{"id":647064,"date":"2025-12-15T04:19:29","date_gmt":"2025-12-15T04:19:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/647064\/"},"modified":"2025-12-15T04:19:29","modified_gmt":"2025-12-15T04:19:29","slug":"brigitte-macron-beleidigt-feministinnen-frankreich-empoert-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/647064\/","title":{"rendered":"Brigitte Macron beleidigt Feministinnen \u2013 Frankreich emp\u00f6rt sich"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Ein neuer Slogan \u00fcberschwemmt die sozialen Medien in Frankreich: \u201eJe suis une sale conne\u201c, \u201eIch bin eine dreckige Vollidiotin\u201c. In wei\u00dfen Lettern auf schwarzem Hintergrund geschrieben, kn\u00fcpft er an das Solidarit\u00e4ts-Schlagwort \u201eIch bin Charlie\u201c an, das nach dem brutalen Terroranschlag auf das Satiremagazin \u201eCharlie Hebdo\u201c im Januar 2015 millionenfach geteilt wurde.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Emp\u00f6rung tausender Frauen ebbt nicht ab, seit Brigitte\u00a0Macron feministische Aktivistinnen als \u201esales connes\u201c, in etwa \u00fcbersetzbar mit \u201edreckige Vollidiotinnen\u201c, bezeichnet hat. Der Aufschrei ist berechtigt, nicht nur aufgrund der vulg\u00e4ren Wortwahl.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Ausgerechnet die franz\u00f6sische First Lady, die sonst \u00f6ffentlichkeitswirksam den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen unterst\u00fctzt, w\u00fcrdigte in einem Gespr\u00e4ch mit dem Humoristen Ary Abittan Feministinnen herab. Zwar rechnete\u00a0Macron\u00a0nicht damit, dass ihr \u00e4tzender Kommentar ver\u00f6ffentlicht w\u00fcrde. Doch dass dieser in einem \u201eprivaten Rahmen\u201c fiel, macht ihn umso entlarvender.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Auch interessant: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/dreckige-schlampen-brigitte-macron-sorgt-mit-worten-fuer-wirbel-49629688\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDreckige Schlampen\u201c: Brigitte Macron sorgt mit Spruch f\u00fcr Wirbel<\/a><\/p>\n<p>            Feministinnen haben Recht auf Protest<\/p>\n<p class=\"\">\n                    In dem gefilmten Austausch mit Abittan ging es um die Frauen, die dessen Show gest\u00f6rt hatten, um auf den Vergewaltigungsvorwurf seiner Ex-Freundin aufmerksam zu machen. Ein Gericht hatte das Verfahren nach jahrelangen Untersuchungen eingestellt \u2013 wie bei der \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit aller Klagen wegen Vergewaltigung, aufgrund mangelnder Beweise.\n            <\/p>\n<p>\n                                Aufgrund mangelnder Beweise von Vergewaltigungsvorw\u00fcrfen freigesprochen: Der franz\u00f6sische Schauspieler und Komiker Ary Abittan.<br \/>\n                            Archivfoto: IMAGO\/Panoramic by PsnewZ<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ary-abittan.jpg\" title=\"Aufgrund mangelnder Beweise von Vergewaltigungsvorw\u00fcrfen freigesprochen: Der franz\u00f6sische Schauspieler und Komiker Ary Abittan.\" alt=\"Aufgrund mangelnder Beweise von Vergewaltigungsvorw\u00fcrfen freigesprochen: Der franz\u00f6sische Schauspieler und Komiker Ary Abittan.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"252\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Es ist Abittans Recht, weiter auf der B\u00fchne zu stehen, und es ist das Recht von Feministinnen, dagegen zu protestieren, weil Vergewaltigungsopfern viel zu oft nicht geglaubt wird. Die #metoo-Bewegung, die in Frankreich ein starkes Echo findet, k\u00e4mpft noch immer daf\u00fcr, dass sich das endlich \u00e4ndert.\n            <\/p>\n<p>            Brigitte Macrons Bild bekommt Risse<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Vor genau einem Jahr ersch\u00fctterte der Prozess um Gis\u00e8le Pelicot das Land. Ihr fr\u00fcherer Ehemann hatte sie jahrelang mit Medikamenten bet\u00e4ubt, um sie gemeinsam mit dutzenden Fremden zu vergewaltigen. Die meisten T\u00e4ter, die ausnahmslos schuldig gesprochen wurden, wiesen jede Verantwortung von sich. So deckte der Prozess auch ein gesamtgesellschaftliches Problem auf: Ersch\u00fctternd viele M\u00e4nner glaubten, das Einverst\u00e4ndnis des Ehemanns reiche aus, um sich ungestraft an einer Frau zu vergehen. \u201eDie Scham muss die Seite wechseln\u201c, hielt Gis\u00e8le Pelicot dagegen.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Hier weiterlesen: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/kultur\/artikel\/vergewaltigungsopfer-gisle-pelicot-ikone-der-frauenbewegung-48106251\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie Gis\u00e8le Pelicot nach der Vergewaltigung zur Ikone der Frauenbewegung wurde<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Brigitte\u00a0Macron\u00a0unterst\u00fctzte sie demonstrativ, doch ihre j\u00fcngsten Kommentare untergraben ihre Glaubw\u00fcrdigkeit. Sie tr\u00fcben ihr Image weiter ein, nachdem schon die Ohrfeige, die sie ihrem Mann im Mai in einem Flugzeug gab, Fragen aufwarf. Bislang war es eher Emmanuel\u00a0Macron, der mit unbedacht hingeworfenen Aussagen irritierte \u2013 wie jener, in einem Bahnhof treffe man auf Menschen, \u201edie nichts sind\u201c. Seine Frau trat demgegen\u00fcber ausgleichend und respektvoll auf. Dieses Bild bekommt nun Risse.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Brigitte\u00a0Macron\u00a0hat in ihrer Rolle als Premi\u00e8re Dame, als \u201eerste Dame\u201c Frankreichs, eine Vorbildfunktion. Eine Entschuldigung dr\u00e4ngt sich auf. Bislang lie\u00df sie sie vermissen.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein neuer Slogan \u00fcberschwemmt die sozialen Medien in Frankreich: \u201eJe suis une sale conne\u201c, \u201eIch bin eine dreckige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":647065,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,712,2650,548,663,3934,3980,156,13,3887,14,15,12],"class_list":{"0":"post-647064","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-antisemitismus","11":"tag-diskriminierung","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-france","16":"tag-frankreich","17":"tag-headlines","18":"tag-kindesmissbrauch","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115721664576473758","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/647064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=647064"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/647064\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/647065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=647064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=647064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=647064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}