{"id":6470,"date":"2025-04-04T01:55:22","date_gmt":"2025-04-04T01:55:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6470\/"},"modified":"2025-04-04T01:55:22","modified_gmt":"2025-04-04T01:55:22","slug":"staatsanwaltschaft-fordert-sieben-jahre-haft-fuer-ex-praesidenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6470\/","title":{"rendered":"Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Haft f\u00fcr Ex-Pr\u00e4sidenten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 28.03.2025 00:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Bereits zum f\u00fcnften Mal steht der franz\u00f6sische Ex-Pr\u00e4sident Nicolas Sarkozy inzwischen vor Gericht. Dieses Mal droht dem Konservativen eine mehrj\u00e4hrige Haftstrafe &#8211; wegen Gesch\u00e4ften mit dem libyschen Machthaber Gaddafi.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Prozess gegen Frankreichs Ex-Pr\u00e4sidenten Nicolas Sarkozy wegen angeblicher Wahlkampfgelder aus Libyen hat die Anklage sieben Jahre Haft gefordert. Au\u00dferdem forderte die Finanzstaatsanwaltschaft vor Gericht in Paris eine Geldstrafe von 300.000 Euro f\u00fcr den 70-J\u00e4hrigen und den Entzug seines Wahlrechts f\u00fcr f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Libyen-Aff\u00e4re dreht sich um Hinweise, wonach f\u00fcr Sarkozys Pr\u00e4sidentschafts-Wahlkampf 2007 illegal Millionensummen vom Regime des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi geflossen sein sollen. Die Staatsanwaltschaft erw\u00e4hnte diplomatische und wirtschaftliche &#8222;Gegenleistungen&#8220;, die Sarkozy in Aussicht gestellt habe. Zudem gebe es Hinweise auf Bargeldtransaktionen.\u00a0<\/p>\n<p>    Sarkozy nennt Strafforderung &#8222;\u00fcbertrieben&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSarkozy, der seit Februar eine elektronische Fu\u00dffessel tr\u00e4gt, zu der er wegen einer anderen Korruptionsaff\u00e4re verurteilt worden war, bestritt w\u00e4hrend des Verfahrens alle Vorw\u00fcrfe. Er habe &#8222;nicht einen Cent auf illegale Weise angenommen, aus Libyen oder sonst woher&#8220;, hatte er betont. Er warf der Finanzstaatsanwaltschaft vor, ihr gehe es nicht um die Wahrheit, sondern darum, &#8222;nicht das Gesicht zu verlieren&#8220;.\u00a0Sarkozy h\u00f6rte das Pl\u00e4doyer der Staatsanwaltschaft mit versteinerter Mine an. Anschlie\u00dfend prangerte er die seiner Ansicht nach &#8222;\u00fcbertriebene&#8220; Strafforderung an.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLaut Anklage soll es eine Abmachung mit Gaddafi zur Finanzierung der Pr\u00e4sidentschaftskampagne gegeben haben, in die verbotenerweise Bargeld geflossen sei. Deshalb m\u00fcsse der konservative Ex-Pr\u00e4sident in allen Punkten der Anklage f\u00fcr schuldig befunden werden: Korruption, Veruntreuung \u00f6ffentlicher Gelder, illegale Wahlkampffinanzierung und kriminelle Vereinigung.\u00a0<\/p>\n<p>    Mitangeklagte sollen wegen Beihilfe verurteilt werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie mitangeklagten Ex-Minister Claude Gu\u00e9ant, \u00c9ric Woerth und Brice Hortefeux sollen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe verurteilt werden. F\u00fcr Gu\u00e9ant forderte die Anklage sechs Jahre Haft und 100.000 Euro Geldstrafe, f\u00fcr Hortefeux drei Jahre Haft und 150.000 Euro Geldstrafe und f\u00fcr Woerth ein Jahr Haft und die Zahlung von 3.750 Euro. Angeklagt waren auch mehrere mutma\u00dfliche Mittelsm\u00e4nner sowie ein enger Vertrauter von Gaddafi, der fl\u00fcchtig ist. Alle hatten w\u00e4hrend des Verfahrens die Vorw\u00fcrfe bestritten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Finanzstaatsanwaltschaft wies die These der Verteidigung zur\u00fcck, wonach die Vorw\u00fcrfe gegen Sarkozy gewisserma\u00dfen aus Rache erst erhoben worden seien, nachdem dieser 2011 die F\u00fchrung der internationalen Koalition \u00fcbernommen hatte, die dazu beitrug, das Gaddafi-Regime zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>    Gesch\u00e4ftsmann: &#8222;Koffer mit Bargeld ins Innenministerium gebracht&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Anklage st\u00fctzt sich unter anderem auf Angaben des franz\u00f6sisch-libanesischen Gesch\u00e4ftsmannes Ziad Takieddine, der erkl\u00e4rt hatte, er habe Ende 2006 oder Anfang 2007 mehrere &#8211; vom libyschen Regime vorbereitete &#8211; Koffer mit mehreren Millionen Euro ins Pariser Innenministerium gebracht, das damals von Sarkozy gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls Gegenleistung f\u00fcr die mutma\u00dfliche Zahlung von Millionen sollen dem damals ge\u00e4chteten Libyen gute Gesch\u00e4fte mit franz\u00f6sischen Unternehmen und Hilfe bei der R\u00fcckkehr auf die internationale B\u00fchne zugesagt worden sein. In der Tat wurde Muammar al-Gaddafi im Dezember 2007 mit milit\u00e4rischen Ehren im \u00c9lys\u00e9e-Palast empfangen.\u00a0<\/p>\n<p>    F\u00fcnftes Verfahren in f\u00fcnf Jahren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ist Sarkozys f\u00fcnftes Gerichtsverfahren innerhalb von f\u00fcnf Jahren. Er war im Dezember wegen versuchter Bestechung eines Richters zu einem Jahr Haft in Form einer elektronischen Fu\u00dffessel verurteilt worden. In diesem Fall rief Sarkozy nun den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte an. Der aktuelle Prozess l\u00e4uft bis zum 8. April. Wann die Urteile gesprochen werden, ist noch nicht bekannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.03.2025 00:07 Uhr Bereits zum f\u00fcnften Mal steht der franz\u00f6sische Ex-Pr\u00e4sident Nicolas Sarkozy inzwischen vor Gericht. 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