p>Die organisierte K\u00f6lner Fanszene verl\u00e4sst aus Protest das Stadion, die Leverkusener Ultras schlie\u00dfen sich sp\u00e4ter an<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass der K\u00f6lner Trainer Lukas Kwasniok im Gespr\u00e4ch mit dem ZDF-Reporter freundlich, aber ausdr\u00fccklich einen schw\u00e4rmerischen Kommentar zum Gegentor verweigerte, hatte nichts damit zu tun, dass er die Sch\u00f6nheit des 0:1 nicht anerkannte. Er hatte blo\u00df einfach schlechte Laune, weil erstens sein Plan nicht funktioniert hatte, mit eigener Offensive dagegenzuhalten. Und weil ihm zweitens auch die Tendenz im Auftritt seiner Elf nicht gefallen konnte. Selten hatte der 1. FC K\u00f6ln in dieser Saison so sehr wie ein Au\u00dfenseiter ausgesehen wie am Samstagabend: Es gebe \u201egar nicht viel zu erz\u00e4hlen\u201c, kommentierte Kwasniok frustriert, jederzeit habe er den Unterschied zwischen Champions-League-Aspirant und Aufsteiger gesehen, auch beim Pausenstand von 0:0 blieb er pessimistisch. \u201eHeute haben wir keine Chance\u201c, ging es ihm durch den Kopf, wie er sp\u00e4ter offenbarte: \u201eDaf\u00fcr waren Geist und Beine nicht gut genug.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Diskutiert wurde am Rande, ob vielleicht der Abmarsch und das Fehlen der K\u00f6lner Ultras das FC-Team geschw\u00e4cht haben k\u00f6nnte. 500 bis 600 Fans, weite Teile der sogenannten aktiven Szene, hatten den Schauplatz Leverkusen verlassen, weil einer der Wortf\u00fchrer von der Polizei so gr\u00fcndlich durchsucht worden war, dass es als \u00fcbergriffig empfunden wurde. In einem separaten Raum f\u00fcr Polizei-Angelegenheiten hatte sich der Betroffene weitgehend entkleiden m\u00fcssen. Dabei kam zwar kein Bengalo zum Vorschein, aber eine \u201epassive Bewaffnung\u201c, wie die Polizei mitteilte. Genauer: ein Mundschutz als Vorkehrung f\u00fcr eine eventuelle Pr\u00fcgelei. Gefunden hatte man diesen in der Unterhose des Betroffenen. Auf Kommando ihrer obersten Vertreter verlie\u00df der organisierte Szene-Pulk daraufhin protesthalber das Stadiongel\u00e4nde. Die Leverkusener Ultras schlossen sich sp\u00e4ter solidarisch an, nachdem sie zu Beginn des Spiels ihr reichhaltiges Pyro-Arsenal abgebrannt hatten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kwasniok ist aber kein Freund von Ausreden, auch diesmal zog er es vor, ehrlich zu bleiben: \u201eSchade, dass die Fans nicht da waren\u201c, sagte er, \u201eaber der Hamburger SV hatte heute 15 000 Fans in Hoffenheim \u2013 und hat trotzdem 1:4 verloren.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Alle sprachen sp\u00e4ter \u00fcber Martin Terrier und sein Tor zum 1:0 f\u00fcr Bayer Leverkusen. 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