{"id":646563,"date":"2025-12-14T23:05:21","date_gmt":"2025-12-14T23:05:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/646563\/"},"modified":"2025-12-14T23:05:21","modified_gmt":"2025-12-14T23:05:21","slug":"us-delegation-zu-ukraine-beratungen-in-berlin-eingetroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/646563\/","title":{"rendered":"US-Delegation zu Ukraine-Beratungen in Berlin eingetroffen"},"content":{"rendered":"<p>              14.12.2025 22:47<\/p>\n<p>              (Akt. 14.12.2025 22:50)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1490123160_BLD_Online-4-3-400533033-533x400.jpg\"   alt=\"Ukraines Pr\u00e4sident Selenskyj traf US-Sondergesandten Witkoff\" title=\"Ukraines Pr\u00e4sident Selenskyj traf US-Sondergesandten Witkoff\"\/><\/p>\n<p>                    Ukraines Pr\u00e4sident Selenskyj traf US-Sondergesandten Witkoff<br \/>\n                     \u00a9APA\/dpa<\/p>\n<p>\n        Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat am Sonntag in Berlin \u00fcber einen Waffenstillstand in Russlands Krieg gegen sein Land beraten. Selenskyj kam im Kanzleramt mit den US-Unterh\u00e4ndlern Steve Witkoff und Jared Kushner zusammen. Es seien &#8222;gro\u00dfe Fortschritte&#8220; erreicht worden, erkl\u00e4rte Witkoff nach dem Treffen im Onlinedienst X. Die Beratungen sollen nach Angaben der USA und der Ukraine am Montag fortgesetzt werden.\n      <\/p>\n<p>Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz begr\u00fc\u00dfte zuvor laut Regierungskreisen die drei sowie den ukrainischen Unterh\u00e4ndler Rustem Umerow pers\u00f6nlich. Selenskyj hatte vor seinem Abflug in Kiew mitgeteilt, dass die Ukraine auf eine von Russland und den USA abgelehnte NATO-Mitgliedschaft verzichten k\u00f6nnte, wenn sein Land im Gegenzug umfassende Sicherheitsgarantien gegen einen erneuten russischen \u00dcberfall erhalten sollte.<\/p>\n<p>Selenskyj forderte Sicherheitsgarantien<\/p>\n<p>Er hatte sich vergangene Woche zudem zu den von US-Pr\u00e4sident Donald Trump geforderten Wahlen in seinem Land ausgesprochen, daf\u00fcr aber Sicherheitsgarantien der USA gefordert. Zudem akzeptierte er die derzeitige Kontaktlinie zwischen der russischen und der ukrainischen Armee als Startpunkt f\u00fcr einen Waffenstillstand.<\/p>\n<p>Kanzler Merz hat die Europ\u00e4er am Montag nach Berlin geladen. Dort wollen Vertreter mehrerer europ\u00e4ischer Staaten sowie die Spitzen von EU und NATO demonstrieren, dass sie weiterhin zu der von Russland \u00fcberfallenen Ukraine stehen. Am Donnerstag soll der EU-Gipfel dann beschlie\u00dfen, dass 210 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Staatsverm\u00f6gen f\u00fcr die Finanzierung der Ukraine verwendet werden sollen. Dabei handelt es sich nach Angaben aus Regierungskreisen aber nicht um eine Enteignung.<\/p>\n<p>Merz und andere EU-Staats- und Regierungschefs hatten die US-Regierung mehrfach gewarnt, sie d\u00fcrfe mit Russland keinen Diktatfrieden \u00fcber die K\u00f6pfe der Ukrainer und Europ\u00e4er hinweg vereinbaren. Es gibt den Verdacht, dass US-Pr\u00e4sident Trump einen schnellen Waffenstillstand will &#8211; notfalls auf Kosten der Ukraine. Anfang Dezember hatte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin Witkoff und Kushner empfangen.<\/p>\n<p>Selenskyj wollte bei seinem Treffen in Berlin mit Witkoff vor allem seine letzten Vorschl\u00e4ge zum Friedensplan von Pr\u00e4sident Trump er\u00f6rtern. Er habe bisher keine US-Reaktion auf seine j\u00fcngsten \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge erhalten, antwortete Selenskyj laut ukrainischen Medien auf Fragen von Journalisten. Vorab hatte Selenskyj erkl\u00e4rt, dass er die Ukraine in einer starken Verhandlungsposition sehe.