{"id":647632,"date":"2025-12-15T10:26:13","date_gmt":"2025-12-15T10:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/647632\/"},"modified":"2025-12-15T10:26:13","modified_gmt":"2025-12-15T10:26:13","slug":"was-die-eu-kommission-fuer-die-forschungsfoerderung-plant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/647632\/","title":{"rendered":"Was die EU-Kommission f\u00fcr die Forschungsf\u00f6rderung plant"},"content":{"rendered":"<p>Das neue Arbeitsprogramm des Forschungsf\u00f6rderprogramms Horizon Europe f\u00fcr die Jahre 2026 bis 2027 ist <a href=\"https:\/\/research-and-innovation.ec.europa.eu\/funding\/funding-opportunities\/funding-programmes-and-open-calls\/horizon-europe\/horizon-europe-work-programmes_en\" target=\"_blank\" class=\"link-external\" title=\"Link zur \u00dcbersichtsseite\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00f6ffentlich<\/a>. Das B\u00fcndel an F\u00f6rderaufrufen soll schlanker daherkommen, effizienter und zug\u00e4nglicher sein und gr\u00f6\u00dfere Wirkung entwickeln. So hei\u00dft es zumindest in der Einleitung des am 11. Dezember ver\u00f6ffentlichten Arbeitsprogramms der Europ\u00e4ischen Kommission. Da die Themenbeschreibungen k\u00fcrzer und allgemeiner gehalten worden seien, sei es im Vergleich zum Arbeitsprogramm 2023-2024 um ein Drittel k\u00fcrzer. Bewerberinnen und Bewerber h\u00e4tten zudem mehr Gestaltungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Das Arbeitsprogramm ist laut Science Business, die zuerst berichtet haben, das Ergebnis monatelanger Diskussionen. Erstmalig sei die Entwurfsphase dabei transparent nachverfolgbar gewesen, da die EU-Kommission Vorabversionen online ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p>Weniger B\u00fcrokratie f\u00fcr Antragstellende sowie Gef\u00f6rderte<\/p>\n<p>Laut dem Arbeitsprogramm wird die EU-Kommission in den kommenden beiden Jahren \u00fcber 14 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Die H\u00e4lfte des Budgets f\u00fcr Ausschreibungen soll dabei pauschal angeboten werden, so dass Projekte einen fixen Betrag enthalten und Einzelausgaben nicht separat abrechnen m\u00fcssen. Damit will die EU-Kommission den b\u00fcrokratischen Aufwand f\u00fcr die Gef\u00f6rderten abbauen.\u00a0<\/p>\n<p>Diesem Zweck sollen auch zweistufige Antragsverfahren dienen, deren Zahl erh\u00f6ht wurde. Bei 41 der geplanten Ausschreibungen sollen Interessierte zun\u00e4chst einen Kurzvorschlag einreichen und erst nach einer Vorauswahl zu einem Vollantrag aufgefordert werden. So soll die Zeit zwischen der Bewerbung und der Gew\u00e4hrung von F\u00f6rdermitteln reduziert werden.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderaufrufe der zweiten S\u00e4ule &#8222;Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas&#8220;, die das Herzst\u00fcck von Horizon Europe bilden, seien zudem offener gestaltet. Die Anzahl der Themen sei um ein gutes Drittel geringer. So sollen die vorhandenen Ressourcen auf weniger aber daf\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Themen verteilt werden, die eine st\u00e4rkere Wirkung entfalten.<\/p>\n<p>Neue horizontale Ausschreibungen<\/p>\n<p>Als zentrale Neuerung stellt die EU-Kommission sogenannte horizontale Ausschreibungen heraus. Diese Ausschreibungen verbinden verschiedene Teile von Horizon Europe, um strategische Schl\u00fcsselfelder zu st\u00e4rken. Als Beispiel wird die Ausschreibung &#8222;AI in Science&#8220; genannt, die vertrauensw\u00fcrdige K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) f\u00f6rdern soll, die wichtige gesellschaftliche und industrielle Herausforderungen angeht.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;AI in Science&#8220; geh\u00f6rt zum Pilotprogramm &#8222;Resource for AI Science in Europe&#8220; (RAISE) und ist mit 90 Millionen Euro ausgestattet. Zus\u00e4tzlich zu der horizontalen Ausschreibung werden weitere 775 Millionen Euro durch den Rest des Arbeitsprogramms in KI investiert, so hei\u00dft es im Programm.<\/p>\n<p>Choose Europe for Science mit weiteren Geldern ausgestattet<\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00fcndigt das Arbeitsprogramm weitere Gelder f\u00fcr die Choose Europe for Science-Initiative in 2026 und 2027 an. Die 2025 gestartete Initiative soll den Wissenschaftsstandort Europa attraktiver machen und Forschenden stabile F\u00f6rderbedingungen bieten.\u00a0<\/p>\n<p>Im Mai 2025 hatte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/politik\/finanzschub-soll-eu-zum-magnet-fuer-forschende-machen-7068\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ursula von der Leyen angek\u00fcndigt<\/a>, sie mit 500 Millionen Euro auszustatten. Nun sollen durch das Arbeitsprogramm weitere Ressourcen zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise die Investition von 50 Millionen Euro in die St\u00e4rkung von Europas Forschungsinfrastrukturen.<\/p>\n<p>Das Arbeitsprogramm verfolgt, so hei\u00dft es im Text, inmitten von geopolitischen Unsicherheiten das Ziel, strategische Abh\u00e4ngigkeiten zu verringern und die Resilienz Europas zu st\u00e4rken. Es investiere in kritische Technologien \u2013 wie Energie- und Quantentechnologien -, um Europas strategische Autonomie zu st\u00e4rken und gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum und sozialen Zusammenhalt zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Auch Fortschritte bei FP10-Verhandlungen<\/p>\n<p>Neben diesen Vorhaben f\u00fcr 2026\/2026 gibt es auch Entwicklungen bei den Pl\u00e4nen f\u00fcr FP10, das n\u00e4chste Rahmenprogramm f\u00fcr Forschung und Innovation. Am 9. Dezember hat der Ministerrat der EU unter der d\u00e4nischen Ratspr\u00e4sidentschaft einen Fortschrittsbericht ver\u00f6ffentlicht.\u00a0<\/p>\n<p>Laut einem Bericht von Science Business vom 11. Dezember haben die Regierungen der Mitgliedsl\u00e4nder zwar Fortschritte bei der Ausgestaltung des n\u00e4chsten EU-Rahmenprogramms f\u00fcr Forschung und Innovation gemacht, aber es bleibe noch weiterer Kl\u00e4rungsbedarf beim Verh\u00e4ltnis von FP10 zum Europ\u00e4ischen Wettbewerbsfonds (European Competitiveness Fund, ECF), der allgemeinen Priorit\u00e4tensetzung und der Verteidigungsfinanzierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das neue Arbeitsprogramm des Forschungsf\u00f6rderprogramms Horizon Europe f\u00fcr die Jahre 2026 bis 2027 ist \u00f6ffentlich. 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