<\/p>\n<p>Selenskyj: Plan muss gerecht und effektiv sein<\/p>\n<p>Ein Friedensplan werde nicht so aussehen, dass er allen gefalle, meinte Selenskyj. Es gebe Kompromissvorschl\u00e4ge. &#8222;Das Allerwichtigste ist, dass der Plan m\u00f6glichst gerecht ist, vor allem f\u00fcr die Ukraine. Das Wichtigste ist, dass er effektiv ist&#8220;, sagte er. Weil nicht alle eine Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO unterst\u00fctzten, gebe es einen Kompromissvorschlag f\u00fcr Sicherheitsgarantien des Landes vor neuen russischen Angriffen. Details nannte er nicht.<\/p>\n<p>Nach Berlin kam auch der amerikanische Vier-Sterne-General Alexus Grynkewich. Nach Angaben seines Sprechers reiste der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkr\u00e4fte in Europa als ranghoher Vertreter des US-Milit\u00e4rs an, um den US-Verhandlern milit\u00e4rischen Rat zu geben &#8211; im Rahmen von Pr\u00e4sident Trumps Bem\u00fchungen um Frieden.<\/p>\n<p>Kreml schaut negativ auf Berliner Treffen<\/p>\n<p>Russland blickt eher argw\u00f6hnisch auf die Verhandlungen. Die Beitr\u00e4ge der Europ\u00e4er und der Ukraine zum Friedensplan von US-Pr\u00e4sident Trump w\u00fcrden &#8222;wohl kaum konstruktiv sein&#8220;, wie der au\u00dfenpolitische Berater von Kremlchef Putin, Juri Uschakow, vor Beginn der Gespr\u00e4che in Berlin dem russischen Staatsfernsehen sagte.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Darin liegt das Problem&#8220;, sagte Uschakow. Zugleich lobte er, dass die US-Seite die russische Position verstehe. Uschakow machte deutlich, dass Russland vor allem nicht von seinen Territorialforderungen f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung des Konflikts abr\u00fccke. Moskau verlangt, dass Kiew seine Truppen auch aus jenen Gebieten im umk\u00e4mpften Industriegebiet Donbass abzieht, die Russland bisher nicht erobern konnte und die von der Ukraine weiter kontrolliert werden.<\/p>\n<p>Kreml: Amerikaner verstehen russische Position<\/p>\n<p>Russland lehne \u00c4nderungen an den Punkten zu Gebietsfragen ab, sagte Uschakow. &#8222;Die Frage der Gebiete wurde insgesamt in Moskau aktiv diskutiert. Die Amerikaner kennen nicht nur unsere Position, sondern verstehen sie auch&#8220;, sagte Uschakow, der unter anderem mit Witkoff und Putin etwa f\u00fcnf Stunden \u00fcber Trumps Friedensplan gesprochen hatte.\u00a0<\/p>\n<p>Die US-Regierung hatte auf Betreiben von Trump im November einen Friedensplan vorgelegt, \u00fcber den seitdem in verschiedenen Runden verhandelt wurde. Trump fordert von der Ukraine, einem Friedensabkommen zuzustimmen. Er sieht das von westlicher Unterst\u00fctzung abh\u00e4ngige Land milit\u00e4risch im Nachteil gegen\u00fcber dem Angreifer Russland.<\/p>\n<p>Was nach den Konsultationen zwischen den Ukrainern und Europ\u00e4ern nun in dem Plan stehe, sei Russland bisher nicht bekannt, sagte Uschakow. &#8222;Es wird wohl kaum etwas Gutes sein&#8220;, meinte er. Seine jetzt ver\u00f6ffentlichten \u00c4u\u00dferungen waren bereits am Freitag aufgezeichnet worden.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"14.12.2025 22:47 (Akt. 14.12.2025 22:50) Ukraines Pr\u00e4sident Selenskyj traf US-Sondergesandten Witkoff \u00a9APA\/dpa Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":646564,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,508,30,36084,4046,16,307],"class_list":{"0":"post-646563","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-diplomatie","11":"tag-germany","12":"tag-kaempfe","13":"tag-krieg","14":"tag-politik","15":"tag-russland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115720430382135143","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=646563"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646563\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/646564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=646563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=646563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=646563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}